Meine Meinung zu „Alte Engel“ von Mareike Schneider

Werbung! Coverrechte: Verlag! Preis: € 12,00 Seitenzahl: 528 rororo ISBN: 978-3-499-27448-0 21.05.2019 Erhältlich als: Taschenbuch, Hardcover, e-Book

Mareike Schneider

Alte Engel

Franka Raben, Kunststudentin mit Katze, kommt in die Heimatstadt ihrer Mutter, um ihrem Vater bei der Pflege der Großmutter unter die Arme zu greifen – und auch, weil es sonst gerade keinen Platz für sie gibt. 
Oma Maria, die früher zur Begrüßung stets mit ausgebreiteten Armen am Hoftor gewartet hat, behauptet nun, blind zu sein, verlässt das Haus nur noch unter Geschrei und nölt das Ende eines jeden Tages herbei. 
In Mareike Schneiders Debüt sehen alle dem Sterben der Patriarchin entgegen, als sei es die Lösung uneingestandener Konflikte. Mit erzählerischer Wucht und Originalität bringt sie uns die Geschichte einer Familie nahe, die ihre Mitte lange vor dem Tod der Großmutter verloren hat.

Themen:   SachsenThüringenBayernTschechien20. Jahrhundert (1900 bis 1999 n. Chr.)Moderne und zeitgenössische BelletristikBiografischer RomanFamilienlebenGenerationenromane, c;Belletristik: Themen, Stoffe, Motive: Regionalroman Verlagsinfo: Rowohlt

Ich muss gestehen, dass ich bei diesem Buch dreimal zu lesen angefangen habe. Dreimal habe ich es wieder zur Seite gelegt. Den voigtländischen Dialekt empfand ich etwas zuviel in dem Buch. Man kann doch nicht davon ausgehen, dass jeder Leser damit zurecht kommt. Die Thematik finde ich unheimlich gut. Mitten aus dem Leben. Eine Oma kann nicht mehr alleine leben. Der Sohn und seine Tochter Franka kümmern sich um die alte Dame. Franka dient die Pflege der Oma gleichzeitig zur eigenen Wiederfindung. Der Vater kam etwas durchgeknallt rüber. Man bekommt einen Einblick in die Familiengeschichten. Nicht alles ist zum Lachen. Oftmals jedoch zum Schmunzeln. Der Schreibstil wäre wirklich flüssig, wenn dieser Dialekt nicht so häufig auftauchen würde. Ein bisschen wäre ok gewesen. 

Eine alte Dame wird von den Angehörigen gepflegt. Familiengeschichten finden Gehör. Ob bei der Pflege oder anderen Problemen: In dieser Geschichte wird alles ungefiltert erzählt. Wenn ein Mensch den letzten Weg geht, hat ein Weichzeichner da eh nichts verloren. Sterben gehört zum Leben. Dass die Oma auch noch Angehörige hat, die sich um sie kümmern, ist wie ein Sechser im Lotto. 

Trotz voigtländischen Dialekt konnte die Geschichte mich dann doch noch für sich einnehmen. Zeigt sie doch das wahre Leben mal mit einem lächelnden- mal weinendem Auge.

Danke Mareike Schneider

Mareike Schneider

Mareike Schneider, geboren 1981, lebt in Leipzig. Sie studierte Kreatives Schreiben und Kulturwissenschaften in Hildesheim. 2014 wurde sie beim Open Mike mit einem Preis ausgezeichnet.

 Verlagsinfo: Rowohlt

 

 

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