Meine Meinung zu “Gran Paradiso” von Grit Landau

Foto: @Gisela Simak

  • Verlag: Droemer HC
  • Erscheinungstermin: 02.05.2022
  • Lieferstatus: Verfügbar
  • 384 Seiten
  • ISBN: 978-3-426-28270-0
  • Autorin: Grit Landau

Klappentext:

Gran Paradiso

Eine italienische Familiensaga

Italien 1944: Im Kampf um die Freiheit ist nichts so gefährlich wie die Liebe …

Bildgewaltig, kenntnisreich und hoch dramatisch erzählt »Gran Paradiso« eine große historische Familiensaga, die sich vom Zweiten Weltkrieg bis in die 80er Jahre entspinnt.

Ihr Leben lang hat die junge Turiner Journalistin Gianna mit ihrer übermächtigen Mutter gehadert: Maria Lanteri wurde als Partisanin in der Resistenza berühmt, ihr Kriegstagebuch ist in Italien bis heute Schullektüre.

Doch als Gianna nach Marias Tod ins kleine Sant’Amato an der Riviera heimkehrt, um den Nachlass zu regeln, findet sie im Haus ihrer Tante eine ganz andere Version von Marias Tagebuch. Während sie mit zunehmender Bestürzung liest, was 1944 in jenem hart umkämpften Tal am Fuße des Gran Paradiso wirklich geschehen ist, stößt Gianna auf ein Geheimnis, das ihr Leben auf den Kopf stellt.

In ihrer historischen Familiensaga zeigt Grit Landau das Sehnsuchtsland Italien aus einer ganz besonderen, ebenso kundigen wie liebevollen Perspektive.   Entdecken Sie auch die anderen Italien-Romane von Grit Landau: ·

Meine Meinung:

Die Partisanin Maria

In den 80ern haben wir es mit der Journalistin Gianna Lanteri zu tun. Vom Eheman getrennt, beruflich in der Luft hängend, kehrt sie nach dem Tod ihrer Mutter Maria ins kleine Sant’Amato an der Riviera zurück. Im Nachlass findet sie einen Koffer. welcher eine andere Version vom Tagebuch ihrer Mutter enthält. Ersteres wurde als Schullektüre gehandelt.

Maria ist meine ganz persönliche Heldin. Der Mut dieser Frau war aber in den 40ern in Italien keine Seltenheit. Die Partisanin konnte mich jedoch nicht nur mit ihrem Umgang von Waffen überzeugen. Ihr großes Herz hat mich berührt. Ihre Unverwüstlichkeit sprachlos gemacht. Gianna erfährt aus den Tagebüchern, wie und wer ihre Mutter wirklich war. Gianna war traurig. Warum hat ihr die Mutter nicht zu Lebzeiten reinen Wein eingeschenkt? Warum hat ihr die Tante, bei der Maria vor vielen Jahren ihren Koffer gelassen hat, nicht erzählt was wirklich im zweiten Weltkrieg passiert ist? Gianna erfährt aus dem *wirklichen Tagebuch* ihrer Mutter, von deren großer Liebe zu einem Engländer.

Nein, es macht mich wirklich nicht stolz, was die Deutschen in Italien angerichtet haben. Einem Land, welches die Deutschen doch so lieben. Vielen Dank Maria. Mussolinis Büste ist keine wertvolle Munition wert gewesen. Du hast deinen Vater gerächt und einem Stasi das Hirn gut durchgelüftet. Das fand ich genial und absolut gerechtfertigt.

Die Kälte in den Bergen hat mich frösteln lassen. Trotz des dramatischen Kriegsgeschehen war italienischer Flair spürbar. Ein Drama im Aostostal, welches heute ein beliebter Urlaubsort sein dürfte.

Fazit:

Grit Landau macht es mir wahrlich nicht leicht. Ihre Bücher sind für mich schwere Kost. Seien es die italienischen Wörter oder der Einsatz von Waffen im Krieg. Dennoch fühle ich mich jedes mal gut unterhalten. Das letzte Wort in diesem Roman hat mich zum Weinen gebracht. Was an dem Wort Papá so traurig ist? Das verrate ich natürlich jetzt nicht!

Danke Grit Landau. Auch der dritte Besuch in Sant’Amato konnte mich überzeugen.

Grit Landau

Grit Landau hat Geschichte studiert und danach als Kultur- und Musikjournalistin gearbeitet, bevor sie zu schreiben begann.
Ihr Romandebüt „MARINA, MARINA”, eine Familien- und Liebesgeschichte im Italien der 1960er Jahre, erschien bei Droemer im Frühjahrsprogramm 2019 und wurde von den LeserInnen geliebt.

Weitere Informationen unter www.gritlandau.de

 

 

 

 

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