Das meint Gastrezensentin Tanja zu “Hush – verbotene Worte” von Dylan Farrow

 

Ab 14 Jahren, 1. Auflage 2021
416 Seiten, 15.3 x 21.5 cm
ISBN 978-3-7432-0516-1
Hardcover mit Softtouchfolie, Leseband, Spotlack und Goldfolienprägung

Klappentext:

Bücher sind gefährlich.

Tinte kann tödlich sein.

Shae lebt in Montane, einem Land, in dem Sprache Macht bedeutet. Mit eiserner Hand regieren die Barden über das verarmte Volk. Denn nur sie können mit ihren Worten die Magie kontrollieren. Shae fürchtet sich umso mehr vor ihnen, weil sie ein Geheimnis hat: Alles, was sie stickt, wird lebendig. Aber dann passiert etwas, das ihr keine Wahl lässt, als Antworten bei den Barden zu suchen. Und schnell lernt Shae, wie mächtig Worte wirklich sein können …

Das aufsehenerregende Jugendbuch-Debüt von Dylan Farrow ist der Auftakt einer starken Fantasy-Dilogie, die aufzeigt, wie mithilfe von Propaganda und Lügen die öffentliche Meinung beeinflusst und die Wahrheit totgeschwiegen wird. Spannend werden die Themen Fake News und politische Meinungsmache in eine originelle Fantasygeschichte mit feministischem Charakter Unbezahlte Werbung. Coverrechte: Loewe Verlageingeflochten.

Tanjas Meinung:

„Bücher sind gefährlich. Tinte kann tödlich sein“ – neben dem tollen Cover haben mich diese beiden Sätze überzeugt, dieses Buch lesen zu wollen. Da die Lesermeinungen weit auseinander gehen, habe ich mir ein eigenes Bild gemacht und habe es nicht bereut.

Die junge Shae wohnt in dem armen und von Dürre heimgesuchtem Dorf Aster im Land Montane, welches von den Barden aus dem Hohen Haus regiert wird. Nachdem ihr Bruder an der gefürchteten Fleckenkrankheit gestorben ist, lebt sie abseits allein mit ihrer Mutter. Shae wird von allen gemieden, außer von ihren besten Freunden Fiona und Mads. Sprache bedeutet in Montane Macht, die jedoch nur die Barden kontrollieren können. So hofft das Dorf Aster jedes Jahr, bei Erscheinen der Barden, um den Zehnten einzufordern, auf eine wohlwollende Beschwörung, die den langersehnten Regen bringen soll. Doch bei dem aktuellen Besuch ist alles anders, denn die Beschwörung bringt auch den Tod in Shaes Haus. Da niemand ihr Glauben schenken möchte macht sie sich auf den beschwerlichen Weg zum Hohen Haus Doch der Weg zur Wahrheit bringt Shae an ihre Grenzen und offenbart Unerwartetes.

Mit Shae hat die Autorin eine unerschrockene und starke Protagonistin geschaffen, die keineswegs bereit ist, die Dinge als gegeben hinzunehmen. Sie reagiert weder auf Verbote, noch lässt sie sich von Lügen aufhalten. Nichts lässt sie auf sich beruhen, und nervt Ihr Gegenüber bis aufs Äußerste mit ihren Fragen. Anfangs dachte ich auch, was hinterfragt sie da alles und ist mit keiner Antwort zufrieden. Doch je tiefer ich in die Geschichte vorgedrungen bin, umso erleichterter war ich, dass Shae so hartnäckig war. Bei der ein oder anderen Situation musste ich die Luft anhalten und dachte jetzt wäre ihr Wille gebrochen. Doch Shae hat mir ihre Stärke bewiesen und mit ihren Vermutungen Recht behalten. Ich bin schon wahnsinnig gespannt auf Teil 2 dieser Dilogie.

Tanjas Fazit:

Für ein Jugendbuch finde ich dieses Werk sehr schön ausgereift, Dylan Farrow kann für mich ohne Weiteres auch die reiferen Leser ansprechen. Shae ist besonderer Charakter, der sowohl Stärke und Kampfgeist als auch Verletzlichkeit zeigt. Ihr Glauben an die Wahrheit sollte sich jeder zum Vorbild nehmen und sich auch von Rückschlägen nicht zurückschrecken lassen. Vielen Dank Dylan Farrow, dass ich Shae auf Ihrer Reise durch Montane begleiten durfte

Dylan Farrow

Autor

Dylan Farrow ist Autorin und Mutter und engagiert sich aktiv für die Opfer von sexuellen Übergriffen. Ihre Kindheit verbrachte sie in New York City und dem ländlichen Connecticut, wo sie stundenlang Geschichten schrieb und zeichnete. Nach ihrem Studium am Bard College hat sie als Produktionsassistentin für CNN gearbeitet und später als Grafikdesignerin. Doch nach ihrer Hochzeit fand sie ihre wahre Berufung im Schreiben und entdeckte ihre Liebe für das Fantasy-Genre. Sie ist die Autorin der “Hush”-Dilogie.

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