Heute habe ich Brigitte Teufl – Heimhilcher zu Gast.

Heute habe ich Brigitte Teufl – Heimhilcher zu Gast.

Liebe Brigitte, schön dass du dir Zeit genommen hast. Magst du dich den Lesern mal kurz vorstellen?

Sehr gerne. Ich lebe in Wien, bin seit 40 Jahren verheiratet, habe den Großteil meines Berufslebens in der Immobilienbranche verbracht und dann mein Hobby zum Beruf gemacht. Seither schreibe ich „Heitere Gesellschaftsromane“.

Von deinen Waldstettener Geschichten habe ich „Das alte Gutshaus“ gelesen. Hat mir sehr gut gefallen. Wie bist du auf die Idee dazu gekommen?

Das alte Gutshaus“ ist Band 4 der Reihe „Waldstettener G’schichten“ und es freut mich zu hören, dass es Dir gefallen hat, obwohl du die Bände 1-3 nicht kennst.

 

Meine Rezi

 

Ursprünglich war da nur der Wunsch, einen Roman im Setting eines alten Schlosses zu schreiben. Also fuhren wir ins Waldviertel und haben uns einige Schlösser angesehen. So entstand Band 1 der Reihe, mit dem Titel „Tante Adelheids Schloss“.

Nach Beendigung dieses Romans hatte ich das Gefühl, über die „Waldstettener“ gäbe es noch eine Menge zu erzählen. So habe ich die nächsten Themen, über die ich schreiben wollte, einfach nach Waldstetten verlegt. So entstand Band 2 „Besuch aus Rom“, Band 3 „Weihnachten beginnt im September“ und eben „Das alte Gutshaus“.

Wo schreibst du am liebsten? Hast du bestimmte Rituale beim Schreiben? (Kaffee, Naschereien, Musik usw.)

Ich habe mein Leben hinter dem Schreibtisch verbracht, so halte ich es immer noch. Vormittags erledige ich Allfälliges, der Nachmittag gehört dem Schreiben. Montag bis Freitag. Es ist mir wichtig, diese Routine einzuhalten, denn so bleibt Wochenende eben Wochenende und Urlaub bleibt Urlaub. Die ständige Verschränkung von Arbeit und Freizeit ist nichts für mich.

Du schreibst ja in verschiedenen Genres. Welches bevorzugst du?

Im Grunde sind alle meine Romane „Heitere Gesellschaftsromane“, ich greife darin gesellschaftspolitische Themen auf und versuche, diese – auf amüsante Weise – einer zufriedenstellenden Lösung zuzuführen, wobei man natürlich trefflich darüber streiten kann, was genau eine zufriedenstellende Lösung ist.

Ich verbinde Österreich mit Peter Alexander. Mein Vater war ein großer Fan des Entertainers. Wir Kinder sind mit Peter groß geworden. Ich freue mich sehr darauf, wenn wir uns wieder frei bewegen können. Ich möchte mal wieder nach Wien. Welche Orte in Österreich empfiehlst du ganz besonders?

Du meinst abseits der touristischen Trampelpfade? Da würde ich Dir auf jeden Fall einen Spaziergang an der Alten Donau empfehlen – das ist auch nicht weit von mir 😉 Auch eine Fahrt ins Umland lohnt sich, wobei ich speziell die Marchfeld Schlösser erwähnen möchte.

Wie kommt eine Immobilien – Fachfrau zum Schreiben?

Die Immobilien-Frau hat schon in der Schule gerne geschrieben, und der Wunsch einen Roman zu schreiben hat mich schon lange begleitet, nur fand ich eben keine Zeit dazu. Außerdem erlebt man als Verwalter, Makler und Gutachter so einiges. Die ein oder andere Geschichte hat durchaus in meine Romane Eingang gefunden.

Hast du Autor*innen als Vorbild?

Ich las wahnsinnig gerne die Romane von Utta Danella und Georgette Heyer und kenne längst alles, was die beiden je geschrieben haben. Deren Romane sind sehr unterschiedlich, Utta Danella schrieb Zeitgeschichtliches, Georgette Heyer war die Königin des Regency-Romans.

Meine Romane sind vielleicht eine Art Melange dieser meiner Vorbilder.

Kannst du dich noch an das erste Buch erinnern, das du gelesen hast?

Welches genau das erste war weiß ich nicht mehr, aber ich las unheimlich gerne „Die Hochreiter Kinder“, davon gab es drei Teile und die Geschichten von Erich Kästner, am liebsten „Das doppelte Lottchen“.

Dazu hätte ich übrigens gerne eine Fanfiction geschrieben. Die Idee war zu fragen: Wie geht es Luise und Lotte mit Mitte Fünfzig? Leider hat mir der Verlag nie geantwortet, also habe ich meine eigenen Zwillinge erschaffen. Daraus entstand der Roman „Zwillinge in Dur und Moll“

Spielen Bücher auch in deiner Familie eine große Rolle?

Meine Eltern waren keine großen Leseratten, mein Mann liest gerne, allerdings ganz andere Genres, eher Geschichtliches, Biographien etc. Die Stiefsöhne konnte ich mit meinem Lesefieber leider nicht so richtig anstecken, aber zumindest die Schwiegertochter ist eine begeisterte Leserin.

Magst du uns von deinen neuen Projekten erzählen?

Aktuell arbeite ich an einer Fortsetzung meiner Buchhändlergeschichte „(K)ein Herz für Buchhändler“, sie wird Ende des Sommers gemeinsam mit Band 1 als Sammelband erscheinen. Die Fortsetzung spielt in der Zeit der Pandemie, der Titel steht noch nicht fest.

Welche Orte und Situationen inspirieren dich für neue Buchideen?

Es sind eher die Themen oder auch Menschen des täglichen Lebens, die mich inspirieren.

Und nun eine Frage, um die keiner bei mir herum kommt: Welches peinliche Erlebnis hattest du schon mal, über das du heute lachen kannst?

Ich lache oft und gerne, auch über mich selbst, ein spezielles Erlebnis fällt mir gerade nicht ein, aber vermutlich wäre es etwas aus dem sportlichen Bereich. Geschicklichkeit ist nicht gerade mein zweiter Vorname.

Eine gute Fee gewährt dir drei Wünsche. Was wünscht du dir?

Darauf möchte ich mit dem Gelassenheitsgebet antworten, an wen immer man es richtet:

Gib mir die Gelassenheit, Dinge zu akzeptieren, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Vielen herzlichen Dank für deinen Besuch.

Veränderung ist am Anfang schwer, chaotisch in der Mitte, aber am Ende einfach großartig! (unbekannter Verfasser)

Roswitha und Vicky sind Zwillingsschwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.
Vicky, lebensfroh und tatkräftig, ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau, und obwohl sie erst vor Kurzem ihren Mann verloren hat, sieht sie vertrauensvoll in die Zukunft.
Roswitha hat scheinbar alles, um glücklich zu sein – ein großes Haus, Familie und einen Job in der Firma ihres Mannes.
Ein Schicksalsschlag führt die beiden nach langer Zeit wieder zusammen. Vicky stellt bald fest, dass ihre Schwester mit ihrem Leben unzufrieden ist. Sie versucht herauszufinden, woran das liegen könnte und macht dabei ganz erstaunliche Entdeckungen, die das Leben aller Beteiligten drastisch verändern – auch das ihre.

Hier findet Ihr alle Bücher der Autorin: Verlag: Books on Demand. Unbezahlte Werbung. Coverrechte: Verlag

 

 

4 thoughts on “Heute habe ich Brigitte Teufl – Heimhilcher zu Gast.

    • Liebe Andrea

      Ich kann dir nur die Bücher von Brigitte empfehlen. Ich denke, sie wären genau deine Kragenweite. Ich habe bisher nur eins gelesen, weiß aber von anderen dass sie alle so schön sind.

      Liebe Grüße,
      Gisela

  1. Hallo,

    Tolles Interview.
    Sehr interessante Fragen und Antworten.
    Der Autorin wünsche ich weiterhin viel Erfolg mit ihren Büchern.

    Meggi

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