Meine Rezension zu „Das Schattenhaus“ von Mascha Vassena

Unbezahlte Werbung! Coverrechte: Verlag! € 9,99 [D], € 10,30 [A] Erschienen am 11.08.2014 320 Seiten, Broschur EAN 978-3-492-30325-5


Ein verschlafenes Bergdorf im Tessin: Anna ist nach Vignano gekommen, um
die alte Villa zu verkaufen, die sie von ihrer Mutter geerbt hat. Doch
bei ihrer Ankunft stellt sie überrascht fest, dass in dem Haus eine
ältere Dame lebt, die den Dachboden bewohnt. Wer ist sie? Und warum
verlässt sie nie ihr Zimmer? Langsam begreift Anna, dass ihre Mutter ein
düsteres Geheimnis mit ins Grab nahm. Und dass die Schatten der
Vergangenheit noch immer über der verfallenen Villa schweben … Verlagsinfo: Piper

2013
Nach 15 Jahren kehrt Anna zur Insel zurück, auf der sie mit ihrer Mutter gelebt hat. Ihre Tochter Friederike hat sie seit sechs Jahren nicht mehr gesehen. Annas Mutter ist gestorben und viele Dinge bleiben nun unausgesprochen. In Hamburg konnte Anna sich von ihren Problemen fern halten. Sie hat sich nie zugetraut, ihr Leben mit ihrer Tochter Rike zu meistern. Da sie Hals über Kopf zur Beerdigung ihrer Mutter fährt, hat sie auch noch ihren Arbeitsplatz verloren. Nun muss sie sich der Aufgabe als Mutter stellen und den Nachlass regeln. Beim Durchstöbern von Papieren stößt sie auf ein Dokument, dass ihre Mutter als Besitzern von einem Haus in Tessin ausweist. Anna fährt mit ihrer Tochter in das kleine Bergdorf Vignano und sucht dort den Bürgermeister Daniele Solca auf. Sie möchte von Daniele Informationen über das Haus. Als sie den Namen ihrer Mutter erwähnt, wird der Bürgermeister total abweisend……….
1963
Charlotte ist ein junges Mädchen, dass das Leben in vollen Zügen genießen möchte. Ihre Mutter jedoch hat andere Pläne mit ihr. Bei einem Urlaub in Italien lernen sie den seriösen Reto kennen. Charlottes Mutter ist sehr angetan von dem gut gekleideten Mann und seinen tadellosen Manieren. Charlotte kann und will ihr Herz nicht für Reto öffnen. Als Charlotte die steinreiche Amerikanerin Amanda kennen lernt, eröffnen sich ihr neue Welten. Amanda führt sie in das Nachtleben ein. Dabei lernt sie den Künstler Georg kennen und lieben. Charlotte kann sich ein Leben ohne Georg nicht mehr vorstellen. Als sie mit Georg aus ihrem Elternhaus flüchtet, geschieht ein Unglück…….

Ich liebe Romane die von Familiengeheimnissen handeln. Mascha Vassenas Geschichte hat mich gefesselt, von der ersten bis zur letzten Seite.
Den Charakter von Charlotte fand ich faszinierend. Ihre Lebenslust wirkte beim Lesen richtig ansteckend. Ihre Beziehung zu Georg hat mich sehr berührt. Was ihre Verliebtheit aus ihr gemacht hat, war einfach nur tragisch.

Anna ist eine Frau, die ihren Problemen stets davon gelaufen ist. Durch den Tod ihrer Mutter ist sie gereift. Ein Weglaufen war nun nicht mehr möglich. In Tessin erwartet sie in dem Haus ihrer Mutter eine Überraschung. Eine mysteriöse alte Frau wohnt auf dem Dachboden. Die alte Dame verlässt nie das Haus. Kein Mensch bekommt sie zu Gesicht. Auf das Klingeln von Anna reagiert sie nicht.
Anna renoviert das Haus mit Hilfe von dem Einheimischen Luca. Sie möchte das Haus nach der Instandsetzung verkaufen.
Sie versucht ihrer Tochter Rike näher zu kommen. Wird Rike ihr verzeihen können?
Anna weiß nicht wer ihr Vater ist. Ihre Mutter hat nie ein Wort darüber verloren. Doch, auch Anna hat ihrer Tochter Rike nie gesagt wer ihr Vater ist.
Anna fühlt sich zu  Daniele Solca hingezogen. Sie spürt, dass auch sie ihm nicht gleichgültig ist. Warum hält er sie dann auf Abstand?
Rike und ihre Mutter kommen sich näher. Das junge Mädchen fühlt sich in Tessin wohl und schließt Freundschaften. Da ist Rike auf einmal spurlos verschwunden.

Die Erzählung spielt abwechselnd im Jahr 1963 und 2013. Der Übergang zwischen den Jahrzehnten ist fließend und spannend.
Die Geheimnisse ihrer verstorbenen, italienischen Mutter haben mir spannende Lesestunden beschert.
Das kleine Bergdorf Vignano war bildlich beschrieben. Ich hatte die bergische Landschaft vor Augen und konnte die Gewitterluft riechen. Sogar den Duft der Ziegen auf der Weide hatte ich in der Nase. Das Haus mit seinem Kiesweg ist auf dem Cover sehr eindrucksvoll abgebildet. Ich hatte es beim Lesen stets vor Augen. Man sieht das Geheimnis, dass es umgibt. Ja, und die Gewitterwolken die nicht nur am Himmel stattfinden.
Die Thematik von Vassenas Roman ist nicht neu. Jedoch, sehr gut umgesetzt mit viel Liebe zum Detail. Die Charaktere kommen glaubhaft rüber. Der Schreibstil ist flüssig und spannend. Gerne möchte man dabei sein. Das italienische Essen lässt einem das Wasser im Mund zusammen laufen. Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen.
Fangt mit diesem Buch zu lesen an, wenn ihr am nächsten Tag nicht arbeiten müsst. Denn, das Schattenhaus ist auch in der Nacht präsent.
Eine absolute Empfehlung!

Über Mascha Vassena

Biografie

Mascha Vassena erhielt für ihre Erzählungen mehrere Stipendien, u. a. das Stipendium Akademie Schloss Solitude und den Hamburger Förderpreis für Literatur. 2005 erschien ihr Erzählungsband „Räuber und Gendarm“ unter dem Namen Mascha Kurtz bei Liebeskind. Sie schreibt außerdem Opernlibretti und Theaterstücke für das Luzerner Theater und das Maxim Gorki Theater Berlin. Sie lebt heute mit ihrem Sohn im Tessin. Verlagsinfo: Piper

 

 

 

 

Meine Rezension zu „Das Lied der Stare nach dem Frost“ von Gisa Klöne

Inhaltsangabe


Seit dem Tod ihres Bruders hat Rixa Hinrichs versucht zu vergessen: ihre
Trauer, die stumme Melancholie ihrer Mutter und ihre verpatzte
Solo-Karriere als Musikerin. Als Bar-Pianistin reist sie um die Welt,
bis der Tod ihrer Mutter sie zurück nach Deutschland holt. Auch diese
ist mit dem Auto verunglückt – fast an derselben Stelle wie Jahre zuvor
Rixas Bruder. Die Suche nach einer Erklärung führt Rixa in das alte
Pfarrhaus ihrer Großeltern nach Mecklenburg, wo ein streng gehütetes
Geheimnis seine düsteren Schatten wirft …

Kurzbeschreibung


Ein Pfarrhaus in Mecklenburg, in dem sich ein dunkles Familiengeheimnis
verbirgt. Eine große, verbotene Liebe, die 1945 tragisch endete. Eine
durch die deutsch-deutsche Grenze getrennte Familie. Und die Suche einer
Frau nach ihren Wurzeln und ihrer ganz eigenen Musik.
Rixa ist eine
Frau auf der Flucht – vor ihrer verpatzten Solokarriere als Musikerin,
dem schwierigen Verhältnis zu ihrer Mutter, dem tragischen Tod ihres
Bruders. Als Bar-Pianistin tingelt sie um die Welt, bis sie vom Tod
ihrer Mutter erfährt. Angeblich ein Unfall. Doch warum war sie am Tag
des Autounglücks ausgerechnet unterwegs nach Mecklenburg gewesen, in das
alte, mittlerweile unbewohnte Haus ihrer Großeltern, von dessen
Existenz niemand wusste? Rixas Spurensuche führt sie zurück zu ihren
Wurzeln und zum Kern ihrer verdrängten Sehnsüchte. Sie beginnt zu ahnen,
dass ein dunkles Familiengeheimnis noch immer als Trauma in ihr
nachwirkt. Nur wenn sie jenem schrecklichen Vorfall von damals auf die
Spur kommt, kann sich Rixa endlich selbst begreifen und neues Vertrauen
in sich und ihre Musik fassen

Über die Autorin


Gisa Klönne, geboren 1964, ist die Autorin von fünf erfolgreichen
Kriminalromanen um die Kommissarin Judith Krieger. 2013 legte die unter
anderem mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnete Autorin mit »Das
Lied der Stare nach dem Frost« erstmals einen Familienroman vor. Gisa
Klönnes Romane sind Bestseller und wurden in mehrere Sprachen übersetzt.
Sie lebt als freie Schriftstellerin in Köln.

 

Roman

 

Erschienen am 14.07.2014
496 Seiten, Kartoniert
ISBN: 978-3-492-30476-4
€ 9,99 [D],
€ 10,30 [A],
sFr 14,90
Lieferzeit 2 Werktage
 
Das Lied der Stare nach dem Frost hat mich jetzt eine Woche bestens unterhalten. Es ist keine schwere Kost, jedoch auch kein Buch dass einen durch die Seiten rasen lässt. Die Geschichte will Wort für Wort intensiv gelesen werden. Sie möchte durch uns Leser zum Leben erwachen. Gisa Klöne hat mich auf eine Reise mitgenommen, die ich so schnell nicht vergessen werde……
Zum Inhalt
 
Die Geschichte in der Gegenwart wird von der Musikerin Rixa erzählt. Rixa hat die Nachricht vom Tod ihrer Mutter Dorothea erhalten. Sie fliegt nach Berlin um die Beerdigung zu organisieren. 12 Jahre zuvor ist ihr Bruder Ivo auf der selben Straße in Mecklenburg tödlich verunglückt. Sie kann nicht verstehen, warum ihre Mutter mit dem Auto unterwegs war. Normalerweise fährt sie nie Auto.
Rixas Eltern sind geschieden. Die Ehe ist nach dem Tod von Ivo zerbrochen.
In der Wohnung ihrer Mutter fühlt sich Rixa in die Vergangenheit zurückversetzt. Sie trifft dort auch einen Kater an. Der reagiert scheu auf sie. Nach und nach freunden sie sich an. Rixa hatte schon mit dem Gedanken gespielt, dass ihre Mutter Selbstmord begangen haben könnte. Doch, hätte sie den Kater wirklich sich selbst überlassen?
Sie ruft sämtliche Onkeln und Tanten an und hat das Gefühl, dass diese etwas vor ihr verbergen.
Ihr Bruder Alex lebt in Australien. Das Verhältnis zu ihm ist mehr kühler Natur. Er kann auch nicht sofort nach Berlin kommen. Der Meeresbiologe muss erst noch ein wichtiges Projekt beenden….
Bei der Testamenteröffnung erfahren sie, dass ihre Mutter ein Haus in Sellin besitzt. Woher hatte ihre Mutter das Geld um ein Haus zu kaufen? Rixa fährt nach Sellin……..
Theodor 1918-1946
 
Hier werden wir in das Mecklenburg Anfang 20.Jahrhundert entführt. Theodor ist evangelischer Pfarrer. Er lernt die unbeholfene Elise kennen und lieben. Mit ihr hat er viele gemeinsame Kinder. Elise stärkt ihm den Rücken und entwickelt sich zu einer tadellosen Hausfrau und Mutter. Die Liebe, die sie ihrem Mann entgegen bringt, schwächt auch mit den Jahren nicht ab.
Theodor ist ein Geistlicher, der sein Amt sehr ernst nimmt. Er ist für die schwachen Menschen da und verzichtet gerne auf Luxus. Seiner Elise ist er ein guter Ehemann. Den Kindern ein sehr strenger, jedoch guter Vater. Doch, auch Theodor hat eine dunkle Seite…….
Meine Meinung
 
Der Wechsel von der Gegenwart zur Vergangenheit ist fließend und unkompliziert. Man kommt nie durcheinander.Wir erleben mit, wie Hitler an die Macht kommt. Bücher von jüdischen Autoren verbrannt werden. Wie oft hab ich das schon gelesen und gehört? Ich weiß es nicht, nur dass ich es jedes mal wieder als Frevel empfinde. Vor allem was mit Menschen jüdischer Abstammung passiert ist. Neugierig war ich auch, ob und wie weit sich Theodor manipulieren lassen hat. Da er ein Charaktermensch ist, konnte ich mir nicht vorstellen, dass er etwas machen könnte, dass irgend einem Menschen Schaden zufügt. Um das zu erfahren musste ich schon sehr weit in die Geschichte eintauchen……..
Rixa war mir sehr sympathisch. Sie hat von Anfang an gespürt, dass es ein Geheimnis in ihrer Familie gibt. Richtig spannend war die Fahrt nach Sellin. Dort hat sie eine alte Frau kennengelernt, die ihre Großeltern kannte. Da hat sie dann von der Existenz einer weiteren Schwester ihrer Mutter erfahren……
Man erlebt in der Geschichte mit, wie Rixa nach und nach ein mysteriöses Geheimnis lüftet. Ihre Großeltern Theodor und Elisa hat sie als liebe und warmherzige Menschen in Erinnerung. Für sie und ihre Brüder war es immer ein Erlebnis in die DDR zu reisen. Dort schien die Zeit stehengeblieben zu sein. Gerade diesen Stillstand empfand Rixa so schön. Natur und die Zuwendung von Oma und Opa, war den Kindern Luxus genug.
Rixa ist nicht nur der Vergangenheit ihrer Mutter näher gekommen. Sie findet auch zu sich selber. Möchte sich beruflich neu orientieren. Erinnert sich daran, wenn Nachts ihre Mutter an ihrem Bett erschien und ihr Geschichten aus ihrem Leben erzählte. Hinterher war sich Rixa nie sicher, ob sie es nur geträumt hatte. Interessant war das künstlerische Talent, dass in der Familie immer wieder auftaucht. Ivo malte zu Lebzeiten extravagante Bilder. Elise hatte ,vor ihrer Ehe mit Theodor, auch gerne  Bilder gemalen. Ihre älteste Tochter hatte eine Stimme wie Gold…….
Ja, und Rixa ist sehr gut am Piano.
Fazit
 
Gisa Klöne konnte mich mit ihrer Familiengeschichte überzeugen. Gerne empfehle ich sie weiter.
Ich vergebe 5 Sterne. Würde man mehr vergeben können, würde ich es tun.
 

Meine Rezension zu „Ruhiggestellt“ von Martin S Burgkhardt



Kurzbeschreibung

Lenny Eggert freut sich auf ein gemütliches Wochenendfrühstück
mit seiner Familie. Doch das Leitungswasser will nicht kochen. Sie
wohnen in einem Neubaugebiet. Vielleicht ist das Wasser bei Bauarbeiten
verunreinigt worden. Lenny bittet seinen Freund Joachim, eine Probe zu
nehmen und im Labor seines Arbeitgebers zu untersuchen. Als Joachim am
Ende des Tages wieder nach den Versuchstieren sieht, liegen sie
apathisch in ihren Käfigen. Ist eine Substanz mit Absicht ins
Leitungswasser gegeben worden, um den bevorstehenden G8 Gipfel zu
sabotieren? Hinter dem Neubaugebiet befindet sich das edle Schlosshotel,
in dem die Regierungschefs in Kürze einen Abend lang zu Gast sein
werden.

Lenny sorgt sich um seine Familie und forscht weiter nach. Kurze
Zeit später ruft Joachim erneut an. Die zu Paaren eingesperrten Tiere
haben sich gegenseitig zerfleischt. Übrig geblieben sind nur die jeweils
Stärkeren.

Ist die Substanz im Wasser dafür verantwortlich? Und wie werden die Menschen darauf reagieren?
Über den Autor

Martin S. Burkhardt, Jahrgang 1970, hat eine grundsolide kaufmännische
Ausbildung absolviert, Pressearbeit für verschiedene Theater gemacht und
als freier Redakteur gearbeitet. 2002 gründete er die
Musicalzeitschrift »Blickpunkt Musical«, kurze Zeit später die »Akademie
Modernes Schreiben«, deren Geschäftsführer er ist.
2007 war er unter
den Finalisten beim »rotfuchs Schreibwettbewerb«. Seitdem gilt seine
große Leidenschaft der Gänsehaut anderer Leute und dem Verfassen
unheimlich gruseliger Geschichten

Details zum Buch

Erschienen:
Jul. 2014



Umfang:
536.590 Zeichen


Format:
12 x 19 cm


Seiten:
317



Verlag:
bookshouse



ISBNs:
9789963524518 (P-Book)
9789963524525 (.pdf)
9789963524532 (.epub)
9789963524549 (.mobi)
9789963524556 (.prc)



Preis:
4,99 EUR
13,99 EUR
(E-Book)
(P-Book)

  

Hier könnt ihr den tollen Thriller kaufen: http://www.bookshouse.de/buecher/Ruhiggestellt/

Meine Meinung

Wir haben uns vor 10 Jahren eine Umkehrosmose unter das Spülbecken einbauen lassen. Die sorgt dafür, dass keine Verunreinigungen wie Anti-Baby- Pille, Antibiotika und andere krankheitsfördernde Substanzen, das Wasser ungenießbar machen. Doch glaubt mir, in diesem Thriller sind diese Substanzen das kleinere Übel……
Die Thematik dieses Thrillers hat mich von Anfang an interessiert. 
Allein die Vorstellung, jemand könnte Gifte in unser Wasser schleusen, lässt einem kalte Schauer über den Rücken laufen. Genau das macht diesen Thriller so spannend und gruselig.
Als Lenny und seine Frau Nina festgestellt haben, dass das Wasser nicht kocht, haben sie sofort reagiert und ihren Freund Joachim um Hilfe gebeten. Der hat sofort reagiert und das Wasser im Labor untersucht. Das Ergebnis hat ihm nicht gefallen. Er hat an Versuchstieren getestet. Erst waren die Tiere unheimlich müde, nach einer gewissen Zeit hoch aggressiv.
Lenny Eggert schaltet auch die Journalistin Bettina ein. Bettina ist überglücklich über so einen tollen Fall schreiben zu dürfen. Arbeitet die taffe Lady doch für ein kleines Lokalblatt, bei dem sie sich hoffnungslos unterfordert fühlt. Warum hat sie es bisher nicht geschafft, bei einer großen Redaktion zu arbeiten?
Lenny und seine Familie, Jochim und Bettina schweben in großer Gefahr. Man will verhindern, dass das Geheimnis um das Trinkwasser gelüftet wird. Sie bekommen Dinge zu sehen, die mir den Appetit gründlich verdorben haben. Selbst beim Duschen tauchen diese Bilder in meinem Kopf auf. Dieser Thriller fängt spannend an und verliert nicht eine Seite an Tempo. Atemlos lassen einen die Ereignisse durch die Seiten rasen. 
Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Passierte das alles wegen dem bevorstehenden G8 Gipfel? Wie hat sich die Substanz im Wasser auf die Menschen ausgewirkt?
Fazit

Ich hatte ja schon gehört, dass dieser Thriller sehr spannend ist und nichts für schwache Nerven. 
Meine Erwartungen wurden jedoch weit übertroffen. Die Protagonisten kamen sehr glaubhaft rüber. Der Schreibstil ist zügig und locker.
Also, ich bin wirklich froh, dass wir daheim gereinigtes Wasser haben! Aber, wie kann ich mir- im Falle eines Falles- alles Andere vom Leib halten? Herr Burkhardt ……. wir müssen reden!!!!
Ich vergebe 5 Sterne 

              

Meine Rezension zu „Sanddornduft“ von Christine Rath

Unbezahlte Werbung! Coverrechte: Verlag! Foto: Gisela Simak von Giselas Lesehimmel!

Klappentext


Sommer auf Hiddensee  Wind im Haar und
Sonne auf der Haut … Die erfolgreiche Karrierefrau Kerstin genießt nach
einer großen Enttäuschung die ersten warmen Tage auf der zauberhaften
Insel Hiddensee. Hier, in der kleinen Pension »Silberdistel« ihrer Tante
Ingrid, entdeckt sie auf der Suche nach ihren Wurzeln plötzlich ein
lange gehütetes Familiengeheimnis. Als sie sich in den attraktiven, doch
undurchsichtigen Dirk verliebt, muss Kerstin eine Entscheidung treffen,
die nicht nur ihr eigenes Leben für immer verändern wird.

Über die Autorin

Christine Rath, Jahrgang 1964, lebt seit ihrer Kindheit am Bodensee und
betreibt mit ihrer Familie ein kleines Hotel in Ludwigshafen. Ihre
Wurzeln hat sie allerdings auf der Ostseeinsel Hiddensee, von der ihr
Vater stammt. Hier verbrachte sie als Kind viele glückliche Sommerferien
im Haus ihrer Großeltern. Und auch heute noch zieht es sie auf das
„Söte Länneken“, um in der zauberhaften Natur am Meer Ruhe und Erholung
zu finden.

Produktinformation

349 S. / 12 x 20 cm / Paperback
Februar 2014
sofort lieferbar
ISBN 978-3-8392-1490-9

Hier könnt ihr das tolle Buch kaufen: 
Verlagsinfos und Coverrechte: Verlag

Zum Inhalt

Kerstin arbeitet seit fünf Jahren erfolgreich als Gebietsrepräsentantin für die französische Luxus-Naturkosmetikfirma >Celine Dupont<.
Sie hat Alles was man sich nur wünschen kann. Designerklamotten, einen luxuriösen Firmenwagen und einen tollen Freund. Marc ist Chirurg und bewohnt mit ihr eine Wohnung am Bodensee. Er ist jedoch mit ihrer Beziehung nicht mehr zufrieden. Kerstin ist ständig für ihre Firma unterwegs. Oft ist sie zu müde, um am gleichen Tag heim zu fahren. Sogar ihre Hochzeit hat sie wegen einem „wichtigen“ Meeting verschoben.
Als Kerstin wieder einmal ein Abendessen mit Marc absagt, reagiert dieser sehr frostig. Kerstin ist beunruhigt. So hat sie Marc noch nie erlebt. Da wird ihr Vorgesetzter auch noch zudringlich! Sie hat die Nase voll und macht sich auf den Weg zum Bodensee. Kerstin will ihren Freund überraschen. Doch …… nicht er sondern sie wird überrascht! Marc liegt mit ihrer besten Freundin auf dem Sofa……

Ausgepowert und grenzenlos enttäuscht kommt sie der Bitte ihrer Tante Ingrid nach. Die führt auf der Insel Hiddensee die kleine Pension Silberdistel. Ingrid muss ins Krankenhaus und bittet Kerstin die Pension in dieser Zeit zu führen. Kerstin ist froh eine Zeit lang alles hinter sich lassen zu können. Ihrer Mutter Victoria erzählt sie nichts davon. Victoria hat seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr zur Familie…….

Meine Meinung


Trotz der vielen Probleme die Kerstin an der Backe hat, hab ich sie sehr beneidet. Sie lebt am wunderschönen Bodensee und findet Zuflucht auf der idyllischen Insel Hiddensee. Zwei Orte auf denen ich gerne Urlaub mache. Die Heimat ihrer Mutter hatte sie zuletzt als kleines Mädchen gesehen. Sie hat nie verstanden warum ihre Mutter sich nicht mit der Familie aussöhnt.

Ingrid empfängt ihre Nichte sehr warmherzig. Kerstins Mutter ist eher verbittert und kühl. Daher genießt sie die Zuwendung ihrer Tante sehr.
Kerstin fühlt sich unheimlich wohl auf der Insel. Merkt wie sie sich mit jedem Atemzug erholt. Lernt nette Menschen auf der Insel kennen. Die Friseurin Petra war die beste Freundin ihrer Mutter. Mit ihr trinkt sie gerne mal ein Bierchen.

Kerstin findet sehr viel Gefallen daran, mit dem Fahrrad die Insel zu erkunden. Als sie einmal in ein Unwetter reinkommt, kehrt sie in das Lokal Boye ein. Dort lernt sie den attraktiven Dirk kennen und jede Menge Tee mit Rum…….

Nachdem Tante Ingrid ins Krankenhaus gekommen ist, fühlt sich Kerstin sehr allein in der Pension. Sie macht sich große Sorgen um ihre Tante. Vor Langeweile stöbert sie auf dem Speicher. Dort findet sie sämtliche alte Möbel und Nippes, die sie noch aus ihrer Kindheit kennt. Als sie alte Schulhefte mit Tagebucheinträgen ihrer Mutter findet, beginnt sie interessiert zu lesen und kommt nach und nach einem mysteriösen Familiengeheimnis auf die Spur…..

Ich habe mich auf der Insel sehr wohl gefühlt. Die Autorin hat es mit ihrem Schreibstil möglich gemacht. Ich habe viel erfahren aus den Zeiten der ehemaligen DDR! Die Landschaft und Protagonisten sind alle sehr bildlich beschrieben. Kerstin war mir von Anfang an sehr sympathisch. Man kann sich in ihre Situation gut reindenken. Viele Menschen arbeiten zuviel und vergessen darüber hinaus ihr Privatleben. Doch ….. was hat man vom vielen Geld, wenn die Zeit fehlt es auszugeben? Kerstin hatte auf der Insel viel Zeit, ihr Leben gründlich zu überdenken. Sie nutzt die Gelegenheit, aus der Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren. Victoria blockte ja ihre Fragen immer ab. Kerstin versteht nun besser, warum Victoria zu ihrem verstorbenen Mann oft so kalt war. Für Kerstin war er der beste Papa auf der Welt. Sie erholt sich auf der Insel und schmiedet neue Pläne……

Fazit


Lust auf Hiddensee? Diese Geschichte hat Alles was ein gutes Buch braucht. Liebe, Spannung, Drama, Familiengeheimnisse und einen Urlaub inklusive. Ich habe schon beim Lesen Erholung verspürt. Lachen, weinen und Spaziergänge am Strand habe ich knappe 350 Seiten lang genossen.
Ich weiß auch jetzt was ein Hinter-Türchen-Mann ist! Man lernt nie aus. 🙂
Vielen Dank Christine Rath für die wunderschönen Lesestunden.

Zitat aus dem Buch: >Alles hängt an einem seidenen Faden<

Eine Empfehlung und einen Sanddorn -Likör von mir;
inklusive 5 Sterne!

Meine Rezension zu „Du bist fort und ich lebe“ von Friederike Schmöe

Unbezahlte Werbung! Coverrechte: Verlag! Foto: Gisela Simak von Giselas Lesehimmel!

Klappentext

    
In die Enge getrieben  Sams Mutter
Victoria ist Künstlerin. Zu ihrem 60. Geburtstag bereitet Sam eine
Jubiläumsausstellung in Coburg vor. Dabei entdeckt sie ein Foto,
aufgenommen in den 1980ern. Eindeutig ist Victoria darauf zu erkennen –
doch wer ist die andere Frau und warum sieht Sam ihr so ähnlich? Auf ihr
Nachfragen schweigt die Familie. Aber dann tritt der Journalist Roman
in Sams Leben, und gemeinsam fördern sie ein schockierendes
Familiengeheimnis zutage …Über die Autorin


Geboren und aufgewachsen in Coburg, wurde Friederike Schmöe früh zur
Büchernärrin – eine Leidenschaft, der die Universitätsdozentin heute
beruflich frönt. In ihrer Schreibwerkstatt in der Weltkulturerbestadt
Bamberg verfasst sie seit 2000 Kriminalromane und Kurzgeschichten; sie
gibt Kreativitätskurse für Kinder und Erwachsene und veranstaltet
Literaturevents, auf denen sie in Begleitung von Musikern aus ihren
Werken liest. Ihr literarisches Universum umfasst u.a. die Krimireihe um
die Bamberger Privatdetektivin Katinka Palfy und eine Krimiserie mit
der Münchner Ghostwriterin Kea Laverde als Hauptfigur. Der 2009
erschienene erste Band wurde von Brigitte unter den „besten
Taschenbüchern für den Urlaub“ empfohlen. www.friederikeschmoee.de

 

Zum Inhalt




Das Cover zeigt eine Frau, die eine geblümte Leggings trägt, eine dunkelblaue Longbluse und auf einem Steg barfuß auf den Leser zugeht. Das Gesicht ist nicht zu sehen. Das ist sehr passend! Denn auch die geheimnisvolle Frau, auf einem Foto, ist ziemlich lange nicht zu sehen………

Wenn man das Buch aufschlägt, begegnet man dem Bild
in blau.weiß. Daneben eine dunkelblaue Seite. Sie verleiht dem Ganzen etwas Düsteres. Soll sie Trauer ausdrücken???

 

Sam und Luna sind beste Freundinnen. Als sie Fotos durchsuchen, stoßen sie auf ein Bild. Die Aufnahme zeigt zwei Frauen in Griechenland. Victoria und eine Frau, die Sam wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Sam möchte der Sache auf den Grund gehen. Als sie ihre Mutter darauf anspricht, erhält sie nur ausweichende Antworten. Dass sie ihre heißgeliebte Oma Blanca gefragt hat, war keine gute Idee………

Sam und ihr Bruder Nikolaj bereiten alles für die Jubiläumsausstellung ihrer Mutter vor. Beide sind dadurch sehr gestresst. Nikolaj arbeitet als Physiotherapeut und Sam kreiert Wäsche für Bäder. Sie hofft auf eine Festanstellung. Aber, irgendwie will ihr im Moment nichts gelingen. Während ihre Freundin Luna voll in ihrem Beruf als Modedesignerin aufgeht, hat Sam das Gefühl nur zu funktionieren. Ihre eigenen Träume lebt sie nicht aus. Auch in der Familie versucht sie immer, es Allen recht zu machen.

Sam spürt, dass ihr keiner die Wahrheit erzählt, über die Frau auf dem Foto. Sie soll die Schwester von Victoria sein, die bei einem gemeinsamen Urlaub ums Leben kam. Auf dem Speicher ihrer Oma findet sie eine Rechnung. Ihr verstorbener Opa hatte damals einen griechischen Bericht übersetzen lassen. Sam sucht Gregor Hallenstein auf, der vor 29 Jahren die Rechnung für die Übersetzung ausgestellt hat. Sie hofft endlich Licht ins Dunkel zu bringen. Sie trifft Roman Hallenstein an. Sein Vater ist erst kürzlich verstorben. Der arbeitslose Journalist zeigt großes Interesse für Sams Anliegen und ist bereit ihr zu helfen.

Meine Meinung


Sam ist eine sehr sympathische Frau Anfang dreißig. In Anwesenheit ihrer Mutter kommt sie sich immer unzulänglich vor. Zu dick und nicht gut genug gekleidet. Ihre Mutter wirkte auf mich wie ein wandelnder Kühlschrank auf zwei Beinen. Nur ihre Kunst scheint ihr wirklich wichtig zu sein. In ihre Bilder steckt sie ihr ganzes Herzblut. Victoria kann einfach keine Wärme zeigen. Jede Bitte klingt wie ein Befehl. Ihr Mann Robert hat sich damit abgefunden. Zu ihm hat Sam einen guten Draht. Großmutter Blanca habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Dachte mir beim Lesen oft, wie gern ich selber so eine liebe Oma hätte.
Sam und Blanca sind Seelenverwandte. Doch, warum erhält Sam nicht einmal von ihr ausreichend Auskünfte über die mysteriöse Frau auf dem Foto? Wenn es eine verstorbene Tante von Sam ist …… warum wurde das die ganzen Jahre geheim gehalten? Warum reagiert Victoria extrem frostig auf ihre verstorbene Schwester? Weshalb hat ihr Opa Isaac die Übersetzungen angefordert? Warum ist Grace im Beisein von Victoria gestorben? Auch Isaac starb bei einem Besuch bei Victoria……….
Wer ist diese Grace wirklich, die auch ihr Leben der Kunst verschrieben hatte?

Victoria ist eine undurchschaubare Frau. Sie war mir nicht sonderlich sympathisch. Erst im Lauf der Geschichte konnte ich sie etwas besser verstehen. Sam und Nikolay hat sie total unter der Fuchtel. Besonders Sam richtet ihr Leben nach der Familie aus. Sie hat es bisher nicht geschafft sich komplett abzunabeln. Ihr älterer Bruder Igor hat sich nach Südbayern abgesetzt. Dort führt er ein Freizeitbad.

Roman ist Sam eine sehr große Stütze, bei der Suche nach Wahrheiten, die sie bis nach Venedig führt. Langsam kommt immer mehr Licht ins Dunkel…..
Als Sam von Venedig zurückkommt, kapselt sie sich von der Familie ab…….

Oft dachte ich beim Lesen, ich wüsste die Wahrheit. Friederike Schmöe hat mich mehrmals getäuscht. Die Wahrheit taucht nach und nach auf. Die Autorin hat einen Schreibstil, der mich von Anfang an gefangen genommen hat.

Fazit


Ich habe schon viele Bücher gelesen, die von Familiengeheimnissen handelten. Du bist fort und ich lebe ist definitiv eins der Besten. Liebe Frau Schmöe. Das war mit Sicherheit nicht mein letztes Buch von ihnen.
Absolute Empfehlung von mir und 5 Sterne

 

 

 

Meine Rezension zu „Das Seelenhaus“ von Hannah Kent

Unbezahlte Werbung! Coverrechte: Verlag! Verlag: Droemer TB Erscheinungstermin: 01.10.2015 Lieferstatus: Verfügbar 384 Seiten ISBN: 978-3-426-30484-6 Autorin: Hannah Kent Übersetzt von: Leonie Reppert-Bismarck . Ich besitze die gebundene Ausgabe!


„Sie sagen, ich soll sterben. Sie sagen, ich hätte Männern den Atem gestohlen und jetzt müssten sie mir den meinen stehlen.“
Island
1828. Agnes ist eine selbstbewusste und verschlossene Frau. Sie wird
als hart arbeitende Magd respektiert, was sie denkt und fühlt, behält
sie für sich. Als sie des Mordes an zwei Männern angeklagt wird, ist sie
allein. Die Zeit bis zur Hinrichtung soll sie auf dem Hof eines Beamten
verbringen. Die Familie ist außer sich, eine Mörderin beherbergen zu
müssen bis Agnes Stück um Stück die Geschichte ihres Lebens preisgibt.
Die
Tat war grausam: zwei Männer erschlagen, erstochen und verbrannt. Die
angeblichen Täter, neben Agnes Magnúsdóttir ein junges Paar, werden zum
Tode verurteilt. Vor allem an Agnes will der zuständige Landrat ein
Exempel statuieren.
Scheinbar ungerührt nimmt Agnes das Urteil hin,
ebenso wie die Ablehnung der Familie. Erleichtert, dem Kerker entkommen
zu sein, kann sie bei der Arbeit manchmal ihr Schicksal vergessen.
Vieles hier ist ihr vertraut: die schroffe Landschaft, die ärmliche
Torfbehausung, der harsche Ton der Hausherrin. Ihr ganzes Leben war
davon bestimmt bis sie einen Mann kennenlernte und sich nach langer Zeit
erlaubte, sich ihre Sehnsucht nach Liebe und Zugehörig keit
einzugestehen. Der Schmerz über seinen Tod, der ihr nun angelastet wird,
überlagert alles, auch die Angst vor dem eigenen Tod. Schließlich
vertraut sich Agnes einem jungen Vikar an, der sie auf den Weg der Reue
und Buße führen soll. Während der langen Gespräche, die die ganze
Familie mithört, ist es vor allem Margrét, die Hausherrin, die ahnt,
dass die offizielle Wahrheit über Agnes vielleicht falsch sein könnte. Verlagsinfo: Droemer Knaur

 

Als ich die Inhaltsangabe gelesen habe, war mir sofort klar, dass ich ein ganz besonderes Buch in den Händen halte. Man merkt beim Lesen, dass die Autorin großes Interesse an diesem Fall hat. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit. Der eine oder andere Name wurde von Hannah Kent geändert. Eine Prise Fiktion ist auch dabei.
Am grausamsten war ich zu denen, die ich am meisten liebte. (Laxdela Saga)
Agnes wird beschuldigt, an zwei Morden beteiligt gewesen zu sein. Sie wird total verdreckt, ausgehungert und ausgedörrt vom Kerker, nach Kornsá gebracht. Auf dem Kornsáhof wird ihr von der Hausherrin Margrét, viel Misstrauen entgegengebracht. Ihre Tochter Steina hat von Anfang an Sympathie für Agnes. Sie hat sie wieder erkannt. Kann sich an Agnes als einen sehr netten Menschen erinnern. Ihre Schwester Lauga bringt Agnes nur Hass entgegen. Auch der Hausherr Jón ist ihr nicht unbedingt angetan.
Agnes leistet bei der Familie sehr gute Arbeit. Für die lungenkranke Margrét ist sie eine große Hilfe.
Da Agnes mit dem Pfarrer, den sie im Kerker hatte, nicht zurechtkam, bittet sie um Beistand von dem jungen Vikar Tóti. Ihrer Bitte wird Folge geleistet. Nach und nach fasst sie zu Tóti Vertrauen und erzählt ihm ihre Geschichte. Von ihrer großen Sehnsucht nach Liebe. Der Erfüllung die sie mit Natan findet. Er bringt ihr viel über Medizin bei. Lässt ihr all seine Bücher lesen. Doch… Natan hat auch eine dunkle Seite………
Diese Geschichte hat eine sehr düstere Atmosphäre. Die Tatsache dass Agnes auf ihre Hinrichtung warten muss, hat mir kalte Schauer über den Rücken gejagt.
Der junge Vikar hat für Agnes sehr viel empfunden und an ihre Unschuld geglaubt. Ich habe große Hoffnung in Tóti gesetzt. Dachte, er wird es schaffen die Hinrichtung zu verhindern.
Tóti wird krank und kann Agnes eine Zeit lang nicht mehr besuchen. Agnes ist verzweifelt. Sie denkt der Vikar glaubt ihr nicht. Sie weiß ja nichts von seiner Unpässlichkeit.
Als Agnes eines Nachts einen Albtraum hat, nimmt Margrét sie mit in die Küche. Agnes erzählt ihr den Rest ihrer Geschichte. Nun wird Margrét klar, dass man Agnes nicht töten darf. Sie glaubt an ihre Unschuld.
Agnes hat sich in der Familie sehr bewährt. Nachdem sie einer schwangeren Frau das Leben gerettet hat, sieht die ganze Familie sie mit anderen Augen. Man spricht sie fortan mit ihrem Namen an. Sieht ihr beim Sprechen in die Augen. In dem Badstofa haben sie ja einige Monate auf engstem Raum mit Agnes verbracht. Sie haben gemerkt, dass von ihr keine Gefahr ausgeht. Anfang des 19. Jahrhunderts haben sie in Island auf beengten Raum gelebt. Ich kann mir so was nicht vorstellen. Die ganze Familie in einem Raum!!! Und dann oftmals noch Knechte, die im gleichen Raum geschlafen haben. In unserer Zeit unvorstellbar.
Anfangs konnte sich Agnes nicht damit anfreunden, in Kornsá zu leben. Es ist der Ort ihrer Kindheit. Sie hatte Angst davor erkannt zu werden. Dass man sie nur als Mörderin sieht.
Agnes wurde als Kind von ihrer Mutter verlassen. Sie hatte es nie leicht. Der einzige Mensch der ihr je Geborgenheit vermittelt hat, war Natan. Und an seinem Tod soll sie beteiligt gewesen sein? Ich habe es von Anfang an nicht geglaubt. Bin nur so an den Seiten geklebt, um die Wahrheit zu erfahren. Ich wusste ja vorher nichts von diesem Fall. Margrét mochte ich sehr gerne. Sie hat Agnes immer mehr als Familienmitglied betrachtet. Margrét schwer krank-Agnes zum Tode verurteilt. Ausspruch von Agnes: >> Zwei sterbende Frauen!<<
Die Autorin hat Verzweiflung, Düsterkeit und Hoffnung sehr gut rübergebracht. Gedankengänge von Agnes
gut beschrieben:  >> Ich, das waren zwei tote Männer. Ich, das war ein brennender Hof. Ich war ein
Messer. Ich war Blut.<<  In diesem Buch gibt es jede Menge, schöne Sätze und Zitate.
Die Stimmung, die dieses Buch verbreitet, hat mich ein bisschen an Sturmhöhe von Bronte erinnert.
Das Cover passt hervorragend zu Agnes. Die blasse Haut und spröden Lippen. Der Schwarze Balken vor ihren Augen. Es hat ihr ja lange Zeit niemand mehr in die Augen gesehen. Beim Sprechen an ihr vorbeigeschaut.
Die Autorin Hannah Kent hat mit ihrem Debut ein Meisterwerk geschaffen. Gut recherchiert und teilweise umgewandelt. Hat den verschiedenen Protagonisten ein Gesicht gegeben. Ich bin tief beeindruckt.
Eine Empfehlung von mir und 5 Sterne. Verdient hätte die Autorin noch viel mehr……

Meine Meinung zu „Der Sommer der Blaubeeren“ von Mary Simses. Besprechung vom 13.August 2014!

Ein Geheimnis aus der Vergangenheit. Ein Weg in die Zukunft…

Ein Geheimnis aus der Vergangenheit. Ein Weg in die Zukunft…
Kurz
vor ihrer Hochzeit fährt die New Yorker Anwältin Ellen Branford in den
abgelegenen Küstenort Beacon, um den letzten Wunsch ihrer Großmutter zu
erfüllen. Sie soll einen Brief überbringen und hofft, die Angelegenheit
schnell erledigen zu können. Doch schon bald ahnt sie, dass sich
dahinter viel mehr verbirgt. Denn inmitten von Blaubeerfeldern wartet
eine alte Geschichte von Liebe und verlorenen Träumen auf Ellen – die
ihr zeigen wird, dass man manchmal all seine Pläne über den Haufen
werfen muss, um das wahre Glück zu finden … blanvalet

Über die Autorin

Mary Simses studierte Journalismus und Jura. Sie arbeitete zunächst als
Anwältin und gab sich nur nach Feierabend ihrer Leidenschaft für das
Schreiben hin. Bevor sie mit „Der Sommer der Blaubeeren“ ihren ersten
Roman schrieb, der in zahlreiche Sprachen übersetzt wird,
veröffentlichte sie bereits einige Kurzgeschichten. Gemeinsam mit ihrer
Tochter und ihrem Mann, mit dem sie auch eine Anwaltskanzlei betreibt,
lebt Mary Simses im Süden Floridas.

Pressestimmen

„Ein Buch, das der Seele guttut – und nebenbei […] Lust macht auf alte
Lieder, köstliche Gerichte und sicher auf die ersten Blaubeeren des
Sommers!“ (Laviva)

„Liebevoll. Die perfekte Urlaubslektüre.“ (Das neue Blatt, Ausgabe 21/2014)

„Fesselnd und rührend.“ (Laura)

„Mit ihrem Erstling schrieb sich US-Autorin Mary Simses in die Herzen ihrer (vornehmlich weiblichen) Leser“ (tv media, Ausgabe 22/2014 (AT))

„Beste Ferienlektüre, ein Stoff um Liebe, versäumte Chancen und große Träume.“ (Woman, Ausgabe 13/2014)

„Wundervoll!“ (Alles für die Frau)

 

Eben hab ich dieses Buch beendet. Ich bin traurig. Es hätte gerne noch ein paar hundert Seiten mehr haben dürfen.
Das schlichte Cover, mit seinem verwitterten, weiß
gestrichenen Holz, den Blaubeeren, die sich einen Weg
durch das gesprungene Holz bahnen, hat es mir angetan. Ein rot-weiß gestreiftes Platzset, mit einer Schale
Blaubeeren und ein Strauch mit roten Blüten, runden das Bild ab. Der Sommer der Blaubeeren! Ich gebe
zu, dem Titel konnte ich nicht gleich was abgewinnen. Und doch; keiner könnte besser passen…
Zum Inhalt

Normalerweise muss ich ja nicht lachen, wenn jemand fast ertrinkt. Doch die quirlige Ellen hat das geschafft. Die Anwältin aus New York liest weder das Warnschild, noch beachtet sie einen Mann, der sie händeringeng darauf hinweisen will, nicht den maroden Pier zu betreten. Gerade noch möchte sie ein schönes Bild vom Pier aus machen, schon liegt sie im eiskalten Wasser im Meer. Eine mächtige Strömung verhindert ein Zurückschwimmen. Sie wird immer weiter ins offene Meer hinausgetragen. Salzwasserschluckend, sich treiben lassend, schließt Ellen schon gedanklich mit ihrem Leben ab. Da kommt die Rettung auf sie zugeschwommen. Roy! Erstmal lehnt die Anwältin Hilfe ab. Sie ist schließlich Leistungsschwimmerin und möchte neben Roy zurückschwimmen. Aber ihr Retter setzt sich durch und bringt Ellen sicher zurück an den Strand von Maine. Vor lauter Freude küsst sie ihren Retter. Dem gefällt das sehr. Was Ellen nicht weiß, ein Spaziergänger hat diesen Kuss fotografiert……

Die charmante Ellen hat mich oft zum lachen gebracht. Sie hat von ihrer verstorbenen Oma den Auftrag erhalten, nach Beacon zu reisen, und einer früheren Liebe von ihr, einen Brief zu übergeben. Doch vom ersten Tag an tritt sie von einem Fettnäpfchen in das Nächste.
Szenen aus der Pension, in der sie untergebracht war, haben bei mir regelrechte Lachkrämpfe ausgelöst.
Als sie feststellt dass ihr Unfall in dem Lokalblatt von Beacon erscheint, mit „KUSSBILD“, kauft sie alle Zeitungen auf. Was soll schließlich ihr Verlobter Hayden davon denken? Ein berühmter Anwalt, der in die Politik gehen will…….

Das kleine Beacon wächst Ellen immer mehr an´s Herz.Sie ist dort mittlerweile eine kleine Berühmtheit und wird die Schwimmerin genannt 🙂 Gute Hausmannskost genießt sie dort in vollen Zügen. Wo sie doch in New York nur gesunde Kost zu sich nimmt. Und dieser Roy will ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen. Im Antler, einem angesagten Lokal in Beacon, erlebt Ellen unbeschwerte Stunden mit Roy. Tanzen, Darts spielen und eine Menge Margaritas trinken.Ja, und den leckeren Hackbraten nicht zu vergessen! Und diese wunderschönen, strahlend blaue Augen von Roy……..

Nach anfänglichen Schwierigkeiten, findet Ellen immer mehr über das frühere Leben ihrer Oma raus.
Sie verlängert ihren Aufenthalt in Beacon und versäumt ein wichtiges Essen mit ihrem Verlobten Hayden.
Da erscheint auf einmal Hayden in ihrer Pension. Er besucht mit ihr eine Kirmes. Dort findet auch eine Tierschau statt. Bei den Geflügelkäfigen begegnet ihnen Roy. Da hatte ich auch wieder sehr viel zu lachen.
Der Großstadtmensch Hayden hat auch Bekanntschaft mit Hummerfallen gemacht. :-))

Immer mehr erkennt Ellen, dass die Geschichte. ihrer Oma, mit ihrer und der von Roy verwoben ist.
Ihre Großmutter hatte ein sehr großes Talent, dass sie immer verschwiegen hat.
In dieser Story kommt sehr viel Wärme rüber. Lachen, weinen und viel Spannung. Sie vermisst ihre Oma sehr. Eigentlich lernt sie sie erst jetzt richtig kennen.

Die liebenswerte Ellen gerät in einen richtigen Gewissenskonflikt. Und ich konnte sie sehr gut verstehen.
Sie muss Entscheidungen treffen, die ihr selber fast das Herz brechen……

Beim Lesen hat bei mir ununterbrochen das Kopfkino gerattert. Ich schaue sehr wenig fernsehen. Aber über dieses Buch würde ich mich freuen, wenn es verfilmt würde!
416 Seiten Lesestoff und mir kam es vor wie 200. Der Schreibstil ist locker. Die Geschichte wunderschön. Ich würde so etwas gerne selber mal erleben. Nur für einen Tag……..

Eine Empfehlung. Danke Mary Simses

Der Sommer der Blaubeeren von Mary Simses Unbezahlte Werbung! Coverrechte: Verlag! Foto: @Gisela Simak von Giselas Lesehimmel! DEUTSCHE ERSTAUSGABE Aus dem Amerikanischen von Carolin Müller Originaltitel: The Irresistible Blueberry Bakeshop and Café Originalverlag: Little, Brown & Company, New York 2013 Taschenbuch, Klappenbroschur, 416 Seiten, 12,5 x 18,7 cm ISBN: 978-3-442-38217-0 Erschienen am 21. April 2014 Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

 




Meine Rezension zu “ Die Achse meiner Welt“ von Dani Aktins

Unbezahlte Werbung! Coverrechte: Verlag! Verlag! Knaur TB Erscheinungstermin: 01.08.2014 Lieferstatus: Verfügbar 320 Seiten ISBN: 978-3-426-51539-6 Autorin: Dani Atkins Übersetzt von: Dr. Birgit Moosmüller

 

                                                      


Rachel ist jung, beliebt, verliebt und wird in wenigen Wochen ihr
Traumstudium beginnen. Perfekt. Doch dann geschieht ein schrecklicher
Unfall, der ihr alles nimmt. Sie verliert den besten Freund, ihre
Zuversicht und die Balance. Jahre später wird ihre Welt zum zweiten Mal
auf den Kopf gestellt. Denn als sie nach einem schweren Sturz im
Krankenhaus erwacht, ist ihr Leben plötzlich so, wie sie es sich immer
erhofft hat. Die damalige Tragödie hat es anscheinend nie gegeben. Ihr
bester Freund lebt und ist an ihrer Seite. Wie kann das sein? Und wie
fühlt sich Rachel in ihrem neuen Leben – mit dem Wissen über all das,
was zuvor geschah? Lassen Sie sich von einer Liebesgeschichte verwirren,
die mit nichts vergleichbar ist. „Die Achse meiner Welt“, das
Romandebüt der britischen Autorin Dani Atkins, wurde in über 13 Länder
verkauft und hat in England für Furore gesorgt. Verlagsinfo: Droemer Knaur

Dieses Buch hat mich verzaubert zurückgelassen. Mit Wehmut hab ich es beendet. Ich wollte noch ewig weiterlesen. Konnte das Ende nicht fassen. Niemals hab ich damit gerechnet……..

Rachel hat ein wunderschönes Leben. Bis zu dem Tag, wo sie mit ihren Freunden ein italienisches Lokal besucht. Eigentlich wollten sie gemeinsam Abschied feiern, da nun jeder sein Studium beginnt. Gemeinsame Unternehmungen sind nun nicht mehr so oft angesagt. Obwohl sie sich auf ihr Journalismus-Studium freut, kann sie sich ein Leben ohne ihre Freunde auf einmal nicht mehr vorstellen. Dass sie ihre beste Freundin Sarah nicht mehr täglich sehen kann, macht sie unendlich traurig. Ihren Freund Jimmy, den sie seit ihrem 4. Lebensjahr kennt, vermisst sie jetzt schon. Wird ihre Beziehung zu Matt die Studienjahre überstehen? Matt zieht die Blicke aller Frauen auf sich. Die bildhübsche Cathy ist Rachel ein Dorn im Auge. Cathy´ s Interesse an Matt ist offensichtlich.
Sarah, Jimmy, Matt, Phil und Trevor sitzen gemütlich beieinander, als auf einmal ein Auto auf das Lokal zurast. Alle sehen das mörderische Tempo mit dem der Fahrer auf das Lokalfenster zusteuert. Sie bringen sich in Sicherheit. Rachel macht den Fehler noch einmal umzublicken….
Jimmy rettet sie in letzter Sekunde und bezahlt mit seinem Leben. Selten hab ich ein Buch gelesen, wo ich nie wusste, was ist Wahrheit und was nicht. Die Protagonisten konnte ich mir alle bildlich vorstellen. Jimmy hat mein Leserherz auf Anhieb gewonnen. Seine liebevolle Art Rachel gegenüber, hat erkennen lassen, wie verliebt er in sie ist. Er hat mit nur einem Blick auf Rachel, stets erkannt, was in ihr vorgeht. Ihr Leben war ihm wichtiger als seins. Er bittet Rachel zu einem Treffen. Auch Rachel entdeckt tiefe Gefühle für Jimmy. Matt konnte ich von Anfang an nicht besonders leiden. Aus einem reichen Elternhaus stammend, fühlt er sich Jimmy überlegen. Matt merkt sehr wohl, dass Jimmy in Rachel verliebt ist. Mit überheblichen Bemerkungen macht er Jimmy oft zornig. Cathy ist die perfekte Frau schlechthin. Ihre langen blonden Haare, sexy Figur und ihr Händchen für Klamotten, lassen viele Männerherzen höher schlagen. Sarah ist die beste Freundin von Rachel. Beide gehen zusammen durch dick und dünn. Nachdem verhängnisvollen Unfall, schafft sie es, Rachel zu ihrer Hochzeit einzuladen. Ein Sturz bringt Rachel´s Leben erneut durcheinander…..
Welches Leben von Rachel ist Realität? Ist ihr Vater gesund oder krank? Lebt Jimmy oder ist er wirklich gestorben? Ist Matt mit ihr zusammen oder mit Cathy? Die Ärzte sind der Meinung, Rachel leidet unter Amnesie. Doch, kann man eine andere Realität als Gedächtnisverlust bezeichnen? Ich habe mich in diesem Buch von der ersten Silbe an wohl gefühlt. Denn das ist eine Geschichte wie ich sie liebe. Wie ich sie immer wieder haben will.
Die Autorin hat es geschafft die Spannung bis zum Schluss zu halten. Zweimal ändert sich der Verlauf der Geschichte. Ja, und mich dazu zu bringen, das Buch erst dann zur Seite zu legen, bis ich alle Antworten hatte. Der Schreibstil ist flüssig und wunderschön. Die Geschichte wurde nicht unnötig in die Länge gezogen. Somit ist keine einzige langweilige Passage entstanden. Die Idee des Buches ist nicht neu. Von der Autorin aber neu entdeckt und sehr gut umgesetzt. Liebe Dani Aktins! Ich hoffe auf neue Bücher von Ihnen.
Ich gratuliere der Autorin zu ihrem grandiosen Debüt!
Dani Atkins, 1958 in London geboren und aufgewachsen, lebt heute mit ihrem Mann in einem Dorf im ländlichen Hertfordshire. Sie hat zwei erwachsene Kinder. Mit ihren gefühlvollen und dramatischen Liebesgeschichten »Die Achse meiner Welt«, »Die Nacht schreibt uns neu«, »Der Klang deines Lächelns«, »Sieben Tage voller Wunder« und »Das Leuchten unserer Träume« eroberte sie Herzen der Leserinnen im Sturm. Ihr 2019 erschienener Roman »Sag ihr, ich war bei den Sternen« stieg sofort auf die Spiegel-Bestsellerliste ein. Verlagsinfo: Droemer Knaur

 

 

Meine Rezension zu „NOAH“ von Sebastian Fitzek


Er weiß nicht, wie er heißt. Er hat keine Ahnung, wo er herkommt. Er
kann sich nicht erinnern, wie er nach Berlin kam, und seit wann er hier
auf der Straße lebt. Die Obdachlosen, mit denen er umherzieht, nennen
ihn Noah, weil dieser Name tätowiert auf der Innenseite seiner
Handfläche steht. Noahs Suche nach seiner Herkunft wird zu einer Tour de
force. Für ihn und die gesamte Menschheit. Denn er ist das wesentliche
Element in einer Verschwörung, die das Leben aller Menschen auf dem
Planeten gefährdet und schon zehntausende Opfer gefunden hat.

Über den Autor


Sebastian Fitzeks Psychothriller sind definitiv nichts für schwache
Nerven. „Therapie“, erschienen 2006, war sein erstes Werk – und wurde
gleich ein Bestseller. Seither präsentiert der
Friedrich-Glauser-Preisträger einen Erfolgstitel nach dem anderen. Zum
Glück entstammen die bedrohlichen Plots seiner Fantasie – und ebenfalls
erfreulich: Fitzeks Sprache hat wenig mit seinem Uni-Abschluss zu tun.
Denn sein erstes Buch schrieb der 1971 geborene Berliner in Form einer
Jura-Promotion zum Thema Urheberrecht. Es folgten redaktionelle
Tätigkeiten in Funk und Fernsehen. Als Autor und bekennender
„Mailoholic“ ist Fitzek ebenso fleißig wie kommunikativ, tourt gern auf
Lesereisen und ist (fast) immer online. Sein Wohnort ist weiterhin
Berlin.

Auf der Leipziger Buchmesse habe ich Sebastian Fitzek bei einem Interview gesehen. Der sympathische Autor hat auch ein paar Zeilen aus seinem neuesten Werk Noah vorgelesen. Da ich das Buch schon seit dem Erscheinungsdatum besitze, habe ich mir fest vorgenommen es bald zu lesen. Das habe ich nun gemacht und bin schwer begeistert. Für alle Fitzek-Fans, (ich bin auch einer), das Beste kommt immer zuletzt!!! Meine Vorfreude hat etwas länger gedauert. 😉

 


Noah hat eine Schusswunde an der Schulter und sein Gedächtnis verloren. Der Penner Lucas hat ihn in einem stillgelegten Tunnel gefunden und gerettet. Beide hausen in einem Verschlag am Ende eines blinden U-Bahn-Tunnels,den Lucas einigermaßen gemütlich hergerichtet hat. Noah fühlt sich aber in dem fensterlosen und überheizten Raum nicht wohl. Dass er zehn Meter unter der Erde Berlins ist, macht es auch nicht besser.

Noah kümmert sich um den Hund der drogensüchtigen Pattrix. Für sie verzichtet er auf ein warmes Bett im Obdachlosenasyl. Lucas kann es nicht fassen. Trotzdem verzichtet auch er und begleitet Noah.Dass Noah den Hund mitgenommen hat, gefällt Lucas auch nicht. Aber er ist erstaunt, dass die Pennerin Pattrix Noah Hund und Rucksack anvertraut hat. Kein Penner fasst normalerweise zu Anderen Vertrauen.In einem Bahnhof, bei einem Seitenarm des Fußgängerübergangs, ergattern sie einen Platz zum schlafen. Lucas schläft und Noah blättert in einer Zeitung. Da sieht er ein Gemälde. Es kommt ihm bekannt vor und er fühlt, dass dieses Bild ihm gehört. Die Redaktion der Zeitung bittet den Eigentümer des Bildes sich zu melden. Eine hohe Summe Geld wartet auf den Eigentümer. Noah sieht darin auch eine Chance endlich zu erfahren wer er ist. Warum er in Berlin als Penner rumläuft. Er ruft dort an und ein rasantes Abenteuer beginnt,,,,,,,

 

Noah war mir von Anfang an sehr sympathisch. Man merkt dass er ein gutes Herz hat. Liebevoll kümmert er sich um den Welpen Toto. Die Freundschaft zu Lucas gibt ihm Kraft.  Doch…warum weiß er wie man mit Waffen umgeht und einen Menschen killt?
Warum ist der Name Noah in seine Handfläche tätowiert? Ist das sein richtiger Name? Gibt es diesen Grippevirus, der sämtliche Menschen dahinrafft, wirklich?
Fragen über Fragen!

Es geht in dieser Geschichte um unsere Umwelt. Diese Story ist total anders als die anderen Bücher von Fitzek. Und doch war es für mich das Gruseligste bisher. Vieles entspricht leider der Wahrheit. Einiges könnte noch wahr werden! Oder…ist es das schon?

Zitat aus dem Buch : >>Die Welt geht vor die Hunde, wir alle wissen es, wir sehen es, aber es kümmert uns nicht.<<
Seitdem ich dieses Buch gelesen habe, sehe ich meinen heißgeliebten Bic Mac und Interneteinkäufe mit anderen Augen. Vieles wusste ich, vieles wurde mir nach dem lesen bewusst.

Eine Szene im Buch hat mich sehr traurig gemacht. Kann sie natürlich nicht verraten. Aber ein schönes Zitat aus dem Buch: >>In dem Moment größter Freude sind wir dem Tode am nächsten.<<

Der Schreibstil und die Thematik haben mich nur so über die Seiten fliegen lassen. Unvorhersehbare Wendungen waren in dieser Geschichte wahrlich keine Seltenheit. Spannung von der ersten bist zur letzten Silbe. Zitate die den Kern der Wahrheit treffen und mir sehr gefallen haben. Dass wir uns zurück in´s Mittelalter bewegen, ist schon seit Jahren mein eigene Meinung.

Die Geschichte spielt abwechselnd in Deutschland, Amerika und den Philippinen. In Manila kämpft Alicia um das Leben ihres Babys……
In Berlin wacht Noah ohne Gedächtnis auf…..
In New York befindet sich das geheimnisvolle Gemälde. Noah setzt sich mit der Reporterin Celine in Verbindung……





Das war wieder mal eine Geschichte die mich sehr zum Nachdenken angeregt hat. Teilweise hatte ich  ein schlechtes Gewissen. Uns wird ein Spiegel vorgehalten! Der Autor nimmt sich selber nicht aus.
Ich habe mir fest vorgenommen einiges zu ändern. Ich weiß jetzt schon…alles wird mir nicht gelingen. Aber ein bisschen was geht immer! Passendes Zitat aus dem Buch: >>Jede Lüge wird zu einer Wahrheit, mit der wir irgendwann leben müssen.<<
Was die Umwelt betrifft habe ich mich schon viel zu lange belogen.
Danke Sebastian Fitzek für dieses tolle Buch. Die besten Thriller sind die, die das Leben schreibt!

Eine absolute Empfehlung von mir und 5 Sterne

 

Meine Rezension zu Sonntags bei Sophie von Clara Sternberg

Unbezahlte Werbung! Coverrechte: Verlag! von: Clara Sternberg 7,99 € Verlag: Aufbau Digital Format: EPUB, MOBI Veröffentl.: 13.02.2014 ISBN/EAN: 9783841207357 Sprache: deutsch Anzahl Seiten: 285

                                                        

Freundinnen fürs Leben

Sophie, Rosa und Melanie sind
unzertrennlich. Und dann ist plötzlich ist nichts mehr, wie es war, denn
Sophie erfährt, dass sie nur noch wenige Monate zu leben hat. Sie hat
sich entschieden: Keine Klinikaufenthalte und qualvollen Behandlungen;
Sophie will die Zeit, die ihr noch bleibt, im Kreise ihrer Lieben
verbringen.
Ab jetzt sind die Sonntage nur noch für die drei
Freundinnen reserviert: Sie nehmen Abschied und sie erinnern sich. Und
immer häufiger gelingt es ihnen, Sophies Erkrankung kurz zu vergessen.
Sophie steckt voller Lebensmut, denn sie hat ein großes Ziel: die Geburt
von Melanies Tochter zu erleben! Auch Rosa und Melanie wollen die
Hoffnung nicht aufgeben und machen sich, jede auf ihre Weise, auf die
Suche nach einem Wunder, das Sophie retten kann.

Ein zauberhafter Roman über die Kraft der Freundschaft und den Mut, loszulassen.

Über die Autorin

Clara Sternberg, 1960 geboren, wollte als Kind Ärztin, Schauspielerin,
Tierärztin, Schriftstellerin oder Sängerin werden. Nach ihrem Studium
arbeitete sie als Texterin und Übersetzerin. Clara Sternberg lebt in
Berlin. „Sonntags bei Sophie“ ist ihr erster Roman. (Klappentext und Autoreninfo: Aufbauverlag.)

Ich habe dieses Buch innerhalb weniger Stunden gelesen. Die Thematik Krebs findet man in sehr vielen Büchern. Sie ist ja auch im realen Leben stets present. Kaum  Jemand bleibt verschont. Viele Menschen sind an Krebs erkrankt. Wer nicht selbst betroffen ist hat einen Fall in der Familie, Verwandschaft oder im Freundeskreis. Die Krankheit Krebs ist wahrlich nicht selten. Und doch hat sie nichts von ihrem Schrecken eingebüßt. Ich habe schon sehr viele Romane gelesen die von Krebs handelten. Sonntags bei Sophie ist einer der besten. Die Geschichte wird sehr warmherzig erzählt,
ohne ständig auf die Tränendrüse zu drücken. Klar kommen einem beim lesen ein paar Tränen. Aber die Autorin  verbreitet in diesem Buch auch sehr viel Optimismus.
Drei Freundinnen die seit über 20 Jahren durch dick und dünn gehen.
Rosa, eine erfolgreiche Tierarztin die mit einem Eisblock verheiratet ist. Ihr Uwe braucht weder Sex noch Kuscheleinheiten.
Melanie, erfolgreich im Beruf und derzeit hochschwanger mit „Motte“! So nennt sie das ungeborene Kind. Der Kindsvater ist mit einer anderen verheiratet. Melanie wartet trotzdem auf ihn. Umsonst???
Sophie ist die dritte im Bunde. Sie hat ihre Freundinnen kennengelernt nach ihrer Scheidung. Per Inserat hat sie Mitbewohnerinnen für ihre große Wohnung gesucht. Rosa und Melanie gefielen ihr auf Anhieb. Seitdem besteht die Freundschaft.

Sophie ist an Krebs erkrankt. Trotzdem lernt sie den Mann fürs Leben kennen und lieben. Stefan heiratet seine Sophie. Sie wird wieder gesund.
Die Freundschaft mit Rosa und Melanie ist fester Bestandteil in ihrem Leben. Sie feiern Silvester zusammen.

Dann bricht bei Sophie erneut der Krebs aus……….



Die schwerkranke Sophie lehnt weitere Therapien ab. Sie würden eh nur kurzfristige Linderung bringen. Mit ihren Freundinnen redet sie offen darüber, möchte aber die restliche Zeit, die sie noch hat, ohne ständiges darüber reden verbringen.

Trotz des traurigen Themas war diese Geschichte wunderschön.Sophie hat mit ihren Freundinnen viele schöne Stunden. Sie sind die besten Begleiter die man sich vorstellen kann. Stefan bäckt jeden Sonntag leckeren Kuchen für die drei. Es wird viel gelacht. Sophie nennt ihre Krankheit Godzilla.
Sophie möchte so lange leben, bis Motte das Licht der Welt erblickt. Sie will auch für ihre Freundinnen ein besseres Leben. Sie fühlt ihnen in Punkto Liebe auf den Zahn……

Rosas Kollege Tom aus Polen ist sehr feinfühlig und findet immer die passenden Worte. Auch er besucht Sophie. Eines seiner Zitate: „Solange mich die Gegenwart nicht vom Gegenteil überzeugt, glaube ich daran, dass die Zukunft Gutes bereithält“!

Bei dieser Geschichte wird einem warm ums Herz. Es gibt nichts Wertvolleres als Menschen die für einen da sind. Die sich jeden Tag der Situation eines kranken Menschen annehmen. Die nicht fordern sondern annehmen was ist. Und genau solche Freundinnen sind Rosa und Melanie. Sie betrachten mit Sophie alles durch eine rosarote Brille.

Clara Sternberg hat ein wunderbares Buch geschrieben. Wer in der Familie und im Freundeskreis schon solche Erlebnisse hatte, wird sich bei dieser Geschichte oftmals wieder finden. Wird bestätigen können wie hilfreich gute Freunde sind. Ja, und wie viele glückliche Momente
ein sterbenskranker Mensch noch erleben kann. Vielen Dank Clara für dieses wertvolle Buch.