Meine Rezension zu “DIE QUELLE” von Catherine Chanter

 


Über die Autorin
 

Catherine Chanter ist im ländlichen
Südwesten Englands aufgewachsen
und lebt seit vielen Jahren in Oxford,
wo sie auch studierte. Neben ihrer
Arbeit als Lehrerin und mit psychisch
kranken Jugendlichen hat sie schon
immer geschrieben, zum Beispiel für
Radio 4, und Kurzgeschichten und
Lyrik veröffentlicht, für die sie mehrfach
ausgezeichnet wurde. Ihr erster
Roman ›Die Quelle‹ wurde mit dem
Lucy Cavendish Fiction Prize prämiert
und erscheint weltweit in über

20 Ländern.
 
 
 
Inhaltsangabe
 

 

          Neu anfangen, draußen auf dem Land. Doch ihr Traum wird zum Albtraum.
Der große internationale Bestseller, der mit seiner verstörenden
Aktualität und atmosphärischen Kraft die Leser über alle Grenzen hinweg
fesselt.Was ist grausamer, die Natur oder die Menschen? Ruth wollte mit ihrer
Familie neu anfangen, draußen im Haus an der Quelle. Doch als es im
ganzen Land nicht mehr regnet, nur noch bei ihnen, wird das Paradies zum
Albtraum, der das Leben eines Kindes kostet – und bald kann Ruth nicht
einmal mehr sich selbst trauen.

In England regnet es nicht mehr, eine Dürre überzieht das ganze Land.
Nur auf dreißig Morgen Land im Westen der Insel fällt noch Regen. Ruth
und Mark, denen »die Quelle«, dieses noch fruchtbare Grundstück gehört,
haben als Einzige Wasser und könnten sich glücklich schätzen. Doch das
vermeintliche Paradies, in dem sie leben, wird zu ihrer ganz
persönlichen Hölle.

Ein aufwühlender psychologischer Roman von zwingender Spannung: eine
Frau, ein Mann und ihre Familie in einer Extremsituation, die uns
jederzeit treffen könnte. Mitreißend erzählt von Catherine Chanter, der
Neuentdeckung aus England.
Zum Inhalt
 
Noch nie war ich bei einem Buch so hin und her gerissen, wie bei “DER QUELLE”!
Ruth hat mich fasziniert und gleichzeitig abgestoßen. Ich wusste nicht, was ich von dieser Frau halten soll. Mit ihrem Mann Mark hat sie London verlassen. Mark hat sich mit der Quelle einen lang gehegten Traum erfüllt. Der Grund, warum beide London gerne verlassen haben, waren Anschuldigungen an Marks Arbeitsplatz …….
Im Westen Englands erwerben Ruth und Mark ein Paradies, dass sich noch als Hölle rausstellen soll ….
Anfangs haben beide gut zusammen gehalten. Für ihren Traum, von einem besseren Leben, haben sie jeden Tag geschuftet. Weder Mark noch Ruth hatten vorher Ahnung von der Landwirtschaft. In mühevoller Arbeit haben sie ihr “Paradies” bepflanzt. Die Hilfe der Nachbarn ist bald hemmungslosen Neid gewichen. Warum herrscht überall Dürre? Warum haben Ruth und Mark immer genügend Regen?
Ruth vermisst manchmal ihr Leben in London. Ihre Freunde haben, trotz Verleumdungen, immer zu ihnen gehalten. Einsamkeit war für sie ein Fremdwort. Ihre Tochter führt ein richtiges Hippieleben. Mit ihrem Partner haust sie in einem Wohnwagen. Ruth ist überglücklich, dass ihre Tochter ihren Sohn bei ihr wohnen lässt. Bei Oma und Opa ist er gut aufgehoben. Denkt sie …….
Meine Meinung
 
Die Geschichte beginnt mit Ruth. Ruth hat in ihrem eigenen Haus Arrest. Sie darf es nur für ein paar Meter verlassen. Man erfährt gleich zu Anfang, dass es keinen Enkel mehr gibt. Mark hat sie verlassen. Warum? Was ist passiert?
Die Autorin hat einen außergewöhnlichen Schreibstil. Obwohl man von Anfang an weiß, dass etwas Schlimmes passiert ist, erfährt man erst ziemlich zum Schluss, was sich zugetragen hat.
Ruth kam mir ziemlich labil vor. Ich konnte sämtliche Handlungen von ihr nicht nachvollziehen.
Viele Dinge passen zu unserer Zeit. Facebook und das Führen eines Blogs, spielen in der Geschichte eine große Rolle. Ruth macht Bekanntschaft mit drei Frauen, die in mir den Eindruck einer Sekte erweckt haben ……….
Fazit
 
Ich wurde mit Ruth nicht richtig warm. Ihre Verantwortungslosigkeit hat mich maßlos genervt. Ich konnte nicht erkennen, wie sie zu ihrem Mann steht. Glaubt sie Mark oder hegt sie Zweifel? Warum hat sie sich um ihren Enkel nicht ausreichend gekümmert?
Von Mark wusste ich auch nicht was ich halten soll. Hat er ein dunkles Geheimnis? Beide waren mindestens so geheimnisvoll wie die Quelle.
Einmal spielt die Geschichte in der Gegenwart und dann wieder in der Vergangenheit. Der Übergang ist der Autorin perfekt gelungen.
Das Buch war zum grössten Teil flüssig zu lesen; jedoch waren einige Seiten sehr langatmig.
Die Geschichte hat eine unheimlich spannungsgeladene Atmosphäre erzeugt. Ich war immer darauf gefasst, dass es zum großen Knall kommt.
Ich könnte mir niemals vorstellen, so abgeschottet von der Aussenwelt zu leben.
Ich empfehle dieses Buch gerne weiter; möchte jedoch darauf hinweisen, dass es einen sehr detaillierten Schreibstil enthält. Für meinen Geschmack wären ein paar Seiten weniger mehr gewesen.
Trotz dem einen Kritikpunkt, ist die “Quelle” ein faszinierendes Buch. Ich gratuliere der Autorin Catherine Chanter zu ihrem Debüt.
Ich vergebe 4 Sterne

 

Meine Rezension zu “Die letzten Tage von Rabbit Hayes” von Anna McPartlin

Über die Autorin



Anna McPartlin wurde 1972 in Dublin geboren und verbrachte dort ihre
frühe Kindheit. Wegen einer Krankheit in ihrer engsten Familie zog sie
als Teenager nach Kerry, wo Onkel und Tante sie als Pflegekind
aufnahmen. Nach der Schule studierte Anna ziemlich unwillig Marketing,
doch sie blieb dabei ihrer wahren Liebe, der Stand-up-Comedy, und dem
Schreiben treu. Bei der künstlerischen Arbeit lernte sie ihren späteren
Ehemann Donal kennen. Die beiden leben in der Nähe von Dublin.

Kurze Inhaltsangabe

Erst wenn das Schlimmste eintritt, weißt du, wer dich liebt.
Stell
dir vor, du hast nur noch neun Tage. Neun Tage, um über die Flüche
deiner Mutter zu lachen. Um die Hand deines Vaters zu halten (wenn er
dich lässt). Und deiner Schwester durch ihr Familienchaos zu helfen. Um
deinem Bruder den Weg zurück in die Familie zu bahnen. Nur neun Tage, um
Abschied zu nehmen von deiner Tochter, die noch nicht weiß, dass du nun
gehen wirst …

Die Geschichte von Rabbit Hayes: ungeheuer traurig. Ungeheuer tröstlich.
Ein Buch das trösten kann.
Meine Meinung
Manchmal frage ich mich, warum ich gerne Bücher lese, die von Krankheit und Tod handeln. “Die letzten Tage von Rabbit Hayes” ist so ein Buch, wie unschwer am Titel zu erkennen ist.
Ich denke, man kann mit einer Geschichte wie dieser, die eigenen Ängste und Erfahrungen besser verarbeiten.
Rabbit wird von ihrer fluchenden, Schimpfwörter liebenden Mutter, in ein Hospiz gefahren.
Rabbit hat den Kampf gegen den Krebs verloren. Weder ihre Angehörigen;noch ihre Mutter sind in der Lage, das Unabwendbare zu akzeptieren. So wird erst mal um den heißen Brei geredet. Das Wort “Sterben” zur Tabuzone erklärt.
Rabbits Vater kann nicht akzeptieren, dass seine stark fluchende Frau, die Tochter nicht retten kann. Eine Zeit lang spricht er deshalb mit ihr kein Wort. Doch, dann werden beide aktiv …..
Rabbit hat keinen Glauben. Sie kann mit “Märchen” nichts anfangen. Trotzdem ist sie eine herzensgute Frau. Sie liebt ihre Tochter Juliet über alles. Es macht ihr Angst, sie alleine lassen zu müssen.
In diesem Buch geht es nicht nur um Krankheit und Tod. Wir dürfen mit erleben, was Rabbit für ein tolles Leben geführt hat. Sie durfte in einer warmherzigen Familie aufwachsen.
Ich konnte oft schmunzeln. Das Hospiz war kein Ort in dem nur Trübsal geblasen wurde. Rabbit lachte oft von ganzem Herzen.
Besonders gut haben mir die Rückblenden aus ihrem Leben gefallen,

wenn sie geschlafen hat. Die erste große Liebe von Rabbit ist mir sehr nahe gegangen.

Für ihren Bruder Davey habe ich im Lauf der Geschichte eine große Sympathie entwickelt. Der Musiker, der zu keinem sesshaften Leben fähig ist, wächst über sich selber hinaus.
Besonders gut hat Anna McPartlin die Familienmitglieder beschrieben und wie sie mit der Situation umgegangen sind.
Fazit
 
Ich könnte jetzt seitenweise schreiben. Das lasse ich lieber. Man sollte dieses Buch einfach lesen. Man braucht vorher nicht viel zu

wissen; denn von der ersten Seite an wird man in die Geschichte hineingezogen. Die Autorin hat einen unglaublich magischen Schreibstil. Man kann und will nichts anderes, als Rabbit begleiten. Man will ihre Geschichte hören. Man will mit ihr lachen und weinen. Die letzten Tage waren für mich wunderbar und traurig zugleich.

Besonders überzeugend fand ich Rabbits Mutter. Ehrlich, ich habe oft mit geflucht und Schimpfwörter benutzt. Ich bin jetzt mal total unverschämt und bediene mich an Moms Ausdrucksweise: Scheiß, verdammter, ver….ter Krebs!!!!
Aber das Cover …. verdammt schön!
Herzlichen Dank an den Rowohlt-Verlag. Dieses Buch ist für mich ein Hauptgewinn.
Absolute Empfehlung von mir und 5 Sterne

Meine Rezension zu “Selection – der Erwählte” von Kiera Cass

Über die Autorin
 
Kiera Cass wurde in South Carolina, USA, geboren und lebt heute mit
ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Virginia. Die Idee zu den
›Selection‹-Romanen kam ihr, als sie darüber nachdachte, ob Aschenputtel
den Prinzen wirklich heiraten wollte – oder ob ein freier Abend und ein
wunderschönes Kleid nicht auch gereicht hätten …
Mit ihren ›Selection‹-Romanen hat sie es weltweit auf die Bestseller-Listen geschafft.
Kurze Inhaltsangabe
 
Kurzbeschreibung
 
35 perfekte Mädchen waren angetreten. Nun geht das Casting in die letzte Runde: Fünf Mädchen träumen von der Krone Illeás und einer Märchenhochzeit. America ist noch immer die Favoritin des Prinzen, doch auch ihre Jugendliebe Aspen umwirbt sie heftig. Sie zögert, denn sie liebt beide. Doch jetzt ist der Moment der Entscheidung gekommen: America hat ihr Herz vergeben, mit allen Konsequenzen. Komme, was wolle …
Zum Inhalt
 

Celeste, Kress, Elise und America treten zum Finale an. Denkt man nun kratzen sie sich die Augen aus, liegt man total verkehrt. Im Gegenteil! Celeste, die sonst keine Gelegenheit ausgelassen hat, ihre Mitstreiterinnen zu drangsalieren, zeigt sich von einer ganz neuen Seite. Jedes Mädchen buhlt um die Gunst des Prinzen. Für drei davon steht die Gewinnerin schon fest. Doch, ist das so???Die Anschläge der Rebellen nehmen dramatische Ausmaße an. Jedoch, auch hier ist nicht jeder Rebelle dem Königshaus schlecht gesinnt. Es gibt einen sehr großen Unterschied zwischen Nord-und Südrebellen. Maxon und America haben noch richtig spannende Begegnungen ……

Meine Meinung

Ich liebe diese Geschichte. Dieses moderne Märchen hat sich in mein Herz eingenistet. Seit dem Film “Pretty Woman” konnte mich keine Story mehr so begeistern.

Prachtvolle Kleider in einem traumhaften Palast, lassen America von einer rosigen Zukunft träumen.
Ich war sehr gespannt, ob America noch in Aspen verliebt ist, oder ob ihr Herz nun endgültig für Maxon schlägt.
Ich musste America oft bewundern. Die von Grund auf ehrliche, junge Frau hat niemals den bequemeren Weg gewählt. Sie hat sich für die niederen Kasten eingesetzt, obwohl sie sich damit Sympathien im Königshaus verscherzt hat. Aber … ist es nicht genau das, was eine gute Königin ausmachen würde?

Ich wüsste nicht, ob ich ausgehalten hätte, dass ich nicht die einzige Anwärterin bin. America bekam ja auch die Turteleien von Maxon mit ihren drei Konkurrentinnen mit. Besonders unsicher wird sie, als sie Liebesschwüre belauscht …….

Ein Rebellenangriff findet statt, der an Grausamkeit alle anderen Angriffe übertrifft ….

Fazit


Als ich das Buch beendet habe, war ich sehr froh zu wissen, dass Band vier bald erscheint.
Das Lesen dieses Buches war für mich ein einziger Widerspruch. Einerseits wollte ich schnell lesen, weil ich wissen wollte wie die Geschichte ausgeht. Anderseits wollte ich langsam lesen, damit das Buch nicht schon wieder zu Ende ist.

Die Autorin hat einen sehr fesselnden Schreibstil. Sie hat es mir ermöglicht, Gast im Königshaus zu sein.
Die Geschichte hat ein Ende, dass bittersüß ist. Viele schlimme; trotzdem auch wunderschöne Dinge sind passiert. Ein Mädchen, dass sich über Regen freuen kann, muss man lieben. Nicht wahr, Maxon?!
Was soll ich sagen? Ich warte wie ein Teenager auf Band vier. Ich frage mich … ob ich den vierten Band wohl langsam lesen werde? Wohl eher nicht ….

Eine Empfehlung und fünf goldene Sterne

 

 

Meine Rezension zu “Endstation” Gerda und Otto Königs dritter Fall von Sabine Wierlmann

Über die Autorin
 
Sabine Wierlemann
ist 1973 in Münster geboren. Ihre Schulzeit hat sie im Schwäbischen
verbracht und studierte in Freiburg und Amherst (USA) Deutsch,
Geschichte und das Leben. Nach der Promotion lebt und arbeitet sie in
Süddeutschland. Sabine Wierlemann ist Lehrerin und Autorin, träumt von
einer dritten Karriere als Konditorin und ist leidenschaftliche
Sängerin. Sie ist verheiratet mit dem besten Mann der Welt, gemeinsam
haben sie zwei Kinder, die das Glück vollkommen machen. Im Klarant
Verlag sind von der Autorin die  Regionakrimis “Mordwoche” und “Todesfuge” erschienen. Am 03.02.2015 erscheint der dritte Regionalkrimi der Autorin “Endstation” als Taschenbuch und eBook. Spannende Romane mit schwäbischem Lokalkolorit!
Nach “Mordwoche” und “Todesfuge” ist
dieses der dritte Fall für Gerda und Otto Köning! Alle drei
Schwabenkrimis sind auch als eBook erhältlich
Beschreibung
 
Plötzlich gerät der gemütliche Alltag der schwäbischen Kleinstadt
Bärlingen aus den Fugen: In einem Lkw tauchen fünf Leichen auf, allesamt
Bewohner des Altersheims Gertrudenstift. Dort wohnt auch Gerlinde
Haller, die sofort ihre Spürnase einsetzt und sich daran macht, die
kriminellen Machenschaften im so harmlos wirkenden Altersheim
aufzudecken. Ihr Sohn, Hauptkommissar Georg Haller, übernimmt den Fall
und merkt schnell, dass er es hier mit einem Gegner zu tun hat, der vor
nichts zurückschreckt. Mit seiner Spezialeinsatztruppe hat allerdings
niemand gerechnet und seine Oldies aus der Schubartstraße machen sich
voller Eifer an die Ermittlungen für Spannung und Spaß ist also gesorgt!
Und auch die Romantik kommt nicht zu kurz, denn im Laufe der
Ermittlungen kommen sich Georg und seine Kollegin Lisa-Marie wieder
näher. Doch die Hauptrolle ist einmal mehr für Gerda und Otto König
vorgesehen. Das alteingesessene Friseurehepaar hatte sich eigentlich
vorgenommen, die Polizeiarbeit künftig den Profis zu überlassen. Aber da
sie ihre Friseurdienste traditionell auch im Gertrudenstift anbieten,
haben sie eine Verbindung zu dem Fall. Ungewollt kommen sie dem Täter
sehr nah, und geraten in tödliche Gefahr..
Zum Inhalt
 
Hauptkommissar Georg Haller bekommt einen anonymen Anruf. Ein Lastwagen soll einen Inhalt enthalten, der so gar nicht da hinein gehört. Kopfsalat und Co wären angemessener!
Er verfolgt den LKW-Fahrer und stellt ihn. Was Georg in dem Lastwagen entdeckt, verschlägt ihm die Sprache! Fünf Senioren im Kühlfach! Erst verschlägt es ihm die Sprache und dann schlägt ihn der russische LKW-Fahrer!
Ziemlich ramponiert ermittelt der schwäbische Hauptkommissar im Altenheim.Im Gertrudenstift bewohnt seine Mutter ein Apartment. Die rüstige alte Dame hat dort eine neue Liebe gefunden.
Meine Meinung
 
Ich habe bei diesem Provinzkrimi oft schmunzeln müssen. Die Situationen, in die Georg hineingeschlittert ist, waren einfach zu komisch. Gott sei Dank hatte er nur jede erdenkliche Hilfe. Von seinen Kollegen auf dem Präsidium? Weit gefehlt!! Seine Mama im Altenheim und sämtliche Senioren in seiner Nachbarschaft haben fleißig mit ermittelt! Nicht zu vergessen das Ehepaar Gerda und Otto. Die Beiden bekommen in ihrem Friseursalon ja so einiges mit. Im Gertrudenstift  hübscht der Otto oft mal die verstorbenen Senioren für ihren letzten Weg auf. Also, wer wäre besser geeignet als die Beiden? Ich sag Euch: “Niemand”!
Eigentlich geht es in diesem Krimi um ein total trauriges Thema.  Nachdem der ursprüngliche Besitzer des Gertrudenstifts  wegen Demenz  selber Insasse wurde, hat seine russische, rassige Frau die Leitung übernommen. Gutes Pflegepersonal hat sie rausgeekelt und billige, unqualifizierte Hilfskräfte aus Russland und Polen eingestellt. Und auch sonst hat die Russin einige Geheimnisse …. Ich denke, das kommt uns Lesern nicht unbekannt vor. Solche Konstellationen sind im wahren Leben nackte Realität. LEIDER!
Die Romantik kommt auch nicht zu kurz. Georg hat sich zwar von seiner Lisa-Marie getrennt, doch ohne die süße Kollegin fühlt sich der Georg halt doch nicht wohl. Lisa-Marie verbringt, glücklich zurück erobert, mit ihrem Georg eine heiße Liebesnacht im Altenheim. Das Apartment der Mama war gerade unbewohnt. Bei so einem tollen Angebot verzichtet Lisa gerne auf ein Romantikhotel :-))) Warum erzähl ich Euch jetzt aber nicht ……..
Fazit
 
Die Autorin hat einen flüssigen Schreibstil. Die Abenteuer, die sie Georg und den ermittelnden Senioren auf den Leib geschrieben hat, sind einfach nur köstlich. Und nicht nur die. Auch die mitgebrachten schwäbischen Leckerbissen der betagten Ermittler, sorgen für Hochgenuss. Ich hätte gerne von dem Buffet genascht, dass die Senioren auf Georgs Wohnzimmertisch errichtet haben.
Ein tolles Team, dass ich in mein Herz geschlossen habe. Die Geschichte hat einen Verlauf, mit dem ich nicht gerechnet habe. Humor und Spannung sind garantiert.
Georg und das Ehepaar Otto und Gerda sind wirklich ein gutes Team. Ja, Georg und Otto sind sich sogar schon in eingenässten Hosen gegenübergestanden. So was bindet!!! Warum? Tja …. das war so ……..
Absolute Empfehlung von mir und 5 Sterne
Oddo guck mol. Oine aus Niederbayern hot ons 5 Stern gebba.
 

Meine Rezension zu “Die Falle” von Melanie Raabe

 

Vita
 
Melanie
Raabe wurde 1981 in Jena geboren, wuchs in einem 400-Seelen-Dorf in
Thüringen und einer Kleinstadt in NRW auf, studierte Medienwissenschaft
und Literatur in Bochum und lebt inzwischen in Köln – als Journalistin,
Drehbuchautorin, Bloggerin, Performerin und Theaterschauspielerin. Sie
betreibt ihren eigenen Interview-Blog (www.biographilia.com) und erhielt
bereits mehrere Preise für ihr Schreiben. Die Rechte an ihrem Roman
“Die Falle” wurden bereits vor Erscheinen international verkauft, u.a.
nach Frankreich, Italien, die Niederlande, Spanien und das
englischsprachige Ausland.
 
 
 
 
Inhaltsangabe
 
Sie stellt ihm eine Falle. Aber ist er wirklich ein Mörder?
Die
bekannte Romanautorin Linda Conrads, 38, ist ihren Fans und der Presse
ein Rätsel. Seit gut elf Jahren hat sie keinen Fuß mehr über die
Schwelle ihrer Villa am Starnberger See gesetzt. Trotz ihrer Probleme
ist Linda höchst erfolgreich. Dass sie darüber hinaus eine schreckliche
Erinnerung aus der Vergangenheit quält, wissen nur wenige. Vor vielen
Jahren hat Linda ihre jüngere Schwester Anna in einem Blutbad
vorgefunden – und den Mörder flüchten sehen. Das Gesicht des Mörders
verfolgt sie bis in ihre Träume. Deshalb ist es ein ungeheurer Schock
für sie, als sie genau dieses Gesicht eines Tages über ihren Fernseher
flimmern sieht. Grund genug für Linda, einen perfiden Plan zu schmieden –
sie wird den vermeintlichen Mörder in eine Falle locken. Doch was ist
damals in der Tatnacht tatsächlich passiert?Zum Inhalt


Linda ist eine 38jährige Frau, die seit dem Mord an ihrer Schwester traumatisiert ist. Völlig zurückgezogen lebt sie seit elf Jahren in ihrem Haus. Sie gerät in  Panik, wenn sie nur daran denkt, einen Fuß vor die Türe zu setzen. Um die schlimmen Ereignisse zu vergessen, schreibt sie erfolgreich Romane. Diese handeln von einer heilen Welt.

Sie hat vor elf Jahren ihre Schwester Anna in deren Wohnung tot aufgefunden. Ermordet! Ihre Schwester, die kein Blut sehen konnte, liegt auf dem Boden in einem Blutbad. Sie sieht einen Mann durch  die Terrassentüre flüchten. Das Einzige was Linda in Erinnerung behält, sind die hellen, stechenden Augen.

Bei der Polizei wird ein Phantombild erstellt. Doch, nicht einmal Linda kann darauf den Mann wieder erkennen……

Nur die Mitarbeiter von ihrem Verlag haben Zugang zu ihrem Haus.
Als Linda ein Mal im Fernsehen den Reporter Lenzen sieht, erkennt sie in ihm den Mörder ihrer Schwester……

Linda fasst einen Plan. Sie schreibt einen Thriller, in dem sie ihre eigene Geschichte erzählt. Den Mord an ihrer Schwester! Natürlich unter anderen Namen.
Da sich die Presse darum reißt, von der erfolgreichen Bestsellerautorin endlich ein Interview zu bekommen, ist es für Linda ein Leichtes, Lenzen zu ordern.
Sie bereitet sich auf das Interview vor. Lässt ihre labile Psyche stärken.
Dann ist es so weit ….. Lenzen steht vor ihrer Tür ….

Meine Meinung


Dieser Roman war für mich ein raffinierter Thriller. Vor allem der Roman im Roman. Ich fand die Idee genial; musste der (Mörder?) doch die Geschichte vorher lesen. Auch als Leser erlebt man einmal Linda und dann wieder die Protagonistin Sophie im Roman. Der Übergang ist fließend und gut umgesetzt.
Niemals könnte ich mir vorstellen, elf Jahre das Haus nicht mehr zu verlassen. Ich betrachte es als eine sehr große schriftstellerische Leistung, ein Buch zu schreiben, dessen Handlung sich überwiegend in einem Haus abspielt und mit wenigen Protagonisten auskommt.
Melanie Raabe hat eine Spannung erzeugt, die mich an das Buch gefesselt hat. Der Moment, als Lenzen vor Lindas Tür stand, hat mir eine Schnappatmung beschert. Der Verlauf des Interviews hat der Geschichte Wendungen gegeben, mit denen ich niemals gerechnet hätte.

Besonders die Gedankengänge von der traumatisierten Linda wurden gut beschrieben. Elf lange Jahre voller Angst und Zweifel.

Seit dem ich das Buch gelesen habe, ist mein  Verhältnis zu dem Song von den Beatles  “ALL YOU NEED IS LOVE!” etwas gespalten ………
Warum? Das müsst Ihr selber herausfinden!

Fazit


Wenn man es sich daheim auf dem Sofa gemütlich macht, einen spannenden Schmöker in der Hand hält, wie die Falle, erhält man wieder mal einen Beweis dafür, dass lesen eines der schönsten Dinge im Leben ist.
Ob die Autorin die Handlung bildlich beschrieben hat? Also, bevor ich heute schlafen gehe schaue ich vorher auf den Balkon, hinter alle Türen und das Auto kommt ab sofort nicht mehr in die Tiefgarage ………

Ein Zitat von Linda: >>Jeder, der von mir schon mal mit einer Schusswaffe bedroht worden ist, hat das Recht, mich bei meinem Vornamen zu nennen.<<


Jeder, der mir so tolle Lesestunden beschert hat, hat das Recht, von mir 5 Sterne zu bekommen.


Covergestaltung: 5 Sterne
Gefühl: 5 Sterne
Spannung: 5 Sterne
Idee: 5 Sterne
Schreibstil: 5 Sterne

 


 

Meine Rezension zu “Hexenkinder” das Fenster in die Vergangenheit von Sabine Bürger

Vita

1946 an der Ostsee, im hanseatischen Rostock geboren, blieb mein Wunsch
Gedichte und Geschichten aufzuschreiben, vorerst auf kindliche Versuche
beschränkt.
Mein Schulabschluss an einer POS in Rostock, meine
Ausbildung zur Laborantin am Justus von Liebig Institut und meine Heirat
folgten.
Als Berufstätige und Mutter dreier Kinder war ich vollends
ausgelastet. Mein großer Traum vom Schreiben rückte in den Hintergrund.
Erst
viele Jahre später brachte mich meine Liebe zu den Büchern, die bis
heute meine ständigen Begleiter sind, dazu, an meine Kinder – und
Jugendjahre anzuknüpfen, Eigenes aufzuschreiben.
Seit 2010 schreibe
ich für eine Agentur Krimis und Kurzgeschichten. Im Dezember ist mein
Kinder – und Jugendbuch erschienen, dem hoffentlich viele folgen werden.
Ich freue mich riesig auf die Zusammenarbeit mit einem Verlag, der meinen Vorstellungen und Wünschen total entspricht.
Sabine Bürger

Kurzbeschreibung
 
 
Als die elfjährige Samantha von der abenteuerlichen Zeitreise ihrer
Mutter erfährt, beschließt sie, ebenfalls den Sprung durch die “Geheime
Pforte” zu wagen. Gemeinsam mit ihren Freundinnen, den Zwillingen
Antonia und Anica, verschwindet sie in das mittelalterliche Magdeburg.
Eine geplante Hexenverbrennung stellt Samantha vor eine schwerwiegende
Entscheidung, doch das ist erst der Anfang ihres ungewöhnlichen Ausflugs
in die Vergangenheit.Ob es die Begegnung mit Mathilda, der
Tochter der Kräuterfrau, den im Wald hausenden Gesetzlosen oder den
Bergleuten ist, immer bleibt es für Samantha ein Kampf gegen den
Aberglauben, die Grausamkeit und die Ungewissheit der damaligen Zeit.
Sie lernt Missgunst und Niedertracht kennen, erfährt aber auch Liebe und
Zuneigung. Als sie schwer krank wird, kann nur noch eine Rückkehr ins
21. Jahrhundert sie retten, doch diesen Weg hat sich Samantha verbaut

Meine Meinung
 
Ich bin regelrecht verzaubert. Wie das passiert ist? Ich habe Hexenkinder gelesen. Habe mit Samantha und ihren Freundinnen eine Zeitreise in das Mittelalter mitgemacht.
Samantha, Antonia und Anica lauschen den Geschichten von Samanthas Mutter Soraya.  Soraya hat als kleines Mädchen mit ihrer Oma eine Zeitreise in das Mittelalter gemacht.
Total fasziniert lauschen die drei Mädels der Geschichte.  Allen dreien ist klar: Wir reisen auch dort hin. Die Eltern dürfen jedoch davon nichts erfahren. Sie wünschen sich zu Weihnachten Kleidung, die zum Mittelalter passt. Für den Fasching …. natürlich!!!!!
 
Sie passieren die geheime Pforte und retten gleich einmal ein Mädchen. Im mittelalterlichen Magdeburg soll es verbrannt werden……..
Hach … war das ein schönes Abenteuer. Damit hatten Samantha und ihre Freundinnen nicht gerechnet. Das Mittelalter im Geschichtsbuch lässt sich nicht mit ihrem Erlebnis vergleichen. Dort riechen sehr viele Menschen ziemlich unangenehm. Die Sitten sind rau. Kinder sind vor der Todesstrafe nicht sicher. Damals hatte man es schon schwer, wenn man rote Haare hatte. Hexe, Hexe, Hexe!!!!
Als Tierschützer haben die drei auch agiert und einen Gaul gerettet. Und das im Mittelalter!!! Der soll Samantha im Lauf der Geschichte noch sehr nützlich sein …..
Antonia und Anica müssen zurück in ihre Zeit. Das gerettete Mädchen ist hier nicht mehr sicher …
Samantha ist nun auf sich allein gestellt und erlebt ein Abenteuer nach dem anderen.
Fazit
 
Diese Geschichte ist einfach nur schön und dürfte auch erwachsenen Menschen gefallen. Mal ehrlich … wer lässt sich nicht gern verzaubern?
Samantha lernt die Menschen kennen, mit denen ihre Mutter als kleines Mädchen Bekanntschaft gemacht hat. Sie wird bei den Gesetzlosen aufgenommen. Die Kräuterfrau Zuleikha mochte ich sehr gerne. Ihr gutes Herz hat vor Jahren Soraya gerettet und nun Samantha. Die Kräuterkundige hat die Ähnlichkeit sofort bemerkt.
Gleich am Anfang der Geschichte muss sich Samantha in ihrer Klasse vorstellen. Samantha Marsch tut das nicht gerne. Warum? (M)arsch! Ich denke, damit hat sie nun keine Probleme mehr. Wer im Kerker war, um sein Leben gebangt hat und sich im  Mittelalter behauptet hat, dem geht das am (M)arsch vorbei 🙂
Der wunderschöne Schreibstil ist besonders zu erwähnen. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Spannung und Humor gingen in diesem Buch Hand in Hand. Samantha macht auch Bekanntschaft mit dem Mädchen Batterine. Der Ursprung ihres Namens ist eine Taschenlampe! Warum? Das müsst Ihr selber herausfinden …..
Unbedingt lesen!! Abrakadabra: 5 Sterne
 
 

Meine Rezension zu “Agnes Geheimnis” von Anette Hennig

Über die Autorin



Annette Hennig ist eine deutsche Autorin. Sie lebt mit ihrem Mann in einem kleinen Ort in Thüringen.
Sie erlernte den Beruf einer Bürokauffrau, studierte danach Betriebswirtschaft und arbeitete viele Jahre im erlernten Beruf.
Seit nunmehr zwanzig Jahren geht sie einer selbständigen Tätigkeit nach, welche ihr Freiraum für das Schreiben lässt.
In
ihrer Freizeit verreist sie gern, liest viel und liebt es im Garten zu
entspannen. Hier findet sie Ruhe und Muße für neue Romanideen.
Ihr Debütroman “Agnes Geheimnis” ist der Auftakt zu der Trilogie “Und immer war es Liebe”.

Mehr über die Autorin und ihre Bücher auch auf: www.annettehennig.de
oder annette.hennig.96@facebook.com

Kurzbeschreibung


Nina ist Mutter von drei Kindern, Ehefrau und Hausfrau. Sie liebt ihr Leben, hat es sich immer so erträumt.
Bis zu dem Tag, als nach 32 Jahren ein verhängnisvoller Brief ihre heile Welt wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen lässt.
Sie
wagt einen Neuanfang, verlässt Mann und Heim. Zu allem Überfluss
erfährt sie von einem lange gehüteten Geheimnis ihrer geliebten Oma
Agnes, das ihr gerade neu begonnenes Leben abermals auf den Kopf stellt.

Schafft Nina es, allen widrigen Umständen zum Trotz, wieder glücklich zu werden?
Zum Inhalt
Agnes Geheimnis ist der erste Teil einer Familiengeschichte. Gleich zu Anfang ein guter Rat von mir: Fangt erst zu lesen an, wenn Ihr Zeit habt. Das Buch ist so spannend, dass man es nicht mehr aus der Hand legen mag.
Als blutjunge Frau lernt Nina den attraktiven Paul kennen. Paul  genießt den Ruf eines Weiberhelden. Ninas beste Freundin und ihre Schwester Selina gefällt es überhaupt nicht, dass Nina sich in Paul verliebt hat. Nina lässt Paul Monate lang zappeln. Das weckt Pauls Jagdtrieb erst recht! Er zeigt Geduld und kommt an sein Ziel. Sie heiraten und bekommen im Lauf der Jahre drei Kinder.
Nach 32 Jahren erhält Nina einen Brief von einer Frau aus Mallorca ….
Meine Meinung
 
Es ist sehr interessant zu erleben, wie aus der temperamentvollen Nina eine biedere Hausfrau wird. Sie hat die ganzen Jahre nur für ihren Paul und die Kinder gelebt. Doch, hat sie dafür einen Dank erhalten? Ein einziger Brief hat dazu geführt, Ninas Scheuklappen zu entfernen. Die ganzen Jahre waren auf Lügen aufgebaut.
Nina sieht nur noch eine Lösung. Sie verlässt Paul. Denkt man zuerst, Nina würde zusammenbrechen, merkt man doch sehr schnell, dass die Nina von früher wieder zum Vorschein kommt.
Sie findet bei ihrer Schwester und deren Mann Unterschlupf. Selinas Mann holt mit Nina deren persönliche Sachen und die Bibliothek aus dem gemeinsamen Haus von Paul und Nina. In schweren Kisten mit alten Kram findet Nina Tagebücher von ihrer Oma Agnes. Sie beginnt zu lesen und wird ohnmächtig ….
Ich war richtig glücklich darüber, dass Nina endlich gehandelt hat. Paul ist für mich ein gefühlloser Egoist. Das hat sich besonders in einer bestimmten Situation gezeigt. Sein eigen Fleisch und Blut hat Hilfe gebraucht und er hat erst mal wieder nur an sich gedacht. Beinahe wäre die Hilfe zu spät gekommen …..
Zeitweise wusste ich nicht, was ich von Nina halten soll. Kann man wirklich so blauäugig sein? Paul war sich seiner Nina sicher. Sein größter Fehler …..
Aus Nina wird wieder eine selbstbewusste Frau; obwohl sie viele Schicksalsschläge verkraften muss. Sie findet Dinge von ihrer Großmutter heraus, die ihre heile Welt endgültig zusammenbrechen lassen. Besonders über ihren Opa ……
Fazit
Eine temporeiche Geschichte die von Seite zu Seite besser wird. Der flüssige Schreibstil lässt einen nur so durch die Seiten fliegen. Manchmal hätte ich mehr Emotionen erwartet. Nina hat zu ihrem alten “ICH” wieder zurückgefunden. Das ging mit etwas zu schnell und wirkt daher etwas abgehakt. Aber, das ist das Einzige an dieser tollen Geschichte, dass mir nicht gefallen hat.
Es gibt viele Wendungen mit denen ich im Leben nicht gerechnet hätte. Agnes Geheimnis hat es in sich. Sympathische Protagonisten die authentisch rüberkommen. Der Fiesling Paul bekommt einige Lektionen.
In dieser Geschichte ist nicht mal sicher, ob ein Grab seine Berechtigung hat …..
Aber eins ist sicher: Ich werde die Familiengeschichte weiter verfolgen! Wenn ich diesen Roman vergleichen müsste, würden mir als erstes die Geschichten von Lucinda Riley einfallen.

Eine Empfehlung von mir und 5 Sterne

Covergestaltung: 5 Sterne
Idee: 5 Sterne
Schreibstil: 5 Sterne
Gefühl: 3 Sterne
Spannung: 5 Sterne

 

Meine Rezension zu “HELDENTAGE” von Sabine Raml

Über die Autorin
 
Sabine Raml wurde im Ruhrgebiet geboren und wuchs dort größtenteils auf
einem Campinglatz zwischen Schnecken und Bäumen auf. Bereits als Kind
entwarf sie ihre erste Zeitschrift und verteilte sie in der
Nachbarschaft. Trotz anderer Berufe blieb das Schreiben ihre große
Leidenschaft. Die Autorin lebt in Berlin in der Nähe eines Waldes und
mehrerer Campingplätze. Sie liebt Pasta, Feigenmarmelade und Yoga.
Produktbeschreibung
 
Lea ist fünfzehn und hat viele
Träume: Sie will schreiben. Sie will rennen, ohne je außer Puste zu
sein. Sie will so wunderschön sein wie ihre beste Freundin Pola. In
ihren Träumen ist Lea eine Heldin. Im richtigen Leben klappt es manchmal
nicht: Gerade hat sich Lenny, Leas erster Freund, von ihr getrennt. Sie
vermisst ihn schrecklich. Leas Mutter versinkt in ihren eigenen
Problemen und kann Lea nicht helfen. Aber es gibt ja noch Pola und die
Clique und einen tollen neuen Jungen an der Schule, der sich
unbegreiflicherweise für Lea interessiert … Im Laufe eines langen
Sommers findet Lea heraus, dass sie eigentlich doch auch eine Heldin
ist, jeden Tag ein bisschen.
Zum Inhalt
 
Heldentage ist wieder so ein Buch, das ich auf einen Tag gelesen habe.
Lea ist fünfzehn und hat ein schweres Leben. Sie leidet unter Asthma und ihre Mutter ist alkoholkrank , seitdem ihr Vater beide verlassen hat.
Lea hält ihre Probleme geheim. Niemand soll wissen, in welch erbärmlichen Verhältnissen sie leben muss. Nicht mal ihrer besten Freundin Pola vertraut sie sich an.
Jeden Tag muss sie für ihre Mutter die “Flaschenpost” erledigen. Geld für Nahrungsmittel bleibt da kaum noch übrig. Lea muss den Haushalt erledigen und sich um ihre Mutter kümmern. Hunger ist für sie kein Fremdwort!
Lea hat viele Ängste. Eine davon ist das Küssen. Obwohl sie in ihren Freund Lenny verliebt ist, schämt sie sich davor ihn zu küssen. Dafür gibt es viele Gründe …..
Als sie mit Lenny wieder einmal verabredet ist, findet sie nur das lederne Freundschaftsband von ihm vor. Keine Spur von ihrem Freund. Lea kennt sich nicht mehr aus. Hat Lenny Schluss gemacht mit ihr? Wenn ja, warum????
Meine Meinung
 
Als ich ein paar Seiten gelesen habe, sind meine Gedanken zu meiner Kindheit gewandert. Wenn ich von der Schule gekommen bin, war das Erste, dass ich von meiner Mutter gehört habe: “Wasch dir die Hände und setz dich an den Tisch. Das Essen ist fertig!” So ging das bis zu meinem Auszug vom Elternhaus. Wie peinlich war mir das, wenn Freunde von mir dieses Bemuttern mitbekommen haben. Ist doch schließlich total uncool. Wäre nur damals schon das Buch in meinem Besitz gewesen …….
Lea hat mir sehr leid getan. Wegen ihrer Mutter konnte sie ihre Freizeit nicht genießen. Ständig war sie gehetzt, hungrig und total ausgepowert. Ihre vielen Ängste haben sie regelrecht zermürbt.
Lennny, Lenny, Lenny! Leas Gedanken werden von ihrem Ex, (oder Nochfreund?,) beherrscht. Mit ihrer Mutter kann sie über ihre Probleme ja nicht reden. Die spricht nur von sich, ohne Punkt und Komma. Einzige, tägliche Kommunikation mit ihrer Mutter über das Handy: >>Bring bitte Bier und Zigaretten mit vier F und zwei P<<
Oft hab ich mir Sorgen um Leas Atemprobleme gemacht. Besonders einmal ……..
Ich konnte nicht verstehen, warum niemand das Elend von Lea bemerkt hat. Weder ihr Arzt noch ihre Lehrer schienen Augen im Kopf zu haben. Auch den Kioskbesitzer, bei dem Lea immer Alkohol anschreiben lassen hat, würde ich mehr gerne mal vorknöpfen.
Als Lea einmal gründlich die Schnauze voll hat, steigt sie auf ihren Lieblingsbaum im Park. Sie sitzt dort stundenlang. Dann kommt es zum Eklat ……..
Fazit
 
Diese Geschichte ist unheimlich traurig. Ich habe mich oft gefragt, wie Lea es so lange aushalten konnte. Ihre Gedanken fuhren ständig Achterbahn.
Die Autorin hat einen wunderschönen Schreibstil. Sie hat mit Worten gespielt und unheimlich schöne Sätze gezaubert. >>Es ist ganz still und grün und es riecht gut. Das Paradies?<< Besonders gut gefallen hat mir, dass ich mir alles bildlich vorstellen konnte. Leas Mutter sprach immer ohne Punkt und Komma. Die Autorin hat die Dialoge von ihr ohne Punkt und Komma geschrieben!
Das Ende lässt hoffen, dass Leas Mutter ihre Probleme in den Griff bekommt und Lea eine Leben führen kann, dass ihrem Alter entspricht. Genau weiß ich es jedoch nicht. Aber eines weiß ich ganz gewiss. Lea hätte alles dafür gegeben einmal diesen Satz von ihrer Mutter zu hören: ” Lea, wasch dir die Hände und setz dich an den Tisch. Essen ist fertig”!”
Ich gratuliere Sabine Raml zur ihrem wundervollen Debüt. Liebe Sabine, bitte mehr davon.
5 Sterne