Meine Meinung zu “Sommer in Porthmellow” von Phillipa Ashley

Roman 400 Seiten, Originaltitel: ›A Perfect Cornish Summer‹ Deutsche Erstausgabe Erscheinungstag: 19.05.2020 ISBN 978-3-8321-6521-5 Übersetzung: Sibylle Schmidt Unbezahlte Werbung! Coverrechte: Verlag!

Liebe geht durch den Magen

In Porthmellow, einem kleinen Küstenort in Cornwall, ist die Welt noch in Ordnung. Die Menschen hier mögen zwar etwas eigen sein, haben ihr Herz aber am rechten Fleck. Auch Sam Lovell, stolze Besitzerin einer kleinen Catering-Firma, lebt hier. Gemeinsam mit ihren Freunden veranstaltet sie Jahr für Jahr ein großes Streetfood-Festival, für viele der Ortsansässigen absoluter Höhepunkt der Sommersaison: Frische Meeresfrüchte, köstliche Pies, leckere Scones – kulinarisch hat Porthmellow einiges zu bieten.
Den Trubel rund um diese Veranstaltung kann Sam gut gebrauchen, lenkt er sie doch hervorragend ab von den Dramen in ihrer krisengeschüttelten Familie und von dem Loch, das ihr Exfreund Gabe in ihr Leben gerissen hat. Doch ausgerechnet dieses Jahr fällt der Starkoch des Festivals aus. Und ausgerechnet dieses Jahr springt jemand ein, von dem Sam gehofft hatte, sie würde ihn nie mehr wiedersehen. Denn ja, es ist Gabe. Und nein, Sam ist alles andere als über die Gefühle von damals hinweg. Während die Planungen voranschreiten und der Tag der Tage immer näher rückt, hat Sam alle Hände voll zu tun, um zu beschützen, was ihr wichtig ist. Und herauszufinden, was sie eigentlich will … Verlagsinfo: Dumont

Sam Lovell ist eine sehr sympathische Frau, die dem kleinen Küstenort Porthmellow zu einer gewissen Berühmtheit verholfen hat. Sie betreibt eine Catering-Firma, in der sie sämtliche Leckereien für besondere Anlässe anbietet. Das jährliche Streetfood-Festival ist ein besonderes Ereignis in dem kleinen Küstenort. Sam genießt dem Trubel um das Fest. So kommt sie wenigstens auf andere Gedanken. Viele Ereignisse in der Vergangenheit hängen ihr noch richtig nach. Brenzelig wird es, als der Starkoch Zachary kurz vor dem Fest ausfällt. Die Event Managerin Chloe freut sich, Sam einen Ersatz anbieten zu können. Der berühme Fernsehkoch Gabe springt unentgeltlich ein. Möchte seinem Heimatort unter die Arme greifen. Was Chloe nicht wusste, Sam und Gabe waren einmal ein Paar. Sam wurde von Gabe schwer enttäuscht. Eigentlich wollte sie ihn nie wieder sehen ….

Ich habe die Geschichte um das kleine Küstendorf Porthmellow sehr genossen. Habe Appetit auf die Leckereien bekommen, die Sam mit sehr viel Liebe hergestellt hat. Hab manch Ortsansässigen ins Herz geschlossen. Habe mich pudelwohl in der Gemeinschaft gefühlt. Vor allem wie sich Sam und Gabe nach vielen Jahren wieder begegnet sind, hat das Dorf in Aufregung versetzt. Die Leute waren auf Sams Reaktion gespannt. Gabes Eltern habe vor Jahren einen Imbiss betrieben, den Gabe nicht mehr weiter führen wollte. Gabe liebt das kreieren von leckeren Speisen. Gabe hat Sam sehr geliebt. Ein Ereignis in der Vergangenheit hat die beiden entzweit. Ein Ereignis, das Gabe in einen Gewissenskonflikt gestürzt hat. Gabe hat in London Karriere gemacht. Er hat Speiselokale eröffnet und sich als Fernsehkoch einen Namen gemacht. Ehrlich gesagt kann ich Gabe voll und ganz verstehen. Ich hätte mir auch von Sam mehr Einsicht gewünscht. Klar, es handelte sich vor vielen Jahren um ihren Bruder Ryan, der viel Mist gebaut hat. Trotzdem hätte sie mehr Verständnis für Gabe zeigen müssen. Es gibt Dinge die muss man einfach durchziehen. Mit Schweigen wäre da niemanden geholfen gewesen. Am allerwenigsten Ryan, der sonst nie die Kurve gekriegt hätte. Manchmal braucht es härtere Maßnahmen.

Chloe konnte ich sehr gut leiden. Die zierliche Zugereiste hat sich gut in die Gemeinschaft integriert. Auch sie hat ein großes Päckchen aus der Vergangenheit zu tragen. Die geschiedene Frau findet in Sam eine gute Freundin.

Die Protagonisten haben alle absoluten Erkennungswert. Jeder auf seine Weise. Das Team, welches das Streetfood-Festival und sämtliche andere Ereignisse organisiert, hat es auch in sich. Da wäre mal der betagte Troy Carman. Das Urgestein aus Porthmellow erzählt gerne von seinen Darmproblemen. Besonders Sams kleinere Schwester findet das ekelig. 🙂 Drew Yelland hat ein großes Herz. Er macht Bootstouren für sozial schwächere Schüler. Auch sonst hilft er stets Ortsansässigen, wenn es Probleme gibt. Von bestimmten Klatschtanten und Miesmachern möchte ich gar nichts erzählen. Besucht Porthmellow einfach selber mal.

 

Ich lade Euch ein, Urlaub auf Porthmellow zu machen. Neben Bootstouren und leckeren Pies, lernt ihr die schrulligen Einwohner kennen. Der Schreibstil liest sich wie Butter. Das Setting spiegelt den kleinen Küstenort wider. Sämtliche Köstlichkeiten, die das Meer zu bieten hat, lassen einem das Wasser im Mund zusammen laufen.

Die Geschichte kommt leicht daher. Ich wusste von Anfang an, wie sie enden würde. Dennoch hat es mir Spaß gemacht, die hilfsbereite Dorfgemeinschaft für ein paar Stunden zu begleiten. Trotz der Problematik mit sämtlichen Läden, die in Porthmellow schließen mussten, hoffen die Einwohner auf mehr Urlauber in dem romantischen Küstenort.

Danke Phillipa Ashley

 

Phillipa Ashley studierte Anglistik und arbeitete als Werbetexterin und Journalistin. Seit 2005 veröffentlicht sie Romane und wurde dafür mit dem ›Romantic Novelists Association New Writers‹-¬Award ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrer Familie in Stafford¬shire. Bei DuMont erschienen die Romantrilogie ›Hinter dem Café das Meer‹, ›Weihnachten im Café am Meer‹ (beide 2017) und ›Hochzeit im Café am Meer‹ (2018) sowie zuletzt ›Ein Sommer in Porthmellow‹ und ›Weihnachten in Porthmellow‹ (beide 2020).

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