Meine Meinung zu “Schreib oder stirb” von Sebastian Fitzek & Micky Beisenherz

Foto: @Gisela Simak

  • Verlag: Droemer eBook
  • Erscheinungstermin: 30.03.2022
  • Lieferstatus: Verfügbar
  • 352 Seiten
  • ISBN: 978-3-426-46527-1
  • Autoren: Sebastian Fitzek, Micky Beisenherz

Klappentext:

Schreib oder stirb

Thriller

Schreib oder stirb: Fitzek-Thrill meets Beisenherz-Humor!

Carl Vorlau, mysteriöser Patient einer psychiatrischen Privatklinik, behauptet, vor Monaten die siebenjährige Pia entführt und an einen geheimen Ort verschleppt zu haben. Über seine Tat will Vorlau nur mit einem einzigen Menschen reden – dem ebenso humorvollen wie unkonventionell arbeitenden Literaturagenten David Dolla, dem Vorlau ein diabolisches Angebot macht: Der Agent soll ihm einen Verlagsvorschuss von einer Million Euro verschaffen, für einen Thriller mit dem Titel „Ich töte was, was du nicht siehst“. Ein Geständnis in Form eines True-Crime-Romans über das Schicksal der kleinen Pia!

Als Belohnung verspricht Vorlau, Dolla zu einem Helden zu machen, der das Mädchen in letzter Sekunde vor dem sicheren Tod rettet. Sollte Dolla den Auftrag jedoch ablehnen, will Vorlau nicht nur Pia sterben lassen, sondern auch das Leben des Agenten für immer zerstören …

Klingt nach einem typischen Psychothriller?

Stimmt. Aber auch wieder nicht. Denn die Hauptfiguren von „Schreib oder stirb“ sind noch außergewöhnlicher als das neue Autorenduo selbst: Sebastian Fitzek & Micky Beisenherz.

„Wir wollten etwas schreiben, was es so noch nie gab: eine Geschichte, über die man auf der einen Seite herzhaft lachen kann – und beim Umblättern bleibt einem genau dieses Lachen vor Spannung im Halse stecken!“ Unbezahlte Werbung. Coverrechte: Droemer Knaur

Geniale Thematik – Umsetzung leider nicht

Schreib oder Stirb! Hier geht es um Verlage, Autoren und dem Literaturagenten David Dolla. David bekommt ein Angebot von dem Patienten Carl Vorlau in einer psyschatrischen Klinik, das ihn erst mal fassungslos zurück lässt. Er soll die Geschichte von  Vorlau schreiben. Ihm einen Verlagsvorschuss von einer Million Euro aushandeln. In seiner Geschichte verrät er, wohin er das kleine Mädchen verschleppt hat.

Ich habe mich sehr auf diesen Thriller gefreut. Nicht zum ersten mal schreibt Fitzek mit einem anderen Autor zusammen ein Buch. Bei Schreib oder Stirb soll der Satiriker Micky Beisenherz für den Humor sorgen. Leider war das für mein Empfinden zu viel. Fitzeks Thriller bestechen normalerweise mit ihrer enormen Spannung. Der in gesunden Dosen eingestreute Humor ist stets köstlich. In diesem Thriller ist er zu sehr gewollt. Hat mir die Spannung vermiest. Mich stellenweise wirklich genervt zurück gelassen. Die Geschichte besitzt sehr wohl hohes Potenzial. Die Thematik ist einfach nur genial. Dass David ein Buch schreiben soll, dessen Geschichte er in der Gegenwart selbst erlebt, ist eine Idee, die ich so noch nicht gelesen habe. Mit der Umsetzung konnte ich jedoch nicht so richtig warm werden. Jedes mal wenn Spannung aufkam, kamen wieder verkrampft lustige Sprüche. Im letzten Drittel konnte mich die Geschichte dann doch noch packen. Ungeahnte Wendungen und die Spannung, die ich bei Fitzeks Büchern so liebe. Das Ende konnte mich total überraschen. Es war so normal. Für Fitzek ziemlich ungewöhnlich. Ich hätte nochmal auf einen großen Knall gewartet.

Die Personen waren gut beschrieben. Vor allem David kommt sehr empathisch rüber. Geht nicht über Leichen. Selbst dann nicht, wenn es für ihn von Vorteil wäre. Vorlau gibt sich undurchschaubar. Er verfügt über eine ständige Presenz, die eigentlich gar nicht möglich ist. Das eine oder andere mal konnte ich schmunzeln. Der Anhang war dieses mal am Anfang und wirklich witzig.

Obwohl mich dieser Thriller nicht komplett überzeugen konnte, habe ich ihn auf zwei Nachmittage weggelesen. Beim letzten Drittel fühlte ich mich gut unterhalten. Ich finde es absolut klasse, dass Fitzek immer wieder Neues auf die Beine stellt. Dies ist das erste mal, wo ich nicht überzeugt werden konnte.

Danke Sebastian Fitzek & Micky Beisenherz

Sebastian Fitzek

 

 

 

 

2 thoughts on “Meine Meinung zu “Schreib oder stirb” von Sebastian Fitzek & Micky Beisenherz

  1. Hallo liebe Gisela,
    ich bin ja auch ein absoluter Fitzek-Fan. Doch nach seinem Thriller “Das Geschenk” brauche ich erstmal eine Pause von ihm. Ich finde, dass er zwar unfassbar gut schreibt, allerdings sind die Auflösung oft zu verworren als ob er unter keinen Umständen möchte, dass man den wahren Täter oder die Umstände bis zum Schluss nicht herausbekommt.
    Tendenziell nicht schlecht, aber manchmal etwas zu anstrengend.
    Bei diesem Buch hat mich das Cover überhaupt nicht angesprochen und ich bin froh, dass ich die Lektüre auch nicht bestellt habe, denn normalerweise sind die Bücher die er mit anderen Autoren schreibt schon recht gut 🙂 Besonders mit Tsokos 🙂
    Danke für die ehrliche Meinung ♥
    Liebe Grüße
    Andrea ♥

    • Liebe Andrea

      Danke für deinen netten Besuch.

      Fitzeks Bücher haben mir bisher alle gefallen. Das eine mehr, das andere etwas weniger. Aber bei diesem Buch weiß ich echt nix mehr 😉 Schade, das Thema wäre genial. Aber mal ehrlich, jeder der Neues ausprobiert kann auch mal daneben liegen. Ich freue mich auf das nächste Buch von ihm.

      Liebe Grüße und frohe Ostern,
      Gisela

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