Meine Meinung zu “Mädchen aus dem Moor” von S. K. Tremayne

WERBUNG! COVERRECHTE: VERLAG! Klappenbroschur, Knaur TB 03.09.2018, 400 S. ISBN: 978-3-426-52248-6 Diese Ausgabe ist lieferbar € 14,99 E-BOOK (€12,99)

Grusel-Atmosphäre auf dem Dartmoor – »Es gibt sie tatsächlich noch, diese Psychothriller, die einem förmlich das Blut in den Adern gefrieren lassen.« Booksection.de Weiterlesen “Meine Meinung zu “Mädchen aus dem Moor” von S. K. Tremayne”

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Meine Meinung zu “Nicht weg und nicht da” von Anne Freytag

COVERRECHTE: HEYNE-VERLAG

Den Anfang kannst du nicht ändern, das Ende schon

Nach dem Tod ihres Bruders macht Luise einen radikalen Schnitt: Sie trennt sich von ihrem mausgrauen Ich und ihren Haaren. Übrig bleiben drei Millimeter und eine Mauer, hinter die niemand zu blicken vermag. Als Jacob und sie sich begegnen, ist er sofort fasziniert von ihr. Doch Luise hält Abstand. Bis sie an ihrem sechzehnten Geburtstag aus heiterem Himmel eine E-Mail von ihrem toten Bruder bekommt – es ist die erste von vielen. Mit diesen Nachrichten aus der Zwischenwelt und dem verschlossenen Jacob an ihrer Seite gelingt es Luise, inmitten dieser so aufwühlenden wie traurigen Zeit das Glitzern ihres Lebens zu entdecken … (Verlagsinfo)

Trauer braucht keine vielen Worte. 

Wir haben das ideale Sommerwetter. Bevor ich in’s Schwimmbad gehe, möchte ich mit diesem Buch beginnen. Das war war vor drei Tagen. Ich war nicht im Schwimmbad. Ich war auf meinem Balkonstuhl wie festgetackert. Ich habe diese Geschichte auf einen Nachmittag gelesen. Das hab ich nicht zum ersten mal mit einem Buch der Autorin erlebt. Aber nun möchte ich Euch berichten warum das so war.

Der Klappentext verrät eine traurige Geschichte. Sie ist wirklich bittersüß. Luise ist ein junges Mädchen, die ihrer Trauer Ausdruck verleiht. Sie rasiert sich die Haare vom Kopf, lässt sich ein Lippenpircing verpassen und schweigt ihren Therapeuten an. Sie kann mit dem Tod ihres Bruders Kristopher nicht umgehen. Ihre Eltern sind geschieden. Ihre Mutter macht Überstunden ohne Ende. Sie ist die meiste Zeit allein daheim. Ihre beste Freundin Ming lebt nun in Berlin. Jetzt ist sie allein in München. Luise begegnet nach einer Therapiesitzung dem Mädchenschwarm Jacob. Jacob fühlt sich sofort von dem Mädchen mit den traurigen großen Augen angezogen. 

In dieser Geschichte wird deutlich, dass man die Formulierung “Der Tod meines Bruders Kristopher” gerne mit anderen Worten umgeht. Möchtest du “Darüber” reden? Luise muss lernen, “Damit” umzugehen. Luise kann einfach nicht in Worte fassen, wie es in ihr aussieht. Die Autorin konnte jedoch das Geschehen wunderbar in Worte fassen. Ich weiß nicht, wie sie das wieder geschafft hat, dass ich mehrmals geweint habe. Noch dazu bin ich kein Mensch, der nah am Wasser gebaut hat. Ich konnte mit Luise mitfühlen. Habe eine große Sympathie für Jacob entwickelt. Konnte sogar ihre Mutter gut verstehen, von der ich Anfangs dachte: >>Du machst es dir aber einfach. Geh wenigstens ein paar Wochen mal eher von der Arbeit heim, und steh deiner Tochter bei. Sie braucht dich!<< Viel zu schnell vergisst man, dass jeder mit seiner Trauer anders umgeht. 

In einer wunderschönen Sprache begleitet man zwei junge Menschen, die sich gegenseitig Balsam für die Seele sind. Jedes Kapitel beginnt mit einem Datum und einer passenden Zeichnung. Luise und Jacob kommen sich näher. Jacob lebt mit seinem Halbbruder zusammen. Jacob ist ein begnadeter Hobbykoch. Luise meint das solle er beruflich machen. Doch auch Jacob hat ein schweres Päckchen zu tragen. Lange Zeit verschließt er sich vor Luise, wenn es um sein früheres Leben geht. Er, der für Luise das Leben wieder lebenswert macht. Der Bad Boy, der seit er Luise kennt, keine oberflächlichen Affären mehr mag. Der hübsche Junge, der so gut Luises kranke Seele zu heilen vermag.

Zwei Jugendliche, mit schwierigen familiären Hintergrund, haben mich die Zeit vergessen lassen. Ich habe mich mit der bipolaren Störung befasst. Ich wollte wissen, was einen so jungen tollen Menschen dazu bringt, aus dem Leben zu verschwinden.

Wenn ich ein besonders intensives Erlebnis beim Lesen möchte, dann bin ich mit Anne Freytags Büchern gut beraten. Bei dieser Geschichte habe ich nicht gelesen. Ich habe mitgelebt. Weinend, lachend und oftmals unheimlich traurig, bin ich durch die Seiten geflogen. Im nächsten Moment wurde mein Gaumen mit leckeren Gerichten verwöhnt. In einem Moment total verzweifelt-, im nächsten voller Hoffnung! Alles wird gut. Und das wird es wirklich! VERSPROCHEN! Auch der Humor kommt nicht zu kurz. Ich sage nur: Phlegmarion! Wer und was das ist? Ja, habe ich vergessen, Euch etwas über die Stiefmutter von Luise zu erzählen? Seid bitte so nett. Lest es selber.

Danke Anne Freytag

Nun muss ich aus unzähligen wunderschönen Zitaten drei heraussuchen.

Über die Freundin Ming:

Sie ist der eine Mensch, der weiß, wie es hinter meiner Maske aussieht – der andere, der das wusste, ist tot. Seite 19.

Wenn jemand sich das Leben nimmt, nimmt er auch ein Stück von deinem. Seite 90.

Zeit bleibt nicht stehen, nur weil wir es tun. Vielleicht heißt es deswegen: Das Leben geht weiter. Seite 196.

….. es ist nicht schwach, eine Schwäche für jemanden zu haben. Seiten 270.

…. und auf einmal waren es vier!

Wir sind aus der Realität ausgebrochen, aber sie hat uns eingeholt. Das hat sie so an sich, die blöde Kuh.

Nun ist aber endgültig Schluss!!!

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Anne Freytag (Autorin)

Anne Freytag hat International Management studiert und als Grafikdesignerin und Desktop-Publisherin gearbeitet, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Erwachsenen- und All-Age-Romanen widmete. Für ihre ersten beiden Jugendbücher wurde die Autorin zwei Mal in Folge für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert – 2017 für „Mein bester letzter Sommer“, 2018 für „Den Mund voll ungesagter Dinge“. Mit „Nicht weg und nicht da“ stellte Anne Freytag auf der Leipziger Buchmesse 2018 ihren dritten All-Age-Roman vor.

 

 

 

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Meine Meinung zu “Miss Gladys und ihr Astronaut” von David M. Barnett

COVERRECHTE: ULLSTEIN-E-BOOKS

Die Geschichte einer unglaublichen Freundschaft!

 

Die gute Miss Gladys kann sich nicht mehr alles merken, aber dieser Telefonanruf ist unvergesslich: Der Astronaut Thomas Major ist am Apparat, gerade auf dem Weg zum Mars. Er hat sich natürlich verwählt und will am liebsten gleich wieder auflegen. Aber Miss Gladys und ihre Enkel brauchen seine Hilfe. Zögerlich und leise fluchend wird der Mann im All zum Helfer in der Not. Tausende von Kilometern entfernt, führt er die drei auf seine ganz eigene Art durch schwere Zeiten, denn Familie Ormerod droht ihr Zuhause zu verlieren. Miss Gladys und ihr Astronaut brauchen einen galaktisch guten Plan … (Verlagsinfo)

Wenn man mit seinem Leben überhaupt nicht mehr zufrieden ist, kann man einen Psychologen aufsuchen oder einen Ratgeber lesen. Man könnte auch die beste Freundin in Grund und Boden quatschen. Es gibt jedoch eine bessere Lösung. Lest dieses Buch. Die Geschichte um Mayor Tom beinhaltet mehr Lebensweisheiten, als so mancher Ratgeber. Tom ist ein unglücklicher Mensch. Seit seine Ehe gescheitert ist, sieht er so gar keinen Sinn mehr, weiter zu machen. Durch einen kuriosen Zufall darf er zum Mars reisen. Eine Reise ohne Wiederkehr. Bei Toms Glück verwundert es nicht, dass er sich in seiner Raumkapsel verwählt, als er seine Ex anrufen will. Er landet bei der dementen Miss Gladys. Anfangs ist Tom genervt. Fliegt er nicht extra zum Mars um der Menschheit zu entfliehen? Möchte er nicht lieber Songs aus seiner Playlist hören und Kreuzworträtsel lösen? Doch schon bald kann sich Tom seine Reise ohne Miss Gladys und ihrer Familie nicht mehr vorstellen. Er versucht der Familie Ormerod zu helfen. Er schließt die verrückte Familie in sein Herz. Die 15 jährige Enkelin Ellie verucht die Demenz der Oma vor der Öffentlichkeit zu verbergen. Seit dem Tod der Mutter kümmert sich die Oma um sie und ihren 10 jährigen Bruder James. Der Vater sitzt im Gefängnis. James wird in der Schule gemobbt. Der Familie droht Obdachlosigkeit.

Im Lauf der Geschichte entwickelt sich zwischen Tom und James eine innige Freundschaft. Tom wird für James eine richtige Vaterfigur. Doch, kann er wirklich helfen?

Eine wunderschöne Geschichte um einen Mann, der der Erde entfliehen möchte, hat mir wunderschöne Lesestunden beschert. Liebenswerte Charaktere haben mich des öfteren zum Schmunzeln gebracht. Die eigentlich traurige Geschichte um einen Aussteiger wird mit sehr viel Humor erzählt. Ich habe mir die ganze Zeit gewünscht, dass Tom wieder zur Erde zurückkommt. Aber ist das überhaupt möglich?

Eine absolute Empfehlung von mir. Unbedingt lesen!

 

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Meine Meinung zu “Die Farbe von Milch” von Nell Leyshon

COVERRECHTE: Eisele eBooks

Mein Name ist Mary. Mein Haar hat die Farbe von Milch. Und dies ist meine Geschichte. 
Mary ist harte Arbeit gewöhnt. Sie kennt es nicht anders, denn ihr Leben auf dem Bauernhof der Eltern verläuft karg und entbehrungsreich. Doch dann ändert sich alles. Als sie fünfzehn wird, zieht Mary in den Haushalt des örtlichen Dorfpfarrers, um dessen Ehefrau zu pflegen und ihr Gesellschaft zu leisten – einer zarten, mitfühlenden Kranken. Bei ihr erfährt sie erstmals Wohlwollen und Anteilnahme. Mary eröffnet sich eine neue Welt. In ihrer einfachen, unverblümten Sprache erzählt sie, wie ihr Schicksal eine dramatische Wendung nimmt, als die Pfarrersfrau stirbt und sie plötzlich mit dem Hausherrn alleine zurückbleibt. (Verlagsinfo)

 

Eine wunderbare Geschichte, um ein einzigartiges Mädchen!

Mary ist ein Mädchen, welches von Anfang an mein Herz berührt hat. Ihre Eltern kamen zwar ziemlich gefühlskalt rüber; jedoch konnte ich in bestimmten Situationen erkennen, dass dem nicht so war. Nur der gebrechliche Großvater zeigt offen die große Liebe. die er für seine Enkelin empfindet. Mary muss die Familie verlassen, um im Pfarrhaus der Haushälterin bei den Hausarbeiten zu helfen. Die Pfarrersfrau ist schwer krank. Die aufrichtige Mary ist wie Balsam für ihre Seele. Mary nimmt kein Blatt vor den Mund und hat auch keine Scheu vor dem Pfarrer. Gerade diese Ehrlichkeit amüsiert den Pfarrer. Eigentlich ist das Leben für Mary im Pfarrhaus viel angenehmer. Ich konnte jedoch sehr gut verstehen, dass sie lieber wieder daheim wäre. Mit ihren beiden Schwestern das Bett teilen und die kuschelige Wärme genießen, fehlt ihr sehr. Trotz der großen Entbehrungen auf dem Bauernhof, plagt sie großes Heimweh. Dann stirbt die Pfarrersfrau und nichts ist mehr wie es war. Denkt Mary sie kann nun wieder zur Familie zurück, wird sie schon bald eines besseren belehrt.

Was dann passierte, habe ich im Vorfeld schon geahnt. Meine Hoffnung es könnte anders kommen, hat sich leider nicht erfüllt. Besonders interessant fand ich die Tagebucheinträge, die Mary verfasst hat. Diese Einträge haben mich nicht darauf vorbereitet, wie diese Geschichte endet. Das gehbehinderte Mädchen hat ihre Lebensgeschichte für einen bestimmten Menschen geschrieben. Ich bin nicht dieser Mensch. Ich habe trotzdem jedes einzelne Wort genossen. Der besondere Schreibstil spiegelt die damalige Zeit wider und dennoch passt er auch in unsere Zeit.

Die Autorin entführt uns in das Jahr Achtzehnhundertunddreißig. Die Geschichte wird aus der Sicht der 15 jährigen Mary erzählt. Man kann sich als Leser sehr gut in die damaligen Lebensumstände hineinversetzen. Der Schreibstil ist flüssig geschrieben und verzichtet auf sämtliche Satzzeichen. Damit hatte ich keine Probleme. Es hat irgendwie zu der Geschichte gepasst.

Die Erzählerin Mary hat mich sehr berührt. Ich fand ihre Geschichte nicht eine Sekunde langweilig. Das Ende hat mich traurig und gleichzeitig zornig zurückgelassen. Ich verspreche Euch, das wird es auch Euch!

Eine absolute Empfehlung von mir. Danke Nell Leyshon

 

 

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