Meine Rezension zu “ Letztendlich sind wir dem Universum egal“ von David Levithan

Kurzbeschreibung

Die Geschichte einer ungewöhnlichen ersten großen Liebe – und ein phantastischer Roman, wie er realistischer nicht sein könnte

Jeden Morgen wacht A in einem anderen Körper auf, in einem anderen
Leben. Nie weiß er vorher, wer er heute ist. A hat sich an dieses Leben
gewöhnt und er hat Regeln aufgestellt: Lass dich niemals zu sehr darauf
ein. Falle nicht auf. Hinterlasse keine Spuren.

Doch dann
verliebt A sich unsterblich in Rhiannon. Mit ihr will er sein Leben
verbringen, für sie ist er bereit, alles zu riskieren – aber kann sie
jemanden lieben, dessen Schicksal es ist, jeden Tag ein anderer zu sein?

Wie wäre das, nur man selbst zu sein, ohne einem bestimmten Geschlecht
oder einer bestimmten Familie anzugehören, ohne sich an irgendetwas
orientieren zu können? Und wäre es möglich, sich in einen Menschen zu
verlieben, der jeden Tag ein anderer ist? Könnte man tatsächlich
jemanden lieben, der körperlich so gestaltlos, in seinem Innersten aber
zugleich so beständig ist?

Über den Autor

David Levithan, geboren 1972, ist Verleger eines der größten Kinder- und
Jugendbuchverlage in den USA und Autor zahlreicher erfolgreicher
Jugendbücher, unter anderem ›Will & Will‹ (gemeinsam mit John Green)
und ›Nick & Norah – Soundtrack einer Nacht‹ (mit Rachel Cohn). Er
lebt in Hoboken, New Jersey.

Das war so ziemlich der beste Jugendroman den ich je gelesen habe.
Die Idee, jeden Tag in einem anderen Körper aufzuwachen, finde ich genial. Und TRAURIG!
Ich wollte der Hauptfigur einen Namen verpassen. Mir fiel einfach keiner ein. Er, sie, es heißt einfach nur A!
Eigentlich hat A ja sein Schicksal angenommen. Er kennt es ja nicht anders. Er musste von Anbeginn seines Lebens jeden Tag in andere Körper reisen. Ich hab mir beim Lesen vorgestellt, wie ein kleines Baby jeden Tag in einer anderen Familie aufwächst. Jeden Tag eine andere Mami. Unvorstellbar!

A achtet darauf niemals aufzufallen. Keine Erinnerungen und Spuren zu hinterlassen. Das gelingt ihm sogar sehr gut. Bis er sich verliebt.
Er wacht in dem Körper von Justin auf. Justin ist ihm unsympathisch. Trotzdem muss er auch mit seinem Körper sorgsam umgehen.
Justin behandelt seine Freundin Rhiannon lieblos. Glücklich ist sie als A im Körper von Justin steckt, mit ihr einen wunderbaren Tag verlebt. So nett wie an diesem Tag war ihr Freund noch nie! A verliebt sich unsterblich in sie.

Von da an nimmt sein unstetes Leben eine radikale Wendung. Er will Rhiannon unbedingt wiedersehen.
Ihn macht die Unterwürfigkeit von Rhiannon traurig. Zitat aus dem Buch:  “ Diese völlig unangebrachte Unterwürfigkeit. Diese Unterdrückung der Furcht, mit dem Falschen zusammen zu sein – aus Furcht davor, sonst allein sein zu müssen. Die Hoffnung gefärbt von Zweifel, der Zweifel gefärbt von Hoffnung.“

A nimmt nun in dem Körper eines anderen
Jungen zu Rhiannon Kontakt auf. Sie erkennt ihn nicht.
Da entschließt er sich, sie in sein Geheimnis einzuweihen. Er hat das aufrichtige und liebevolle Wesen von Rhiannon erkannt. Sie glaubt ihm.

Von da an treffen sie sich so oft es geht. Per PC machen sie Treffen aus. Rhiannon weiß nie wer erscheint. Kommt heute ein Mädchen oder ein Junge?

Schaffen die Beiden es eine Beziehung aufzubauen? Wird A jemals in einem Körper bleiben können?

Meine Meinung

Die Geschichte ist wunderschön geschrieben. Man fliegt förmlich durch die Seiten. Stellenweise kann man schmunzeln. Einmal wacht A in einem Körper eines 140 Kilo schweren Jungen auf. Rhiannon hat ihre Probleme damit. A meint innen drinnen ist er ja der Selbe. Heute halt mal besser versteckt.
Das Leben von A fand ich einfach nur traurig. Keine Freundschaften, Familie und Liebesbeziehungen sind für A möglich.
A hat auf einer Beerdigung sogar den Toten beneidet. Um ihn wird getrauert. Viele Menschen erweisen ihm die letzte Ehre. Man weiß Geschichten über den Verstorbenen. Wem wird jemals auffallen dass es ihn nicht mehr gibt? Wer wird um ihn weinen? Was ist das für ein Leben, in dem man nur zu einer Person wirklich Kontakt hat?

Besonders die wunderschönen Zitate im Buch haben mir gefallen. „Die Beständigkeit der Liebe betrachten die Menschen als ebenso selbstverständlich wie die Beständigkeit ihres Körpers. Ihnen ist nicht klar, dass die Liebe von der permanenten Gegenwart lebt. Ist das gegeben hat man ein zusätzliches Fundament im Leben.Wenn man das aber nicht haben kann, bleibt einem immer nur das eine Fundament.“
Keine Angst, ich hab nicht zuviel verraten. Das Buch ist gespickt mit wundervollen Sätzen und Zitaten.

Letztendlich möchte uns dieses Buch sagen: Egal in welchem Körper du steckst, wir sind alle ein Teil vom Universum.

Fazit:
Absolute Leseempfehlung und letztendlich 5 von 5 Srernen

6 thoughts on “Meine Rezension zu “ Letztendlich sind wir dem Universum egal“ von David Levithan

    • Liebe Daniela

      Stimmt. Das Buch enthält mehrere wichtige Botschaften. Die Seele ist ja überhaupt das wichtigste.

      Ganz liebe Grüße,
      Gisela

  1. Liebe Gisela,

    es freut mich, dass Dir das Buch auch so toll gefallen hat. Ich fand es auch genial und es hat mich sehr berührt. Jeden Tag andere Eltern ist wirklich schrecklich.
    Ich weiß nicht, ob ich es Dir schon gesagt habe: Den Folgeband kann ich leider nicht empfehlen. Die gleichen Dialoge, nur aus Sicht von R.

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag
    Petrissa

  2. 🙂 super Geschichte .. jetzt auch auf DVD …vor langer Zeit war ich anonym..danach war ich in Gisela 😉
    Und jetzt habe ich es geschafft ..im ein Körper zu bleiben…glücklich verheiratet ..familie…HAPPY END 🙂

  3. Vielen Dank für deinen Kommentar.

    Schade dass du keinen Namen hinterlassen hast.
    Ja, ich würde das Buch auch weiter empfehlen. Hast du den zweiten Teil schon gelesen?

    Liebe Grüße,
    Gisela

  4. Von Anfang an war ich in die Geschichte verliebt. Ich würde mit Sicherheit jedem diese Geschichte empfehlen, der nicht auf Liebesschnulzen steht, aber eine Liebesgeschichte lesen will.

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