Meine Meinung zu „Die Diva“ Maria Callas – die größte Sängerin ihrer Zeit und das Drama ihrer Liebe von Michelle Marly

Unbezahlte Werbung! Coverrechte: Verlag! Michelle Marly Die Diva Maria Callas – die größte Sängerin ihrer Zeit und das Drama ihrer Liebe Klappenbroschur, 420 Seiten Aufbau Taschenbuch 978-3-7466-3522-4 12,99 € *) / 13,40 € (A) Inkl. 7% MwSt.

Die Callas – la Divina, die Göttliche, die ewige Stimme der Liebe.

Venedig, 1957: Maria Callas ist die größte Sängerin ihrer Zeit, doch die künstlerische Perfektion, die sie auf der Bühne verkörpert, beginnt ihren Tribut zu fordern. Ihre Stimme droht zu versagen, und Maria sehnt sich nach einer Auszeit – die ihr jedoch weder von der Welt der Oper noch von ihrem Mann und Manager Meneghini zugestanden wird. Dann begegnet sie dem Reeder Aristoteles Onassis, und gegen alle Widerstände verlieben sich die beiden – bis Onassis die Bekanntschaft von Jackie Kennedy macht …

Ein zauberhaft schöner Roman über die Callas als Inbegriff von Glamour und Charisma, als Künstlerin jenseits aller Maßstäbe, vor allem aber – als leidenschaftlich liebende Frau. Verlagsinfo: atb

Die Zerrissenheit einer Diva!

Das ist nun das vierte Buch, welches ich aus dieser genialen Reihe vom Aufbau-Verlag gelesen habe. Bei dieser Geschichte war ich sehr gespannt, ob sie mich mitnehmen kann. Ich mag keine Opern. Für Onassis hatte ich auch noch nie Interesse. In meiner Kindheit waren die Klatschzeitungen voll von der Callas, Onassis und Jackie Kennedy. Nur die Zusammenhänge habe ich damals nicht richtig verfolgt. Mir war alleine schon Onassis richtig gruselig. Er war wahrlich kein Prinz aus meinen Kindheitsträumen. In diesem Roman, mit vielen biografischen Elementen, habe ich nun sehr viel über die Diva und dem Reeder Aristoteles (Ari) Onassis erfahren.

Als Maria Onassis 1957 auf einer Party kennenlernt, erzählt er ihr, dass er keine Opern mag. Maria ist seine offene Art sehr sympathisch. Onassis lädt sie zu einer Kreuzfahrt auf seine Luxusjacht Christina, (nach seiner Tochter benannt,) ein. Ihrem wesentlich älteren Ehemann und Manager Battista Meneghini ist Onassis ein Dorn im Auge. Er bemerkt das Interesse, welches der steinreiche Reeder seiner Frau entgegenbringt. Die Diva fühlt sich von ihrem Ehemann ausgenutzt. Er organisiert für sie einen Auftritt nach dem anderen. Er gönnt ihr keinen Urlaub. Obwohl Maria mit ihren Auftritten viel verdient hat, ist kein Geld mehr da. Maria zweifelt an der Liebe ihres stets nörgelnden und müden Ehemannes. Der strenggläubige Italiener spricht keine anderen Sprachen und langweilt sich stets bei Dinners und Partys.

Ich konnte sehr gut verstehen, dass sich Maria in Onassis verliebt hatte. Sein Interesse an dem Menschen Maria war ehrlich. Die Opern-Diva war ihm egal. Er war ein perfekter Gastgeber und wollte es immer allen Recht machen. Bei Maria und Onassis konnte ich zwischen den Zeilen Funken sprühen sehen. Sie lachten viel zusammen. Der Presse teilten sie stets mit, nur gute Freunde zu sein. Geglaubt wird das niemand haben. Es war ein offenes Geheimnis, dass Onassis Frau Tina nicht treu war. Maria hatte sich lange gegen ihre Gefühle für Ari gewehrt. Die Liebe hatte dennoch gewonnen. Mit Ari erlebte sie eine Achterbahn der Gefühle.

Ich muss ehrlich gestehen, das ich beim Lesen viel Sympathie für Onassis entwickelt habe. Der kleine Mann war nicht unbedingt schön, kam aber sehr charismatisch rüber. Bei ihm hatte sich die Diva geborgen und verstanden gefühlt. Bei ihm lernte sie wahre Liebe kennen. Dennoch hatte sie nach einem Streit mit ihm Schluss gemacht. Gehofft dass er um sie kämpft. Onassis lernte Jackie Kennedy kennen. Maria war in meinen Augen keine starke Frau. Sie schluckte zu viele Tabletten und hatte ständig Angst, dass ihre Stimme bei Konzerten versagt. (Was tatsächlich auch einige Male passiert ist!) Auch bei diesem Roman habe ich mir vorher viele Bilder im Netz angesehen. So habe ich mich auf die Geschichte eingestimmt. Es waren Bilder dabei, wo ich sehr große Ähnlichkeit mit Audrey Hepburn entdecken konnte. Tatsächlich versuchte die Diva stets ihr modisches Vorbild Hepburn zu kopieren. In meinen Augen kein Zeichen von Stärke. Von Onassis war sie psychisch total abhängig. Die Geschichte dreht sich überwiegend um Marias seelische Nöte und die Liebe zu Onassis. Diese Frau trug auf der Bühne eine Fassade. Sie wirkte selbstsicher. Sie sang dramatische Opern und hatte ein noch dramatischeres Leben. Sie war ziemlich oft neidisch und eifersüchtig. Sie war innerlich zerrissen. Maria und Ari hatten beide keine leichte Kindheit. Beide wurden nicht besonders alt.

Eine Szene mit Marilyn Monroe hat mich zum Lachen gebracht. Winston Churchill kam wie ein Moralapostel rüber.

Dieser Roman konnte mich, (trotz fehlender Liebe zur Oper,) von Anfang an mitnehmen. Fast jedes Kapitel beginnt in einem anderen Jahr. Der Zeitenwechsel spielt sich zwischen den Jahren 1957 – 1969 ab. Der Schreibstil hat sich auch dieses Mal wieder wie Butter lesen lassen. Lust auf eine Kreuzfahrt? Wollt Ihr mal Paris, Monte Carlo, New York und Venedig erleben? Ein kleiner Abstecher nach Athen gefällig? Dann macht es wie ich. Lest die Diva! Die Fußnote ist besonders erwähnenswert.

Danke Michelle Marly.

Das meint Lesefieber zum Buch.

Michelle Marly
Hinter Michelle Marly verbirgt sich die deutsche Bestsellerautorin Micaela Jary, die in der Welt des Kinos und der Musik aufwuchs. Durch ihren Vater, den Komponisten Michael Jary, entdeckte sie schon früh ihre Leidenschaft für französische Chansons. Lange Jahre lebte sie in Paris, heute wohnt sie mit Mann und Hund in Berlin und München.

 

 

 

2 thoughts on “Meine Meinung zu „Die Diva“ Maria Callas – die größte Sängerin ihrer Zeit und das Drama ihrer Liebe von Michelle Marly

  1. Das ist eine tolle Beschreibung.
    Mich interessiert die Geschichte der Callas sehr.
    Schrecke jedoch vor diesem Buch zurück, da ich befürchte es könnte zu kitschig werden und wenig mit der Realität der Callas zu tun haben.

    • Das ist natürlich immer Geschmacksache. Mir war die Geschichte nicht zu kitschig. Ich habe meine Sichtweise zu Onassis geändert. Ich habe auch viel im Netz über die Callas nachgelesen. Das deckt sich mit diesem Roman.In der Fussnote erfährt man auch über die Passagen, die die Autorin etwas verändert hat. Dies aber nur sehr gering. Bei dieser Geschichte wird nur ein Teil aus dem Leben der Callas erzählt. Eine selbstbewusste Frau war in meinen Augen die Callas nicht. Vielleicht solltest du es mit Coco Chanel versuchen. Frida Kahlo fand ich auch sehr spannend. Madame Piaf auch. Einfach mal ausleihen.

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