Das meint Gastrezensentin Tanja zu “Herbstfrühling” von Angelika Godau (und Luise Klein)

Foto: @Tanja Rothert

Angelika Godau (und Luise Klein) – Herbstfrühling

Amazon Selfpublishing                      290 Seiten

Klappentext:

Sarah reicht‘s! Erst wird sie von ihrem Ehemann wegen einer Jüngeren verlassen, dann macht Pubertier Lara ihr täglich das Leben zur Hölle und nun auch noch das! Hat sich doch ihre Mutter mit 77 verliebt und will nach Teneriffa ziehen. Diesem Plan sagt sie energisch den Kampf an, rechnet aber nicht mit Lara, die unterstützt Oma … mit aller Kraft. Jetzt wird’s so turbulent, dass einem die eigene Familie gar nicht mehr so schlimm vorkommt. Infos: Amazon. Unbezahlte Werbung. Coverrechte: Autorin

 

Tanjas Meinung:

 

Der Familienroman über drei Frauen verschiedener Generationen liest sich leicht und flüssig. Jede von Ihnen hat so ihre Probleme und teilweise unter dem Einfluss von Corona zu leiden.

 

Oma Inge sitzt einsam im Altenheim, Besuche gibt es Dank Corona nicht, ihre Familie meldet sich telefonisch reihum ein Mal pro Woche. So richtig Sinn hat ihr Leben nicht mehr. Ihre Tochter Sarah scheint mit Job und den beiden Kindern überfordert. Homeoffice und Homeschooling sind auf Dauer anstrengend, da gibt es einige von uns, die das selbst erlebt haben. Zum allem Unglück hat ihr Mann sie noch für eine Jüngere verlassen. So versucht sie jeder Konfrontation aus dem Weg zu gehen, doch gerade mit ihrer 14-jährigen Tochter Lara eckt sie ständig an. Was soll ich sagen, Lara ist schon wirklich extrem. Rotzfrech und respektlos und eine Ausdrucksweise hat sie. Klar haben die Jugendlichen so ihre eigene Sprache, aber der Charakter Lara scheint mir schon sehr überzogen. Vielleicht ist dies aber auch gewollt von der Autorin. An dieser Stelle sollte erwähnt sein, dass die Co-Autorin Luise Klein, selbst 14, hier großen Einfluss hatte.

 

Inge habe ich regelrecht ins Herz geschlossen. Gerade ältere Menschen hatten/haben sehr unter den Einschränkungen von Corona zu leiden. Nicht jeder ist technisch versiert im Umgang mit dem Internet oder einem Smartphone und deshalb besonders betroffen und einsam. Als Inge den ehrenamtlichen Unterhalter Jonathan Brinkmann kennenlernt blüht sie so richtig auf. Was soll es, dass er 10 Jahre jünger ist? Die beiden sind einfach herrlich. Und man ist nie zu alt für die Liebe.

 

Gegen Ende habe ich mich ein klein wenig mit Lara versöhnt, da sie sich auf Oma Inges Seite schlägt. Für Sarah und ihre Art konnte ich jedoch wenig Verständnis aufbringen.

 

Tanjas Fazit:

 

Das Buch ist als humorvoller Unterhaltungsroman gedacht, konnte mich aber nicht komplett überzeugen. Inge als Charakter ist liebenswert und rundum gelungen, ihren Part zu lesen hat mir viel Spaß bereitet. Sarah und Lara konnten mir nicht wirklich Sympathiepunkte abringen. Ein klein wenig mehr Harmonie hätte mir persönlich gut gefallen, doch das sieht ja jeder Leser anders. Zum Glück hat sich Inge ohne Einfluss entschieden, wie ihr Lebensabend aussehen wird. Vielen Dank Angelika Godau für die Zusendung des Freiexemplares.

 

2 thoughts on “Das meint Gastrezensentin Tanja zu “Herbstfrühling” von Angelika Godau (und Luise Klein)

  1. Ich muss auch hier betonen, dass es sich bei „Herbstfrühling“ um den 1. Band einer Trilogie handelt. Möglicherweise hat es daher seinen Grund, dass Sarah ist, wie sie ist🙈
    Der 2. Band „Herbstgewitter“ gibt Antworten👍

    • Liebe Angelika Godau,
      ich Danke Dir für den Hinweis. Ich vermute, dass der Grund sodann plausibel ist und Sarah zu Recht nicht anders kann.

      Liebe Grüße
      Tanja

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