Fleischlos! Es geht auch Ohne! Warum wir vom Fleisch gekommen sind!

DEUTSCHE ERSTAUSGABE Aus dem Englischen von Helmut Ertl Originaltitel: A Modern Way to Cook Originalverlag: Harper Collins, London 2015 Hardcover, Halbleinen, 352 Seiten, 18,7 x 24,4 cm 4-farbig, ca. 125 Farbfotos, Pappband veredelt, Lesebändchen, Apfelpapier ISBN: 978-3-442-39312-1 Erschienen am 20. März 2017 Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar. Unbezahlte Werbung! Coverrechte: Verlag. Weiterführende Links!

Vor zwei Jahren habe ich schon einen Versuch gestartet. Dieses Buch habe ich gelesen. Meine Rezi!

Heute schreibe ich mal einen ganz persönlichen Beitrag. Seit ein paar Wochen essen mein Mann und ich kein Fleisch und keine Wurst mehr. Wie es dazu kam?

Schon mit Anfang 20 ging ich jeden Tag am Schlachthof vorbei in meine Arbeit. Das Quicken der Schweine und das Brüllen der Rinder ging mir damals schon durch Mark und Bein. Damals habe ich noch bei meinen Eltern gelebt. Schnitzel und Braten von Mami haben immer sehr gut geschmeckt. Dann habe ich eine Zeit lang kein Fleisch mehr essen wollen. Hab einen anderen Weg zur Arbeit genommen, um die verzweifelten Schreie der Tiere nicht mehr hören zu müssen. Schon bald hat sich mein Fleischappetit wieder eingestellt. Sagen doch sogar Ärzte, dass man Mangelerscheinungen bekommt, wenn man kein Fleisch isst. Der Freibrief zum unwürdigen Schlachten war somit wieder ausgestellt.

Vor ein paar Wochen haben wir uns eine Sendung angesehen, in der Schweine in einen Käfig gesperrt wurden. Dieser wurde zu einer Mischung aus co2 heruntergelassen. Das ist ein Gefühl wie ersticken! Schaut einfach selber.

Derzeit normale Schlachtung in Deutschland – Schweine ersticken qualvoll AUF YOUTUBE

Nun könnt Ihr natürlich fragen, ob ich das erst seit ein paar Wochen weiß. Dass Tiere so schlimm leiden müssen wusste ich wirklich nicht. Massenhaltungen und Panik vor dem Schlachten ist mir schon lange bekannt. Aber das ist wirklich noch um einiges schlimmer. Ich habe mich dann dazu entschlossen, nie wieder Fleisch und Wurst zu essen. Mein Mann macht nun auch mit. Ich bin eigentlich kein Mensch, der viel in den Medien unterwegs ist. Seit Corona schau und lese ich regelmäßig.

Kurz darauf gab es den Skandal der Tönnies Schlachtereien. Ich habe mir dann viele Infos im Netz geholt.  2019 wurden alleine in Deutschland 55 Millionen Schweine geschlachtet!!! Ich denke, Tönnies wird nicht der einzige sein, bei dem Tiere ein würdeloses und brutales Ende finden. Von den Keimen und Viren rede ich erst gar nicht. Die haben wir uns selber eingebrockt. Wir sind die Verbraucher. Wir lassen es zu.

Vieles hab ich gewusst. Vieles die letzten Wochen erfahren. Fazit: Ich will nie wieder Schnitzel und Co auf dem Teller haben. >>Ich kaufe mein Fleisch und meine Wurst bei einem guten Metzger<<! Das habe ich die meiste Zeit wirklich gemacht. Aber ändert das was am Leiden der Tiere? Beziehen nicht auch die meisten Metzger ihr Ware aus dem Schlachthof?

Ernährung ohne Fleisch klappt bisher ganz gut. Mangelerscheinungen erwarten wir auch künftig nicht, da wir weiterhin (bisher) Eier und Milchprodukte essen. Klar, auch da muss man aufpassen wo es herkommt.

Unser Fleischkonsum ist seit Jahren schon stark reduziert gewesen. Nun geht es ganz ohne Fleisch. Wir haben vegane Teewurst entdeckt, die total lecker schmeckt. Um nur mal ein Beispiel zu nennen. Selbstgemachte Burger vegan hatten wir auch schon. Wie haltet es Ihr mit dem Fleischkonsum? Wer von Euch ist Vegetarier/Veganer? Habt Ihr Buchempfehlungen für mich?

Auf Eure Antworten bin ich gespannt.

 

10 thoughts on “Fleischlos! Es geht auch Ohne! Warum wir vom Fleisch gekommen sind!

  1. Ich habe gestern zum ersten Mal vegane Wurst gegessen … und sie hat gar nicht sooo schlecht geschmeckt. Ich überlege tatsächlich auch schon länger, dass ich meinen Fleisch-/Wurstkonsum runterfahre. Nun hat sich in meinem privaten Umfeld etwas verändert und ich koche aktuell nur noch für mich alleine, so dass ich meinen Vorsatz ja eventuell in die Tat umsetzen könnte, denn die bisherigen „Mitesser“ waren fleischfressende Pflanzen.

    Letztens hatte ich ein Gespräch mit einer Freundin die total überrascht war, dass unseren Kühen die Kälber weggenommen werden, damit die Milch bei uns im Kühlschrank landen kann und nicht im Kalb. Und dass Kühe keine Milch geben, wenn sie nicht auch ein Kalb haben, wusste sie auch nicht. Es handelt sich aber doch um Muttermilch …. Anschließend habe ich mich gefragt wie viele Menschen das genau so denken – Kühe geben Milch, weil das eben so ist ?!

    • Die vegane Teewurst von Rügenwald ist total lecker und kennt man kaum von der echten weg. Auch der vegetarische Fleischsalat ist identisch. Ich stehe noch ziemlich am Anfang. Ich probiere fleißig aus. Sogar vegetarische Schnitzel mit Käse gefüllt hab ich schon ein paar mal gegessen. Wirklich gut. Nur die vegane Salami mag ich nicht mehr. Bääh 😅
      Ich weiß um die Herstellung unserer Milch. Die Kuh im Stall macht muh und gibt Milch. So lernt man es im Kindergarten schon. Auf Käse , Joghurt und Eier kann ich noch nicht verzichten. Die Produkte mag ich einfach zu gerne. Aber das mit den Kälbern liegt mir schon auch im Magen.

      • Ok, dann probiere ich die vegane Teewurst von Rügenwalder mal aus, denn Teewurst mag ich sehr gerne. Ist der vegetarische Fleischsalat auch von Rügenwalder? Ich glaube die haben aktuell die Nase vorne auf dem vegetarischen/veganen Sektor, oder? Vegetarische Schnitzel mit Käse gefüllt … ok, probiere ich auch aus.

        Vor kurzem gab es hier eine vegane Bolognaise, mein Mann hätte den Unterschied nicht gemerkt, wenn ich es nicht gesagt hätte. 🙂 Falls Du mal schauen willst – die Seite ist optisch jedoch etwas merkwürdig aufgebaut: https://veggie-einhorn.de/vegane-soja-bolognese/

        Joghurt esse ich wenig bis gar nicht, auf Käse und Eier mag ich auch nicht verzichten. Eier kaufe ich aber zumindest vom regionalen Anbieter in der Hoffnung, dass dort die Hühner ordentlich gehalten werden.

        • Den Fleischsalat nennt man Schinkenspicker und er ist von Rügenwald. Die Schnitzel mit Käse von Valess. Ja, Rügenwald hat da die Nase vorne. Da gibt es auch vegetarischen Schinkenspicker Budapester. Sehr lecker. Leider sind die alle kleiner als die Originale und teurer. Aber das ist es wirklich wert. Danke für den Link.

  2. Liebe Gisela,
    schon all die Jahre hat sich mein Fleischverzehr sehr in Grenzen gehalten. Da meine Tochter (ebenfalls nach einem Schlachthof-Erlebnis) mit 13 Jahren Vegetarierin geworden ist, habe ich seit damals schon immer vegetarisch gekocht. Wenn mein Mann mal gekocht hat, gab es aber dann ab und zu ein Fleischgericht. Auf Milch(produkte) verzichte ich aus gesundheitlichen Gründen schon seit ca. 3 Jahren. Heuer im Januar habe ich dann am „Veganuary“ teilgenommen und bin auch nach Ablauf des Monats weitgehend dabei geblieben. Die Gründe sind vielfältig, zum einen natürlich die ethische Sache, dass mir das Herz weh tut, wenn ich an all das Leid in den Schlachthöfen denke. Aber da sind auch die gesundheitlichen Aspekte, die für mich eine Rolle spielen, nicht zu vergessen der Umweltschutz, denn wenn man sich mal die Zahlen ansieht, was der hohe Fleischkonsum in unserer Umwelt anrichtet, da vergeht einem wirklich der Appetit. Man könnte Bücher füllen mit den Argumenten gegen Fleisch & Co. Da du auch nach Büchern fragst, ich habe auf meinem Blog in der Sidebar (unter Themen) die vegetarischen bzw. veganen (Koch)bücher jeweils mit dem Label „vegetarisch“ oder „vegan“ gekennzeichnet. Außerdem kann ich dir noch „Das Goldene vegetarisch“ von GU empfehlen. Das nutze ich seit Jahren sehr gerne, denn es ist ein richtiges Standardwerk mit vielen Tipps zur vegetarischen Küche. Ganz neu gibt es jetzt auch „Das Goldene vegan“. Das führe ich mir gerade zu Gemüte, und du wirst in absehbarer Zeit eine Rezension dazu auf meinem Blog finden.
    Liebe Grüße
    Susanne

  3. Klar geht es auch ohne Fleisch, ohne Zucker, ohne Alkohol, ohne …ohne….ohne
    Ich wäre für saisonalen direkt Vertrieb aus reiner Bio Herstellung .

    Nein ich bin kein Vegetarier, oder Veganer. Ich esse alles in maßen.
    Allerdings Fleisch am wenigsten. Hin und wieder und nicht täglich.

    LG heidi

    • Nein Heidi. Nur einmal ohne 😅
      Zucker ist nicht schädlich. Nur die vielen Fertigprodukte enthalten viel Zucker. Zuviele Kohlenhydrate wandelt der Körper auch in Zucker um. Fertigprodukte weglassen, alles andere in gesundem Maße und schon passt es. Das würde auch für Fleisch gelten. Leider ist Mensch das größte Rindvieh und kennt kein Maß und Ziel mehr. Darum Massenschlachtungen und Tierquälereien.

      Mein Glas Wein beim Essen gehen lass ich mir auch nicht verbieten.

        • Das stimmt schon. In maßen macht er aber nichts kaputt. Zucker wurde ja erst dann schädlich, als die Menschen anfingen ihn in Unmengen zu konsumieren. Vor allem weil er überall zuviel drinnensteckt. Die ganzen Fertigprodukte Ketchup, Soßen, Fertiggerichte, Limonaden usw.

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