Meine Meinung zu “Das rote Adressbuch” von Sofia Lundberg

Das rote Adressbuch von Sofia Lundberg Unbezahlte Werbung! Coverrechte: Verlag! Aus dem Schwedischen von Kerstin Schöps Originaltitel: Den röda Adressboken Originalverlag: Forum Hardcover mit Schutzumschlag, 352 Seiten, 13,5 x 21,5 cm ISBN: 978-3-442-31499-7 Erschienen am 20. August 2018 Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

 

 

Doris wächst in einfachen Verhältnissen im Stockholm der Zwanzigerjahre auf. Als sie zehn Jahre alt wird, macht ihr Vater ihr ein besonderes Geschenk: ein rotes Adressbuch, in dem sie all die Menschen verewigen soll, die ihr etwas bedeuten. Jahrzehnte später hütet Doris das kleine Buch noch immer wie einen Schatz. Und eines Tages beschließt sie, anhand der Einträge ihre Geschichte niederzuschreiben. So reist sie zurück in ihr bewegtes Leben, quer über Ozeane und Kontinente, vom mondänen Paris der Dreißigerjahre nach New York und England – zurück nach Schweden und zu dem Mann, den sie einst verlor, aber nie vergessen konnte. Verlagsinfo. Goldmann-Verlag Continue reading

Meine Meinung zu “Zwischen uns ein ganzes Leben” von Melanie Levensohn

 

WERBUNG! Preis: € (D) 16,99 | € (A) 17,50 Umfang: 416 Seiten Format: 21,5 x 13,4 x 3,2 cm ISBN: 978-3-596-70271-8 COVERRECHTE LIEGEN BEIM VERLAG!

Drei Frauen – getrennt durch ein halbes Jahrhundert, verbunden durch ein Versprechen

Paris, 1940: Für die jüdische Studentin Judith wird es unter der deutschen Besatzung immer gefährlicher. Zusammen mit ihrer großen Liebe Christian, Sohn eines Bankiers, plant sie heimlich die Flucht. Doch plötzlich ist sie spurlos verschwunden.
Mehr als fünfzig Jahre später in Washington: Auf Jacobina lastet ein Versprechen, das sie ihrem Vater gegeben, aber ihr Leben lang nicht eingelöst hat. Sie soll ihre unbekannte Halbschwester Judith finden. Jetzt bleibt ihr nicht mehr viel Zeit. Da trifft sie auf die junge Französin Béatrice. Die beiden Frauen freunden sich an. Gemeinsam machen sie sich auf eine Suche, die sie weiter führt, als sie je erwartet hätten …

***
„Du musst Judith finden”, sagte Lica. Seine Stimme klang beschwörend. „Versprich es mir!”
Jacobina hielt inne.
„Ich möchte, dass du …“ Er schluckte. „… dass du das vollendest, was ich mein Leben lang vor mir hergeschoben habe.”
Jacobina streckte ihren Arm aus. Lica griff ihre Finger und drückte sie. Das innigste Zeichen von Zuneigung eines gebrochenen Mannes.
Er tat Jacobina leid. Plötzlich empfand sie so etwas wie Zärtlichkeit für ihren Vater. Ein ungewohntes Gefühl. Sie wollte ihm über den Kopf streichen, doch sie traute sich nicht.
„Bitte”, sagte er mit kratziger Stimme und rang nach Luft.
„Ich verspreche es”, hauchte Jacobina.
***

Paris, 20. Dezember 1943
Meine Geliebte,
seit den frühen Morgenstunden sitzen wir im Keller und warten darauf, dass etwas passiert. In der Stadt heulen ununterbrochen die Sirenen, aber noch sind keine Bomben gefallen.
Vor drei Tagen bist Du verschwunden, und mit Dir ist alles Licht aus meinem Leben gewichen. Mein Herz ist stumm vor Schmerz. Ich mache mir fürchterliche Vorwürfe. Hätte ich Dich bloß nicht alleine gelassen, so kurz vor unserer Flucht. Du bedeutest mir alles. ALLES!
In meiner Verzweiflung schreibe ich an die Adresse Deines Vaters, die ich in Deinem Tagebuch gefunden habe. Ich bete für Dich, Geliebte, und für eine neue Welt, in der unsere Liebe einen Platz hat.
In Liebe
C.

Béatrice las den Brief erneut. Dann ließ sie das Blatt sinken und starrte ins Leere.
„Jacobina“, flüsterte sie, „ich glaube, ich habe etwas gefunden.“ Verlagsinfo: Fischerverlage. Continue reading

Meine Rezension zu “Das Lied der Stare nach dem Frost” von Gisa Klöne

Inhaltsangabe


Seit dem Tod ihres Bruders hat Rixa Hinrichs versucht zu vergessen: ihre
Trauer, die stumme Melancholie ihrer Mutter und ihre verpatzte
Solo-Karriere als Musikerin. Als Bar-Pianistin reist sie um die Welt,
bis der Tod ihrer Mutter sie zurück nach Deutschland holt. Auch diese
ist mit dem Auto verunglückt – fast an derselben Stelle wie Jahre zuvor
Rixas Bruder. Die Suche nach einer Erklärung führt Rixa in das alte
Pfarrhaus ihrer Großeltern nach Mecklenburg, wo ein streng gehütetes
Geheimnis seine düsteren Schatten wirft …

Kurzbeschreibung


Ein Pfarrhaus in Mecklenburg, in dem sich ein dunkles Familiengeheimnis
verbirgt. Eine große, verbotene Liebe, die 1945 tragisch endete. Eine
durch die deutsch-deutsche Grenze getrennte Familie. Und die Suche einer
Frau nach ihren Wurzeln und ihrer ganz eigenen Musik.
Rixa ist eine
Frau auf der Flucht – vor ihrer verpatzten Solokarriere als Musikerin,
dem schwierigen Verhältnis zu ihrer Mutter, dem tragischen Tod ihres
Bruders. Als Bar-Pianistin tingelt sie um die Welt, bis sie vom Tod
ihrer Mutter erfährt. Angeblich ein Unfall. Doch warum war sie am Tag
des Autounglücks ausgerechnet unterwegs nach Mecklenburg gewesen, in das
alte, mittlerweile unbewohnte Haus ihrer Großeltern, von dessen
Existenz niemand wusste? Rixas Spurensuche führt sie zurück zu ihren
Wurzeln und zum Kern ihrer verdrängten Sehnsüchte. Sie beginnt zu ahnen,
dass ein dunkles Familiengeheimnis noch immer als Trauma in ihr
nachwirkt. Nur wenn sie jenem schrecklichen Vorfall von damals auf die
Spur kommt, kann sich Rixa endlich selbst begreifen und neues Vertrauen
in sich und ihre Musik fassen

Über die Autorin


Gisa Klönne, geboren 1964, ist die Autorin von fünf erfolgreichen
Kriminalromanen um die Kommissarin Judith Krieger. 2013 legte die unter
anderem mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnete Autorin mit »Das
Lied der Stare nach dem Frost« erstmals einen Familienroman vor. Gisa
Klönnes Romane sind Bestseller und wurden in mehrere Sprachen übersetzt.
Sie lebt als freie Schriftstellerin in Köln.

 

Roman

 

Erschienen am 14.07.2014
496 Seiten, Kartoniert
ISBN: 978-3-492-30476-4
€ 9,99 [D],
€ 10,30 [A],
sFr 14,90
Lieferzeit 2 Werktage
 
Das Lied der Stare nach dem Frost hat mich jetzt eine Woche bestens unterhalten. Es ist keine schwere Kost, jedoch auch kein Buch dass einen durch die Seiten rasen lässt. Die Geschichte will Wort für Wort intensiv gelesen werden. Sie möchte durch uns Leser zum Leben erwachen. Gisa Klöne hat mich auf eine Reise mitgenommen, die ich so schnell nicht vergessen werde……
Zum Inhalt
 
Die Geschichte in der Gegenwart wird von der Musikerin Rixa erzählt. Rixa hat die Nachricht vom Tod ihrer Mutter Dorothea erhalten. Sie fliegt nach Berlin um die Beerdigung zu organisieren. 12 Jahre zuvor ist ihr Bruder Ivo auf der selben Straße in Mecklenburg tödlich verunglückt. Sie kann nicht verstehen, warum ihre Mutter mit dem Auto unterwegs war. Normalerweise fährt sie nie Auto.
Rixas Eltern sind geschieden. Die Ehe ist nach dem Tod von Ivo zerbrochen.
In der Wohnung ihrer Mutter fühlt sich Rixa in die Vergangenheit zurückversetzt. Sie trifft dort auch einen Kater an. Der reagiert scheu auf sie. Nach und nach freunden sie sich an. Rixa hatte schon mit dem Gedanken gespielt, dass ihre Mutter Selbstmord begangen haben könnte. Doch, hätte sie den Kater wirklich sich selbst überlassen?
Sie ruft sämtliche Onkeln und Tanten an und hat das Gefühl, dass diese etwas vor ihr verbergen.
Ihr Bruder Alex lebt in Australien. Das Verhältnis zu ihm ist mehr kühler Natur. Er kann auch nicht sofort nach Berlin kommen. Der Meeresbiologe muss erst noch ein wichtiges Projekt beenden….
Bei der Testamenteröffnung erfahren sie, dass ihre Mutter ein Haus in Sellin besitzt. Woher hatte ihre Mutter das Geld um ein Haus zu kaufen? Rixa fährt nach Sellin……..
Theodor 1918-1946
 
Hier werden wir in das Mecklenburg Anfang 20.Jahrhundert entführt. Theodor ist evangelischer Pfarrer. Er lernt die unbeholfene Elise kennen und lieben. Mit ihr hat er viele gemeinsame Kinder. Elise stärkt ihm den Rücken und entwickelt sich zu einer tadellosen Hausfrau und Mutter. Die Liebe, die sie ihrem Mann entgegen bringt, schwächt auch mit den Jahren nicht ab.
Theodor ist ein Geistlicher, der sein Amt sehr ernst nimmt. Er ist für die schwachen Menschen da und verzichtet gerne auf Luxus. Seiner Elise ist er ein guter Ehemann. Den Kindern ein sehr strenger, jedoch guter Vater. Doch, auch Theodor hat eine dunkle Seite…….
Meine Meinung
 
Der Wechsel von der Gegenwart zur Vergangenheit ist fließend und unkompliziert. Man kommt nie durcheinander.Wir erleben mit, wie Hitler an die Macht kommt. Bücher von jüdischen Autoren verbrannt werden. Wie oft hab ich das schon gelesen und gehört? Ich weiß es nicht, nur dass ich es jedes mal wieder als Frevel empfinde. Vor allem was mit Menschen jüdischer Abstammung passiert ist. Neugierig war ich auch, ob und wie weit sich Theodor manipulieren lassen hat. Da er ein Charaktermensch ist, konnte ich mir nicht vorstellen, dass er etwas machen könnte, dass irgend einem Menschen Schaden zufügt. Um das zu erfahren musste ich schon sehr weit in die Geschichte eintauchen……..
Rixa war mir sehr sympathisch. Sie hat von Anfang an gespürt, dass es ein Geheimnis in ihrer Familie gibt. Richtig spannend war die Fahrt nach Sellin. Dort hat sie eine alte Frau kennengelernt, die ihre Großeltern kannte. Da hat sie dann von der Existenz einer weiteren Schwester ihrer Mutter erfahren……
Man erlebt in der Geschichte mit, wie Rixa nach und nach ein mysteriöses Geheimnis lüftet. Ihre Großeltern Theodor und Elisa hat sie als liebe und warmherzige Menschen in Erinnerung. Für sie und ihre Brüder war es immer ein Erlebnis in die DDR zu reisen. Dort schien die Zeit stehengeblieben zu sein. Gerade diesen Stillstand empfand Rixa so schön. Natur und die Zuwendung von Oma und Opa, war den Kindern Luxus genug.
Rixa ist nicht nur der Vergangenheit ihrer Mutter näher gekommen. Sie findet auch zu sich selber. Möchte sich beruflich neu orientieren. Erinnert sich daran, wenn Nachts ihre Mutter an ihrem Bett erschien und ihr Geschichten aus ihrem Leben erzählte. Hinterher war sich Rixa nie sicher, ob sie es nur geträumt hatte. Interessant war das künstlerische Talent, dass in der Familie immer wieder auftaucht. Ivo malte zu Lebzeiten extravagante Bilder. Elise hatte ,vor ihrer Ehe mit Theodor, auch gerne  Bilder gemalen. Ihre älteste Tochter hatte eine Stimme wie Gold…….
Ja, und Rixa ist sehr gut am Piano.
Fazit
 
Gisa Klöne konnte mich mit ihrer Familiengeschichte überzeugen. Gerne empfehle ich sie weiter.
Ich vergebe 5 Sterne. Würde man mehr vergeben können, würde ich es tun.