Gastrezensentin Tanja Rothert rezensiert “Die Schokoladenvilla” 1 von Maria Nikolei

Die Schokoladenvilla von Maria Nikolai ORIGINALAUSGABE Taschenbuch, Klappenbroschur, 656 Seiten, 12,5 x 18,7 cm ISBN: 978-3-328-10322-6 Erschienen am 08. Oktober 2018 Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Klappentext:

Das Schicksal zweier Frauen. Das Erbe einer Familie. Die Geschichte einer Leidenschaft.

Stuttgart, 1903: Als Tochter eines Schokoladenfabrikanten führt Judith Rothmann ein privilegiertes Leben im Degerlocher Villenviertel. Doch die perfekte Fassade täuscht. Judiths Leidenschaft gehört der Herstellung von Schokolade, jede freie Minute verbringt sie in der Fabrik und entwickelt Ideen für neue Leckereien. Unbedingt möchte sie einmal das Unternehmen leiten. Doch ihr Vater hat andere Pläne und fädelt eine vorteilhafte Heirat für sie ein – noch dazu mit einem Mann, den sie niemals lieben könnte. Da kreuzt ihr Weg den des charismatischen Victor Rheinberger, der sich in Stuttgart eine neue Existenz aufbauen will … Verlagsinfo: Penguin Unbezahlte Werbung. Coverrechte: Verlag

Tanjas Meinung

Nachdem so viele Lesefreunde diese Saga gelobt haben, wollte ich endlich mitreden können. Ich habe es nicht bereut. Der Schreibstil liest sich sehr flüssig. Es wird nicht zu umschweifend erzählt, aber trotzdem ausdrucksstark. Natürlich gibt es ein paar Begriffe, die der damaligen Zeit angepasst sind, das macht das Buch aber auch plausibler und authentischer. Die Geschichte der Familie Rothmann, allen voran der vor Ideen und Energie übersprudelnden Judith, Tochter des Schokoladenfabrikanten Rothmann hat mich total gefangen. Leider ist dies ihrem Vater ein Dorn im Auge, Frauen haben nach wie vor die Pflicht, sich um Mann, Kinder und Heim zu kümmern. Da es finanziell nicht gut steht um die Schokoladenfabrik, setzt Rothmann alles daran Judith mit dem Bankierssohn Albrecht von Braun zu vermählen, um so weitere finanzielle Mittel zu erhalten. Völlig überrascht über diese arrangierte Heirat setzt Judith alles daran sich gegen die Entscheidung des Vaters zu wehren, hat sie doch längst ihr Herz anderweitig vergeben. Doch wird es je eine Zukunft für sie und Viktor Rheinberger geben, welcher lediglich in der Schokoladenfabrik arbeitet? Begeistert hat mich hier die gemeinsame Suche von Judith und Viktor nach neuen Rezepten sowie der Entwicklung eines Schokoladenautomaten. Ich hatte das Gefühl, mit in der „Versuchsküche“ zu stehen und konnte die Zutaten schmecken. Eine unerwartete Tatsache stellt Judith sodann vor eine große Entscheidung. Muss sie ihrer Familie, ihrer Liebe und der Leidenschaft der Schokoladenherstellung den Rücken kehren? Mehr mag ich an dieser Stelle nicht verraten, lest selbst.

Tanjas Fazit

Ein sehr ausgereiftes und „rundes“ Buch mit einer wunderbaren Liebesgeschichte zur Zeit der Jahrhundertwende. Durch die gute Recherche hatte ich einen sehr guten Einblick in die Zeit um 1903 in Stuttgart und das damalige Leben. Während des Lesens war der Duft der Herstellung von Schokolade und Leckereien allgegenwärtig. Um mit Viktors Worten zu sprechen, ich freue mich schon auf das nächste „Versucherle“. Vielen Dank liebe Maria Nikolai, ich habe jede Seite des Buches genossen

Maria Nikolai liebt historische Stoffe, zarte Liebesgeschichten und Schokolade. Mit ihrem Debüt »Die Schokoladenvilla« schrieb sie sich in die Herzen ihrer Leserinnen und stand monatelang auf der Bestsellerliste. »Die Schokoladenvilla: Goldene Jahre« ist der zweite Teil der großen Bestsellertrilogie rund um die Stuttgarter Fabrikantenfamilie Rothmann.

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