Meine Meinung zu “Der Glasmurmelsammler” von Cecelia Ahern

 

Preis: € (D) 9,99 | € (A) 10,30 Umfang: 352 Seiten Format: 12,5 x 19 x 2,5 cm ISBN: 978-3-596-19335-6 Unbezahlte Werbung! Coverrechte: Verlag! Weiterführende Links!

Wie gut kennen wir die Menschen, die wir lieben?
Als Fergus einen Schlaganfall hat, vergisst er fast alles aus seinem Leben. Da findet seine Tochter Sabrina seine Glasmurmel-Sammlung, von der er ihr nie etwas erzählt hat. In der Sammlung fehlen die wertvollsten Stücke, und Sabrina macht sich auf die Suche nach ihnen. Es stellt sich heraus, dass Fergus noch viel mehr Geheimnisse hatte, und alle scheinen mit den schillernden Kugeln verbunden zu sein. Doch wenn ihr Vater nicht der Mann ist, für den sie ihn gehalten hat – was bedeutet das für Sabrinas eigenes Leben?

›Der Glasmurmelsammler‹ ist eine berührende Vater-Tochter-Geschichte, in der sich in kleinen Glaskugeln große Träume und Gefühle spiegeln. Der berührende Roman der einfühlsamen Erfolgsautorin Cecelia Ahern aus Irland. Verlagsinfo: Fischer

Ich muss gestehen, dass mich Glasmurmeln noch nie interessiert haben. Wenn jedoch Cecelia Ahern über die beliebten Murmeln einen Roman schreibt, bekommen die bunten Kügelchen einen ganz besonderen Zauber. Die Geschichte hinter den Murmeln ist ganz anders, als ich dachte.

Fergus ist ein Charakter, dem ich jetzt mal zu viel Egoismus unterstelle. Als Kind wurde er von einem Pfarrer regelrecht fertig gemacht. In eine dunkle Kammer gesperrt. Ein jüngerer Pfarrer hat ihn in der Kammer besucht und Glasmurmeln geschenkt. Das sollte der Beginn einer großen Leidenschaft werden. Man erfährt viel über Glasmurmeln. Erwachsene Menschen die an Meisterschaften teilnehmen und richtig süchtig nach Murmelspielen sind. Niemals hätte ich gedacht, dass ich so eine Geschichte mit großem Interesse verfolgen würde. Dennoch konnte mich diese spannende Familiengeschichte in ihren Bann ziehen. Fergus Tochter Sabrina ist Bademeisterin in einem Wohnhaus für Senioren. Viel passiert dort nicht. Niemals hat sie einen großen Einsatz, um ein Leben zu retten. Da holt sie sich einmal einen Kaffee und schon verpasst sie einen Herzinfarkt im Wasser. Sabrina ist mit ihrem Leben nicht zufrieden. Fühlt sich einerseits unter- anderseits überfordert. Familie und Beruf füllen sie nicht richtig aus. Da entdeckt sie eine Glasmurmelsammlung von ihrem Vater. Sie besucht ihn im Pflegeheim und zeigt sie ihm. An seiner Reaktion merkt sie, dass sie da einen ganz besonderen Fund hat. Anhand einer Liste stellt sie fest, dass ganz besondere Murmeln fehlen.

Auf der Suche nach den besonderen Glasmurmeln lernt Sabrina die Lebensgeschichte ihres Vaters kennen. Erfährt warum ihre Mutter sich von Fergus getrennt hat. Abwechselnd wird die Geschichte von Fergus und Sabrina erzählt. Mal entführt sie uns in die Vergangenheit, mal in die Gegenwart. Wer nun eine Geschichte von einem süßen älteren Herrn erwartet, der im Pflegeheim nach Erinnerungen sucht, hat nur zum Teil Recht. Vielmehr lernen wir einen Charakter kennen, mit dem ich nicht immer zurecht kam. Fergus musste wahrlich viel mitmachen. Seine Familie hatte stark zu kämpfen, als der Vater starb. Die Passage mit dem Pfarrer habe ich schon erwähnt. Dennoch spinnt er ein Lügennetz, das man nicht aufgrund seiner Vergangenheit entschuldigen kann. Stellenweise war mir Fergus richtig unsympathisch. Beruflich hatte er auch so seine Probleme. Bei der Suche nach Wahrheit wächst Sabrina über sich selbst hinaus. Sie überdenkt ihr Leben. Sie lernt ihre Familie kennen. Vor allem Fergus. 

Diese Familiengeschichte konnte mich von Anfang an mitnehmen. Sie zeigt, wie wenig hilfreich Lügen für ein glückliches Leben sind. Sie zeigt, dass man in manchen Dingen sich nicht hinter einer Fassade verstecken sollte. Menschen, die einen wirklich lieben, akzeptieren auch die unmöglichsten Hobbys. Freuen sich über die Freude, die sie einem Menschen bereiten. 

Der Glasmurmelsammler ist ein richtiges Sahneschnittchen von der Ahern. Ich empfehle allen diese Geschichte, die Familiengeheimnisse lieben. 

Danke Cecelia Ahern

Prolog 1. Satz: >>Mein Gedächtnis lässt sich in drei Kategorien einteilen: Dinge, die ich vergessen möchte, Dinge, die ich nicht vergessen kann, und Dinge, von denen ich nicht mehr weiß, dass ich sie vergessen habe, bis ich durch irgendwas an sie erinnert werde.<< 

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