Gastrezensentin Tanja Rothert rezensiert „Das Geheimnis der Themse“ von Susanne Goga

Das Geheimnis der Themse von Susanne Goga ORIGINALAUSGABE Taschenbuch, Klappenbroschur, 448 Seiten, 11,8 x 18,7 cm ISBN: 978-3-453-36071-6 Erschienen am 08. Februar 2021 Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Klappentext

London 1894. Zwei Jahre nach der Hochzeit liegt ein Schatten über dem Glück von Charlotte und Tom Ashdown. Durch ihre Kinderlosigkeit steht vieles unausgesprochen zwischen ihnen. Ein spannendes Buchprojekt über die magischen Orte Londons bringt die beiden einander unverhofft wieder näher. Doch ohne es zu ahnen, geraten Charlotte und Tom nach einem Leichenfund an der Themse in tödliche Gefahr … Verlagsinfo: Diana. Unbezahlte Werbung. Coverrechte: Verlag

Tanjas Meinung

Es ist mein erstes Buch der Autorin und keinesfalls mein letztes. Sanft und ruhig führt uns die Autorin im ersten Abschnitt des Buches in die Geschichte mit den verschiedenen Handlungssträngen ein. Einfühlsam erfahren wir, wie belastend eine ungewollte Kinderlosigkeit für eine Ehe sein kann. Es kostet ein großes Maß an Überwindung, offen darüber zu sprechen, erst recht, wenn man sich des Grundes bewusst ist. Ende des 18. Jahrhunderts war das Thema „Kinder“ extrem wichtig zur Anerkennung der Frau in der Gesellschaft. Kraft schöpfen Charlotte und Tom aus der gemeinsamen Recherche für einen magischen Atlas über London und stellen dabei fest, dass Ihre Liebe über allem steht.

Die Sichtung diverser Schauplätze und Wohnorte von Magiern, Astrologen und Alchemisten geht immer tiefer in die düsteren Machenschaften von Geheimbunden, die sich dem Okkultismus und der dunklen Magie zugewandt haben. Ein Muster zieht sich durch, alle Orte befinden sich unweit der Themse. Dann kommt der Fund einer Frauenleiche am Themseufer hinzu, deren Tod Rätsel aufgibt. Immer wieder stoßen Charlotte und Tom auf Hinweise, die auf das alte Ägypten hinweisen und die Göttin Isis. Gibt es den Bund der „Golden Dawn“ oder „Die Töchter der Isis“ wirklich? Werden aktuell noch Rituale praktiziert?

Der junge Standsucher Alfie und der alte Ned werden in den Strudel der dubiosen Machenschaften hineingezogen und geraten ebenfalls in Gefahr. Einige Personen sind nicht das, was sie vorgeben, mehr mag ich an dieser Stelle nicht verraten.

Die Spannung des Buches steigert sich von Kapitel zu Kapitel, die zahlreichen Puzzleteile setzen sich nach und nach zusammen und offenbaren die Wahrheit.

Tanjas Fazit

Mit Freude habe ich an der Leserunde dieses Buches teilgenommen. Geschickt vermochte die Autorin die verschiedenen Handlungsstränge zusammenführen. Ich werde von nun an die Themse mit ganz anderen Augen sehen und mich von ihrer magischen Ausstrahlung verzaubern lassen. Sollte ich am Ufer eine Ansammlung von Frauen und brennende Kerzen sehe, so werde ich das Weite suchen. Denn keinesfalls bin ich so mutig wie Charlotte und Tom.

Susanne Goga wurde 1967 in Mönchengladbach geboren und lebt dort bis heute. Die renommierte Literaturübersetzerin und Autorin reist gern – mit Vorliebe auch in die Vergangenheit. Das spiegelt sich in ihren überaus erfolgreichen historischen Romanen wider. Für die Kriminalreihe um Leo Wechsler taucht sie ein ins Berlin der 1920er-Jahre, für den Diana Verlag begibt sie sich immer wieder auf die geschichtsträchtigen Spuren der englischen Gesellschaft. So spielt der Spiegel-Bestseller »Der verbotene Fluss« im viktorianischen Zeitalter, und hier schließt auch Susanne Gogas neuer Roman »Das Geheimnis der Themse« an.

 

 

 

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