Meine Meinung zu „Zwischen uns die Flut“ von Eva Moraal. Besprechung vom 5. Februar 2016!

Werbung! Coverrechte: Verlag! Altersempfehlung: ab 16 Jahren ISBN: 978-3-86418-026-2 Erscheinungstermin: 01.05.2015 Seiten: 450 Verlag: Oetinger Taschenbuch Verlag

Zwei Familien, zwei Schicksale. Dazwischen eine Liebe, die nicht sein darf. Als Nina und Max sich ineinander verlieben, steht ein großes Geheimnis zwischen ihnen. Es wird ihre Wege auseinanderreißen und wieder zueinanderführen. Doch die Wahrheit kann zerstörerisch sein. Sie sät Zorn, wo Schuld gesucht wird. Und nur allzu schnell werden aus Opfern Täter. Eine atemlose Jagd nimmt mit einer Entführung ihren Lauf, und schon bald ist klar: Nichts ist, wie es scheint. Verlagsinfo: Oetinger

 

Eines gleich mal vorweg: Ich habe mich in dieses Cover verliebt. Schon beim Blick auf dieses Buch fühle ich mich mich wie unter Wasser. Und der wunderbare blaue Buchschnitt ist eine richtige Augenweide.
Nass und trocken spielt in dieser Dystopie eine große Rolle.
Eine überflutete Erde ist die Thematik in dieser Geschichte. Es gibt Menschen die in den ungemütlichen, nassen Gegenden leben. Man nennt sie die „Nassen!“ Es gibt Menschen die in besseren, trockenen Gegenden wohnen. Man nennt sie die“Trockenen!“

Nina ist die Tochter des Gouverneurs. Ihre Schwester ist bei einer Überflutung ums Leben gekommen.
Max ist ein Nasser. Sein Pa ist bei einer Überflutung ums Leben gekommen. Sein großer Bruder Liam ist ein Rebell.
Ninas Wege kreuzen sich mit denen von Max. Nass und trocken. Unter einem anderen Familiennamen besucht Nina die gleiche Schule wie Max.
Eine zarte Liebe bahnt sich an. Eine Liebe die niemals sein darf.

Max mochte ich gerne. Sein schweres Leben konnte nichts an seinem Gerechtigkeitssinn ändern. Obwohl er im Grunde ein friedlicher Mensch ist, wurde er immer in Situationen gebracht, die ihn in ein schlechtes Licht rückten. Man hat oft aus ihm ein Monster gemacht, dass er im Grunde niemals war.
Eine Erde die von Überflutungen heimgesucht wird ist nicht abwegig. Es ist eine Umweltkatastrophe vor der sich die Menschheit tatsächlich fürchtet. Dass so eine Katastrophe die Menschen spaltet kann man sich auch gut vorstellen.
Nina hält zu Max und entdeckt viele Ungereimtheiten um den Tod ihrer Schwester. Sie weiß nicht, ob sie ihrem Vater noch trauen kann. Sie möchte Max die Wahrheit sagen, wer sie wirklich ist. Doch, wird Max sie dann noch lieben, da ihr Vater Schuld an dem Tod von Max Vater haben soll? Nina kommt leider nicht mehr dazu mit Max zu sprechen. Furchtbare Dinge passieren.

Die Autorin erzählt flüssig und ohne große Gefühlsduselei. Manchmal hätte ich mir etwas mehr Power gewünscht. Die Geschichte plätschert so dahin und nimmt ziemlich am Ende erst an Fahrt zu.
Die Idee finde ich gut. Die Umsetzung hätte etwas mehr Emotionen und Action vertragen. Die Charaktere kommen glaubhaft rüber.
Max hatte mir einmal ein paar Tränen entlockt: >>Er weint. So stumm, aber er weint.<< Max war für mich der Held in diesem Buch. Für seine große Liebe Nina hatte er sogar sein Leben riskiert. Nina vergisst ihre feine Herkunft und riskiert ihr Leben für Max. Beide habe ich in mein Herz geschlossen.
Trotz Schwächen eine lesenswerte Dystopie. Ob mir das Ende gefallen hat? Fast, es hätte mir fast gefallen. Leider musste sich Jemand verabschieden, für den ich gerade anfing Sympathie zu entwickeln. Mein Lieblingszitat aus diesem Buch. >>Trockenen Humor hast du jedenfalls nicht.<<

Danke Eva Moraal

Eva Moraal, 1982 in Schiedam geboren, hat Geschichte studiert und an der Universität von Amsterdam in Zusammenarbeit mit dem NIOD (Institute for War, Holocaust and Genocide Studies) promoviert. „Zwischen und die Flut“ ist ihr Debütroman.  Verlagsinfo: Oetinger

2 Gedanken zu „Meine Meinung zu „Zwischen uns die Flut“ von Eva Moraal. Besprechung vom 5. Februar 2016!

  1. Hallo Gisela,
    das Buch steht schon viel zu lange ungelesen in meinem Regal. Optisch finde ich es wirklich auch toll.
    Allerdings hatte ich damals gelesen, dass es gar kein Einzelband bleiben soll, allerdings kam danach auch nichts weiter, oder?
    Lieben Gruß
    Anja

    1. Hallo Anja

      Ich weiß nichts von einem Folgeband. Ich hätte ihn auch wahrscheinlich nicht gelesen. „Zwischen uns die Flut“ war nicht schlecht, jedoch hatte ich keine Lust auf einen zweiten Teil. Aus der Geschichte hätte man mehr machen können.

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
      Gisela

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