Meine Meinung zu “Ich dachte schon, du fragst mich nie” von Gabriella Engelmann

 

 

Mit viel Humor lässt sich jede Krise meistern.

 

Mit Sophie Hartmann und ihren Töchtern Liv und Pauli erleben wir ein chaotisches, liebenswertes Gespann. Komplementiert werden sie von Sophies Schwester Geli, die Klamotten aus 70ern liebt und einen Hang zu falschen Männern hat. Liv möchte ein Restaurant eröffnen. Kurz bevor das ausgebuchte Lokal zum ersten Mal ihre Pforten öffnet, bricht Liv sich die Hand. Der Koch erscheint auch nicht. Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Aber fürs erste lacht wirklich keiner. Zur Eröffnung kommt dann Hilfe von dem charismatischen Marc. Der hat von seinem Arzt den guten Rat bekommen, eine Auszeit zu nehmen. Gut kochen kann er auch!

Wieder einmal konnte mich die Autorin von Anfang an mitnehmen. Der Wortwitz ist einfach nur köstlich. Dabei haben es Sophie und ihre Töchter wahrlich nicht leicht. Pauli hat Liebeskummer und würde lieber heute als morgen Hamburg verlassen. Liv kämpft in der Krankengymnastik um wieder ihre Beweglichkeit zu erlangen. Viel lieber würde sie ihre Kräfte für ihr Lokal einsetzen. Sophie hat auch nach 5 Jahren den plötzlichen Tod ihres Mannes Simon nicht verwunden. Marc pausiert nach einem Schwächeanfall. Sein Job in Mallorca als Restaurant- und Hotelcontroller ist eigentlich nicht das, was er ursprünglich machen wollte. Um zu sich selbst zu finden reist er in seine Heimatstadt Hamburg.

Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum. (Seite 9)

Einmal in Hamburg und dann wieder in Mallorca begegnen sich Sophie und Marc. Beide spüren, dass sie mit ihrer Vergangenheit abschließen müssen. Marc findet Erfüllung darin, Livs Speiselokal auf die Sprünge zu helfen. So kann er doch endlich wieder seiner Leidenschaft als Koch frönen. Sein ehemaliger Mentor in Spanien spricht kein Wort mehr mit ihm, weil er dem Beruf als Koch den Rücken gekehrt hatte. Seinem verstorbenen Vater konnte er mit seiner Berufswahl eine Freude machen. Doch wird es nicht langsam Zeit das zu tun, was Man(n) aus tiefstem Herzen möchte?

Zwischen zwei (fremden) Stühlen sitzt es sich nun mal nicht gut, deshalb ist es wichtig, sich beizeiten einen eigenen zu besorgen. (Seite 219)

Sophie lernt langsam aber sicher wieder das Leben zu genießen. Auch wenn sie Probleme mit einem Esel in Spanien bekommt, der die Farbe ihrer Kleidung nicht mag. Sie zur Einbrecherin wird und in allerlei Fettnäpfchen tritt.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Sophie und Marc erzählt. Mir hat es sehr gut gefallen, das sie einmal in Hamburg und dann wieder in Mallorca gespielt hat. Besonders Marcs idyllische Finca hat mir Fernweh beschert. Die Beschreibung der köstlichen Speisen hat meinen Magen mehr wie einmal knurren lassen. Besonders glücklich hat mich gemacht, dass Sophie zur *Eselsflüsterin* mutiert ist. 🙂

Geschichten wie diese schaffen es, uns weltweiten Katastrophen für ein paar Stunden vergessen zu lassen. Sie zeigen uns, dass es immer wieder einen Grund dafür gibt, das Leben zu lieben. Mit den liebenswerten Protagonisten würde man am liebsten in einer urigen Küche eine leckere Paella essen. Sich zur *Eselsflüsterin* ausbilden lassen und für immer in einer Finca leben. 🙂

Ich empfehle dieses Buch nicht. Nein! Ich verschreibe es Euch. Vielen Dank Gabriella Engelmann.

  • Verlag: Knaur TB
  • Erscheinungstermin: 01.03.2021
  • Lieferstatus: Verfügbar
  • 320 Seiten
  • ISBN: 978-3-426-52505-0
  • Autorin: Gabriella Engelmann

 

 

 

Klappentext

Roman

Kann das Chaos noch ein bisschen größer werden?, fragt Sophie Hartmann sich. Tochter Pauli leidet am ersten Liebeskummer, Schwester Geli an notorischem Hang zu falschen Männern und dann bricht sich Tochter Liv ausgerechnet kurz vor Eröffnung des gemeinsamen Restaurants die Hand. Dummerweise ist Sophie in der Küche ein Totalausfall, selbst mit ihrem Wahlspruch „Familie ist das Allerwichtigste“ stößt sie hier an ihre Grenzen. Zum Glück beweist das Schicksal Sinn für Humor und schickt Hilfe von unerwarteter Stelle. Doch während sich in Sophies Umfeld alles zum Besten wendet, muss sie selbst erkennen, dass sie ihre eigenen Wünsche und Ziele viel zu lange begraben hat … Verlagsinfo: Droemer Knaur. Unbezahlte Werbung. Coverrechte: Verlag.

Gabriella Engelmann

2 thoughts on “Meine Meinung zu “Ich dachte schon, du fragst mich nie” von Gabriella Engelmann

  1. Hallo liebe Gisela,
    also mit den Zitaten hattest Du mich ja.
    Auch dieses Buch wandert umgehend auf meine Wuli.
    Ich werde mir jetzt einen Stuhl besorgen, das Buch welches Du mir (uns) ja verschrieben hast-
    und bei Risiken und Nebenwirkungen akuter Leseflaute werde ich in dieses Buch eintauchen 🙂
    Liebe Grüße
    Andrea ♥

    • Hallo meine liebe Andrea

      Ich denke mal, du sitzt bereits auf deinem eigenen Stuhl. Die Geschichte kann ich dir nur empfehlen.

      Liebe Grüße,
      Gisela

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