Meine Meinung zu „Tara und Tahnee-Verloren im Tal des Goldes“ von Patrick Hertweck

Ab 10 Jahre 304 Seiten, Gebunden mit farbigem Buchschnitt Format: 148 x 210 mm ISBN: 978-3-522-18467-0 Preis: 15,00€ Erscheinungstermin: 14.02.2020 Sofort lieferbar. Lieferzeit innerhalb 1-3 Werktage nach Deutschland Unbezahlte Werbung! Coverrechte: Verlag!

Spannende Abenteuergeschichte über zwei Mädchen, die im Wilden Westen einem lange gehüteten Geheimnis auf die Spur kommen

Sierra Nevada, 1856. Mühsam kämpft sich Tahnee durch die Wildnis. Sie muss ihrem Vater helfen, der von Kopfgeldjägern gejagt wird. Immerzu denkt sie an das Versprechen, das sie ihm gegeben hat: Sie muss es schaffen, nach San Francisco zu kommen! Noch ahnt sie nicht, dass dort in einem herrschaftlichen Anwesen Tara lebt, mit der sie ein besonderes Schicksal verbindet … Verlagsinfo: Thienemann-Esslinger

Ein Abenteuer im Western Style

Sierra Nevada, 1856

Das Mädchen Tahnee wartet in einer kleinen Blockhütte auf die Rückkehr ihres Vaters. Sie macht sich große Sorgen, da es heftig schneit. Da sieht sie einen Fremden auf die Hütte zureiten. Sie gewährt dem hartnäckigen Besucher Einlass. Der Fremde will wissen wo sich ihr Vater aufhält. Auf ihren Vater ist ein Kopfgeld ausgesetzt. Tahnee schafft die Flucht vor dem Kopfgeldjäger. Mitten im Schneegestöber macht sich Tahnee auf die Suche nach ihrem Vater.

Tahnee ist ein sehr mutiges Mädchen. Sie schlägt sich durch die rauhe winterliche Landschaft Nevadas. Stets haften ihr Kopfgeldjäger auf den Fersen. Die Botschaft ihres Vaters im Kopf, versucht sie nach San Francisco zu fliehen. Auf ihrem gefährlichen Weg hat sie die Begegnung mit Pokum. Der junge Indianer lebt alleine. Sein Stamm wurde vernichtet. Pokum gibt Tahnee zu essen und die Gelegenheit sich auszuruhen.

Dieses Abenteuer mutet wie ein Western an. Während die mutige Tahnee versucht ihren Vater vor dem Galgen zu retten, kommt das gleichaltrige Mädchen Tara in San Francisco zur selben Zeit Familiengeheimnissen auf die Spur. Tara schreibt regelmäßig Briefe an ihre verstorbene Mutter, die sie nur aus Erzählungen kennt. Tara wird von ihrem Großvater liebevoll umsorgt. Auch ihre Amme ist wie eine Mutter für sie. Dennoch ist auch Tara ein sehr mutiges Mädchen, das die Konfrontation mit der Wahrheit nicht scheut.

Dieses Kinderbuch befasst sich mit Rassismus. Da werden z.B. dunkelhäutige Menschen noch mit dem bösen Wort *N* bezeichnet. Das ist meiner Meinung nach sehr lehrreich für Kinder. In unserer Zeit sind die verschiedensten Wörter nicht mehr erlaubt, da sie bestimmte Menschenrassen abwerten. Die Geschichte spiegelt jedoch exakt die Zeit um 1856 wider. So lernen Kinder, warum bestimmte Wörter heute nicht mehr erlaubt sind. Sie lernen in dem Buch andere Kinder und Erwachsene kennen, die ihnen ans Herz wachsen. Menschen, die mit Sklaverei und Rassismus zu kämpfen haben. Menschen, die die Einsamkeit der Diskriminierung vorziehen, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Die einem mutigen Mädchen helfen, den Vater zu retten. Kinder lernen, dass eine andere Hautfarbe nichts über den Menschen aussagt. Nur Charakter und Herz sind ausschlaggebend. Das wird bei diesem Abenteuer sehr deutlich.

Zwei Mädchen kämpfen um die Wahrheit. Während Tahnee ständig in Lebensgefahr schwebt, agiert Tara von ihrem wohlbehüteten Heim aus. Es hat mir unheimlich Spaß gemacht, die Wege der beiden zu verfolgen. Wenn man das Cover anschaut weiß man sofort, in welchem Zusammenhang die beiden Mädchen stehen. Ich habe mit beiden gebangt und gehofft. Wollte wissen was sie fühlen, wenn sie sich vielleicht einmal gegenüber stehen.

Diese Geschichte, in der Kinder die Helden sind, wärmt dem Leser das Herz. Das Setting spiegelt exakt das Jahr 1856 wider. Sie mutet mit ihren Goldgräbern und Kopfgeldjägern wie ein Western an. Rassismus und Vorurteile finden große Beachtung und werden Kindern verständlich rüber gebracht. Die Protagonisten kommen authentisch rüber. Der Schreibstil ist für Kinder leicht verständlich und weiß auch Erwachsene zu unterhalten. Es wird abwechselnd aus der Sicht von Thannee und Tara erzählt. Ich weiß nicht, ob Kinder heutzutage ein Buch im Westernstil lesen wollen. Ich weiß nur, es ist schade wenn sie es nicht tun. Ich habe mich richtig in diese wunderbare Geschichte verliebt und kann sie auch älteren Jahrgängen empfehlen.

Herzlichen Dank Patrick Hertweck. Ich habe die Geschichte sehr genossen. Bitte mehr davon.

Patrick Hertweck

Patrick Hertweck, geboren 1972, bereiste nach dem Abitur mit dem Fahrrad viele Gegenden Europas, arbeitete danach im Management eines Medienunternehmens und beschloss irgendwann, seine heimliche Passion zum Beruf zu machen. Seither lebt und arbeitet der Vater von drei Söhnen als freier Schriftsteller in Freiburg im Breisgau.

6 thoughts on “Meine Meinung zu „Tara und Tahnee-Verloren im Tal des Goldes“ von Patrick Hertweck

  1. Mein schlimmstes Hausprojekt ist fast fertig.
    Und bis zum nächsten mache ich ein paar Monate Pause.
    ich finde das ist eine gute Zeit den Winter mit solchen Büchern zu verbringen :))
    Danke für die Rezi .
    LG heidi…. die sich noch ein Buch auf die Wunschliste setzen muss…*gg

  2. Liebe Gisela,
    das Buch ist eines der wenigen Kinderbücher, die mir von Beginn an ins Auge gefallen sind und das ich lesen wollte. Ichhabe es mir gebraucht gekauft und nun wartet es nur mehr darauf gelesen zu werden =) Nach deiner begeisterten Rezension freue ich mich umso mehr!
    Liebe Grüße
    Martina

  3. Liebe Gisela,
    man kann deutlich herauslesen, wie sehr dir die Geschichte gefallen hat! Du sprühst förmlich vor Begeisterung! Ich gab die noch hier liegen. Bin nur nicht zum Lesen gekommen.
    Viele stören sich am N-Wort in diesem Buch, gerade, weil es für Kinder ist. Ich werde nach dem Lesen entscheiden, wie ich es finde.
    GlG, monerl

    • Hallo Monerl

      Kinder kommen immer wieder mit diesen Wörtern in Berührung. Viele Kinder verstehen jedoch nicht, warum diese Bezeichnungen für bestimmte Menschenrassen nicht mehr erlaubt sind. In diesem Buch lernen sie begreifen. Täglich hört und liest man in den Medien von Rassismus. Dieses Buch bietet für Kinder, aufgrund liebevoller Protagonisten, eine gute Orientierung zu diesem Thema. Es zeigt Ihnen, wie ungerecht diese Menschen behandelt wurden. Ich würde jetzt gerne sagen, dass das früher so war. Leider ist das auch heute noch zu oft der Fall.

      Ich bin sehr auf deine Meinung gespannt. Ich bin tatsächlich sehr begeistert.

      Liebe Grüße
      Gisela

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