Meine Meinung zu “Marthas Mission” von Kerry Drewery

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BASTEI ENTERTAINMENT

eBOOK-ePUB
JUNGE ERWACHSENE
496 SEITEN
ALTERSEMPFEHLUNG: AB 14 JAHREN
ISBN: 978-3-7325-5700-4
ERSTERSCHEINUNG: 23.02.2018
 
 
 
 
Sie fragten mich, ob ich den Verstand verloren hätte. Wieso hast du die Schuld auf dich genommen?’ Ich antwortete nicht. Ich hielt meinen Mund und versuchte nicht hinzuhören, während sie mir die Haare abrasierten, mir befahlen, mich auszuziehen, und zusahen, wie ich den weißen Gefängnisoverall überstreifte. Und jetzt sitze ich hier in Zelle 1.
Martha konnte im letzten Moment aus Zelle 7 entkommen. Aber sie ist noch lange nicht in Sicherheit, denn die korrupte Regierung verfolgt jeden ihrer Schritte und lässt sie nicht aus den Augen. Ausgerechnet ihr Freund Isaac hat ihren Platz im Todestrakt eingenommen. In diesem perfiden Spiel auf Leben und Tod muss nun er dieselben Qualen wie Martha durchleiden. Die Chancen, Isaac zu befreien, verringern sich jedoch mit jedem Tag. Die Regierung ist ihnen dicht auf den Fersen. Immerhin stehen Martha die Anwältin Eve, ihr Sohn Max und Richter Cicero zur Seite. Gemeinsam schmieden sie einen Plan, um Isaacs Leben zu retten, und legen sich dabei mit der Regierung der Vereinigten Staaten an. (Inhaltsangabe und Cover vom Verlag)


DAS IST Martha Elizabeth Honeydew!

Der zweite Teil geht nahtlos weiter. Ebenso meine Begeisterung. 
Martha hat es im ersten Teil geschafft, der Todeszelle zu entkommen. Denkt man nun Martha ist ein freier Mensch, so wird man bald eines Besseren belehrt. Was hilft es Martha, wenn Isaac den Mord an seinem Vater gesteht, wenn danach aus ihr eine Gejagte wird? 
Auch dieses Mal war ich mehr wie einmal fassungslos, ob der Sensationslust der Menschen, die sich ihrer Grausamkeit längst nicht mehr bewusst sind. Eigenes Denken ist ihnen abhanden gekommen. Der Wahrheit auf den Grund gehen ist ihnen zu unbequem. 
Doch, es gibt auch Menschen, die sich für wahre Gerechtigkeit einsetzten.
Martha musste viele Verluste hinnehmen. Auch in diesem Band bleibt ihr nichts erspart. Die Zeit läuft ihr davon. Sie muss ihre große Liebe Isaac aus dem Todestrakt retten. Aber wie? Da bekommt sie von einem Menschen Hilfe angeboten, dem sie eigentlich nicht über den Weg traut. Die Regierung ist ihr auf den Fersen. Sie kann sich nirgends sehen lassen. Martha ist müde. Martha hat Hunger. Martha will Geborgenheit. Martha will zu Isaac. Martha ist doch noch ein junges Mädchen!!! Aber die Regierung will etwas Anderes für sie!
 

DAS IST ISAAC PAIGE!

Isaac ist zwar überglücklich Martha mit seinem Geständnis gerettet zu haben, spürt aber nun am eigenen Leib, was Martha in den Zellen mitmachen musste. Er weiß nicht was aus ihr geworden ist. Ihm gehen viele Gedanken durch den Kopf. Was wird aus ihm nach seinem Tod? Kommt er vielleicht als Käfer oder Kakerlake zurück? Er hat Angst. In der einen Zelle schwitzt er-in der der nächsten friert er. Die Zelle 7 rückt immer näher. Isaac ist verzweifelt. Isaac will Geborgenheit. Isaac will zu Martha. Isaac ist doch noch eine Junge!!! Aber auch mit ihm hat die Regierung anderes im Sinn.
 

Wir begegnen sämtlichen Protagonisten aus dem 1. Band. Martha ist ein mutiges junges Mädchen, wegen der ich das eine oder andere Mal ein paar Tränen vergossen habe. Auch Isaac geht einem sehr zu Herzen. 
Man kann es nicht fassen, was man mit blutjungen Menschen macht. Wie man sich unbequemer Bürger entledigt erinnerte mich ein bisschen an eine Zeit, aus der eigentlich jeder gelernt haben sollte. 
“Death is Justice!” Eine Fernsehsendung die Zuschauer über das Schicksal anderer Menschen entscheiden lässt! Wer Band 1 gelesen hat weiß, dass es kein Gericht und Anwälte mehr gibt. Das erledigen nun Zuschauer und eine Jury!


Der flüssige Schreibstil und das spannende Thema haben mich wieder durch die Seiten rasen lassen.
Der Cliffhanger am Ende hätte eigentlich Zelle 7 verdient …..
Schwarzer Humor kommt in der Geschichte nicht vor. Aber bei mir bricht er nun aus! Ich warte nun sehnsüchtig auf das Finale.


Unbedingt lesen!!! 




Kerry Drewery ist Autorin für Kinder- und Jugendbücher. Zelle 7 ist der erste ihrer Titel, der auf Deutsch übersetzt wird. Die Geschichte über ein Justizsystem, das ad absurdum geführt wurde und eine Gesellschaft, in der eine Fernsehshow über die Urteile für Straftäter entscheidet, wird in einem zweiten Band (Seven Days) fortgesetzt, der voraussichtlich 2018 ebenfalls im ONE-Programm erscheint. (Text vom Verlag)

 

Meine Meinung zu “Am Ende ist nicht Schluss mit Lustig” Humor angesichts von Sterben und Tod von Harald-Alexander Korp

WERBUNG! € 19,99 [D] inkl. MwSt. € 20,60 [A] | CHF 27,90* (* empf. VK-Preis) Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-579-07034-6 Erschienen: 22.09.2014 Dieser Titel ist lieferbar.

»Der Tod lächelt uns alle an. Das einzige, was man machen kann: zurücklächeln.«

Krankheit, Sterben und Tod – da gibt es nichts zu lachen, oder?
Harald-Alexander Korp sieht das ganz anders. Lachen wirkt entspannend, hilft Sprachlosigkeit zu durchbrechen und schafft Erleichterung. In diesem Buch schildert er, wie der Humor dabei hilft, Sterben und Tod besser zu bewältigen. Menschen am Lebensende, Angehörige und vor allem Pflegende erfahren hier, wie der Humor als Widersacher der Angst auf spielerische Weise Distanz schafft und die Kraft für das Loslassen stärkt.
  • Kann ich den Tod abbestellen? – Mit Humor der Endlichkeit begegnen
  • Freude, Lachen und Humor – existenziell wichtig für Sterbende, Angehörige und Pflegepersonal
  • Ein unterhaltsames und praktisches Ermutigungs-Buch gegen die Unsicherheit und die Angst vor der Heiterkeit im Angesicht des Endes
  • Mit zahlreichen Karikaturen, Erlebnisberichten und vielen praktischen Übungen  (Folgendende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung:)
  •  (Inhaltsangabe und Cover: Güters Loher Verlag
 
 


Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie man vor vielen Jahren mit dem Thema Sterben umgegangen ist. Als Kind war das für mich etwas schier Unerträgliches. Etwas Dunkles, das mit unmenschlichen Qualen verbunden ist. Ein Sterbender der gerne mal lacht? Damals für mich undenkbar! Begleitende mit einem Lächeln auf dem Gesicht? Niemals. 
Der Autor behandelt in seinem Büchlein das Thema Humor. Lachen und Humor sind nicht unbedingt das Gleiche. Lachen ist auch nicht immer positiv zu werten. Die Unterschiede werden vom Autor gut erklärt.  Humor ist vielmehr sich an die unterstützende Kraft von Lachen und Freude zu erinnern. Ein kleines Lächeln kann einem schwer kranken Menschen und seinen Angehörigen sehr viel Kraft geben. Der Autor schildert einige Erlebnisse, die er als ehrenamtlicher Hospizbegleiter hatte. Das hat mir einige Male ein Lächeln in’s Gesicht gezaubert. Vor allem wird sehr deutlich, dass man auf den kranken Menschen gut eingehen muss. Der Patient gibt ein klares Zeichen, wenn Humor gewünscht ist. 
Ich habe des öfteren darüber gehört, dass Chirurgen bei einer Operation gerne derbe Späße machen. Das Weshalb und Warum wird in diesem wertvollen Ratgeber erklärt. Herr Korp räumt mit vielen Missverständnissen auf. Derbe Witze unter Angestellten in Krankenhäusern und Hospizen sind an der Tagesordnung. Sie helfen den Alltag und die ganzen Dramen besser zu verarbeiten. 
In diesem Buch befinden sich einige Witze. Die dazu passenden Karikaturen verdienen besondere Erwähnung. Meinen Lieblingswitz möchte ich Euch nun auch verraten: ICH BIN UMGEZOGEN! >>Wenn du im Sarg liegst, haben sie dich das letzte Mal reingelegt.<< (Seite 226, Verfasser unbekannt.)
 
Freude, Lachen und Humor hilft vielen Sterbenden ihr Schicksal besser anzunehmen. Lachen und Humor ist nicht immer das Gleiche. Humor erleichtert den Pflegenden den Alltag. Derbe Witze kommen nicht selten von den Sterbenden selber. Dazu gibt es in diesem Ratgeber einige Beispiele. Vorbei sind die Zeiten, bei denen man das Gefühl hat, Sterbenden mit ernster Miene begegnen zu müssen. Mit Empathie findet man heraus, was der Sterbende gerade benötigt. 
Ein wertvoller Ratgeber der dem Leser auch Fragen und Aufgaben stellt. Dieses Buch ist ein Muss in der Sterbebegleitung. Erwähnenswert sind sämtliche Zitate, Karikaturen und Witze.
Eine uneingeschränkte Empfehlung von mir. 
 
Danke Harald-Alexander Korp
 
>>Wenn ich bin, ist der Tod nicht. Und wenn er ist, dann bin ich nicht. Also, warum soll ich mir Sorgen machen?<< (Epikur Seite 22)
 

Harald-Alexander Korp, geb. 1961, Studium der Religionswissenschaft, Philosophie und Physik, Lehrbeauftragter am Fachbereich Religionswissenschaft der LMU-München und der Georg-August-Universität Göttingen, Lach-Yoga-Trainer, zertifizierter Humor-Coach, Sterbebegleiter im Ricam-Hospiz in Berlin, Autor und Regisseur von Filmen und Theaterstücken zum interreligiösen Dialog und zum Buddhismus, Vortrags- und Seminartätigkeit zum Thema “Humor in der Sterbebegleitung”. Text: Güters Loher Verlag

 
 
 

Meine Meinung zu “Eine Liebe auf Guernsey” von Pippa Watson

Wieder eine wunderschöne Geschichte, die Fernweh erzeugt.
Kate ist Touristenführerin auf der Kanalinsel Guernsey und mit ihrem beschaulichen Leben eigentlich recht zufrieden. Doch plötzlich steht alles Kopf: Ihr Exfreund heiratet und bittet sie, seine Trauzeugin zu werden, sie muss im Souvenir-Shop ihrer Stiefmutter aushelfen und sich zudem um Amy, die Golden-Retriever-Hündin ihrer verstorbenen Nachbarin, kümmern. Und dann kreuzen auch noch der sympathische Matthew und sein blinder Sohn ihren Weg. Während Kate versucht, die Fäden ihres Lebens irgendwie wieder unter Kontrolle zu bringen, merkt sie, dass sie durch all diese Veränderungen beginnt, die Welt mehr und mehr mit anderen Augen zu sehen  (Folgendende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung:)


Die Golden-Retriever-Hündin Amy hat mich verzaubert. Nicht nur die. Mathew und sein blinder Sohn Alfi konnten mich auch ganz tief berühren. Aber, ich erzähle jetzt mal der Reihe nach. 
Kate ist eine attraktive Touristenführerin. Auf ihrer Heimatinsel Guernsey zeigt sie den Besuchern die Schönheiten der Insel. Dann passiert etwas, mit dem sie nie-niemals gerechnet hätte. Ihr bester Freund heiratet! Kate kann es nicht fassen. Sie will ihren langjährigen Kumpel mit niemanden teilen. Vor Jahren waren sie selber ein Paar. Kate wird klar, dass sie Brian nicht einfach aufgeben kann und will! Oder?
 
Kate war mir von Anfang an sehr sympathisch. Irgendwie hat sie aber versäumt, besser für ihr Herz zu sorgen. Ihr Freund Brian war für sie so selbstverständlich, wie das Salz in der Suppe. Er war immer da. Und nun will er heiraten? Sie soll auch noch Trauzeugin werden? Mit ihm den Anzug aussuchen? Mich haben diese Szenen ein bisschen an den Film “Die Hochzeit meines besten Freundes” erinnert. 
Ich war mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob Kate für Brian wirklich noch die wahre Liebe empfindet. Liebe ja …. aber eine Liebe, wie man sie für die beste Freundin hegt. Eher kam mir Kate so vor, als wenn sie traurig wäre, weil jemand ihr Lieblingsspielzeug ohne Erlaubnis benutzt. 
Wieder hat es die Autorin geschafft, mich in einen Hund zu verlieben. Amy ist eine gutherzige Blinden-Hündin. Ihr älteres Frauchen ist gestorben. Kate schaute stets bei der betagten Dame nach dem Rechten. So verwundert es nicht, dass sie deren Häuschen mit samt Hund erbt. 
Ist Kate Anfangs etwas überfordert ob der Erbschaft Amy, so merkt sie doch schnell, wie gut die bedingungslose Liebe eines Hundes tut.
Kate vertritt ihre Stiefmutter Rose im Souvenir-Shop. Rose hatte einen kleinen Unfall und muss ihr Bein still halten. Uff! Gar nicht so leicht bei der agilen Dame.
So lernt Kate Roses liebste Stammkundschaft kennen. Den kleinen blinden Alfie nebst charismatischen Papa Mathew.
Erzählt mir bitte keiner was von Zufall. Ich bin mir sicher, das war Bestimmung! 
 
Wieder mal hat die Autorin bei mir Fernweh ausgelöst. Die Kanalinsel Guernsey liegt vor der französischen Küste im Ärmelkanal. Ich habe mir Bilder von der britischen Insel im Netz angesehen. Habe wundervolle Menschen kennengelernt. Ich will da hin!!!
 
Kate bekommt genau das zurück, was sie anderen Menschen gibt: Bedingungslose Zuneigung. Klar, auch bei ihr gibt es den einen oder anderen Menschen, der Egoismus mit Freundschaft verwechselt. Selbstverständlich verliebt sich Kate. Noch selbstverständlicher entstehen Missverständnisse. Das gehört einfach dazu und ist die Würze in ihrem Leben.
Kate beginnt zu verstehen. Eine Sandkastenliebe ist für immer. Man kann sein Herz mehrfach verschenken, ohne untreu zu werden. 
Kate befasst sich nun wieder mehr mit ihrer leiblichen Mutter. Beginnt zu verstehen, warum diese sie vor Jahren verlassen hatte …..
 
Menschen und Tiere können sich gegenseitig so viel geben. Alleine die Berührung eines Hundes löst bei einsamen Menschen ein Gefühl der Geborgenheit aus. Blindenhunde helfen ihren Schützlingen den Alltag zu meistern. Besonders einfühlsame Hündinnen schaffen es sogar, einem kleinen blinden Jungen die Angst vor Vierbeinern zu nehmen. Gehen mit ihnen zum Drachen fliegen ……
Es gibt immer einen Weg aus einer Misere. Auch dann, wenn die Hochzeit des besten Freundes vor der Tür steht. 
Es gibt auch liebende Mütter, die ihre Kinder verlassen. Man muss einfach verstehen lernen.
Ja, und es gibt ein bisschen tollpatschige Väter mit roten Turnschuhen, die das Bild des besten Freundes immer blasser werden lassen ……
Der Schreibstil ist flüssig. Das Setting lädt zum Träumen ein. Die Protagonisten sind gut gezeichnet. 
Ich wusste eigentlich von Anfang an wie die Geschichte enden wird. Der Weg dahin hat mir sehr gut gefallen. Die Spaziergänge auf der Insel haben mir gut getan. Ups, ich war ja gar nicht auf Guernsey. Aber ich hatte das Gefühl dort gewesen zu sein.
Danke Pippa Watson
>>Und ich begriff, dass meine Mutter immer, auch in Gesellschaft anderer Menschen, einsam war.<< (Seite 184 auf dem Reader)
 
>>Ein Blindenführhund, der uns Sehenden hilft, die Dinge klarer zu erkennen. Ist das nicht ein kleines Wunder?<< (Seite 237 auf dem Reader)
 
>>Das eigene Zuhause sollte für jeden Menschen der schönste Ort der Welt sein.<< (Am Anfang und ziemlich am Ende des Buches.)
 
 
Pippa Watson, Jahrgang 1969, lebt in Nordrhein-Westfalen auf dem Land, ist aber seit ihrer Kindheit innig mit Großbritannien verbunden. So oft wie möglich streift sie mit ihren Hunden durch die Landschaft der romantisch rauen Küsten und traumhaften Gärten. Besonders die Herzlichkeit und die große Tierliebe der Briten nehmen die Autorin immer wieder für die Menschen dort ein. Und so liebt sie es, die Welt zwischen Cream Tea und Linksverkehr auch in ihren Romanen lebendig werden zu lassen.
Pippa Watson ist das offene Pseudonym von Mirjam Müntefering. Text: Bastei Lübbe! Hier erhaltet Ihr auch weitere Infos zum Buch!
 
 
 
 
 
 

 

Meine Meinung zu “Die Oleanderfrauen” von Teresa Simon.

WERBUNG! € 9,99 [D] inkl. MwSt. € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empf. VK-Preis) Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-42115-8 Erschienen: 09.01.2018 Dieser Titel ist lieferbar.

Was, wenn die Liebe alle Schranken durchbricht?

Hamburg 1936. Die junge Sophie Terhoven, Tochter eines einflussreichen Kaffeebarons, genießt ihr komfortables Leben. Hannes Kröger, der Sohn der Köchin, ist ihr von Kindheit an Freund und Vertrauter. Irgendwann verändern sich ihre Gefühle füreinander, und plötzlich wird ihnen klar, dass sie sich ineinander verliebt haben. Doch Reich und Arm gehören nicht zusammen, und ein dunkles Geheimnis ihrer Eltern, von dem sie bisher nichts wussten, scheint ihre Liebe unmöglich zu machen. WERBUNG! Cover und Inhaltsangabe vom Verlag!

 

Ich bin begeistert. Ich habe von Teresa Simon drei Bücher auf meinem Reader. Schande über mein Haupt, dass ich so lange gebraucht habe, um ein Buch von dieser genialen Autorin zu lesen.


1936 in Hamburg.


Sophie ist ein junges Mädchen, welches mir sofort an’s Herz gewachsen ist. Nicht lange vor dem zweiten Weltkrieg verliebt sie sich in Hannes Kröger. Hannes ist jedoch nicht gut genug für Sophies Eltern. Kann man denn den Sohn der Köchin akzeptieren? Sophie ja. Mehr wie das. Sie liebt ihn abgöttisch. Ihre Eltern sind einflussreiche wohlhabende Menschen. Als Kaffebarone können die Terhovens ein angenehmes Leben führen.


Sophies warmherzige Art hat mir sehr gut gefallen. Obwohl sie mit dem goldenen Löffel im Mund zur Welt kam, hegte sie keine Vorurteile gegenüber ärmeren Menschen. Vielmehr konnte sie sich in andere Menschen gut hineinversetzen. Ihrem besten Freund Malte versucht sie stets eine gute Stütze zu sein. Es gelingt ihr nicht immer, aber Malte wird ein Alibi für Sophie, in einer sehr prekären Situation. Ich fand dies lachhaft, da es sich um eine ganz normale Situation handelte, der nichts Schlechtes anhaftetet. Vielmehr schienen andere Menschen ein prekäres Geheimnis zu haben …..


Hamburg 2016


Die Abschnitte im Jahr 2016 gefielen mir besonders gut. Ich denke, ich muss nicht erwähnen, dass die zwei Erzählstränge zusammengehören. Zufälle gibt es hier nicht. Oder doch! Das Zusammentreffen von Jule und Johanna ist Zufall. Was dabei herauskommt einfach nur Bestimmung.
Als Kaffeetante habe ich mich bei den beiden Frauen richtig wohl gefühlt. Einiges über die wertvollen Bohnen erfahren. 
Jule ist Besitzerin des Cafes Strandperlchen. Es steht nicht alles zum besten. Die Zeiten sind hart. Ihr beste Freundin besorgt ihr einen Auftrag für eine gigantische Hochtzeitstorte. Jule weiß nicht, wie sie diesen Auftrag bewältigen soll. Zur richtigen Zeit lernt sie die betagte Johanna kennen. Die ehemalige Lehrerin hat einen besonderen Fund auf ihrem Dachboden. Briefe!


1939 bricht der zweite Weltkrieg aus. Die damit verbundenen Probleme sind uns nicht neu; finden sie doch in sämtlichen Romanen und Biografien Erwähnung. Sophie wächst über sich selbst hinaus.

Wie ich sie liebe! Familengeheimnisse! Briefe, die auf dem Dachboden gefunden werden. Süße- und schmutzige Geheimnisse. Mutige Frauen, die dem Krieg und sämtlichen Problemen den Kampf ansagen. 
Sophie, Jule und Johanna sind Frauen, die Jahrzehnte trennen. Und doch …. ich konnte Gemeinsamkeiten entdecken. 
Ob mir das Ende gefallen hat? Ja und nein ……
Der Schreibstil ist flüssig zu lesen. Mich konnte die Autorin voll und ganz überzeugen. Ein Drama, welches trotzdem auch Raum zum Schmunzeln bietet. Dies ist der erfrischenden Art von Sophie zuzuschreiben.


Herzlichen Dank Teresa Simon. 


>>Was wäre ich ohne dich? Ein Nichts. Ein Blatt im Wind …… << (Seite 336 auf dem Reader) 

Teresa Simon ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin. Sie reist gerne (auch in die Vergangenheit), ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale, hat ein Faible für Katzen, bewundert alles, was grünt und blüht, und lässt sich immer wieder von stimmungsvollen historischen Schauplätzen inspirieren. Heyne-Verlag!
 




Meine Meinung zu “Now!” von Ruth Knaup

 

WERBUNG! Flexobroschur, 160 Seiten, mit farbigem Vorsatz und Spotlackierung, Durchgehend vierfarbig mit zahlreichen Fotos und Illustrationen, Format 17,5 x 24 cm € 17,99 (D) / € 18,50 (A) ISBN 978-3-95803-092-3, WG 1481 (COVERRECHTE LIEGEN BEIM VERLAG)

Wir kümmern uns oft viel um andere und wenig um uns selbst. Zwischen beruflichem Stress und familiären Anforderungen, gesundheitlichen oder finanziellen Belastungen bleiben die eigenen Bedürfnisse leicht auf der Strecke. Ruth Knaup ermutigt in ihrem Alltagsbegleiter, gut für sich zu sorgen, und zeigt praxisnahe Wege zu mehr Lebensfreude auf. 
»Seit 15 Jahren unterstütze ich Menschen dabei, sich selbst wichtig zu nehmen. Oft begegnet mir der Irrglaube, man könne Burnout-Symptome kurieren durch disziplinierteres Zeitmanagement. Das Gegenteil ist der Fall: Menschen, die dazu neigen, sich selbst auszubeuten, müssen gerade nicht noch mehr Selbstdisziplin lernen, sondern Selbstfürsorge.« 

 

 
Kennt Ihr das? Ihr geht in einen Buchladen und entdeckt auf einem Tisch ein Buch, welches Euch sofort fasziniert. So ging es mir mit “Now”!
  • Entschleunigung
  • Selbstfürsorge
  • Lebensfreude
 
 

 

Das wunderbare Cover sorgt schon ein bisschen für Lebensfreude und Entschleunigung. Die Autorin behandelt in ihrem Buch die verschiedensten Themen. Vor allem die Selbstfürsorge kommt hier zu Wort. Es gibt auch Übungen, die sehr anschaulich und leicht zu machen sind. Wie immer habe ich diese nicht gemacht. Jedoch habe ich beim Lesen bemerkt, dass ich ein Wohfühlbuch in der Hand halte. 
Von eigene Bedürfnisse formulieren bis zu einem guten Schlaf finden, findet man viele Themen, um mit sich gut umzugehen. Bei der Bewegungsfreude habe ich mich angesprochen gefühlt. Die tut wirklich Not bei mir! Ich könnte jetzt erzählen und erzählen. Ich empfehle jedoch das Buch selbst zu lesen. Man muss nicht psychisch angeknackst sein, um dieses Buch zu lieben. Denn, eigentlich wissen wir alles selber. Es schadet jedoch nicht, mal wieder daran erinnert zu werden. 
Dieses liebevoll gestaltete Buch hat mir wunderbare Lesestunden beschert. Jedes Kapitel beginnt mit einem Zitat oder Vers. Die wunderbaren Fotos laden zum Träumen ein.  Die Themen könnten nicht passender sein. In unserer schnelllebigen Welt kann man vor allem Entschleunigung brauchen. 
Ach, und an die Männerwelt: Ihr seid nicht gerade Champions in Multitasking. Frauen beherrschen das viel besser. Mach überhaupt nichts. Achtsamkeit ist tausend mal gesünder und effektiver. Also, es ist auch ein Buch für Euch! Vergleiche bringen eh nichts!
 
Danke Ruth Knaup
 

>>Man lebt nur einmal. Aber wenn du es richtig machst, dann reicht das auch!<< (Mae West)

 
 

 

Ruth Knaup

geb. 1971, ist Diplom-Psychologin und Psychotherapeutin (HPG). Sie ist als Dozentin für Psychologie, Kommunikation und Tanztheater sowie als Supervisorin tätig. Mit ihrem Sohn lebt sie in Potsdam. Scorpio-Verlag
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Meine Meinung zu “Mein Herz in zwei Welten” von Jojo Moyes

„Trag deine Ringelstrumpfhosen mit Stolz. Führe ein unerschrockenes Leben. Fordere dich heraus. Lebe einfach.“
Diese Sätze hat Will Louisa mit auf den Weg gegeben. Doch nach seinem Tod brach eine Welt für sie zusammen. Es hat lange gedauert, aber endlich ist sie bereit, seinen Worten zu folgen und wagt in New York den Neuanfang. Die glamouröse Welt ihrer Arbeitgeber könnte von Lous altem Leben in der englischen Kleinstadt nicht weiter entfernt sein. Dort ist ein Teil ihres Herzens zurückgeblieben: bei ihrer liebenswert chaotischen Familie und vor allem bei Sam, dem Mann, der sie auffing, als sie fiel. Während Lou versucht, New York zu erobern und herauszufinden, wer Louisa Clark wirklich ist, muss sie feststellen, wie groß die Gefahr ist, sich selbst und andere auf dem Weg zu verlieren. Und am Ende muss sie sich die Frage stellen: Ist es möglich, ein Herz zu heilen, das in zwei Welten zuhause ist? 
 (Folgendende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung:)
 Rowohlt-Wunderlich-Verlage




Wer behauptet, die Protagonisten in einem Roman sind fiktiv, der hat die liebenswerte Lou noch nicht kennengelernt. Ihre Geschichte “Ein ganzes halbes Jahr” hat mich zu einer sehr schweren Zeit für mich erreicht.
Lou musste in ihrem jungen Leben schon einen großen Verlust erleiden. Sie schaffte es nicht, dass ihre große Liebe Will wieder Freude am Leben hat.
Lange habe ich gebraucht, bis ich nach “Ein ganzes halbes Jahr” den zweiten Teil der Geschichte gelesen habe. Auch der dritte und leider letzte Band der Reihe musste wieder etwas länger warten. Eine Lou gibt es bestimmt auch im realen Leben.


Lou nimmt allen Mut zusammen. Sie arbeitet in New York für reiche Leute. Lou ist dadurch von Sam getrennt. Sam, der Sanitäter aus London, der Lou gezeigt hat, dass nach jedem Regenschauer auch wieder die Sonne scheint. 
Was mir an Lou so gefällt, ist ihre natürliche und liebenswerte Art. Ihre Gefühle bringt sie stets stark zum Ausdruck. Man lacht, weint und schimpft mit ihr. Man will sie trösten oder sich von ihr ein flippiges Kleid nähen lassen. Sie lernt in New York ein ganz neues Leben kennen. London rückt immer mehr in den Hintergrund. 
Ein Berufswunsch nimmt immer mehr Gestalt an. 
Doch für Lou scheint auch in New York nicht immer die Sonne. Sie ist falschen Verdächtigungen ausgesetzt und muss um ihre große Liebe bangen. Auch in New York erkennt sie, auf jede zugeworfene Tür öffnet sich eine andere für sie. 

Habt Ihr nicht auch das Gefühl, Lou schon einmal begegnet zu sein? Wollt Ihr auch wissen wie es in Lous Leben weiter geht? Mich stimmt es traurig, dass ich nun Abschied von Lou nehmen soll. Wer liest nicht gerne von einer starken Frau, die mit Herz und Verstand die Welt erobert? 


Auch das Finale hat mir wieder ein paar Tränchen entlockt. Ich habe Bekanntschaften mit reichen armen Menschen gemacht. Denn eines haben die meisten Menschen in dieser Geschichte nicht: Courage, Warmherzigkeit und Ehrlichkeit. Moment, ich habe gesagt die meisten Menschen. Es sind schon noch tolle Charaktere dabei ….. besonders eine Dame mit Hund …


Danke Jojo Moyes. Ich bitte um eine Fortsetzung. Ich will Lou noch eine ganzes langes Leben weiter begleiten.


Hier bekommt Ihr weitere Infos zu Jojo Moyes und ihren Büchern: Rowohlt Wunderlich-Verlage













Meine Meinung zu “Der weite Raum der Zeit” von Jeanette Winterson!

Blinde Eifersucht und zerstörerischer Zorn – doch die Zeit heilt alle Wunden

Der Londoner Investmentbanker Leo verdächtigt seine schwangere Frau MiMi, ihn mit seinem Jugendfreund Xeno zu betrügen. In rasender Eifersucht und blind gegenüber allen gegenteiligen Beweisen verstößt er MiMi und seine neugeborene Tochter Perdita. Durch einen glücklichen Zufall findet der Barpianist Shep das Baby und nimmt es mit nach Hause. Jahre später verliebt sich das Mädchen in einen jungen Mann – Xenos einzigen Sohn. Zusammen machen sie sich auf, das Rätsel ihrer Herkunft zu lösen und alte Wunden zu heilen, damit der Bann der Vergangenheit endlich gebrochen wird. 

Jeanette Winterson spielt souverän mit Figuren und Handlung aus Shakespeares “Das Wintermärchen” und erzählt eine verblüffend moderne Geschichte über rasende Eifersucht, blinden Selbsthass und die tiefe Sehnsucht in uns, die Fehler der Vergangenheit wieder gut zu machen.
 Werbung!  Cover und Inhaltsangabe vom Verlag!



 
Das ist das zweite Buch, welches ich von Jeanette Winterson gelesen habe. Ihr Weihnachtsbuch “Wunderweiße Tage” hat mir Weihnachtsmuffel das Fest schmackhaft gemacht.
Nun wurde ich in eine Welt entführt, die skurril und äußerst erschreckend anmutet. Bei “Der weite Raum der Zeit” hat die Autorin bewiesen, dass sie aus einem Klassiker erschreckende Gegenwartsliteratur machen kann. Leo ist ein steinreicher Investmentbanker, dessen Verstand ich stark angezweifelt habe. In der Liebe nimmt er es nicht so genau. Es darf auch gerne mal ein Mann sein. Bei Leos Fantasien wusste ich oftmals nicht, ob ich fasziniert oder angewidert sein soll. Meist habe ich mich für Zweiteres entschieden. Leo war eifersüchtig auf seinen besten Freund. Er war felsenfest der Meinung, dass Xeno ein Verhältnis mit seiner Frau MiMi hat. Seine Sekretärin und auch andere Menschen in seinem näheren Umfeld, haben versucht ihn zur Vernunft zu bringen. Doch Leo hat sich festgebissen. Leo ist irre vor Hass. Leo verstößt seine Frau und das neugeborene Kind. Er erkennt sein Töchterchen Perdita nicht als sein eigen Fleisch und Blut an.
Ich bin der Meinung, Perdita konnte nichts besseres passieren. Der dunkelhäutige Shep ist voller Trauer. Er hat seine Frau verloren. Er entdeckt ein kleines Mädchen in der Kindergrippe eines Krankenhauses. Perdita! Sie darf liebevoll aufwachsen. So ein schönes Leben hätte ihr ihr leiblicher Vater niemals bieten können. Mit samt seinem Geld nicht!
 
Eine für mich etwas verstörende Geschichte, die an das Wintermärchen von Shakespeare angelehnt ist. Welcher Irrsinn in einem menschlichen Gehirn Platz findet, wird hier besonders deutlich. 
Nach dem harmonische Weihnachtsbuch von Miss Winterson war diese Geschichte eine große Überraschung für mich. Die seelischen Abgründe eines Menschen beherrschen die Geschichte. Eine Geschichte die verstört, amüsiert und oft zum Nachdenken anregt. 
Danke Jeanette Winterson. 
 

Jeanette Winterson (Autorin)

Jeanette Winterson, geboren 1959, hat bereits zahlreiche Romane sowie Sach- und Kinderbücher veröffentlicht. Sie gilt als eine der profiliertesten Autorinnen und Feministinnen Großbritanniens. Sie wuchs in Manchester auf, wo ihre Adoptiveltern der Pfingstbewegung angehörten und sie streng erzogen. Über diese Erfahrung schrieb Winterson in ihrem ersten Roman “Orangen sind nicht die einzige Frucht” und 27 Jahre später in “Warum glücklich statt einfach nur normal?”. Beide Bücher wurden zu Bestsellern.

Shakespeares “Das Wintermärchen” erzählt die Geschichte des Findelkindes Perdita. „Wir alle haben Texte, die wir wie Glücksbringer in uns tragen und die uns tragen. Seit Jahren kreist meine Arbeit immer wieder um dieses Stück.“ Nun erzählt Winterson ihre eigene Version von Shakespeares Klassiker. 
Knaus-Verlag