Meine Meinung zu „Zweimal im Leben“ von Clare Empson

Zweimal im Leben von Clare Empson Aus dem Englischen von Sibylle Schmidt Originaltitel: Him Originalverlag: Orion, London 2019 eBook epub (epub) ISBN: 978-3-641-22950-4 Erschienen am 01. März 2020 Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Machen Sie sich bereit für die emotionalste Geschichte des Jahres! Zweimal im Leben!

Es begann alles damit, dass sie ihn traf – ihn, die Liebe ihres Lebens. Als Catherine damals als Studentin Lucian zum ersten Mal sah, war ihr gleich klar: Das ist für immer. Er ist ihr Seelenverwandter, nichts wird sie auseinanderbringen. Doch dann geschah etwas, das alles änderte. Catherine verließ Lucian, heiratete jemand anderen, gründete eine Familie. Und trotzdem kann sie Lucian nicht vergessen. Als sie ihn 15 Jahre später wiedertrifft, ist alles wieder da, die Vertrautheit von damals, das Gefühl, endlich wieder ganz zu sein, sich selbst in dem anderen wiedergefunden zu haben. Aber manchmal kann man nicht mehr anfangen, wo man aufgehört hat. Und manchmal holt einen die Vergangenheit mit solcher Macht ein, dass sie droht die Gegenwart zu zerstören und damit alles, was man liebt …

»Die britische Journalistin Clare Empson hat mit ihrem Romandebüt eine ebenso berührende wie unvergessliche Geschichte geschrieben, einen Pageturner, der zu Tränen rührt und dabei so spannend ist wie ein Krimi.«

buch aktuell/erlesen-Frühjahrsausgabe 2020 (03. März 2020) Verlagsinfo: blanvalet. Coverrechte: Verlag! Unbezahlte Werbung! Weiterführender Link!
Eigentlich zählt dieser Roman nicht zu meinen bevorzugten Genres. Ich mag Kitsch, aber nicht zuviel davon. Ich mag Liebesgeschichten, aber keine überemotionalen. Keine Bettgeschichten, die jeglicher Realität entbehren. *Zweimal im Leben* konnte mich überraschen. Wir haben April 2020. Ich kann mich im Moment sehr schlecht auf Bücher konzentrieren. Ich muss bestimmt nicht erwähnen warum. Die Geschichte um Catherine und Lucian hat es geschafft, mich von unserem weltweiten Drama abzulenken. Dabei kommt sie eigentlich ganz unaufgeregt daher. Die blutjunge Studentin Catherine lernt Lucas kennen und lieben. Beide genießen ihr Leben in vollen Zügen. Sie können sich nicht vorstellen jemals wieder voneinander getrennt zu sein. Nach einer Party, mit sehr viel Alkohol, ist nichts mehr so wie es war. Catherine verlässt Lucas. Lucas versteht die Welt nicht mehr. Fällt in ein tiefes Loch. Auch Catherine ist nicht mehr die unbeschwerte junge Frau.
Catherine heiratet Sam und bekommt mit ihm zwei Kinder. Es vergeht kein Tag, an dem Catherine nicht an Lucian denkt. 15 Jahre später passiert etwas, dass Catherine die Sprache nimmt. Sie verstummt und lebt in ihrer eigenen Traumwelt. Eine Welt, in der Lucian fester Bestandteil ist.
Schritt für Schritt kommt die Wahrheit ans Tageslicht. Dafür braucht es jedoch Geduld, die ich bei dieser emotionalen Geschichte hatte. Mal wird in der Vergangenheit, mal im Jetzt erzählt. Mal aus  Catherines-mal aus Lucians Sicht. 15 Jahrer vorher, 15 Jahre später. 4 Monate vorher, 4 Monate später. JETZT! Sehr lange war ich ahnungslos. Konnte Catherines Handeln nicht verstehen. Lucian tat mir unendlich leid. Seine große Liebe verschwindet ohne Erklärung. Ein paar Worte auf einem Zettel, die jeglicher Erklärung entbehren. Das soll alles gewesen sein? Sehr gut wird der Schmerz vermittelt, den beide seit 15 Jahren durchleben. Sämtliche Protagonisten sind absolut gut gezeichnet. In Luciens luxuriöser Welt gibt es mehrere Dramen. Sie ist stellenweise an Oberflächlichkeit nicht zu überbieten. Sam war stets Catherines Helfer in der Not. Sein Verständnis war stellenweise für mich nicht nachvollziehbar. Aber mal ganz ehrlich … kennen wir nicht alle Menschen die ihre Partner bedingungslos lieben, obwohl es da noch jemand anderen gibt? Haben wir uns nicht schon öfter gefragt: Warum verlässt er/sie nicht endlich den Partner?
Dieses Drama konnte mich von Anfang an mitnehmen. Ich war sehr gespannt, wohin mich diese Geschichte führt. Habe mit diesem Ende nicht gerechnet. Eine emotionale Liebesgeschichte, die keineswegs die nötige Ernsthaftigkeit vermissen lässt. Ja, ich glaube tatsächlich, dass sich so ein Drama im realen Leben abspielen kann.
Eine absolute Empfehlung von mir, für diesen außergewöhnlichen Liebesroman.
Danke Clare Empson. Ich gratuliere Ihnen zum Debüt.
Wenn man nicht schon mal einen geliebten Menschen verloren hat, kann man nicht wissen, wie sich das anfühlt. Man meint es zu wissen, aber es ist nicht so. Die Abwesenheit dieses Menschen ist überall, man kann ihr nicht entkommen. (Pos. 3430 auf dem Reader)

Clare Empson

Clare Empson ist Journalistin und arbeitete für überregionale Zeitungen, für die sie so ziemlich über alles berichtete: vom Kollaps der großen Investmentbanken bis hin zu »Tee mit Barbara Cartland« (ganz in pink natürlich, inklusive des Kuchens). Vor acht Jahren zog sie dann aufs Land und gründete den Kultur- und Lifestyle-Blog Countrycalling. Die idyllische Landschaft inspirierte sie zu ihrem ersten Roman, der die dunkle Seite des Paradieses beschreibt. Clare lebt mit ihrem Mann und drei Kindern an der Grenze zwischen Wiltshire und Dorset in England.

Das meint MonerlS – bunte Welt zum Buch.

Das meint Angela vom Literaturgarten zum Buch.

4 thoughts on “Meine Meinung zu „Zweimal im Leben“ von Clare Empson

  1. Liebe Gisela,
    mir ging es wie dir, ich war auch von Anfang an gefesselt und war sehr, sehr gespannt auf die Auflösung. Damit hatte ich nicht gerechnet. Und das Ende war so grandios, wie ich es mir von Beginn an gewüscht habe. Ich lese nämich auch ganz selten Liebesromane und wenn, dann eigentlich nur die, bei denen ich mit keinem Happy End lese.
    Bin schon sehr gespannt auf die nächsten Bücher der Autorin.
    Bleib gesund und munter!
    GlG, monerl

    • Hallo Monerl

      Hast du dir das Ende so gewünscht wie es war? Oder meintest du mit grandios, dass du es nicht erahnen konntest? Ich habe mir schon sehr gewünscht, dass Catherine bei Sam bleibt und ihn endlich zu schätzen weiß. Aber, (ich denke du weißt was ich meine) so heftig hätte es nicht werden brauchen. Meiner Meinung nach hat der Falsche ins Gras gebissen. *J* wäre hätte es mehr verdient. Ich weiß, das ist jetzt gemein.

      Liebe Grüße,
      Gisela

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