Meine Meinung zu „Die Verlobten des Winters – Die Spiegelreisende“ von Christelle Dabos

Unbezahlte Werbung! Coverrechte: Verlag! D: 18,00 € A: 18,50 € CH: 25,90 sFr NEU Erschienen: 11.03.2019 Gebunden, 535 Seiten ISBN: 978-3-458-17792-0 Auch als eBook erhältlich Beitragsbild: Gisela Simak von Giselas Lesehimmel

Der Auftakt zu einer großen Serie

 

Am liebsten versteckt sie sich hinter ihrer dicken Brille und einem Schal, der ihr bis zu den Füßen reicht. Dabei ist Ophelia eine ganz besondere junge Frau: Sie kann Gegenstände lesen und durch Spiegel reisen. Auf der Arche Anima lebt sie inmitten ihrer riesigen Familie und kümmert sich hingebungsvoll um das Erbe der Ahnen. Bis ihr eines Tages Unheilvolles verkündet wird: Ophelia soll auf die eisige Arche des Pols ziehen und einen Adligen namens Thorn heiraten. Was hat es mit der Verlobung auf sich? Wer ist der Mann, dem sie von nun an folgen soll? Und warum wurde ausgerechnet sie, das zurückhaltende Mädchen mit der leisen Stimme, auserkoren? Ophelia ahnt nicht, welche tödlichen Intrigen sie auf ihrer Reise erwarten, und macht sich auf den Weg in ihr neues, blitzgefährliches Zuhause.

Eine unvergessliche Heldin, eine atemberaubende Welt von Archen und Familienklans, eine Geschichte, wie sie noch nicht erzählt wurde – Christelle Dabos hat mit ihrer Serie um die Spiegelreisende ein sagenhaftes Universum geschaffen, in dem man ewig verweilen möchte. Verlagsinfo: Insel

Adelige mal ganz anders.

Viele Menschen lechzen nach Informationen und Bildern von Adeligen. Prachtvolle Kleider werden bewundert oder stark kritisiert. Die Zeitungen sind voll von Prinzen und Prinzessinnen. Ein Schloss mit reichen und überwiegend schönen Menschen. Hochzeiten, die von Millionen vor der Mattscheibe verfolgt werden.  In diesem Buch werden Adelige einmal so ganz anders vorgestellt. Schöne Räume sind oftmals Illusion. Adelige nicht unbedingt schön und prachtvoll gekleidet. 

Ophelia

Sie kann durch Spiegel reisen. Sie hat einen Wollschal um den Hals, mit dem sie eine innige Freundschaft führt. Sie trägt Handschuhe, weil sie sonst bei allem, mit dem sie in Berührung kommt, sämtliche Begebenheiten lesen kann. Ophelia liest mit den Händen. Trägt eine wuchtige Brille, die sich je nach Laune farblich verändert. Fühlt sich auf der Arche Anima wohl und liebt ihre Familie. Doch ihre Familie geht ein Abkommen mit dem Adeligen Thorn ein. Ophelia soll ihn heiraten. Mit ihm auf der frostigen Arche Pol leben!

Thorn

Thorns ständiger Begleiter ist Übellaunigkeit. Der rießige, magere und unscheinbare Mann pflegt nicht gerade eine freundlichen Umgang zu seiner Verlobten Ophelia. Einzig zu seiner Tante Berenilde hat er ein inniges Verhältnis. Thorn trägt eine große Verantwortung.

Dieses Märchen findet in einer Welt statt, in der die Erde in 21 Archen unterteilt ist. Die Idee finde ich genial. Die Arche des Pols ist sehr gut beschrieben. Die Aufzüge führen zu den verschiedenen Räumlichkeiten. Viel Prunk ist nur Illusion. 

Ophelia und Thorn sind Verlobte, die sich nicht lieben. Sagen sie. Bin ich zu romantisch? Irre ich mich? Ich hatte sehr wohl das Gefühl, dass da ein zartes Pflänzchen zu sprießen beginnt. Vielleicht sollten beide mal an ihrem Outfit arbeiten. Ophelia knabbert zusätzlich an ihren schmutzig- und zerfledderten Handschuhen. Legt keinen Wert auf schöne Kleidung. Ist ein Tollpatsch, der oftmals kein Geschirr unbeschadet auf einen Tisch bringt. Dazu Thorn der Miesepeterich. Ich sag Euch … ein Traumpaar! 

Die Geschichte fand ich insgesamt spannend. Die Protagonisten konnte ich mir gut vorstellen. Die Schwiegerfamile von Ophelia hat absoluten Erkennungswert. In dieser Geschichte lernt man viele merkwürdige Menschen kennen. Ophelia und ihre Tante fühlen sich nicht wohl. Ach, ich hab Euch ja noch gar nichts von Ophelias Tante erzählt.

Tante Roseline

Sie wurde Ophelia als Begleitung mitgegeben. Zuerst war Ophelia davon nicht begeistert. Doch schon bald merkt Ophelia, dass die resolute Lady mit den großen Zähnen, ihr Herz am rechten Fleckt hat. Ihre Nichte verteidigt und ihr Rückendeckung bietet. Roseline ist meine Lieblingsprotagonistin. 

Noch ein paar Worte über Berenilde!

Eine herschsüchtige Zimtzicke, die zwar mit Schönheit gesegnet ist, der ich jedoch nie so richtig über den Weg traue. Ständig auf ihr eigenes Wohl bedacht, nervt sie Ophelia und Tante Roseline. 

Warum meldet sich Ophelias Familie nicht? Keiner von ihren Briefen wird beantwortet. Ihr Verlobter nervt sie. Sie lebt nun in einem Mondscheinpalast. Klingt romantisch ….. Gwenael ist eine Frau, die ich toll finde. Warum? Das verrate ich nun nicht mehr …..

Nichts ist so wie es scheint. Lügen und Intrigen machen der jungen Verlobten Ophelia das Leben auf der Arche zum Pol schwer. Dort ist nicht nur das Klima frostig. Eine Erde in der Zukunft, die in 21 Archen zersplittert ist. Adelige, so wie wir sie normal nicht kennen. Zumindest werden sie uns nicht so gezeigt. Eine spannende Geschichte, die dennoch noch viel Luft nach oben hat. Viele Fragen bleiben offen. Ich hoffe der Folgeband kann sie beantworten. 

 

2 Gedanken zu „Meine Meinung zu „Die Verlobten des Winters – Die Spiegelreisende“ von Christelle Dabos

  1. Guten Morgen liebe Gisela,

    dieses Buch wollte ich uuuunbedingt lesen. Ich hatte es in der Onleihe vorgemerkt und dann doch einen Rückzieher gemacht. Irgendwas in mir hat gerufen, dass es mir nicht gefallen wird. Deine Beschreibung der Charaktere macht mir eigentlich LUST auf das Buch aber das Fazit bestätigt wieder, dass ich lieber erstmal die Finger davon lasse. Ich lese eh nicht gerne Reihen und wenn dann nur wenn sie vollständig erschienen sind. Ich warte den Finalen Band ab und ob sich eure Fragen klären und dann schaue ich vielleicht mal rein.

    Liebe Grüße Tanja

  2. Hallo Tanja

    Mir ging es wie dir. Ich wusste lange nicht, ob ich das Buch lesen möchte. Ich habe es nicht bereut. Die Idee ist schon klasse. Ich bin gespannt, was der 2.Teil so bringt. Ein paar Antworten mehr hätte ich schon auch im 1. Teil gehabt. Ich gebe dir Recht. Am besten man hat alle drei Teile parat. Das ewige Warten mag ich nicht.

    Danke für deinen Besuch und liebe Grüße,
    Gisela

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