Vorankündigung zur Leserunde „Die Tinktur des Todes“ von Ambrose Parry

€ 16,99 [D], € 17,50 [A] Erschienen am 31.08.2020 Übersetzt von: Hannes Meyer 464 Seiten, Klappenbroschur EAN 978-3-86612-472-1 Unbezahlte Werbung!
Am 04.10.202 beginnt auf meinem Blog die Leserunde zu „Die Tinktur des Todes!“ Jeder der Lust hat kann mitmachen. Zu den verschiedenen Abschnitten gelangt Ihr, wenn ihr auf der Seitenleiste rechts das Cover anklickt.

»Eine Aufsehen erregende Kriminalgeschichte vor dem Hintergrund medizinischer Experimente im Edinburgh des 19. Jahrhunderts. Das Buch lässt sowohl die Stadt als auch die Epoche lebendig werden und ist eine großartige Lektüre.« Ian Rankin

1847: Eine brutale Mordserie an jungen Frauen erschüttert Edinburgh. Alle Opfer sind auf dieselbe grausame Weise gestorben. Zur gleichen Zeit tritt der Medizinstudent Will Raven seine Stelle bei dem brillanten und renommierten Geburtshelfer Dr. Simpson an, in dessen Haus regelmäßig bahnbrechende Experimente mit neu entdeckten Betäubungsmitteln stattfinden. Hier trifft Will auf das wissbegierige Hausmädchen Sarah, die jedoch einen großen Bogen um ihn macht und rasch erkennt, dass er ein dunkles Geheimnis mit sich herumträgt. Beide haben ganz persönliche Motive, die Morde aufklären zu wollen. Ihre Ermittlungen führen sie in die dunkelsten Ecken von Edinburghs Unterwelt und nur, wenn es ihnen gelingt, ihre gegenseitige Abneigung zu überwinden, haben sie eine Chance, lebend wieder herauszufinden.

Bisher machen mit:

  1. Kathrin – Zauberhafte Seiten
  2. Gina – Lesen mit Kater
  3. Tanja Rothert auf Facebook
  4. Meine Wenigkeit

Ich freue mich auf Euch,

 

Meine Meinung zu „Das Haus in den Wellen“ von Lucy Clark. Besprechung vom 29. August 2016!

Unbezahlte Werbung! Coverrechte: Verlag € 8,99 [D], € 8,99 [A] Erschienen am 01.06.2016 Übersetzt von: Claudia Franz 384 Seiten, WMEPUB EAN 978-3-492-97299-4

Lana und Kitty wagen das große Abenteuer und gehen auf Weltreise. Unterwegs treffen sie auf eine Gruppe junger Globetrotter, die mit ihrer Jacht von den Philippinen nach Neuseeland segelt. Schnell werden die Frauen Teil der Crew, und es beginnt eine Zeit voller neuer Erfahrungen vor der traumhaften Kulisse der Südsee. Doch auch das Paradies hat seine Schattenseiten. Denn die Freundinnen merken bald, dass an Bord nichts ist, wie es scheint. Und als ein Crewmitglied spurlos verschwindet, kommen nach und nach die Gründe ans Licht, weshalb ihre Mitreisenden die Fahrt wirklich angetreten haben … Verlagsinfo: Piper

Strahlender Sonnenschein und Salz auf der Haut. Die untergehende Sonne, die sich auf den Wellen spiegelt. Eine Yacht auf dem Weg zu den Philippinen. Klares Wasser, das einem einen Blick bis fast auf den Meeresgrund gestattet. Landausflüge an romantschen Inseln, und Klippen die zu einem Sprung ins Meer einladen.
Das alles und noch viel mehr bietet mein persönliches Sommerbuch 2016!

Nachdem Lana einer schrecklichen Lüge ihres Vaters auf die Schliche kommt, kann sie ihre beste Freundin Kitty zu einer Weltreise überreden. Innerhalb kürzester Zeit haben beide ihre Zelte in England abgebrochen. Als sie eine Gruppe Globetrotter kennen lernen, die mit der Yacht >>The Blue<< auf dem Weg zu den Philippinen sind, sind beide überglücklich mitreisen zu dürfen.
Lana und Kitty verleben auf der Yacht traumhaft schöne Tage.
Es ist verboten unter den Passagieren eine Liebesbeziehung zu beginnen. Doch, was tun wenn die Hormone, Sonne und Meer nichts von solchen Bestimmungen halten? Lana verliebt sich und hat oft das Gefühl beobachtet zu werden.
Da wird ein Passagier vermisst. Ein Passagier der seit längerem schon Probleme macht.
Lana spürt, dass irgendwas auf der Yacht nicht mehr stimmt. Sie spürt, dass ihre beste Freundin etwas vor ihr verbirgt.
Lana verlässt als Einzige am nächsten Hafen die Yacht.

Diese Geschichte konnte mich auf der ganzen Linie überzeugen. Ein paar Seiten habe ich gebraucht, um in das Geschehen hineinzufinden. Dann hat mich die Story voll mit auf die See genommen. Ich habe das Salz geschmeckt, die Sonne auf meiner Haut gespürt und den Meereswind, der durch mein Haar geweht ist. Die Protagonisten kommen authentisch rüber.
Lana und Kitty verleben unheimlich schöne Tage auf der Yacht. Sie feiern bis in die Nacht und Unmengen Rum fließt. Sie kiffen und leben in den Tag hinein. Um so verstörender sind für Lana die Unstimmigkeiten, die auf einmal auf der Yacht herrschen.
Die Geschichte wird einmal in der Gegenwart aus der Sicht von Lana erzählt- und einmal in der Vergangenheit. Die Vergangenheit spielt sich auf der Yacht- die Gegenwart in Neuseeland ab.
Die Autorin versteht es, Sommerfeeling in Spannung zu verwandeln. Ab einem bestimmten Punkt wird es einem unmöglich, das Buch zur Seite zu legen.
Ob mir das Ende gefallen hat? Kann ich jetzt ehrlich nicht beantworten. Wenn ich jetzt ja sagen würde, käme ich mir ziemlich brutal vor.
Das Cover finde ich gelungen. Man hat beim Umblättern das Gefühl, Wellen zu reiten. 🙂

Unbedingt lesen!!!!

Danke Lucy Clarke

Lucy Clarke studierte Englische Literatur an der Universität von Cardiff, bevor sie sich ganz ihrer Karriere als Schriftstellerin widmete. Ihre Romane erobern auf der ganzen Welt die Bestsellerlisten. Sie ist passionierte Tagebuchschreiberin und mit einem professionellen Windsurfer verheiratet, mit dem sie zwei Kinder hat und die Liebe zum Meer teilt. Den Sommer verbringen sie an der Südküste Englands, den Winter in fernen, exotischen Ländern. Verlagsinfo: Piper

Meine Meinung zu „Die kleine Sommerküche am Meer“ von Jenny Colgan

WERBUNG: PIPER-VERLAG!€ 11,00 [D], € 11,40 [A] Erschienen am 01.06.2018 Übersetzer: Sonja Hagemann 448 Seiten, Klappenbroschur ISBN 978-3-492-31323-0 COVERRECHTE LIEGEN BEIM PIPER-VERLAG!

Die kleine Sommerküche am Meer — Inhalt

Vom quirligen London zur entlegenen Insel Mure? Nein – nur widerwillig kehrt die junge Flora in ihre schottische Heimat zurück. Weder die unberührte Landschaft noch das glitzernde Meer können sie aufmuntern, während sie ihren geschwächten Vater und ihre Brüder versorgt. Doch dann entdeckt sie das alte Kochbuch ihrer verstorbenen Mutter, und als sie ein Rezept nach dem anderen ausprobiert, öffnet sich ihr Herz: für die Sinnlichkeit des Essens, für die Schönheit der Natur und für einen neuen Anfang … (Verlagsinfo)  

Flora ist eine sympathische junge Frau. Sie hat die schottische Insel Mure verlassen, um in London in einer Anwaltskanzlei zu arbeiten. Aus beruflichen Gründen muss sie nun wieder in ihre Heimat zurück. Der steinreiche Amerikaner  Colton Rogers möchte verhindern, dass in der Nähe seines Hotels Windräder installiert werden. Ihr Chef Joel schickt sie auf die Insel Mure, um dort Sympathien für den Amerikaner zu sammeln. Die hat er nämlich ganz und gar nicht. Er lässt sich bei den Insulanern niemals sehen. Hat sein eigenes Personal. Das ärgert die Bewohner, da Arbeit auf Mure knapp ist. 

Flora fühlt sich anfangs an ihrem Heimatort nicht wohl. Denkt man doch dort, dass sie Vater und Brüder im Stich gelassen hat. Die müssen, seit dem Tod der Mutter, nun ohne Frau zurecht kommen. Ihre Ernährung besteht aus Würstchen und das Haus würde einen Putzlappen-Tango gut vertragen. Irgendwie kamen mir Floras Brüder etwas sonderbar vor. Keiner hat eine Frau. Nur einer war mal verheiratet und hat eine Tochter. Den Umgang mit anderen Menschen scheinen sie nicht gut zu beherrschen. Flora hat es nicht leicht. Jedoch geht Liebe bekanntlich durch den Magen. Sie findet eine kleines Notizbuch ihrer Mutter. Darin stehen Rezepte für leckere Gerichte. Damit kocht sie sich nun in die Herzen ihrer Familie.

Flora muss ewig darauf warten, bis ein Kontakt mit dem Amerikaner zustande kommt. Ihre heimliche Liebe Joel sieht sich genötigt, auf der Insel zu erscheinen, um das Ganze etwas zu beschleunigen. Ich fand diesen Joel auch ziemlich sonderbar. Er  kann mit der schönen Natur der Insel erst mal nichts anfangen. Bemerkt auch die Schwärmerei nicht, die ihm Flora entgegen bringt. Ständig ist er wütend. Das fand ich unmöglich. Warum er ständig wütend war, hat sich mir nicht erschlossen. Die Männer in diesem Buch sind sehr speziell. Bis auf einen. Der kümmert sich um kleine Kinder, die aus schwierigen Verhältnissen kommen. Macht mit ihnen Bergtouren und Camping. Ja, und auch für Manager sorgen er und seine Partnerin. 

Flora lebt nun ihre Trauer um die Mutter richtig aus. Sie ist ihr sehr nahe. Besonders in der Küche.

Ein Sommerroman, der leicht daher kommt, ohne seicht zu sein. Eine Protagonistin, die man einfach gern haben muss. Flora muss ihren Weg im Leben erst noch finden. Wird er in London sein? Oder wieder auf der Insel Mure? Das zu ergründen hat mir unheimlich Spaß gemacht. Die Protas in diesem Buch sind so ganz anders, als in anderen Sommerromanen. Denkt man erst wie komisch sie sind, entwickelt man im Lauf der Geschichte immer mehr Sympathie für jeden einzelnen. Lernt sie richtig kennen und verstehen. Der Schreibstil ist flüssig. Die Geschichte wird in der dritten Person erzählt. Worauf ich besonders gespannt war: Wird Flora das Herz von ihrem Chef Joel erobern? Ich sag mal so …. es gibt viele Männer in diesem Buch. Zugegeben sehr sonderbare Exemplare zum Teil. Aber, erstens kommt es anders, als man zweitens denkt! Oder doch wie man denkt? Was denkt Ihr?
Das Buch hat einen gewaltigen Fehler. Es ist zu schnell ausgelesen!
Eine Empfehlung von mir! Danke Jenny Colgan.

Biografie

Jenny Colgan studierte an der Universität von Edinburgh und arbeitete sechs Jahre lang im Gesundheitswesen, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Mit dem Marineingenieur Andrew hat sie drei Kinder, und die Familie lebt etwa die Hälfte des Jahres in Frankreich.

Die Romane um »Die kleine Bäckerei am Strandweg« standen wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste. (Verlagsinfo)

 

Meine Rezension zu „Das Schattenhaus“ von Mascha Vassena

Unbezahlte Werbung! Coverrechte: Verlag! € 9,99 [D], € 10,30 [A] Erschienen am 11.08.2014 320 Seiten, Broschur EAN 978-3-492-30325-5


Ein verschlafenes Bergdorf im Tessin: Anna ist nach Vignano gekommen, um
die alte Villa zu verkaufen, die sie von ihrer Mutter geerbt hat. Doch
bei ihrer Ankunft stellt sie überrascht fest, dass in dem Haus eine
ältere Dame lebt, die den Dachboden bewohnt. Wer ist sie? Und warum
verlässt sie nie ihr Zimmer? Langsam begreift Anna, dass ihre Mutter ein
düsteres Geheimnis mit ins Grab nahm. Und dass die Schatten der
Vergangenheit noch immer über der verfallenen Villa schweben … Verlagsinfo: Piper

2013
Nach 15 Jahren kehrt Anna zur Insel zurück, auf der sie mit ihrer Mutter gelebt hat. Ihre Tochter Friederike hat sie seit sechs Jahren nicht mehr gesehen. Annas Mutter ist gestorben und viele Dinge bleiben nun unausgesprochen. In Hamburg konnte Anna sich von ihren Problemen fern halten. Sie hat sich nie zugetraut, ihr Leben mit ihrer Tochter Rike zu meistern. Da sie Hals über Kopf zur Beerdigung ihrer Mutter fährt, hat sie auch noch ihren Arbeitsplatz verloren. Nun muss sie sich der Aufgabe als Mutter stellen und den Nachlass regeln. Beim Durchstöbern von Papieren stößt sie auf ein Dokument, dass ihre Mutter als Besitzern von einem Haus in Tessin ausweist. Anna fährt mit ihrer Tochter in das kleine Bergdorf Vignano und sucht dort den Bürgermeister Daniele Solca auf. Sie möchte von Daniele Informationen über das Haus. Als sie den Namen ihrer Mutter erwähnt, wird der Bürgermeister total abweisend……….
1963
Charlotte ist ein junges Mädchen, dass das Leben in vollen Zügen genießen möchte. Ihre Mutter jedoch hat andere Pläne mit ihr. Bei einem Urlaub in Italien lernen sie den seriösen Reto kennen. Charlottes Mutter ist sehr angetan von dem gut gekleideten Mann und seinen tadellosen Manieren. Charlotte kann und will ihr Herz nicht für Reto öffnen. Als Charlotte die steinreiche Amerikanerin Amanda kennen lernt, eröffnen sich ihr neue Welten. Amanda führt sie in das Nachtleben ein. Dabei lernt sie den Künstler Georg kennen und lieben. Charlotte kann sich ein Leben ohne Georg nicht mehr vorstellen. Als sie mit Georg aus ihrem Elternhaus flüchtet, geschieht ein Unglück…….

Ich liebe Romane die von Familiengeheimnissen handeln. Mascha Vassenas Geschichte hat mich gefesselt, von der ersten bis zur letzten Seite.
Den Charakter von Charlotte fand ich faszinierend. Ihre Lebenslust wirkte beim Lesen richtig ansteckend. Ihre Beziehung zu Georg hat mich sehr berührt. Was ihre Verliebtheit aus ihr gemacht hat, war einfach nur tragisch.

Anna ist eine Frau, die ihren Problemen stets davon gelaufen ist. Durch den Tod ihrer Mutter ist sie gereift. Ein Weglaufen war nun nicht mehr möglich. In Tessin erwartet sie in dem Haus ihrer Mutter eine Überraschung. Eine mysteriöse alte Frau wohnt auf dem Dachboden. Die alte Dame verlässt nie das Haus. Kein Mensch bekommt sie zu Gesicht. Auf das Klingeln von Anna reagiert sie nicht.
Anna renoviert das Haus mit Hilfe von dem Einheimischen Luca. Sie möchte das Haus nach der Instandsetzung verkaufen.
Sie versucht ihrer Tochter Rike näher zu kommen. Wird Rike ihr verzeihen können?
Anna weiß nicht wer ihr Vater ist. Ihre Mutter hat nie ein Wort darüber verloren. Doch, auch Anna hat ihrer Tochter Rike nie gesagt wer ihr Vater ist.
Anna fühlt sich zu  Daniele Solca hingezogen. Sie spürt, dass auch sie ihm nicht gleichgültig ist. Warum hält er sie dann auf Abstand?
Rike und ihre Mutter kommen sich näher. Das junge Mädchen fühlt sich in Tessin wohl und schließt Freundschaften. Da ist Rike auf einmal spurlos verschwunden.

Die Erzählung spielt abwechselnd im Jahr 1963 und 2013. Der Übergang zwischen den Jahrzehnten ist fließend und spannend.
Die Geheimnisse ihrer verstorbenen, italienischen Mutter haben mir spannende Lesestunden beschert.
Das kleine Bergdorf Vignano war bildlich beschrieben. Ich hatte die bergische Landschaft vor Augen und konnte die Gewitterluft riechen. Sogar den Duft der Ziegen auf der Weide hatte ich in der Nase. Das Haus mit seinem Kiesweg ist auf dem Cover sehr eindrucksvoll abgebildet. Ich hatte es beim Lesen stets vor Augen. Man sieht das Geheimnis, dass es umgibt. Ja, und die Gewitterwolken die nicht nur am Himmel stattfinden.
Die Thematik von Vassenas Roman ist nicht neu. Jedoch, sehr gut umgesetzt mit viel Liebe zum Detail. Die Charaktere kommen glaubhaft rüber. Der Schreibstil ist flüssig und spannend. Gerne möchte man dabei sein. Das italienische Essen lässt einem das Wasser im Mund zusammen laufen. Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen.
Fangt mit diesem Buch zu lesen an, wenn ihr am nächsten Tag nicht arbeiten müsst. Denn, das Schattenhaus ist auch in der Nacht präsent.
Eine absolute Empfehlung!

Über Mascha Vassena

Biografie

Mascha Vassena erhielt für ihre Erzählungen mehrere Stipendien, u. a. das Stipendium Akademie Schloss Solitude und den Hamburger Förderpreis für Literatur. 2005 erschien ihr Erzählungsband „Räuber und Gendarm“ unter dem Namen Mascha Kurtz bei Liebeskind. Sie schreibt außerdem Opernlibretti und Theaterstücke für das Luzerner Theater und das Maxim Gorki Theater Berlin. Sie lebt heute mit ihrem Sohn im Tessin. Verlagsinfo: Piper

 

 

 

 

Meine Rezension zu „Das Lied der Stare nach dem Frost“ von Gisa Klöne

Inhaltsangabe


Seit dem Tod ihres Bruders hat Rixa Hinrichs versucht zu vergessen: ihre
Trauer, die stumme Melancholie ihrer Mutter und ihre verpatzte
Solo-Karriere als Musikerin. Als Bar-Pianistin reist sie um die Welt,
bis der Tod ihrer Mutter sie zurück nach Deutschland holt. Auch diese
ist mit dem Auto verunglückt – fast an derselben Stelle wie Jahre zuvor
Rixas Bruder. Die Suche nach einer Erklärung führt Rixa in das alte
Pfarrhaus ihrer Großeltern nach Mecklenburg, wo ein streng gehütetes
Geheimnis seine düsteren Schatten wirft …

Kurzbeschreibung


Ein Pfarrhaus in Mecklenburg, in dem sich ein dunkles Familiengeheimnis
verbirgt. Eine große, verbotene Liebe, die 1945 tragisch endete. Eine
durch die deutsch-deutsche Grenze getrennte Familie. Und die Suche einer
Frau nach ihren Wurzeln und ihrer ganz eigenen Musik.
Rixa ist eine
Frau auf der Flucht – vor ihrer verpatzten Solokarriere als Musikerin,
dem schwierigen Verhältnis zu ihrer Mutter, dem tragischen Tod ihres
Bruders. Als Bar-Pianistin tingelt sie um die Welt, bis sie vom Tod
ihrer Mutter erfährt. Angeblich ein Unfall. Doch warum war sie am Tag
des Autounglücks ausgerechnet unterwegs nach Mecklenburg gewesen, in das
alte, mittlerweile unbewohnte Haus ihrer Großeltern, von dessen
Existenz niemand wusste? Rixas Spurensuche führt sie zurück zu ihren
Wurzeln und zum Kern ihrer verdrängten Sehnsüchte. Sie beginnt zu ahnen,
dass ein dunkles Familiengeheimnis noch immer als Trauma in ihr
nachwirkt. Nur wenn sie jenem schrecklichen Vorfall von damals auf die
Spur kommt, kann sich Rixa endlich selbst begreifen und neues Vertrauen
in sich und ihre Musik fassen

Über die Autorin


Gisa Klönne, geboren 1964, ist die Autorin von fünf erfolgreichen
Kriminalromanen um die Kommissarin Judith Krieger. 2013 legte die unter
anderem mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnete Autorin mit »Das
Lied der Stare nach dem Frost« erstmals einen Familienroman vor. Gisa
Klönnes Romane sind Bestseller und wurden in mehrere Sprachen übersetzt.
Sie lebt als freie Schriftstellerin in Köln.

 

Roman

 

Erschienen am 14.07.2014
496 Seiten, Kartoniert
ISBN: 978-3-492-30476-4
€ 9,99 [D],
€ 10,30 [A],
sFr 14,90
Lieferzeit 2 Werktage
 
Das Lied der Stare nach dem Frost hat mich jetzt eine Woche bestens unterhalten. Es ist keine schwere Kost, jedoch auch kein Buch dass einen durch die Seiten rasen lässt. Die Geschichte will Wort für Wort intensiv gelesen werden. Sie möchte durch uns Leser zum Leben erwachen. Gisa Klöne hat mich auf eine Reise mitgenommen, die ich so schnell nicht vergessen werde……
Zum Inhalt
 
Die Geschichte in der Gegenwart wird von der Musikerin Rixa erzählt. Rixa hat die Nachricht vom Tod ihrer Mutter Dorothea erhalten. Sie fliegt nach Berlin um die Beerdigung zu organisieren. 12 Jahre zuvor ist ihr Bruder Ivo auf der selben Straße in Mecklenburg tödlich verunglückt. Sie kann nicht verstehen, warum ihre Mutter mit dem Auto unterwegs war. Normalerweise fährt sie nie Auto.
Rixas Eltern sind geschieden. Die Ehe ist nach dem Tod von Ivo zerbrochen.
In der Wohnung ihrer Mutter fühlt sich Rixa in die Vergangenheit zurückversetzt. Sie trifft dort auch einen Kater an. Der reagiert scheu auf sie. Nach und nach freunden sie sich an. Rixa hatte schon mit dem Gedanken gespielt, dass ihre Mutter Selbstmord begangen haben könnte. Doch, hätte sie den Kater wirklich sich selbst überlassen?
Sie ruft sämtliche Onkeln und Tanten an und hat das Gefühl, dass diese etwas vor ihr verbergen.
Ihr Bruder Alex lebt in Australien. Das Verhältnis zu ihm ist mehr kühler Natur. Er kann auch nicht sofort nach Berlin kommen. Der Meeresbiologe muss erst noch ein wichtiges Projekt beenden….
Bei der Testamenteröffnung erfahren sie, dass ihre Mutter ein Haus in Sellin besitzt. Woher hatte ihre Mutter das Geld um ein Haus zu kaufen? Rixa fährt nach Sellin……..
Theodor 1918-1946
 
Hier werden wir in das Mecklenburg Anfang 20.Jahrhundert entführt. Theodor ist evangelischer Pfarrer. Er lernt die unbeholfene Elise kennen und lieben. Mit ihr hat er viele gemeinsame Kinder. Elise stärkt ihm den Rücken und entwickelt sich zu einer tadellosen Hausfrau und Mutter. Die Liebe, die sie ihrem Mann entgegen bringt, schwächt auch mit den Jahren nicht ab.
Theodor ist ein Geistlicher, der sein Amt sehr ernst nimmt. Er ist für die schwachen Menschen da und verzichtet gerne auf Luxus. Seiner Elise ist er ein guter Ehemann. Den Kindern ein sehr strenger, jedoch guter Vater. Doch, auch Theodor hat eine dunkle Seite…….
Meine Meinung
 
Der Wechsel von der Gegenwart zur Vergangenheit ist fließend und unkompliziert. Man kommt nie durcheinander.Wir erleben mit, wie Hitler an die Macht kommt. Bücher von jüdischen Autoren verbrannt werden. Wie oft hab ich das schon gelesen und gehört? Ich weiß es nicht, nur dass ich es jedes mal wieder als Frevel empfinde. Vor allem was mit Menschen jüdischer Abstammung passiert ist. Neugierig war ich auch, ob und wie weit sich Theodor manipulieren lassen hat. Da er ein Charaktermensch ist, konnte ich mir nicht vorstellen, dass er etwas machen könnte, dass irgend einem Menschen Schaden zufügt. Um das zu erfahren musste ich schon sehr weit in die Geschichte eintauchen……..
Rixa war mir sehr sympathisch. Sie hat von Anfang an gespürt, dass es ein Geheimnis in ihrer Familie gibt. Richtig spannend war die Fahrt nach Sellin. Dort hat sie eine alte Frau kennengelernt, die ihre Großeltern kannte. Da hat sie dann von der Existenz einer weiteren Schwester ihrer Mutter erfahren……
Man erlebt in der Geschichte mit, wie Rixa nach und nach ein mysteriöses Geheimnis lüftet. Ihre Großeltern Theodor und Elisa hat sie als liebe und warmherzige Menschen in Erinnerung. Für sie und ihre Brüder war es immer ein Erlebnis in die DDR zu reisen. Dort schien die Zeit stehengeblieben zu sein. Gerade diesen Stillstand empfand Rixa so schön. Natur und die Zuwendung von Oma und Opa, war den Kindern Luxus genug.
Rixa ist nicht nur der Vergangenheit ihrer Mutter näher gekommen. Sie findet auch zu sich selber. Möchte sich beruflich neu orientieren. Erinnert sich daran, wenn Nachts ihre Mutter an ihrem Bett erschien und ihr Geschichten aus ihrem Leben erzählte. Hinterher war sich Rixa nie sicher, ob sie es nur geträumt hatte. Interessant war das künstlerische Talent, dass in der Familie immer wieder auftaucht. Ivo malte zu Lebzeiten extravagante Bilder. Elise hatte ,vor ihrer Ehe mit Theodor, auch gerne  Bilder gemalen. Ihre älteste Tochter hatte eine Stimme wie Gold…….
Ja, und Rixa ist sehr gut am Piano.
Fazit
 
Gisa Klöne konnte mich mit ihrer Familiengeschichte überzeugen. Gerne empfehle ich sie weiter.
Ich vergebe 5 Sterne. Würde man mehr vergeben können, würde ich es tun.