Meine Rezension zu “Spiel der Zeit” von Jeffrey Archer

Vita
 
Jeffrey Archer, geboren 1940 in London, verbrachte seine Kindheit in Weston-super-Mare und studierte in Oxford. Archer schlug eine bewegte Politiker-Karriere ein, die bis 2003 andauerte. Weltberühmt wurde er als Schriftsteller. Archer verfasste zahlreiche Bestseller und zählt heute zu den erfolgreichsten Autoren Englands. Sein historisches Familienepos Die Clifton-Saga stürmte die englischen und amerikanischen Bestsellerlisten und begeistert eine stetig wachsende Leserschar. Archer ist verheirat, hat zwei Söhne und lebt in London und Cambridge.
Info
 
Die Schicksale zweier Familien. Eine verborgene Wahrheit. Das Ringen um Freundschaft und Liebe.
England um 1930: Der junge Harry Clifton wächst an den Hafendocks von Bristol heran, seine Mutter Maisie muss sich mit harter Arbeit durchschlagen. Um den Tod von Harrys Vater, der angeblich im Krieg gefallen ist, rankt sich ein Geheimnis. Harrys Leben nimmt eine Wendung, als er das Stipendium für eine Eliteschule erhält. Er tritt ein in die Welt der Reichen und lernt Giles Barrington sowie dessen Schwester Emma kennen, Erben einer Schifffahrts- Dynastie. Harry verliebt sich in Emma, ohne zu ahnen, dass die Schicksale ihrer Familien auf tragische Weise miteinander verknüpft sind …
»Spiel der Zeit« ist der erste Band von Jeffrey Archers großem historischen Familienepos »Die Clifton-Saga« …
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Meine Meinung
 
England 1919
 
Die Geschichte beginnt mit einem Prolog, in dem Maisie kurz vor ihrer Hochzeit steht und mit einem geheimnisvollen Fremden ihre Unschuld verliert. Man weiß bald, wer der Fremde ist und was es für Auswirkungen auf Maisies Leben hat.
England 1920 – 1933
 
Besonders gut hat mir gefallen, dass das Buch in jedem Kapitel aus der Sicht eines anderen Protagonisten erzählt wurde.
Harry wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf, da er seinen Vater schon sehr früh verloren hat. Man erzählt ihm, er wäre im Krieg gefallen, was Harry nicht glauben kann, da es einige Ungereimtheiten zu seinem Tod gibt.
Harry ist ein intelligenter Junge mit einer wunderschönen Stimme, die ihm einige Türen öffnet.
Er schwänzt oft die Schule und treibt sich lieber am Hafen bei den Docks herum. Da lernt er Old Jack kennen, der in einem Eisenbahnwagon am Ende der Arbeiterwerkstätten lebt. Old Jack erkennt den guten Charakter des Jungen und steht ihm mit wertvollen Tipps zur Seite. Harry besucht Old Jack so oft er nur kann.
Old Jack weiß mehr als ihm lieb ist über den Tod von Harrys Vater; möchte es aber Harry nicht erzählen und die Lüge vom Kriegstod aufrecht erhalten. Die Wahrheit ist zu schmerzhaft ……
Maisie schuftet wie ein Pferd und möchte Harry ein Studium finanzieren. Sie weiß nicht, was mit ihrem Mann wirklich passiert ist. Ihr Leben ist nicht einfach; jedoch hat sie viele Menschen die ihr gut gesinnt sind.
Sie übernimmt ein Cafe, dass sie wegen Brandstiftung verliert. Maisie weiß nicht mehr aus noch ein; hat Angst Harry das Schulgeld nicht mehr bezahlen zu können.
Sie weiß nicht, ob Harry der Sohn ihres verstorbenen Mannes ist. Sie wendet sich an den Mann, mit dem sie kurz vor ihrer Hochzeit ein Verhältnis hatte und bittet ihn um Hilfe.
Fazit
 
Einmal angefangen zu lesen, konnte ich mit diesem Buch nicht mehr aufhören. Der Autor hat eine sehr nüchterne Schreibweise, die wenig Rührseligkeit aufkommen lässt. Protagonisten und Orte sind bildlich beschrieben und vermitteln einem das Gefühl dabei zu sein.
Old Jack konnte ich sehr gut leiden, da er für jeden Menschen ein offenes Ohr hatte. Interessant fand ich seinen Lebensweg, der ihn in diesen Eisenbahnwagon gebracht hatte. Die meisten Menschen dachten, Old Jack hätte nicht mehr alle Tassen im Schrank; was sich jedoch als großer Irrtum herausstellen sollte.
Ich konnte nicht nachvollziehen, warum Maisie kurz vor ihrer Hochzeit an einen anderen Mann ihre Unschuld verlieren wollte. Als Mutter war sie mir jedoch sehr sympathisch, da ihr kein Opfer für ihren Jungen zu groß war. Aufgrund einer Intrige geriet ihr Leben total aus den Fugen und Harry musste eine schreckliche Entdeckung machen.
Harrys Weg ist unheimlich spannend und ich werde seine Geschichte auch weiter verfolgen. Ein Krieg bahnt sich an und Harry möchte für sein Land kämpfen. Der Epilog hat mich neugierig auf die Fortsetzung der Geschichte gemacht. Eine Leseprobe zu Nachfolgeband findet man am Ende, wo es nahtlos mit der Geschichte weiter geht.
Ich vergebe 5 Sterne
Danke Jeffrey Archer
 

Meine Rezension zu “Der Sommer, in dem es zu schneien begann” von Lucy Clarke

Vita
 
Lucy Clarke studierte englische Literatur an der Universität von Cardiff und lebt heute mit Mann und Kind in Bournemouth. Sie ist passionierte Tagebuchschreiberin und mit einem professionellen Windsurfer verheiratet, mit dem sie ihre Liebe zum Meer und zum Reisen teilt.
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Info
 
Abrupter und schmerzhafter kann das Schicksal kaum zuschlagen: Als Eva nur wenige Monate nach der Hochzeit ihren Mann durch einen Unfall auf See verliert, erstarrt sie vor Schmerz und Entsetzen. Ihr gerade erst begonnenes Leben als glückliche Ehefrau soll schon zu Ende sein? Eva fühlt sich völlig allein in ihrer Trauer und reist kurzerhand nach Tasmanien, um Trost bei Jacksons Angehörigen zu finden. Doch so bezaubernd die australische Insel ist, so abweisend verhält sich Jacksons Familie. Warum nur wollen sein Vater und sein Bruder partout nicht über ihn sprechen? Auf Eva warten schockierende Wahrheiten, die sie zu einem schicksalhaften Sommer in der Vergangenheit führen – dem Sommer, in dem es zu schneien begann.
Meine Meinung
 
War dieses Buch schön!!! Es hat geschneit, die Sonne hat geschienen und Licht und Meer haben wunderbare Farben in mein Herz gezaubert.
Eva hat kurz vor ihrem 1. Hochzeitstag ihren Mann verloren, der beim Angeln von einer rießigen Welle ins Meer gespült wurde.
Die Verzweiflung und Trauer kann man beim lesen spüren. Ich habe mit Eva gelitten und ihre große Müdigkeit hat mich angesteckt.
Jackson war Evas absoluter Traummann, den sie in jeder Sekunde stark vermisst. Es gibt keine Leiche von Jackson; was einen richtigen Abschied für Eva völlig unmöglich macht.
Eva übt den Beruf Hebamme aus; der sie jedoch im Moment hoffnungslos überfordert.
Jacksons Eltern hat sie nie persönlich kennengelernt. Seine Mutter kam in Australien bei einem Waldbrand ums Leben; seinem Vater hat sie mehrere Briefe geschrieben; die dieser jedoch nie beantwortete.
Nachdem Jackson verstorben war, hat sie ihn angerufen und zur Trauerfeier von Jackson eingeladen. Jacksons Vater kam jedoch nicht.
 Wohin mit der Trauer? Eva reist zu Jacksons Heimatort Tasmanien, da sie das Gefühl hat, nur so ihre Trauer zu bewältigen.
Die australische Insel hat einen ganz besonderen Charme, was man leider von Jacksons Angehörigen nicht behaupten kann. Vater und Bruder begegnen Eva mit großer Ablehnung.
Sie spürt, dass es um ihren verstorbenen Ehemann Geheimnisse gibt. Jacksons Bruder stellt ihre eine Hütte am Strand zur Verfügung, in der sie eine Zeit lang wohnen kann. Sie merkt, dass ihre Abreise erwünscht ist. Sie spürt, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Sie will das große Geheimnis um ihren heißgeliebten Jackson ergründen.
Da bemerkt sie, dass sie schwanger ist und betrachtet das ungeborene Kind als das letzte Geschenk von Jackson.
Jackson Bruder fand ich sehr geheimnisvoll und etwas ruppig; was sich im Lauf der Geschichte noch anders entwickelt. Manchmal bleibt Eva die Spucke weg, ob der großen Ähnlichkeit zu Jackson.
Fazit
 
Diese Geschichte lädt ein zum tauchen, schwimmen und leckeren Fisch essen.
Diese Geschichte lässt einen Trauer, Hoffnung und Angst verspüren.
Diese Geschichte lässt einen nicht mehr los und man legt das Buch erst am Ende zur Seite.
Diese Geschichte enthält viele ungeahnte Wendungen und raubt einem förmlich den Atem.
Romantik, Dramatik, Trauer, Verzweiflung, Angst und ein Ende, dass alle Kriterien für ein gutes Buch erfüllt.
Diese Geschichte lehrt einem, der Mann den man geheiratet hat, könnte ein ganz anderer sein, als es den Anschein hat ….
Diese Geschichte ist mein Sommerbuch 2015
Danke Lucy Clarke. Ich habe jedes einzelne Wort genossen.
Eine absolute Empfehlung und 5 Sterne
 
 
 
 
 
 

Meine Rezension zu “DAS SOMMERVERSPRECHEN” von ELIN HILDEBRAND

Vita
 
Elin Hilderbrand hat ihre besten Ideen am Strand oder in den belebten Straßen von Boston. Ihre drei Kinder beknien sie regelmäßig, im Beisein von anderen Leuten nicht lauthals zu singen oder zu tanzen. Die Autorin lebt mit ihrer Familie auf Nantucket, Massachusetts, wo auch ihre Geschichten spielen. Ihre Bücher stehen regelmäßig in den Top Ten der New-York-Times-Bestsellerliste.
Übersetzerin
 
Elin Hilderbrand hat ihre besten Ideen am Strand oder in den belebten Straßen von Boston. Ihre drei Kinder beknien sie regelmäßig, im Beisein von anderen Leuten nicht lauthals zu singen oder zu tanzen. Die Autorin lebt mit ihrer Familie auf Nantucket, Massachusetts, wo auch ihre Geschichten spielen. Ihre Bücher stehen regelmäßig in den Top Ten der New-York-Times-Bestsellerliste.
 
Info
 
Seit mehr als einem Vierteljahrhundert leitet die 48-jährige Dabney die Handelskammer von Nantucket, und jeder kennt und liebt sie. Nicht nur wegen ihres Postens, sondern vor allem, weil sie die inoffizielle Heiratsvermittlerin der Insel ist: Dabney hat schon über vierzig Paare zusammengeführt. Seit ihrer Jugend erkennt sie, ob zwei Menschen zueinander passen. Doch als Dabney erfährt, dass sie Krebs und nur noch wenige Monate zu leben hat, beschließt sie, diese Zeit darauf zu verwenden, die richtigen Partner für die Menschen zu finden, die sie am meisten liebt: für ihren Ehemann, ihren Liebhaber und für ihre Tochter. Die Frage ist nur, was die drei selbst davon halten …
 
 
Zum Inhalt
 
Die Geschichte erzählt uns von der 48-jährigen Dabney, die auf einer Insel in Nantucket die Handelskammer leitet; diese nur im Notfall verlässt. Dabney leidet unter starken Ängsten, deren Ursprung  bei ihrer Mutter liegen, die sie als kleines Mädchen allein in einem Hotelzimmer zurückgelassen hat.
Dabney verfügt über eine besondere Begabung. Sie kann sehen, wenn Menschen sich lieben und zusammen passen. Menschen mit einer guten Prognose zum Glück leuchten rosig; die nicht zusammen gehören grün.
Über 40 Paare hat Dabney schon erfolgreich zusammengebracht.
Als junge Frau hat sie sich unsterblich in Clen verliebt. Die Zukunft der beiden hätte rosig sein können; jedoch nahm Clen die Chance wahr, als Reporter in Bangkok.
Dabney kehrte nach ihrem Studium in Harvard wieder auf die Insel zurück. Ihre Phobie macht es ihr unmöglich, ihrer großen Liebe zu folgen. Dann erfährt sie, dass sie schwanger ist ….
Meine Meinung
 
Eines gleich mal vorweg: Hier passt der Klappentext nicht zum Inhalt!
Dabney erhält die Diagnose Krebs. Die Zeit die ihr noch bleibt möchte sie dazu verwenden, ihre Liebsten mit den richtigen Partnern zu verkuppeln. So kann man es auf dem Klappentext nachlesen; jedoch dauert es ziemlich lange, bis Dabney die schlimme Wahrheit erfährt. Nach über zwei dritteln des Buches geht es erst langsam zur Sache. Dabney verbringt die restliche Zeit nicht mit Partnervermittlung; sondern versucht ihr Leben noch so gut es geht zu genießen.
Dabney konnte mein Leserherz nicht erreichen. Alles an ihr war ja so toll. Die tadellose Berühmtheit auf der Insel, die unbedingt alles Im Griff haben will; eine junge Mitarbeiterin die immer versucht Dabney zu kopieren. Das fand ich reichlich überzogen.
Ihre Ängste konnte ich verstehen, da sich traumatische Erlebnisse in der Kindheit nicht einfach wegstecken lassen.
Zu Clen hatte ich auch keinen Draht, da er mir sehr überheblich vorkam. Dabney hatte in Clens jahrelanger Abwesenheit einen guten Mann geheiratet, der von Clen immer spöttisch als der >Ökonom< bezeichnet wird.  Da wären wir wieder beim Thema. Der tadellose Professor für Ökonomie, der vorbildliche Vater der angeheirateten Tochter Agnes und beste Ehemann der Welt. Fast alle Protagonisten so schön >ROSIG<!
 
Fazit
 
Teilweise hatte ich einen Grauschleier beim lesen gesehen. Ich habe mich wahnsinnig auf dieses Buch gefreut und es erst beim dritten Anlauf durchgelesen.
Das ist mit Sicherheit nicht die Schuld der Autorin,; sondern reine Geschmacksache.
Einige Dinge konnte ich gut nachvollziehen. Dabney hat gespürt, dass sie schwer krank ist und sämtliche Ausreden dafür erfunden, um nicht der Wahrheit ins  Auge blicken zu müssen. So habe ich es auch schon im familiären Bereich erlebt.
Dabney wurde wie ein Engel hingestellt und auf der Insel verehrt wie eine Göttin.
Eigentlich wollte ich mehr darüber lesen, was mir der Klappentext versprochen hat; nicht diese grenzenlose Weihräucherung der super Dabney! Ich hätte mir auch mehr Emotionen vom >Ökonom< gewünscht. John Boxmiller Beech, Professor in Harvard, Lehrbuchautor und Berater des Presidenten der vereinigten Staaten, hatte keine Zeit für Gefühle!
Wenig Skrupel hat Dabney gezeigt, wenn es um ihren Ehemann ging, den sie nach Strich und Faden belogen hat. Den Engelstatus hat sie, meiner Meinung nach, nicht verdient; zumal sie auch ihrer Tochter 16 Jahre die Wahrheit vorenthalten hat ….
Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen; ebenso Cover und die Idee des Buches.
Schöne Sätze haben mich stellenweise etwas rosig gestimmt. Hier eine Kostprobe:
>>Sterben ist nicht traurig, dachte sie. Menschen zurücklassen, das ist traurig.<<
Die Geschichte konnte mich leider nicht überzeugen; dennoch kann ich mir, aufgrund des Schreibstils, durchaus vorstellen ein weiteres Buch der Autorin zu lesen.
Danke Elin Hildebrand
Ich vergebe 2 Sterne

Meine Rezension zu “Verspielt” von Roman Klementovic

Vita


Roman Klementovic wurde 1982 in Wien geboren. Er wuchs im niederösterreichischen Marchfeld auf, bis es ihn für sein Studium der Internationalen Entwicklung wieder zurück in die österreichische Bundeshauptstadt zog. Er arbeitete viele Jahre im Marketing, bevor er seine Liebe zum Schreiben entdeckte. Wenn er nicht gerade auf Reisen ist, sucht er Entspannung beim Musizieren und auf Konzerten. Darüber hinaus ist der leidenschaftliche Fußballfan regelmäßig in Pubs und im Stadion seiner Lieblingsmannschaft anzutreffen. »Verspielt« ist sein erster Roman.

 

Hier könnt Ihr mal Eure verspielte Seite ausleben!!!  http://www.gmeiner-verlag.de/programm/titel/1207-verspielt.html
Info
 
DER COUNTDOWN LÄUFT  Zwei Frauen verschwinden spurlos. Einziger Anhaltspunkt für die Angehörigen: ein Brief mit der Anleitung zu einem perfiden Spiel. Nur wenn sie die Regeln befolgen und innerhalb von drei Tagen herausfinden, warum die Frauen entführt wurden, können sie ihnen das Leben retten. Ermittlungen in einem anderen Fall führen Bezirksinspektor Mück zu den dramatischen Ereignissen rund um die Entführungen. Er deckt unglaubliche Zusammenhänge auf. Es beginnt ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit.
Zum Inhalt
 
Der atemraubende Prolog hat es mir unmöglich gemacht, dass Buch vor dem Ende auf die Seite zu legen.
Hier trifft Wiener – Charme auf menschliche Abgründe.
Martin Fink ist ein erfolgreicher Anwalt, der mit seinem Kollegen eine Kanzlei betreibt. Er ist auf dem Heimweg und freut sich auf seine Frau Maria, mit der er eigentlich sehr glücklich ist. Maria ist eine in sich gekehrte Person, die die luxuriöse Wohnung im Herzen von Wien nur verlässt, um in einem Cafe zu arbeiten. Martin würde gerne öfter mit ihr auf Reisen gehen und versteht Marias Verhalten nicht.
Ihr zuliebe isst er weniger Fleisch und geht auch mal in ein vegetarisches Speiselokal.
Als Martin daheim ankommt ist Maria nicht da, was ihm sofort seltsam vorkommt. Verschwitzt und ausgepowert nimmt er erst mal eine Dusche. Maria wird bestimmt beim Einkaufen sein, denkt er.
Erfrischt und mit einem Bier in der Hand geht er die Post durch. Es kommt ihm komisch vor, dass sich die Briefpost schon stapelt, da Maria normalerweise jeden Tag den Briefkasten leert.
Ein weißes Kuvert erregt seine Aufmerksamkeit. Als er es öffnet und den Inhalt liest, ist hinterher nichts mehr so, wie es  war.
Ein Verrückter hat seine Frau entführt und stellt Martin ein Ultimatum: Wenn er ihm innerhalb von drei Tagen den Grund dafür nennt, warum Maria entführt wurde, lässt er sie frei. Drei Tage lang wird er um 23:59 anrufen. Wenn Martin abhebt und die Lösung nicht weiß, wird Maria bestialisch gequält werden. Wenn er nicht abhebt auch! Wenn er am dritten Tag die Lösung immer noch nicht weiß, wird er sie töten ……
Meine Meinung
 
Martin ist nur noch ein Abbild seiner selbst. Seine Nerven liegen blank und er ist nicht mehr fähig zu arbeiten. Sein Kollege macht ihm die Hölle heiß; verlangt mehr Engagement von ihm und will wissen, was mit ihm los ist.
Sein junger Nachbar mit dem Hund Idefix schaut mehrmals bei ihm vorbei; möchte Maria sehen; bringt selbstgebackenen Kuchen und wird langsam misstrauisch.
Ein Kollege von Maria möchte wissen, warum sie nicht mehr in der Arbeit erscheint. Viele Fragen um den Verbleib von Maria!
Doch, wie kann Martin Auskunft geben, wenn das den Tod von Maria bedeuten würde? Der Täter ist immer in seiner Nähe und bekommt alles mit. Keine Polizei und andere Helfer duldet er. Erweckt Martin nur einmal sein Misstrauen, wird Maria getötet.
Dieser Thriller strotzt vor Spannung und Humor. Mir gefallen die Dialoge im Wiener Dialekt sehr gut, da sie mir das Gefühl geben, vor Ort zu sein.
Die Protagonisten wirken authentisch. Sei es der fettleibige Autohändler, mit jeder Menge Dreck am Stecken, oder der Polizist und Querulant Mück.  Schräge Typen mit einer kräftigen Prise Wiener Schmäh, dem ich mich als Leser nicht entziehen konnte.
Vor dem Autohändler Klaus hat es mir mehr wie einmal geekelt …..
Eine besondere Spannung haben die Einblenden von Marias Versteck geboten, in das der/die Täter(in) sie verschleppt hat. Es ist dunkel, sie ist nackt und hört das Jammern einer anderen Frau ……
Fazit
 
Der Autor hat einen Schreibstil, der einem ein genaues Bild der Protagonisten vermittelt.
Der Spannungsbogen zieht sich vom Prolog bis zum Epilog.
Ich wusste erst fast zum Ende, wer die Verbrechen begangen hat. Drogendealer, Querulanten und Umweltschützer begleiten uns durch die Geschichte.
Eine Überraschung jagt die nächste und Missverständnisse sorgen für einen zusätzlichen Kick.
Wer Spannung, Humor und Wahnsinn erleben möchte, dem rate ich zu einer Reise nach Wien.
Roman Klementovic wird den Fremdenführer spielen und euch zu allen geheimen Orten bringen.

Ich gratuliere dem Autor Roman Klementovic zu seinem Debüt. Danke!Ach …. was ich noch sagen wollte: Ich will keine Anrufe mehr, kurz vor Mitternacht …..

Ich vergebe 5 Sterne nach Wien

 

Meine Rezension zu “Freedom’s Child” von Jax Miller

Vita
 
Jax Miller ist New Yorkerin mit irischen Wurzeln, erst 28 und gilt als herausragendes Talent. Ihr erstes Buch stand auf der Shortlist für den CWA debut dagger. Ihr richtiger Name ist Aine O’ Domhnaill.
Info
 
Niemand weiß, dass sie noch lebt. Nicht mal ihre Kinder. Doch die sind nun in höchster Gefahr. 
Sie raucht, sie flucht, sie trinkt. Und lässt sich von niemandem was sagen. Jeder in der Stadt schätzt – oder fürchtet – Freedom Oliver. Keiner kennt ihren wahren Namen, ihr altes Leben: ausgelöscht. Das Leben, in dem sie ihren Mann erschoss, den Schwager ans Messer lieferte und ihre Kinder verlor. Das Leben, das sie für das Zeugenschutzprogramm hinter sich ließ. Nur spät in der Nacht verfolgt Freedom per Facebook, wie Mason und Rebekah erwachsen werden.
Und dann kommt der Tag. Der Tag, an dem ihre Feinde Rache schwören. An dem Rebekah verschwindet. Und Freedom weiß: Sie kann sich nicht länger verstecken, sie muss handeln …
Eine Heldin wie keine. Eine Geschichte von Liebe, Rache, Schuld und Tod.
 
Hier könnt Ihr diesen genialen Thriller kaufen: http://www.rowohlt.de/buch/Jax_Miller_Freedom_s_Child.3167152.html
 
 
Zum Inhalt


>>Mein Name ist Freedom Oliver, und ich habe meine Tochter getötet. Das ist surreal, und ich weiß nicht, was mir mehr wie ein Traum vorkommt; dass sie tot ist oder dass sie mal gelebt hat. Schuld bin ich an beidem.<<

 
Ich habe eine schlaflose Nacht hinter mir. Schuld ist Freedom Oliver! Eine Lady, die mein Blut zum kochen gebracht hat.
Die meinen Wortschatz, was Schimpfwörter betrifft, erheblich aufgestockt hat.Freedom ist natürlich nicht ihr richtiger Name. Sie hat ihn für das Zeugenschutzprogramm angenommen. Zum Schutz für sich selbst und vor allem: FÜR IHRE KINDER!!!
Keiner weiß, dass sie Kinder hat. Keiner weiß, warum sie säuft. Keiner weiß, warum sie ständig flucht und schimpft. Keiner weiß,  woher sie kommt.Ihr Name ist FreedomFreedoms ruppige Art gefällt mir. Ich habe trotzdem bemerkt, dass sie das Herz am rechten Fleck hat. Es ist im Grunde nur Selbstschutz. Sie hat Angst, wenn sie einmal ihren Gefühlen freien Lauf lässt, dass sie zusammenbricht.
Sie hat ihren Mann erschossen; ihren Schwager dafür büßen lassen. Warum?
Ihre Kinder sind adoptiert worden. Sie verfolgt sie jeden Tag über Facebook. Auch ihre Kinder haben jetzt einen anderen Namen. Mason und Rebekah. Dann verschwindet Rebekah spurlos ……
Freedom versteckt sich nicht länger. Eine atemberaubende Suche beginnt ….

Meine Meinung


In diesem Thriller hat nichts gefehlt. Freedom ist mir total sympathisch. Sie musste wahnsinnig viel mitmachen und hat ihre Sorgen und Ängste mit Unmengen Alkohol betäubt. Im Schlaf hat sie nach ihren Kindern gerufen. Das Alles hat sie jedoch nicht daran gehindert, für andere Menschen da zu sein. Sie hat sich um ihre demente, alte Nachbarin gekümmert.
Ihr Sohn Mason ist ein erfolgreicher Anwalt geworden. Auch er hat ständig von seiner leiblichen Mutter geträumt; obwohl er sich nicht mehr an sie erinnern kann. Er und seine Schwester Rebekah sind als kleine Kinder von einem Pfarrerehepaar adoptiert worden. Eine nach außen hin perfekte Familie ……

Mason wird von der Familie verstoßen. Unter anderem Namen hält er mir seiner Schwester Kontakt auf Facebook. Als Rebekah sich nicht mehr meldet, macht er sich auf die Suche nach seiner Schwester ………

Mattley ist Polizist und erkennt hinter Freedoms Fassade die sensible Frau. Er versucht ihr zu helfen. Boxt sie immer wieder aus kniffeligen Situationen raus. Was verbirgt sie? Warum ist sie so unendlich traurig?
Freedom provoziert, trinkt, geht mit jedem ins Bett und fügt sich Verletzungen zu. Sie will Schmerz spüren!!!


Fazit 




             Ihr Name ist Freedom


Die spannungsgeladene Atmosphäre beginnt mit dem Prolog und endet mit der letzten Silbe.
Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Ich musste unbedingt wissen: Warum hat Freedom ihren Mann umgebracht? Was stimmt mit der Pfarrerfamilie nicht? Warum wurde Mason verstoßen? Warum ist Rebekah spurlos verschwunden? Wird Freedom wieder Kontakt zu ihren Kindern aufbauen können?

Die bildhübsche, warmherzige Kämpferin Freedom, ist durch die Hölle gegangen.
Der Schreibstil und die Geschichte haben Suchtpotenzial. Die Protagonistin schleicht sich in das Leserherz. Man möchte ihr Mut zusprechen. Man will ihr die Schnapsflasche aus der Hand reißen. Man will mit ihr auf Kindersuche gehen. Man will sie vor der Familie ihres getöteten Ehemannes schützen.  Vor allem …. man will ihr Notfallglas beseitigen …….

Und doch:  Ihr Name ist Freedom, und  sie nimmt ungern Hilfe an …….

Ein Page Turner der mich atemlos zurück gelassen hat; den ich in einer Nacht gelesen habe.
Einzig eine Unstimmigkeit hat mich gestört. Ein Mann liegt schwer verletzt im Krankenhaus. Aussage des Arztes: “Sollte dieser Mann überleben, hat er den IQ eine Drittklässlers”!
Und genau dieser schwer Verletzte soll, per Augenzwinkern,  noch eine Aussage gemacht haben? Da war mir dann doch zu weit hergeholt.

Eine Empfehlung und ein absolutes Muss für alle Thrillerfans, und solche die es noch werden wollen.

Vielen Dank Jax Miller.
Mein Dank geht auch an den Rowohlt – Verlag. Danke für diesen tollen Gewinn.

5 Sterne für Freedom