Meine Rezension zu ” Wir wollten nichts. Wir wollten alles” von Sanne Munk Jensen und Glenn Ringtved

Über die Autorin


Sanne Munk Jensen, 1979 im dänischen Skagen geboren, studierte Medienwissenschaften und schreibt heute Romane und Drehbücher.

Über den Autoren


Glenn Ringtved, 1968 in Usserod, Dänemark, geboren, gehört zu den
bekanntesten dänischen Kinder- und Jugendbuchautoren und wurde für seine
Bücher vielfach ausgezeichnet.

Kurzbeschreibung


Lässt nicht los: Liebe, die absoluter nicht sein kann. Zwei Leichen
werden aus dem Limfjord gezogen: Liam und Louise. Ihre Hände sind mit
Handschellen aneinandergekettet. Alle Indizien weisen auf Selbstmord
hin. Louises Eltern zerbrechen fast am Tod ihrer Tochter, doch ihr Vater
klammert sich daran, die Wahrheit herauszufinden. Als er Louises
Tagebuch findet, eröffnet sich ihm das Leben, das seine Tochter und Liam
in den vergangenen Monaten geführt haben.

Ein Roman, der unter die
Haut geht: gewaltig und voller Sehnsucht mit einer Heldin voller Hingabe
und einem Protagonist voller Widersprüche. In der Tradition der großen
skandinavischen Autoren.
Meine Meinung
Als ich die Inhaltsangabe diese Buches gelesen habe, musste ich es mir sofort auf den Reader laden. Normal hätte ich dieses Wahnsinns-Buch lieber als Print gehabt; wie gesagt, ich wollte es “SOFORT” lesen.
Ich habe schon immer gerne Bücher gelesen, in denen verstorbene Menschen noch auf Erden agieren. Oft habe ich mir schon die Frage gestellt, ob es so etwas wirklich gibt. Dieses Thema ist für mich total faszinierend.
Ich habe richtig gehandelt. Dieses Jugenddrama hat mich über 300 Seiten lang gefesselt. Liam und Louise haben bei mir gemischte Gefühle hervorgerufen. Einerseits hat mich ihre Liebe zueinander total berührt; anderseits hatte ich manchmal einen Hass auf Liam. Seine dubiosen Geschäfte hatten eine zerstörerische Wirkung. Louise hätte ich manchmal gerne gepackt, nach Hause geschleift und ihr so richtig den Kopf gewaschen. Manchmal konnte ich mir nicht vorstellen, dass es bei ihr noch Liebe war. Mir kam es so vor, als wenn eine große Portion Hörigkeit im Spiel wäre. Zitat von Louise: >>Manchmal glaube ich, dich mehr zu hassen als zu lieben.<<
Die Freundschaft mit Louises Freundin Cille hatte gewaltige Risse bekommen. Cille konnte nicht mehr zu Louise durchdringen. Sie schenkt ihr eine Tagebuch, um ihre Sorgen und Nöte aufzuschreiben. Wenigsten dem Büchlein soll sie Vertrauen schenken.
Louises Vater findet sich nicht damit ab, dass Louises Todeswunsch ungeklärt bleibt. Mit Cille macht er sich auf die Suche nach dem Tagebuch und die Wahrheit. Die Ehe mit seiner Frau scheint daran zu zerbrechen. Louises Mutter will nicht mehr über den Tod ihrer Tochter sprechen. Sie frisst alles in sich rein.
Der Vater von Liam war mir sehr sympathisch; trotz seines Alkoholproblems. Er hat den Tod seiner Frau auch nach Jahren noch nicht richtig verarbeitet. Mit wem auch? Er fühlt sich in Dänemark nicht heimisch; hängt immer noch seiner Heimat in Irland nach. Nach dem Tod von Liam versucht er seinem jüngeren Sohn ein guter Vater zu sein.
Fazit
 
Ich denke, es gibt nichts Traurigeres als sein Kind durch Selbstmord zu verlieren. Das Gefühl total versagt zu haben, macht die trauernden Eltern mürbe.
In der Geschichte sieht man das besonders bei Louises Eltern. Statt sich gegenseitig zu stützen, triften sie immer weiter auseinander.
Louise Vater fand ich manchmal ziemlich arrogant. Wie er Liams Vater ignoriert hat und ihm alle Schuld gegeben hat, war einfach nur grausam. Der Ire hätte auch jemanden zum Sprechen gebraucht.
Eine Liebe die den Drogensumpf nicht überlebt hat, ein junges Mädchen, dass nach seinem Tod noch auf Erden verweilt und ihrer eigenen Beerdigung und der ihres Freundes zusieht. Eine Geschichte die einem durch und durch geht.
Alle Jugendlichen und Eltern sollten dieses Buch lesen. Auch für alle Anderen dürfte es interessant sein. Bei mir hat es einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Eigentlich ist es schon Wahnsinn! Mal ehrlich …. was wissen wir eigentlich über unsere Angehörigen?
Die Autoren Sanne Munk Jensen und Glenn Ringtved haben eine bildgewaltige Geschichte geschaffen. Die Protagonisten wurden glaubhaft rübergebracht. Das Cover passt hervorragend zur Story.
Eine absolute Empfehlung und 5 Sterne

Meine Rezension zu Butterblumenträume von Christine Rath

Über die Autorin

Christine Rath, Jahrgang 1964, lebt seit ihrer Kindheit am Bodensee. Sie
arbeitete zunächst als Presse- und Marketing-Assistentin bei der Messe
Friedrichshafen, bevor sie nach Stockach zog. Dort unterstützte sie
ihren Mann einige Jahre lang in seinem Immobilienbüro. 2006 eröffnete
sie ein kleines Hotel in Ludwigshafen. Mit „Butterblumenträume“ gab
Christine Rath 2011 ihr Romandebüt.              


Kurzbeschreibung


Maja Winter lebt mit ihrer Tochter in Überlingen am Bodensee. Sie ist
mit dem Erben eines großen Weingutes liiert und beruflich erfolgreich.
Alles läuft in geordneten Bahnen, doch wirklich glücklich ist sie nicht.
Eines Tages entdeckt sie ein malerisches Haus am See und träumt davon,
dort ein kleines Café zu eröffnen. Ihre neue Freundin, die alte und
lebenskluge Nachbarin Frieda, ermuntert sie, ihren Traum zu
verwirklichen. Als Maja schließlich ihren Job verliert und sich in den
Gärtner des Hauses verliebt, wird ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt
und sie steht vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens …            

Hier könnt Ihr die schöne Bodenseegeschichte kaufen: http://www.gmeiner-verlag.de/programm/titel/530-butterblumentraeume.html




Zum Inhalt


Maya arbeitet in Überlingen in einer Immobilienagentur. Die Arbeit dort macht ihr eigentlich Spaß. Als sie jedoch Fotos für ein Haus am See machen muss, träumt sie davon, dort ein Cafe zu eröffnen. Butterblume sollte es heißen. Diese Name würde wunderbar zu dem gelb getünchten Haus passen. Doch, wie soll sie sich diesen Traum erfüllen? Würde ihr Freund Leon sie unterstützen? Der Weingutbesitzer hat da andere Ansichten. Maya fühlt sich von Leon und seiner Familie nicht ernst genommen. In der Beziehung fängt es an zu kriseln …….
Da unterläuft ihr in der Agentur ein Fehler und sie erhält die Kündigung ……
Christian ist der Besitzer von dem Haus, indem Maya ein Cafe eröffnen möchte. Bei Beiden sprühen die Funken …..


Meine Meinung

Nachdem ich Wildrosengeheimnisse schon gelesen habe, hatte ich Bedenken, dass Butterblumenträume mir langweilig werden könnte. Das war jedoch nicht der Fall. Im Gegenteil! Beim Lesen dachte ich mir oft: Wenn du wüsstest liebe Maya. Du liegst ja total verkehrt! Ich weiß was auf dich zukommt. Die Streitereien mit ihrem Freund Leo haben trotzdem nichts an Spannung eingebüßt.  Natürlich verrate ich Euch nicht, ob die Beiden noch zusammen sind. Das müsst Ihr schon selber
rausfinden. Ob sich Mayas Traum vom Cafe am See erfüllt? LESEN!!
Ihre Mutter hat eine neue Liebe gefunden. Wird sie am Bodensee bleiben? Wie entwickelt sich ihre Tochter?

Fazit


Das ist nun das dritte Buch, dass ich von Christine Rath gelesen habe. Ich kann gar nicht genug von ihren Geschichten bekommen. Erzählen sie doch immer von einer Frau, die es im Leben nicht leicht hat. Trotzdem kann man miterleben, wie sich “Frau” behauptet; Beziehungsprobleme am Schopf gepackt werden. Eine Frau wie Du und Ich!! Auch als allein erziehende Mutter steht sie ihre Frau! Was ich immer wieder erwähnen muss: Der Erzählstil von Christine Rath gibt mir das Gefühl, von einer guten Freundin eine Geschichte erzählt zu bekommen. Lasst Euch entführen an den Bodensee. Maya freut sich auf Euren Besuch.

Absolute Empfehlung und 5 Sterne

Meine Rezension zu “SCHNUCKEN GUCKEN” von Andrea Hackenberg

 

Über die Autorin
Andrea Hackenberg, Jahrgang 1973, studierte Geisteswissenschaften und arbeitete danach bei einer Tageszeitung in Lüneburg als Journalistin. Nebenbei machte sie eine Ausbildung zur Kosmetikerin, bevor sie in ihren eigentlichen Beruf zurückkehrte. In Celle und im Landkreis Gifhorn arbeitete sie zunächst als Lokal-Reporterin und wechselte dann ins Mode- und Beauty-Ressort einer Frauenzeitschrift nach Süddeutschland. Heute ist sie als Redakteurin für ein Fachmagazin in Frankfurt am Main tätig.
Roman
Sie stand immer auf der Seite der Schwachen und Entrechteten. Jetzt
steht sie knietief im Dispo: Billi Sander, Umweltaktivistin und frisch
gefeuerte Enthüllungsreporterin, landet da, wo sie nie wieder hinwollte:
zu Hause in der Heide. Um wieder zu Geld zu kommen, heuert Billi im
Feuilleton der Lokalzeitung an. Unter Laienschauspielern, Freizeit-van
Goghs und korrupten Landespolitikern stellt sie schließlich fest: Die
Heide ist tatsächlich eine Kulturlandschaft. Und ihr Exfreund sieht
besser aus, als sie ihn in Erinnerung hatte …
Zum Inhalt
Wir haben Februar. Das Wetter ist einmal sonnig und dann wieder total trüb. Trübe Tage können einem jedoch nichts anhaben, wenn man mit Billi unterwegs ist.  Billi ist eine richtige Rebellin, mit dem Herz am rechten Fleck. Ihre Mutter und Schwester fallen auch nicht unter die Rubrik: LANGWEILIG!! Alle drei Damen haben Pfeffer im Hintern. Die Macken der Drei, brachten mich oft zum Lachen.
Billi bringt sich durch ihren Gerechtigkeitssinn immer wieder in Schwierigkeiten. Als sie ihre Kamera in einem Taxi liegen lässt, verliert sie ihren Arbeitsplatz als Enthüllungsreporterin. Die Bilder darauf wären sehr wichtig für die Redaktion gewesen ………..
Da hilft nur noch eins: Auf zu Muttern!!! Ab in die Heide!!! Adios Berlin!!!!
Franziska ist die jüngere Schwester von Billi. Sie hat eine Lehrstelle in einem Hotel gefunden. Ein großes Problem bringt diese in Gefahr. Immer wenn sie tolle Sachen sieht, flüstert ihr eine Stimme etwas zu …….
Dann wär da noch der Bruder.  Oberbürgermeister Jörn ist ein etwas unbeholfener, rotbackiger Mann. Mit seiner Frau Cordula bewohnt er ein hübsches Reihenhaus, am Stadtrand von Grümmstein. Cordula strahlt in etwa so viel Wärme aus, wie ein Eisschrank.
Antonia Sander ist die Mutter der Drei. Sie ist eine richtige Kämpfernatur. Trotz ihrer turbulenten Vergangenheit, hat sie ihr Leben im Griff und ist für ihre Kinder immer da. Sie führt einen Friseursalon mit großen Erfolg. Der Polizist Bernd kommt aufallend oft zum Haare schneiden. Antonia ist gerade dabei ein Spa zu eröffnen. Sie möchte auch in die Politik gehen …..
Meine Meinung
 
Es gibt viele humorvolle Bücher; jedoch weiß ich wirklich nicht mehr, wann ich das letzte Mal so gelacht habe.
Billi hatte vor 17 Jahren eine Nacht mit Manolo verbracht. Nachdem sie nach Grümmstein zurückgekehrt ist, hat sie unfreiwillig wieder Kontakt mit ihm. Sie bekommt einen befristeten Vertrag bei der Lokalzeitung in Grümmstein. Dort arbeitet auch ihr Ex Manolo. Die Zusammentreffen der Beiden sind einfach nur köstlich und die reinste Bauch-Gymnastik. Tja, beim Lachen beansprucht man viele Bauchmuskeln. Da Billi ein großes Talent hat, kein Fettnäpfchen auszulassen, entstehen viele urkomische Situationen, wenn sie für das Lokalblatt unterwegs ist. Vor allem da, wo sie eine Leiche im Wasser entdeckt …….
Liebe, Humor und Realität sind in dieser Geschichte vereint. Zeigt sich doch wieder mal, dass Fehler, die man in jungen Jahren begangen hat, einen immer wieder einholen können.
Diese Erfahrung muss auch Antonia machen.
Ehrlich gesagt, was man Antonia als Fehler anlastet, würde heute direkt lächerlich anmuten. Um einen schlechten Ruf zu bekommen, muss man heutzutage schon mit anderen Geschossen auffahren.
Die Charaktere in dieser Geschichte kommen sehr sympathisch und authentisch rüber. Franziska hat mir sehr leid getan. Ihr Problem gefährdet ihren Arbeitsplatz und ist im wahren Leben sehr häufig.
Billi habe ich richtig in´s Herz geschlossen. Die temperamentvolle, rotgelockte Reporterin konnte ich sehr gut verstehen. Für ihre Aktionen habe ich sie bewundert; da meist wehrlose Tiere im Spiel waren.
Fazit
Drei Frauen die ihren Weg gehen und mich voll und ganz überzeugt haben. Die Geschichte zeigt, wie wichtig der Zusammenhalt in der Familie ist. Wie schmutzig es oft in der Politik zugeht, weiß ich nicht erst, seit dieser Geschichte. Auch dieses Thema hat Andrea Hackenberg glaubhaft behandelt. Natürlich laufen in Grümmstein ein paar sehr nette Männer rum und kreuzen die Wege der drei Damen.
Das war nun das zweite Buch, dass ich von der Autorin lesen durfte. Sie packt schwierige Alltagssituationen in eine lustige Geschichte. Sophie Kinsella ist eine tolle Autorin, die die Leser zum Lachen und Weinen bringt. Unsere deutsche Autorin Andrea kann locker mithalten!
Absolute Empfehlung und 5 Sterne