Das meint Gastrezensentin Tanja zu “Das Geheimnis des blauen Skarabäus” von Rebecca Michéle

Foto: @Tanja Rothert

Klappentext:

Ägypten 1921: Eine mutige Frau auf der Suche nach ihrem Vater
Die junge Cleopatra Vanson lebt in Cornwall bei ihrer Tante, während sich ihr verwitweter Vater als Archäologe in Ägypten der Entdeckung alter Pharaonengräber verschrieben hat. Cleo träumt davon, ihn eines Tages auf seine Expeditionen begleiten zu können. Nach einem schweren Schicksalsschlag wird Cleo von der reichen Familie Tredennick aufgenommen. Als ihr Vater dann auf mysteriöse Weise verschwindet, begibt sich Cleo, gerade noch unmündig, mit den Geschwistern Tredennick auf die Reise in das ferne Ägypten. Noch ahnt sie nicht, in welch gefährliches Abenteuer sie verwickelt werden wird und dass der Skarabäus-Armreif – ein Geschenk ihres Vaters und geliebter Talisman – ein dunkles Geheimnis in sich trägt. Unbezahlte Werbung. Coverrechte: dtv-Verlag

Tanjas Meinung:

Dieses Buch ist für mich ein echter Glückstreffer, spannend vom Anfang bis zum Ende.
Die Halbwaise Cleopatra „Cleo“ Vanson wächst bei Ihrer Tante in Cornwall auf, während ihr Vater als Archäologe in Ägypten nach Pharaonengräbern sucht. Sehnsüchtig wartet sie auf seine seltenen Besuche und hütet sein Geschenk, einen silbernen Armreif mit Skarabäus wie ihren Augapfel. Ihr größter Wunsch ist es, in die Fußstapfen des Vaters zu treten. Als Cleo nach einem Brand allein dasteht, wird sie von der Familie Tredennick in deren Herrenhaus aufgenommen. Mit der Tochter des Hauses, Miranda, hat sie trotz der Standesunterschiede ein freundschaftliches Verhältnis. Als ihr Vater verschwindet macht sie sich mit Miranda, ihrem Bruder Angwin und dessen Freund Victor auf nach Ägypten um ihn zu suchen. Es gibt ein mysteriöses Verschwinden, zwielichtige Gestalten, neue Bekannte und zahlreiche Abenteuer zu erleben. Wird Cleo ihren Vater finden?
Bei der Geschichte der Autorin Rebecca Michéle stimmt einfach alles. Der Spannungsbogen ist durchgehen hoch angesetzt, immer wieder gibt es Überraschungen und neue Wendungen, so dass man den Fortgang einfach nicht erahnen kann. Die Protagonistin Cleo hat sich im Laufe des Buches zu einer Persönlichkeit entwickelt. Trotz ihrer Herkunft ist sie geistig auf gleicher Augenhöhe mit den höher Gestellten. Gekonnt wurde hier Fiktion mit historischen Elementen verwoben. Das Thema des archäologischen Ägypten finde ich total faszinierend. Ich habe einiges an Hintergrundwissen erfahren, so auch über die berühmte Entdeckung der Grabstätte des Tutanchamun durch Howard Carter. Ich würde am liebsten sofort ins Tal der Könige reisen und in einem der Grabmale auf Spurensuche gehen.

Tanjas Fazit:

Bei diesem Buch stimmt einfach das ganze Rundum-Paket. Alles ist stimmig, die Charaktere authentisch, die Handlung spannend und die Symbiose zwischen Fiktion und Historie wunderbar aufbereitet. Ich würde mir wünschen, noch weitere Abenteuer mit Cleo erleben zu können. Von mir also eine absolute Leseempfehlung und verdiente 5 Sterne.

 

EUR 10,95 € [DE], EUR 11,30 € [A]
dtv Allgemeine Belletristik
Originalausgabe, 432 Seiten, ISBN 978-3-423-21974-7
17. November 2021

 

 

 

Rebecca Michéle

Rebecca Michéle, 1963 in Rottweil geboren, schreibt seit ihrer Jugend und hat unter verschiedenen Pseudonymen bereits über vierzig Romane veröffentlicht. Eine besondere Beziehung verbindet sie mit den britischen Inseln, wo viele ihrer Geschichten spielen. Gemeinsam mit ihrem Mann war sie dreißig Jahre lang erfolgreiche Turniertänzerin. Seit 2000 ist Rebecca Michéle freie Autorin und lebt aktuell mit ihrer Familie am Fuß der Schwäbischen Alb.

 

 

 

 

 

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