Meine Rezension zu „Die letzten Tage von Rabbit Hayes“ von Anna McPartlin

Unbezahlte Werbung! Coverrechte: Verlag! Preis: € 12,00 Seitenzahl: 464 rororo ISBN: 978-3-499-26922-6 20.03.2015 Erhältlich als: Taschenbuch, e-Book
Über die Autorin



Anna McPartlin wurde 1972 in Dublin geboren und verbrachte dort ihre
frühe Kindheit. Wegen einer Krankheit in ihrer engsten Familie zog sie
als Teenager nach Kerry, wo Onkel und Tante sie als Pflegekind
aufnahmen. Nach der Schule studierte Anna ziemlich unwillig Marketing,
doch sie blieb dabei ihrer wahren Liebe, der Stand-up-Comedy, und dem
Schreiben treu. Bei der künstlerischen Arbeit lernte sie ihren späteren
Ehemann Donal kennen. Die beiden leben in der Nähe von Dublin. Verlagsinfo: Rowohlt

Erst wenn das Schlimmste eintritt, weißt du, wer dich liebt.
Stell
dir vor, du hast nur noch neun Tage. Neun Tage, um über die Flüche
deiner Mutter zu lachen. Um die Hand deines Vaters zu halten (wenn er
dich lässt). Und deiner Schwester durch ihr Familienchaos zu helfen. Um
deinem Bruder den Weg zurück in die Familie zu bahnen. Nur neun Tage, um
Abschied zu nehmen von deiner Tochter, die noch nicht weiß, dass du nun
gehen wirst …

Die Geschichte von Rabbit Hayes: ungeheuer traurig. Ungeheuer tröstlich. Verlagsinfo: Rowohlt
Ein Buch das trösten kann.
Manchmal frage ich mich, warum ich gerne Bücher lese, die von Krankheit und Tod handeln. „Die letzten Tage von Rabbit Hayes“ ist so ein Buch, wie unschwer am Titel zu erkennen ist.
Ich denke, man kann mit einer Geschichte wie dieser, die eigenen Ängste und Erfahrungen besser verarbeiten.
Rabbit wird von ihrer fluchenden, Schimpfwörter liebenden Mutter, in ein Hospiz gefahren.
Rabbit hat den Kampf gegen den Krebs verloren. Weder ihre Angehörigen;noch ihre Mutter sind in der Lage, das Unabwendbare zu akzeptieren. So wird erst mal um den heißen Brei geredet. Das Wort „Sterben“ zur Tabuzone erklärt.
Rabbits Vater kann nicht akzeptieren, dass seine stark fluchende Frau, die Tochter nicht retten kann. Eine Zeit lang spricht er deshalb mit ihr kein Wort. Doch, dann werden beide aktiv …..
Rabbit hat keinen Glauben. Sie kann mit „Märchen“ nichts anfangen. Trotzdem ist sie eine herzensgute Frau. Sie liebt ihre Tochter Juliet über alles. Es macht ihr Angst, sie alleine lassen zu müssen.
In diesem Buch geht es nicht nur um Krankheit und Tod. Wir dürfen mit erleben, was Rabbit für ein tolles Leben geführt hat. Sie durfte in einer warmherzigen Familie aufwachsen.
Ich konnte oft schmunzeln. Das Hospiz war kein Ort in dem nur Trübsal geblasen wurde. Rabbit lachte oft von ganzem Herzen.
Besonders gut haben mir die Rückblenden aus ihrem Leben gefallen,

wenn sie geschlafen hat. Die erste große Liebe von Rabbit ist mir sehr nahe gegangen.

Für ihren Bruder Davey habe ich im Lauf der Geschichte eine große Sympathie entwickelt. Der Musiker, der zu keinem sesshaften Leben fähig ist, wächst über sich selber hinaus.
Besonders gut hat Anna McPartlin die Familienmitglieder beschrieben und wie sie mit der Situation umgegangen sind.
 
Ich könnte jetzt seitenweise schreiben. Das lasse ich lieber. Man sollte dieses Buch einfach lesen. Man braucht vorher nicht viel zu

wissen; denn von der ersten Seite an wird man in die Geschichte hineingezogen. Die Autorin hat einen unglaublich magischen Schreibstil. Man kann und will nichts anderes, als Rabbit begleiten. Man will ihre Geschichte hören. Man will mit ihr lachen und weinen. Die letzten Tage waren für mich wunderbar und traurig zugleich.

Besonders überzeugend fand ich Rabbits Mutter. Ehrlich, ich habe oft mit geflucht und Schimpfwörter benutzt. Ich bin jetzt mal total unverschämt und bediene mich an Moms Ausdrucksweise: Scheiß, verdammter, ver….ter Krebs!!!!
Aber das Cover …. verdammt schön!
Herzlichen Dank an den Rowohlt-Verlag. Dieses Buch ist für mich ein Hauptgewinn.
Absolute Empfehlung von mir und 5 Sterne

Meine Rezension zu „Selection – der Erwählte“ von Kiera Cass

Über die Autorin
 
Kiera Cass wurde in South Carolina, USA, geboren und lebt heute mit
ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Virginia. Die Idee zu den
›Selection‹-Romanen kam ihr, als sie darüber nachdachte, ob Aschenputtel
den Prinzen wirklich heiraten wollte – oder ob ein freier Abend und ein
wunderschönes Kleid nicht auch gereicht hätten …
Mit ihren ›Selection‹-Romanen hat sie es weltweit auf die Bestseller-Listen geschafft.
Kurze Inhaltsangabe
 
Kurzbeschreibung
 
35 perfekte Mädchen waren angetreten. Nun geht das Casting in die letzte Runde: Fünf Mädchen träumen von der Krone Illeás und einer Märchenhochzeit. America ist noch immer die Favoritin des Prinzen, doch auch ihre Jugendliebe Aspen umwirbt sie heftig. Sie zögert, denn sie liebt beide. Doch jetzt ist der Moment der Entscheidung gekommen: America hat ihr Herz vergeben, mit allen Konsequenzen. Komme, was wolle …
Zum Inhalt
 

Celeste, Kress, Elise und America treten zum Finale an. Denkt man nun kratzen sie sich die Augen aus, liegt man total verkehrt. Im Gegenteil! Celeste, die sonst keine Gelegenheit ausgelassen hat, ihre Mitstreiterinnen zu drangsalieren, zeigt sich von einer ganz neuen Seite. Jedes Mädchen buhlt um die Gunst des Prinzen. Für drei davon steht die Gewinnerin schon fest. Doch, ist das so???Die Anschläge der Rebellen nehmen dramatische Ausmaße an. Jedoch, auch hier ist nicht jeder Rebelle dem Königshaus schlecht gesinnt. Es gibt einen sehr großen Unterschied zwischen Nord-und Südrebellen. Maxon und America haben noch richtig spannende Begegnungen ……

Meine Meinung

Ich liebe diese Geschichte. Dieses moderne Märchen hat sich in mein Herz eingenistet. Seit dem Film „Pretty Woman“ konnte mich keine Story mehr so begeistern.

Prachtvolle Kleider in einem traumhaften Palast, lassen America von einer rosigen Zukunft träumen.
Ich war sehr gespannt, ob America noch in Aspen verliebt ist, oder ob ihr Herz nun endgültig für Maxon schlägt.
Ich musste America oft bewundern. Die von Grund auf ehrliche, junge Frau hat niemals den bequemeren Weg gewählt. Sie hat sich für die niederen Kasten eingesetzt, obwohl sie sich damit Sympathien im Königshaus verscherzt hat. Aber … ist es nicht genau das, was eine gute Königin ausmachen würde?

Ich wüsste nicht, ob ich ausgehalten hätte, dass ich nicht die einzige Anwärterin bin. America bekam ja auch die Turteleien von Maxon mit ihren drei Konkurrentinnen mit. Besonders unsicher wird sie, als sie Liebesschwüre belauscht …….

Ein Rebellenangriff findet statt, der an Grausamkeit alle anderen Angriffe übertrifft ….

Fazit


Als ich das Buch beendet habe, war ich sehr froh zu wissen, dass Band vier bald erscheint.
Das Lesen dieses Buches war für mich ein einziger Widerspruch. Einerseits wollte ich schnell lesen, weil ich wissen wollte wie die Geschichte ausgeht. Anderseits wollte ich langsam lesen, damit das Buch nicht schon wieder zu Ende ist.

Die Autorin hat einen sehr fesselnden Schreibstil. Sie hat es mir ermöglicht, Gast im Königshaus zu sein.
Die Geschichte hat ein Ende, dass bittersüß ist. Viele schlimme; trotzdem auch wunderschöne Dinge sind passiert. Ein Mädchen, dass sich über Regen freuen kann, muss man lieben. Nicht wahr, Maxon?!
Was soll ich sagen? Ich warte wie ein Teenager auf Band vier. Ich frage mich … ob ich den vierten Band wohl langsam lesen werde? Wohl eher nicht ….

Eine Empfehlung und fünf goldene Sterne

 

 

Meine Rezension zu „Die Falle“ von Melanie Raabe

Die Falle von Melanie Raabe Unbezahlte Werbung! Coverrechte: Verlag! ORIGINALAUSGABE Hardcover mit Schutzumschlag, 352 Seiten, 13,5 x 21,5 cm ISBN: 978-3-442-75491-5 Erschienen am 09. März 2015 Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.
Vita
 
Melanie
Raabe wurde 1981 in Jena geboren, wuchs in einem 400-Seelen-Dorf in
Thüringen und einer Kleinstadt in NRW auf, studierte Medienwissenschaft
und Literatur in Bochum und lebt inzwischen in Köln – als Journalistin,
Drehbuchautorin, Bloggerin, Performerin und Theaterschauspielerin. Sie
betreibt ihren eigenen Interview-Blog (www.biographilia.com) und erhielt
bereits mehrere Preise für ihr Schreiben. Die Rechte an ihrem Roman
„Die Falle“ wurden bereits vor Erscheinen international verkauft, u.a.
nach Frankreich, Italien, die Niederlande, Spanien und das
englischsprachige Ausland. Verlagsinfo: btb
 
 
 
Sie stellt ihm eine Falle. Aber ist er wirklich ein Mörder?
Die
bekannte Romanautorin Linda Conrads, 38, ist ihren Fans und der Presse
ein Rätsel. Seit gut elf Jahren hat sie keinen Fuß mehr über die
Schwelle ihrer Villa am Starnberger See gesetzt. Trotz ihrer Probleme
ist Linda höchst erfolgreich. Dass sie darüber hinaus eine schreckliche
Erinnerung aus der Vergangenheit quält, wissen nur wenige. Vor vielen
Jahren hat Linda ihre jüngere Schwester Anna in einem Blutbad
vorgefunden – und den Mörder flüchten sehen. Das Gesicht des Mörders
verfolgt sie bis in ihre Träume. Deshalb ist es ein ungeheurer Schock
für sie, als sie genau dieses Gesicht eines Tages über ihren Fernseher
flimmern sieht. Grund genug für Linda, einen perfiden Plan zu schmieden –
sie wird den vermeintlichen Mörder in eine Falle locken. Doch was ist
damals in der Tatnacht tatsächlich passiert? Verlagsinfo: btb

Linda ist eine 38jährige Frau, die seit dem Mord an ihrer Schwester traumatisiert ist. Völlig zurückgezogen lebt sie seit elf Jahren in ihrem Haus. Sie gerät in  Panik, wenn sie nur daran denkt, einen Fuß vor die Türe zu setzen. Um die schlimmen Ereignisse zu vergessen, schreibt sie erfolgreich Romane. Diese handeln von einer heilen Welt.Sie hat vor elf Jahren ihre Schwester Anna in deren Wohnung tot aufgefunden. Ermordet! Ihre Schwester, die kein Blut sehen konnte, liegt auf dem Boden in einem Blutbad. Sie sieht einen Mann durch  die Terrassentüre flüchten. Das Einzige was Linda in Erinnerung behält, sind die hellen, stechenden Augen.

Bei der Polizei wird ein Phantombild erstellt. Doch, nicht einmal Linda kann darauf den Mann wieder erkennen……

Nur die Mitarbeiter von ihrem Verlag haben Zugang zu ihrem Haus.
Als Linda ein Mal im Fernsehen den Reporter Lenzen sieht, erkennt sie in ihm den Mörder ihrer Schwester……

Linda fasst einen Plan. Sie schreibt einen Thriller, in dem sie ihre eigene Geschichte erzählt. Den Mord an ihrer Schwester! Natürlich unter anderen Namen.
Da sich die Presse darum reißt, von der erfolgreichen Bestsellerautorin endlich ein Interview zu bekommen, ist es für Linda ein Leichtes, Lenzen zu ordern.
Sie bereitet sich auf das Interview vor. Lässt ihre labile Psyche stärken.
Dann ist es so weit ….. Lenzen steht vor ihrer Tür ….



Dieser Roman war für mich ein raffinierter Thriller. Vor allem der Roman im Roman. Ich fand die Idee genial; musste der (Mörder?) doch die Geschichte vorher lesen. Auch als Leser erlebt man einmal Linda und dann wieder die Protagonistin Sophie im Roman. Der Übergang ist fließend und gut umgesetzt.
Niemals könnte ich mir vorstellen, elf Jahre das Haus nicht mehr zu verlassen. Ich betrachte es als eine sehr große schriftstellerische Leistung, ein Buch zu schreiben, dessen Handlung sich überwiegend in einem Haus abspielt und mit wenigen Protagonisten auskommt.
Melanie Raabe hat eine Spannung erzeugt, die mich an das Buch gefesselt hat. Der Moment, als Lenzen vor Lindas Tür stand, hat mir eine Schnappatmung beschert. Der Verlauf des Interviews hat der Geschichte Wendungen gegeben, mit denen ich niemals gerechnet hätte.

Besonders die Gedankengänge von der traumatisierten Linda wurden gut beschrieben. Elf lange Jahre voller Angst und Zweifel.

Seit dem ich das Buch gelesen habe, ist mein  Verhältnis zu dem Song von den Beatles  „ALL YOU NEED IS LOVE!“ etwas gespalten ………
Warum? Das müsst Ihr selber herausfinden!




Wenn man es sich daheim auf dem Sofa gemütlich macht, einen spannenden Schmöker in der Hand hält, wie die Falle, erhält man wieder mal einen Beweis dafür, dass lesen eines der schönsten Dinge im Leben ist.
Ob die Autorin die Handlung bildlich beschrieben hat? Also, bevor ich heute schlafen gehe schaue ich vorher auf den Balkon, hinter alle Türen und das Auto kommt ab sofort nicht mehr in die Tiefgarage ………

Ein Zitat von Linda: >>Jeder, der von mir schon mal mit einer Schusswaffe bedroht worden ist, hat das Recht, mich bei meinem Vornamen zu nennen.<<


Jeder, der mir so tolle Lesestunden beschert hat, hat das Recht, von mir 5 Sterne zu bekommen.

Covergestaltung: 5 Sterne
Gefühl: 5 Sterne
Spannung: 5 Sterne
Idee: 5 Sterne
Schreibstil: 5 Sterne

 

 

 

Meine Rezension zu „HELDENTAGE“ von Sabine Raml

Über die Autorin
 
Sabine Raml wurde im Ruhrgebiet geboren und wuchs dort größtenteils auf
einem Campinglatz zwischen Schnecken und Bäumen auf. Bereits als Kind
entwarf sie ihre erste Zeitschrift und verteilte sie in der
Nachbarschaft. Trotz anderer Berufe blieb das Schreiben ihre große
Leidenschaft. Die Autorin lebt in Berlin in der Nähe eines Waldes und
mehrerer Campingplätze. Sie liebt Pasta, Feigenmarmelade und Yoga.
Produktbeschreibung
 
Lea ist fünfzehn und hat viele
Träume: Sie will schreiben. Sie will rennen, ohne je außer Puste zu
sein. Sie will so wunderschön sein wie ihre beste Freundin Pola. In
ihren Träumen ist Lea eine Heldin. Im richtigen Leben klappt es manchmal
nicht: Gerade hat sich Lenny, Leas erster Freund, von ihr getrennt. Sie
vermisst ihn schrecklich. Leas Mutter versinkt in ihren eigenen
Problemen und kann Lea nicht helfen. Aber es gibt ja noch Pola und die
Clique und einen tollen neuen Jungen an der Schule, der sich
unbegreiflicherweise für Lea interessiert … Im Laufe eines langen
Sommers findet Lea heraus, dass sie eigentlich doch auch eine Heldin
ist, jeden Tag ein bisschen.
Zum Inhalt
 
Heldentage ist wieder so ein Buch, das ich auf einen Tag gelesen habe.
Lea ist fünfzehn und hat ein schweres Leben. Sie leidet unter Asthma und ihre Mutter ist alkoholkrank , seitdem ihr Vater beide verlassen hat.
Lea hält ihre Probleme geheim. Niemand soll wissen, in welch erbärmlichen Verhältnissen sie leben muss. Nicht mal ihrer besten Freundin Pola vertraut sie sich an.
Jeden Tag muss sie für ihre Mutter die „Flaschenpost“ erledigen. Geld für Nahrungsmittel bleibt da kaum noch übrig. Lea muss den Haushalt erledigen und sich um ihre Mutter kümmern. Hunger ist für sie kein Fremdwort!
Lea hat viele Ängste. Eine davon ist das Küssen. Obwohl sie in ihren Freund Lenny verliebt ist, schämt sie sich davor ihn zu küssen. Dafür gibt es viele Gründe …..
Als sie mit Lenny wieder einmal verabredet ist, findet sie nur das lederne Freundschaftsband von ihm vor. Keine Spur von ihrem Freund. Lea kennt sich nicht mehr aus. Hat Lenny Schluss gemacht mit ihr? Wenn ja, warum????
Meine Meinung
 
Als ich ein paar Seiten gelesen habe, sind meine Gedanken zu meiner Kindheit gewandert. Wenn ich von der Schule gekommen bin, war das Erste, dass ich von meiner Mutter gehört habe: „Wasch dir die Hände und setz dich an den Tisch. Das Essen ist fertig!“ So ging das bis zu meinem Auszug vom Elternhaus. Wie peinlich war mir das, wenn Freunde von mir dieses Bemuttern mitbekommen haben. Ist doch schließlich total uncool. Wäre nur damals schon das Buch in meinem Besitz gewesen …….
Lea hat mir sehr leid getan. Wegen ihrer Mutter konnte sie ihre Freizeit nicht genießen. Ständig war sie gehetzt, hungrig und total ausgepowert. Ihre vielen Ängste haben sie regelrecht zermürbt.
Lennny, Lenny, Lenny! Leas Gedanken werden von ihrem Ex, (oder Nochfreund?,) beherrscht. Mit ihrer Mutter kann sie über ihre Probleme ja nicht reden. Die spricht nur von sich, ohne Punkt und Komma. Einzige, tägliche Kommunikation mit ihrer Mutter über das Handy: >>Bring bitte Bier und Zigaretten mit vier F und zwei P<<
Oft hab ich mir Sorgen um Leas Atemprobleme gemacht. Besonders einmal ……..
Ich konnte nicht verstehen, warum niemand das Elend von Lea bemerkt hat. Weder ihr Arzt noch ihre Lehrer schienen Augen im Kopf zu haben. Auch den Kioskbesitzer, bei dem Lea immer Alkohol anschreiben lassen hat, würde ich mehr gerne mal vorknöpfen.
Als Lea einmal gründlich die Schnauze voll hat, steigt sie auf ihren Lieblingsbaum im Park. Sie sitzt dort stundenlang. Dann kommt es zum Eklat ……..
Fazit
 
Diese Geschichte ist unheimlich traurig. Ich habe mich oft gefragt, wie Lea es so lange aushalten konnte. Ihre Gedanken fuhren ständig Achterbahn.
Die Autorin hat einen wunderschönen Schreibstil. Sie hat mit Worten gespielt und unheimlich schöne Sätze gezaubert. >>Es ist ganz still und grün und es riecht gut. Das Paradies?<< Besonders gut gefallen hat mir, dass ich mir alles bildlich vorstellen konnte. Leas Mutter sprach immer ohne Punkt und Komma. Die Autorin hat die Dialoge von ihr ohne Punkt und Komma geschrieben!
Das Ende lässt hoffen, dass Leas Mutter ihre Probleme in den Griff bekommt und Lea eine Leben führen kann, dass ihrem Alter entspricht. Genau weiß ich es jedoch nicht. Aber eines weiß ich ganz gewiss. Lea hätte alles dafür gegeben einmal diesen Satz von ihrer Mutter zu hören: “ Lea, wasch dir die Hände und setz dich an den Tisch. Essen ist fertig“!“
Ich gratuliere Sabine Raml zur ihrem wundervollen Debüt. Liebe Sabine, bitte mehr davon.
5 Sterne