Meine Meinung zu “Solange deine Schatten flüstern” von Britta Orlowski

 

Ben, dorfbekannter Bad Boy, verliert sich immer mehr in Alkohol und Gewalt. Als der Richter ihm Sozialstunden auf einem Schäfereihof aufbrummt, spielt Ben mit dem Gedanken, einfach abzuhauen. Doch dann trifft er auf die 17-jährige Lavinia. Ben wird aus dem seltsamen Mädchen nicht schlau. Sie liebt es, sich im Stall und auf der Weide zu verkriechen, versteckt ihr Gesicht hinter einer riesigen Brille und beschäftigt sich ausgerechnet mit Handarbeiten. Ihr Hobby weckt ungewollte Erinnerungen in Ben: an das Patchwork und Quilten seiner Mutter – und an eine längst vergangene Zeit, in der er die
Sommerwärme noch spüren konnte.

“In Filmen hatte Ben schon unzählige Male gesehen, wie jemand stirbt. Aber in Wirklichkeit war es ganz anders, jemandem beim Sterben zusehen zu müssen.” Verlagsinfo: El-Gato » Weiterlesen

Meine Meinung zu “Cecilia – Wenn die Wahrheit Schatten wirft” von Anna Nigra

Manchmal ist es besser, sein Leben zu riskieren, als sich seinem Schicksal zu ergeben.

Betrogen und verraten! So fühlt Cecilia sich, als sie in Amerika ankommt. Ohne ihre Familie, ohne Noran und Elias. Ihr eigener Onkel hat sie in das amerikanische Königshaus verschleppen lassen. Doch dann erfährt sie, was es mit ihrer Entführung wirklich auf sich hat. Und was die wahren Gründe für ihre Verlobung mit dem Kronprinzen von Europa waren. Wussten die Brüder von der Intrige? War ihre Liebe nur eine große Lüge?
Cecilias Herz ist gebrochen, doch das hält sie nicht davon ab, für ihre Familie zu kämpfen. Wenn es sein muss, an vorderster Front … Info zum Buch: Amazon

Eine zarte Prinzessin wird zur Kämpferin!

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Meine Meinung zu “Cecilia – Wenn die Sterne Schleier tragen” von Anna Nigra

 

Manchmal ist es leichter, ein Land zu regieren, als das eigene Herz zu verstehen.

Einen Fremden heiraten? Cecilia kann nicht glauben, was ihr Vater da von ihr verlangt! Sie ist erst 18, und ihr zukünftiger Ehemann der Kronprinz von Europa!
Doch der König will unbedingt Cecilia als Frau seines Sohnes. Ein Nein würde er nicht dulden.
Nur widerwillig reist Cecilia mit ihrer Familie in den Königspalast, um ihren Zukünftigen kennenzulernen. Zu ihrer großen Erleichterung ist der 21-jährige Prinz Noran aber nicht nur gutaussehend, sondern auch charmant und liebevoll. Doch auch sein temperamentvoller Bruder Elias reizt Cecilia mit seiner provokanten Art. Und als wären zwei attraktive Männer, eine eifersüchtige Schwester und ein ungeduldiger König nicht schon genug, scheint im Palast eine unglaubliche Intrige gesponnen zu werden ….Infos zum Buch: Amazon.

Ich war mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob mir diese Geschichte gefallen könnte. Sie konnte! Und wie! » Weiterlesen

Meine Meinung zu “Unsere Jahre in Miller’s Valley” von Anna Quindlen

 

 

Warum man manchmal den Ort, den man liebt, verlassen muss, um sich selbst zu finden

Seit Generationen leben die Millers in Miller’s Valley. Doch jetzt soll der Fluss, an dem das Örtchen liegt, zu einem Wasserreservoir gestaut, das ganze Tal geflutet werden. Während der Tag näher kommt, an dem ihre Heimat für immer verschwinden wird, erinnert Mimi sich an ihre Kindheit und Jugend in Miller’s Valley und wie sie den Mut fand, ihren eigenen Weg zu gehen.

Eine kraftvolle, emotionale Geschichte über eine Familie und eine Dorfgemeinschaft, die sich unabwendbaren Veränderungen stellen muss; über sonnendurchflutete Kindheitstage, Wachstumsschmerzen und die Kunst, sich selbst und eine neue Heimat zu finden. Unsere Jahre in Miller’s Valley erinnert uns daran, dass der Ort, an dem wir aufgewachsen sind, und die Menschen darin zwar verschwinden mögen, aber in unserem Herzen auf immer weiterleben. Verlgasinfo: DVA 

»Warmherzig, klug und mitreißend erzählt. Ein Buch, das man nicht aus der Hand legen möchte.«

HÖRZU (25. August 2017)

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Meine Meinung zu “Das Versprechen des Bienenhüters” von Christy Lefteri

Sie haben alles verloren und glauben dennoch an einen Neuanfang: Diese Geschichte wird Sie berühren, erschüttern und doch hoffnungsvoll zurücklassen.

Nuri ist Bienenhüter, mit seiner Familie führt er ein einfaches, aber erfülltes Leben im syrischen Aleppo. Bis das Undenkbare passiert und der Krieg ihr Zuhause erreicht. Nuris kleiner Sohn Sami wird bei einem Bombenanschlag getötet, seine Frau Afra erblindet. Sie müssen fliehen, um zumindest ihr eigenes Leben zu retten. Die Trauer um Sami und Erinnerungen an das einst glückliche Leben begleiten sie auf dem langen, gefährlichen Weg durch eine Welt, die nicht auf sie gewartet hat und selbst die Mutigsten in die Knie zwingt. Doch in England wartet Nuris Cousin Mustafa mit einem Bienenstock, der neuen Honig und neues Leben verspricht. Aber die größte Herausforderung liegt noch vor Nuri und Afra: wieder zueinander zu finden und gemeinsam die Hoffnung an ein neues Leben zu bewahren.

Erzählt mit viel Feingefühl, Emotion und besonderen erzählerischen Elementen, wie die Verknüpfung der Zeitebenen: Die Kapitelüberschrift ist das letzte Wort des vorherigen und das erste Wort des folgenden Kapitels, so sind die Erzählung aus der Gegenwart und der Vergangenheit miteinander verbunden.

»Es ist unmöglich, von diesem Appell an die Menschlichkeit nicht bewegt und vielleicht sogar inspiriert zu sein.« Verlagsinfo: Limes

Man liest viel über Menschen aus Syrien, die in ein anderes Land flüchten müssen. Wir sind genervt. Wir weigern uns oftmals hinter die Kulissen zu schauen. “Das Versprechen des Bienenhüters” ist eine Geschichte, die mich sehr zum Nachdenken angeregt hat. Man darf nicht alle über einen Kamm scheren. Das ist manchmal schwer, angesichts der vielen Attentate. 

Nuri ist glücklich in seiner Heimat. In Aleppo führt er ein beschauliches, einfaches Leben. Seine Frau Afra geht in der Mutterrolle auf. Der kleine Sami hängt stets an ihrem Rockzipfel. Nuri und Sami vergöttern ihren kleinen Racker abgöttisch. Nuri liebt seine Arbeit als Imker über alles. Sein Cousin Mustafa stellt aus Honig wunderbar duftende Seifen und Cremes her. Mustafa kocht gerne für seine Gäste. Eigentlich kocht er nicht, er zelebriert Gerichte. Langsam und mit Bedacht stellt er die Speisen her, was seine Frau manchmal zu Weißglut bringt. 

Die Beschreibungen der Familie haben in mir den Wunsch geweckt, an den gemeinsamen Essen teilzunehmen. Einfache Gerichte liebevoll zubereitet, die in einer harmonischen Gemeinschaft verzehrt werden. Dann herrscht Krieg. Diese unsinnigen Gewattätigkeiten haben dem kleinen Sami das Leben gekostet. Nicht nur Afras Augenlicht ist verloren gegangen. Nein! Vor allem ihr Lebenswille schwindet immer mehr. Sie sitzt in ihrem Haus und wartet darauf endlich von einer Bombe getroffen zu werden. Nuri zeigt viel Geduld. Er weiß, egal was passiert ist, in einem anderen Land wartet ein neues Leben auf sie.

Nuri und Afra haben mich sehr berührt. Ihre Flucht ist gefährlich. Die Beschreibungen in Griechenland fand ich am spannensten. Dem Leser wird gezeigt, dass selbst ehrliche Menschen sich in schmutzige Geschäfte einlassen um zu überleben. Nuri hat viel mehr unter diesem sinnlosen Krieg zu leiden, als man denkt. Afra hat ihr Augenlicht verloren. Dennoch wird gerade sie uns aufklären, was mit Nuri los ist.

 

Diese bittersüße Geschichte hat sich so bestimmt schon oft in der Realität zugetragen. Nuri und Afra haben eine beschwerliche Reise auf sich genommen. Viele Menschen kreuzen ihren Weg. Viele traumatisierte Menschen helfen sich gegenseitig. Einige stellen eine große Gefahr dar.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Nuri erzählt. Der Schreibstil ist stellenweise poetisch. Die Szenen von Nuris Heimat würden eigentlich dazu einladen, dieses wunderbare Land zu besuchen. Vielleicht ist das irgendwann mal möglich. Träumen darf man. Träume haben sämtliche Syrern die Kraft gegeben weiter zu machen.

Eine absolute Empfehlung von mir. Danke Christy Lefteri.

 

Christy Lefteri

Christy Lefteri wuchs als Tochter zypriotischer Geflüchteter in London auf. Sie unterrichtet Kreatives Schreiben an der Brunel University. 2016 und 2017 verbrachte sie die Sommermonate als Freiwillige in einem von der Unicef unterstützten Geflüchtetenlager in Athen. Die Geschichten, die die Menschen ihr dort erzählten, inspirierten sie dazu, »Das Versprechen des Bienenhüters« zu schreiben. Verlagsinfo: Limes

Das meint Tanja von Nicht ohne Buch zu der Geschichte.

Das meint Monerl von Monerls bunte Welt zum Buch.