Meine Meinung zu „Tausend Mal schon“ von Marah Woolf

Unbezahlte Werbung! Coverrechte: Verlag! Altersempfehlung: ab 14 Jahren ISBN: 978-3-7915-0130-7 Erscheinungstermin: 23.09.2019 Seiten: 464 Verlag: Dressler Verlag

TausendMalSchon

»Dein wievieltes Leben ist das?«, fragte ich mit belegter Stimme.
»Das eintausendste«, flüsterte er.
»Das hier ist dein letztes? Du hast schon tausend Mal gelebt?«
»Ja«, sagte er noch leiser. »Danach ist es vorbei.«

Es gibt drei Dinge, die die 18-jährige Sasha sich fest vorgenommen hat:
Sie wird in diesem Leben ihre Bestimmung nicht annehmen. Sie wird niemanden wegen ihrer Gabe in Gefahr bringen und ihre Seelenmagie tief in sich verschließen.
Auf der sturmumtosten Atlantikinsel Alderney ließen sich diese Vorhaben in die Tat umsetzen, aber dann taucht eines Nachts Cedric de Gray auf. Erst rettet er sie vor dem Ertrinken und dann vor einem Seelenjäger, der es auf Sashas kostbare Seele abgesehen hat. Doch diese übt auch auf Cedric einen unwiderstehlichen Reiz aus, denn mit nur einem Splitter davon, könnte er ewig leben. Verlagsinfo: Dressler

Das Setting ist wunderbar gewählt. Die Atlantikinsel Alderney vermittelt ein bisschen Urlaubsfeeling. Die 18-jährige Sasha empfindet das aber ganz anders. Sie ist eine Seelenmagierin. Sie versucht stets ihre Gabe zu unterdrücken. Von Zeitreisen wird ihr unheimlich übel. Sie denkt oft an die Zeit mit ihren Eltern. Vermisst ihre zwei Brüder. Meidet den Kontakt zu ihnen wegen ihrer Gabe. Ihre Granny passt auf sie auf. Akzeptiert die Entscheidungen ihrer Enkelin.

Sasha geht Nachts Joggen, um ihre überschüssige Seelenmagie besser kontrollieren zu können. Doch einmal reicht ihr das nicht. Sie stürzt sich in die eisigen Fluten des Atlantiks. Dort macht sie eine unfreiwillige Zeitreise. Cedric de Gray bemerkt, dass das Mädchen in Not geraten ist und rettet sie. Sasha fühlt von Anfang an eine tiefe Verbundenheit zu dem mysteriösen Cedric.

Die Charaktere kommen glaubhaft rüber. Sasha ist ein junges Mädchen, das schon sehr viel mitmachen musste. Sie wehrt sich dagegen in den Zirkel der Seelenmagier einzutreten. Cedric ist ihr unheimlich. Dennoch spürt sie eine tiefe Verbundenheit. Man bemerkt den Zwiespalt bei Sasha. Auch was ihre Seelenmagie betrifft. Die Bewohner auf der Insel sehen es nicht gerne, dass Sasha sich mit Cedric abgibt. Sasha wundert sich über deren Feindlichkeit ihm gegenüber. Besonders verwundert ist sie darüber, dass ihre Granny den Kontakt akzeptiert. Wenn doch alle anderen dagegen sind. Die Granny ist total gechillt. Den Ratschlag, den sie Sasha über Männer mit auf den Weg gibt, finde ich köstlich. Als ich darüber sinniert habe, ob meine Omas mir so einen Rat mit auf den Weg gegeben hätten, musste ich lachen.

Die Thematik Seelenmagie gefällt mir sehr gut. Auf der Insel arbeitet sie in dem Buchladen ihrer Granny. Für den Postboten hegt sie eine besondere Sympathie. Kümmert sich oft darum, dass die Insulaner ihre Post erhalten. Die Gründe dafür sind traurig. Die Ausreden, welche sie für den Postboten hat, brachten mich zum Schmunzeln. Alles in allem ein beschauliches Leben, welches Sasha auf der Insel führt. Wenn da nur nicht ein Seelenräuber wäre, der seit Jahrhunderten auf der Suche nach Sashas Seele ist …..

Diese Liebesgeschichte ist spannend. Das Setting reflektiert die Atlantikinsel Alderney. Jeder einzelne Protagonist hat Erkennungswert. Fantasy vom Feinsten, welche jede Altersgruppe ansprechen dürfte. Ein Buchladen und Cafe komplementieren das heimische Gefühl, welches ich stets beim Lesen verspürt habe. Über Zeitreisen zu lesen mag ich. In längst vergangene Zeiten eintauchen hat einfach was.  Man hegt die Hoffnung, dass ein Vorfall aus Sashas Vergangenheit doch ein gutes Ende genommen hat. Fragt sich,  ob und wann sie denn nun endlich ihre Seelenmagie annimmt.  Der Schreibstil liest sich wie Butter und wird aus der Sicht von Sasha erzählt. Der Humor kommt auch nicht zu kurz! Besonders erwähnenswert sind die Karte im Buch, das Rezept für Scones und Clotted Cream und die Recherchen der Autorin vor Ort.

Von mir eine absolute Empfehlung. Danke Marah Woolf.

Es interessierte mich nicht, welche Seelenmagierin mit Napoleons Bruder Joseph geglirtet oder ein illegitimes Kind vom Zarren bekommen hatte ….. Seite 48

 

Je älter die die fünf wurden, umso öfter redeten sie von ihrer Vergangenheit, und damit waren nicht die letzten fünfzig Jahre gemeint, sondern eher die letzten fünfhundert. Seite 63

 

Erinnerungen sind die Nahrung einer Seele. Seite 104

 

Marah Woolf

Marah Woolf wurde 1971 in Sachsen-Anhalt geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann und drei Kindern lebt. Sie studierte Geschichte und Politik und erfüllte sich 2011 mit der Veröffentlichung ihres ersten Romans einen großen Traum. Ihre Bücher wie die FederLeicht-, die MondLicht- und die BookLess-Saga haben sich als E-Book oder Taschenbuch mehr als 1-Million-mal verkauft. Verlagsinfo: Dressler

 

2 thoughts on “Meine Meinung zu „Tausend Mal schon“ von Marah Woolf

  1. Guten Abend liebe Gisela,
    das Buch steht schon eine Weile auf meiner Wuli 🙂
    Ich liebe dieses Cover und die Aufmachung. Die Kritiken sind auch alle sehr gut und die Meinung die du schreibst teilen viele andere 🙂
    Daher brauche ich das wirklich baldmöglichst. Danke für die tolle Rezension.
    Herzliche Grüße und eine schöne Restwoche
    Andrea ♥

    • Ich glaube gerne, dass die anderen Leser auch begeistert sind. Es ist eine sehr schöne Geschichte. Melde dich, wenn du es bei mir ausleihen möchtest. Dann schicke ich es los, liebe Andrea.

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