Meine Meinung zu “Eine Hand voll Würfelzucker” von Anett Klose

Foto: @Gisela Simak
  • ASIN ‏ : ‎ B09HKZYXKP
  • Herausgeber ‏ : ‎ via tolino media (23. Oktober 2021)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Dateigröße ‏ : ‎ 1799 KB
  • Text-to-Speech (Vorlesemodus) ‏ : ‎ Aktiviert
  • Screenreader ‏ : ‎ Unterstützt
  • Verbesserter Schriftsatz ‏ : ‎ Aktiviert
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 434 Seiten

Klappentext:

Ein berührender Roman über Hoffnung und Liebe, Verzweiflung und Zuversicht Ein glückliches junges Paar, getrennt durch Krieg und Gefangenschaft. Berührende Briefe voller Sehnsucht und Zuversicht. Zweifel am geliebten Mann, schmerzliches Vermissen des Vaters und Glück in einer kleinen Geste – eine Geschichte voll berührender Momente. Die scheue Elsa findet im eloquenten Paul ihren Seelenverwandten. Im Vogtland wachsen ihre zarten Bande zu einer starken Liebe heran, doch ihnen bleibt kaum Zeit mit ihrem Söhnchen, bevor Krieg und Gefangenschaft die Familie auseinanderreißen. Der kleine Heiner träumt jahrelang davon, endlich mit dem Vater Drachen steigen zu lassen, und Würfelzucker bleibt für ihn der Inbegriff von Glückseligkeit. Unter welchen Umständen existieren Liebende in dieser Zeit? Wie erlebt und überlebt man Lager, Mangel und Verzicht – im Nachkriegsdeutschland und in der russischen Steppe? Wie verändert Distanz die Menschen, die mit ihr leben müssen? Fragen, auf die diese wahre Familiengeschichte Antworten sucht. Unbezahlte Werbung. Coverrechte: Anett Klose. Infos: Amazon

 

Eine wahre Familiengeschichte, die mich sehr berührt hat.

Welches Kind lockt man denn heute noch mit einer Hand voll Würfelzucker hinter dem Ofen hervor? Wer von uns weiß in der heutigen Zeit den Frieden noch gebührend zu schätzen? Mittlerweile wissen wir wieder um den Luxus Frieden. Die aktuelle Situation mit der Ukraine führt uns vor Augen, wie schnell so ein Krieg wieder ausbrechen kann. Heiner und Martina führen eine harmonische Ehe. Martina ist nur manchmal genervt, ob der Besessenheit ihres Mannes, wenn es um die Familiengeschichte geht. Heiners Schwester musste wegen ihrer Demenz in ein Pflegeheim. Sein Sohn und seine Enkelinnen unterstützen ihn tatkräftig beim Ausräumen des alten Backsteinhauses. Von Modernisierung hatte  Heiners Schwester nichts gehalten.

Die Geschichte spielt abwechselnd in der Gegenwart und Vergangenheit. Wir erfahren die Ereignisse abwechselnd von den verschiedenen Protaginisten. Besonders die Briefe zwischen Paul und Elsa konnten mich sehr berühren. Heiners Kindheit wäre absolut harmonisch gewesen, wenn er nicht ohne seinen Vater Paul aufwachsen müssen hätte. Paul befand sich im Krieg. Seine Mutter Elsa musste die Kinder alleine durchbringen.

Solche Geschichten haben ich schon oft gelesen. Sie können mich immer wieder in ihren Bann ziehen. Sie sind *Gegen das Vergessen!* Kinder, für die Väter Helden sind. Die sie nur vom Hörensagen und Fotos kennen. Frauen, die Kinder alleine durchbringen müssen und auf ihre Ehemänner warten. Die Heimkehrer sind meist nicht mehr die gleichen Menschen.

Es kommen Geheimnisse zutage, die erstmal sehr belastend für Heiner sind. Für mich waren sie erschütternd aber absolut nachvollziehbar. In Kriegszeiten musste sich manch einer von Dingen und Menschen trennen, weil die Situation keine andere Wahl ließ.

Häuser und Umgebungen sind sehr gut beschrieben. Eine Wanderung nach Bayern hat gezeigt, wie wunderschön das Leben vor dem zweiten Weltkrieg war. Ein Leben ohne Mauer und unendlichen Möglickeiten. Mich hat vor allem das alte Backsteinhaus fasziniert. Obwohl total sanierungsbedürftig war ich gespannt, ob Heiners Bruder es am Ende nicht doch noch renoviert. Es im Besitz der Familie bleibt.

Mit eine *Eine Hand voll Würfelzucker* ist der Autorin ein biografischer Roman gelungen, bei dem ich stets das Gefühl hatte selbst dabei zu sein. Ein altes Backsteinhaus, ein Speicher mit geheimnisvollen Briefen und Heiner, der seiner Familiengeschichte auf den Grund geht. Das Ganze in verschiedenen Zeitebenen und wundervoll geschrieben. Das ist genau die Art Bücher, die ich liebe. Mir hat es in Plauen gut gefallen.

Herzlichen Dank Anett Klose. Ich habe ihre Geschichte sehr gerne gelesen.

Anett Klose

Liebe Leser:innen

In den Büchern von Anett Klose geht es um Heimat, Verbundenheit, um zarte Familienbande und Fragen, die das Leben aufwirft. Die Geschichten, die sie daraus spinnt, sind manchmal fiktiv, manchmal sehr persönlich und oft ein guter Mix aus Beidem.

Anett Klose ist im vogtländischen Plauen geboren und aufgewachsen. Nach einem Pädagogikstudium arbeitete sie als Managerin in der Telekommunikationsbranche. Sie lebt und schreibt im oberbayerischen Herrsching am Ammersee.

Ihre Affinität zum Schreiben entstand durch ihr Interesse an guten Geschichten. Wörter, ihre Poesie und Kraft ziehen sie magisch an. Die Verbindung zwischen historischen Fakten und fiktiver Geschichte ist die Basis für ihren historischen Roman «Eine Handvoll Würfelzucker», der auf der wahren Geschichte ihrer Familie basiert.

Die Publikation «Beaglemeute unplugged» aus dem Jahre 2019 entstand aus Liebe zu ihrem tollen Hund und ist ihre eigene Geschichte.

Foto @ Katja Krause, fotografie-lifestyle.de

Weitere Informationen zur Autorin unter:

www.anett-klose.de

https://www.instagram.com/anett_klose

 

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2 thoughts on “Meine Meinung zu “Eine Hand voll Würfelzucker” von Anett Klose

  1. Guten Morgen liebe Gisela,
    eine berührende Geschichte. Das Thema Krieg und seine Folgen, gerade der Einfluß auf Ehe, Partnerschaft, Liebe hat auch das aktuelle Buch, welches ich lese.

    LG Tanja

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