Meine Rezension zu „Zwischen den Atemzügen“ von Britta Röder

 

Über die Autorin

 

 

 

1967 in Trier geboren und in Mainz aufgewachsen, studierte Britta Röder bis zum Magisterabschluss in Mainz und Dijon Romanistik und Slavistik sowie Mittlere und Neuere Geschichte. Sie arbeitet in Frankfurt/Main bei einem großen Fachzeitschriftenverlag und lebt in Südhessen, zusammen mit ihrem Mann und ihrer Tochter.
Ihre eigene große Leidenschaft zur klassischen Literatur inspirierte sie zu ihrem Debüt-Roman ‚Die Buchwanderer‘, der 2011 im ACABUS Verlag erschien.
Auch mit ‚Zwischen den Atemzügen‘ (2014), ihrem zweiten Roman, schickt sie ihre Leserschaft auf eine Reise. Verfolgt von Tod und Zufall jagen ihre Protagonisten im Laufe einer irrwitzigen Roadstory von Frankfurt/Main quer durch Frankreich bis nach Spanien. Ob es ihnen am Ende gelingen kann, einen Ausweg aus dem engmaschigen Netz zu finden, das das Schicksal um sie gespannt hat?
„Ich mag Geschichten, die einen doppelten ‚philosophischen‘ Boden haben. Denn auch im wahren Leben stecken jede Menge solcher Rätsel.“ (Britta Röder, Juli 2014

Zum Inhalt
Olli findet seinen Job in der Versicherung „zum Kotzen“ – was er leider direkt auf dem Schreibtisch seines Chefs unter Beweis stellt. Kopflos flieht er aus dem Büro und wird dabei beinahe von Leokadia überfahren. Auch sie hat ihre Gründe eilig aus Frankfurt herauszukommen. Olli springt zu ihr ins Auto und ein irrsinniger Roadtrip Richtung Frankreich und Spanien beginnt, in dessen Verlauf der Tod immer öfter seine Hände nach ihnen ausstreckt. Und schon bald zählt auch der Polizist Jean-Loup zu ihren Verfolgern …
Gibt es ein Entkommen in einer Welt, in der letztendlich nur auf den Tod und den Zufall Verlass ist?
Hier könnt ihr das Buch kaufen
 

 

 

 
 
Das Glück zwischen den Atemzügen
 
Zum Inhalt
 
 
Als ich die Inhaltsangabe gelesen habe, war mir sofort klar, dass „Zwischen den Atemzügen“ ein besonderes Buch ist. Ich habe mich nicht getäuscht! Das Cover zeigt ein großes Gesicht und Menschen die davonlaufen. Es ist passend getroffen und spiegelt die Geschichte wieder!
Oliver ist sehr erfolgreich bei seinem Job in einer Versicherungsgesellschaft. Er verdient gutes Geld und hat einen Chef, der seine Leistungen zu schätzen weiß. Zu seinem Kollegen Gabor hat er ein kameradschaftliches Verhältnis, dass aber nie über das berufliche hinausgeht. Oliver ist jedoch nicht glücklich in seinem Beruf, der ihn regelrecht ankotzt! Als er eines Morgens zu seinem Chef gerufen wird, wird im speiübel. Sein Chef lobt ihn über den Klee und bietet ihm eine bessere Position in der Firma an. Da passiert das Unglaubliche: Oliver kotzt seinem Chef auf den Schreibtisch. Vor lauter Scham ergreift er die Flucht und rennt ziellos aus der Firma.
Leokadia hat einen Termin im Krankenhaus. Während sie auf den Arzt wartet, bitte eine Frau sie, ihrer Mutter Gesellschaft zu leisten. Sie muss unbedingt einen Arzt holen, da es ihrer Mutter so schlecht geht. Leokadia sieht sofort, dass es sich um eine Sterbende handelt. Sie ist heilfroh als Arzt und Tochter im Krankenzimmer erscheinen. Total durch den Wind verlässt sie das Krankenhaus. Der Termin bei dem Arzt interessiert sie nicht mehr. An einer Tankstelle entdeckt sie ein Auto, in dem der Zündschlüssel steckt. Sie überlegt nicht lange und steigt ein. Ohne nach hinten zu schauen legt sie den Rückwärtsgang ein und fährt los. Sie fährt einen Mann an. Es ist Oliver. Sie bietet ihm an, ihn nach Hause zu bringen. Doch, keiner von Beiden will wirklich nach Hause und so beginnt ein Trip nach Frankreich. Beide flüchten vor ihrem Leben……..
Meine Meinung
 
Die Geschichte zeigt uns, dass man eigentlich ein erfolgreicher Mensch sein kann und trotzdem  unglücklich. Zwei Menschen begegnen sich und flüchten vor ihrem Leben.
Sehr beeindruckend sind die Todesfälle, die sie auf ihrem Weg begleiten. Ohne ihr Zutun sterben Menschen, egal wo sie sind. Was im ersten Moment skurril anmutet, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als das wahre Leben. Sterben auch nicht viele Menschen um uns herum?
Das Buch spricht ein sehr ernstes Thema an, welches auf leicht lesbare Weise rübergebracht wird.
Die Story ist keineswegs traurig geschrieben. Im Gegenteil!!! Meine Bauchmuskeln wurden mehr wie einmal überstrapaziert.
Sehr klar wird einem beim Lesen, dass nicht Alles so ist, wie man es zu sehen glaubt.
Diese Erfahrung muss auch der französische Polizist Jean-Loups machen. Stur beharrt er darauf, Serienkillern auf der Spur zu sein…….
Sehr sympathisch war mir Gabor. Er hat sich auf die Suche nach seinem Kollegen Oliver und seiner weiblichen Begleitung gemacht. Ein Zufall hat ihm den richtigen Weg gezeigt. Als er sie gefunden hat, waren sie auf ihrem Trip zu dritt und auf der Flucht. Vor was, das wussten sie eigentlich selber nicht so genau……
Fazit
 
 
Mit ihrem Schreibstil hat Britta Röder ein einmaliges Kunstwerk geschaffen. Sie hat ein schwieriges Thema so verpackt, dass es leicht zu lesen ist. Man weiß lange nicht, was mit Leokadia los ist; warum sie aus dem Krankenhaus geflüchtet ist. Ist sie krank oder hat sie sich für einen Job bewerben wollen? 
Oliver, Leokadia und Gabor haben eine interessante Geschichte zu erzählen. Alles war präsent: Tod, Zufall und Leben. Viele wunderschöne Sätze haben mich sehr berührt.
Hier ein Beispiel: >>Vernunft ist nur etwas für Leute, die ein Morgen haben.<<
Habt ihr Lust auf einen Trip nach Frankreich und Spanien? Wollt Ihr wunderbare Menschen kennen lernen? Wollt Ihr Antworten auf Fragen, die das Leben betreffen? Wollt Ihr eine Geschichte die Euch zum Lachen, Weinen und Träumen bringt? Dann macht es wie ich! Lest dieses Buch. Mir hat die Geschichte diese Botschaft übermittelt: Man kann seinem Schicksal nicht davonlaufen.
Ich habe eine neue Autorin für mich entdeckt.
 
Eine klare Empfehlung und 5 Sterne

Meine Rezension zu „Das Leben ist ein listiger Kater“ von Marie-Sabine Roger

Von der Autorin des Bestsellers Das Labyrinth der Wörter

Jean-Pierre wacht auf und kann sich an nichts erinnern. Er ist in die
Seine gefallen, ein junger Mann hat ihm das Leben gerettet. Jetzt liegt
er im Krankenhaus, ein Alptraum für den menschenscheuen Einzelgänger.
Über zu viel Besuch kann sich der verwitwete Rentner “ohne Kinder oder
Hund” eigentlich nicht beklagen. Aber alleine ist er trotzdem nie,
ständig fällt ihm jemand auf die Nerven: Die vierzehnjährige Maëva hat
es auf seinen Laptop abgesehen, um “schnell mal Facebook zu checken”.
Maxime, ein junger Polizist, versucht herauszufinden, wie Jean-Pierre in
der Seine gelandet ist – und schon bald entdecken die beiden ihre
gemeinsame Leidenschaft für Schwarzweißfilme. Der gutherzigen
Krankenschwester Myriam wächst der alte Griesgram mit Galgenhumor so ans
Herz, dass sie ihn zu ihrem Lieblingspatienten ernennt. Und dann ist da
noch Camille, der Student, der Jean-Pierre aus der Seine gefischt hat.
Allen zusammen gelingt es nach und nach, Jean-Pierre zurück ins Leben zu
holen – und für einen Neuanfang ist es bekanntlich nie zu spät.

       Das Becken in Zimmer 28

Das war wieder mal eins von den Büchern, bei denen man sich wünscht, dass sie nie zu Ende gehen. Das Cover und der Klappentext haben mir gar keine andere Wahl gelassen. Ich musste es lesen! Ich bin glücklich darüber. Es ist eins meiner Highlights in diesem Jahr.

Zum Inhalt




Jean-Pierre wacht in einem Krankenhaus auf. Er kann sich nicht daran erinnern, dass er aus der Seine gefischt wurde. Sämtliche Schläuche und Verbände zieren seinen Körper. Völlig bewegungslos muss er im Bett liegen. Für Jean-Pierre ein Albtraum. Der alte Mann ist ein Einzelgänger und gewöhnt, dass er sein Leben ohne andere Menschen meistert.
Trotzdem verzweifelt er nicht. Er hat einen goldenen Humor, um den ich ihn oft beneidet habe. Die Gedankengänge von Jean-Pierre haben bei mir regelrechte Lachkrämpfe ausgelöst.
Jean-Pierre hat eine ziemlich direkte Art. Sein Retter, der Student Camille, hat diese am eigenen Leib erfahren. Als Camille Jean-Pierre im Krankenhaus besucht hat, hat er Jean-Pierre von seinem Leben erzählt. Die Fragen die Jean-Pierre darauf an ihn gestellt hat, haben Camille verunsichert und verärgert. Der alte Kauz versucht jedoch, alles wieder in Ordnung zu bringen. Wird es ihm gelingen?

Der Polizist Maxime besucht ihn im Krankenhaus, um die Unfallursache zu klären. Beide sind sich auf Anhieb sympathisch. Maxime besucht Jean-Pierre auch weiterhin. Bei dem jungen Polizisten werden Erinnerungen wach……

Maëva  ist Jean-Pierres Krankenhausgeist! Sie geht Jean-Pierre buchstäblich auf den Geist. Sie betritt einfach sein Krankenzimmer und benutzt seinen PC! Die unförmige, Kaugummi kauende Mademoiselle treibt ihn fast in den Wahnsinn. Jean-Pierre holt sich; über die herzliche Krankenschwester Myriam, Informationen über das junge Mädchen…

Sein Bruder Hervé ist eigentlich genauso wortkarg wie er. Trotzdem besucht er Jean-Pierre  regelmäßig und versucht ihm eine Stütze zu sein.

Meine Meinung


Jean-Pierre gehört zu den Menschen, die egal wie schroff sie sind, eine Anziehungskraft auf andere Menschen ausüben. Maëva hat sich stets zu ihm hingezogen gefühlt. Ich hatte nicht das Gefühl, dass es ausschließlich der PC ist, der sie immer wieder in sein Krankenzimmer geführt hat.

Besonders schön fand ich, dass man aus Jean-Pierres Leben viel erfahren hat. Er hatte alle Zeit der Welt und nutzte diese, um mit einem Buch zu beginnen. Jean-Pierres Leben war nicht immer leicht, doch er ist seinen Weg gegangen. Er hat sich nie an Regeln und Verbote gehalten. Man nannte ihn den „Schrecklichen“! Seit seine Frau Anna gestorben war, hatte keine Beziehung mehr funktioniert. Von Kindern ist er „verschont“ geblieben. Sie hätten ihn zu stark eingeengt.

 

Das Leben ist ein listiger Kater ist ein sehr warmherziges Buch. Ein Kater spielt in diesem Roman tatsächlich eine Rolle. Er ist Jean-Pierre zugelaufen und hat sich nicht mehr abwimmeln lassen. Jean-Pierre gab ihm den Namen „Lumpensack“! Er macht sich große Sorgen um Lumpensack! Seit seinem Unfall weiß er nicht, wo der Kater abgeblieben ist…….

Sämtliche schöne und lustige Sätze machen dieses Buch zu einem Lesegenuß der besonderen Art. Wenn ich mir vorstelle, ich würde in einem Krankenhausbett liegen und könnte mich kaum  bewegen, wird mir schlecht. Jean-Pierre ist ein richtiger Lebenskünstler, der alle Situationen mit einer Prise Humor würzt. Durch seine pflegeleichte Art war er beim Krankenhauspersonal sehr beliebt. Bei seiner Bewegungstherapie zeige er große Disziplin.
Die Briefe, die er sich mit seinem Jugendfreund Serge schreibt, sind einfach nur köstlich.

Sämtliche schöne und lustige Sätze machen dieses Buch zu einem Lesegenuß der besonderen Art.
Hier eine kleine Kostprobe: >> Manchmal verdrücke ich ein Tränchen. Das ist die Inkontinenz der Erinnerung, das Bettnässen der Gefühle.<<




Fazit


Der flüssige, teils poetische Schreibstil der Autorin, machen diese Geschichte zu etwas ganz Besonderen. Schon die ersten Sätze überzeugen. Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben.
Jean-Pierre würde man am liebsten im Krankenhaus besuchen. Die Menschen, die er im Krankenhaus kennengelernt hat, passen zu ihm wie die Faust auf´s Auge. Das Ende war ganz nach meinem Geschmack. Es ist eine Geschichte, die sämtliche Emotionen beim Lesen auslöst. Dieses Buch sollte in keinem Bücherregal fehlen!

Ich weiß, dass es solche Menschen wirklich gibt. Mir sind welche begegnet…..

5 Sterne und eine absolute Empfehlung von mir!

Hier findet ihr noch weitere tolle Bücher vom Atlantik-Verlag! http://www.atlantikverlag.de/unsere-buecher/


Ein herzliches Danke an den Atlantik-Verlag

 

Meine Rezension zu „Schwur der Vergangenheit“ von Ela van de Maan

Jede
Nacht quält Melanie der gleiche schwermütige Traum aus einer längst
vergangenen Zeit – ihr geliebter Ritter reitet mit wehenden Fahnen
seiner nächsten Schlacht entgegen und lässt sie hoffnungslos auf ihrer
Burg zurück.
Als sie im New York des 21. Jahrhunderts völlig
überraschend genau diesem attraktiven Mann gegenübersteht, setzt sie
alles daran, das Rätsel ihrer Träume zu lösen. Doch sie ahnt nicht,
worauf sie sich einlässt …
Vita
Ela van de Maan wurde 1969 in einer Kleinstadt in Süddeutschland
geboren. Seit sie lesen kann, wollte sie auch schreiben. Ihre frühe
Leidenschaft waren Groschenromane in Heftform. Leider konnte sie sich
nie kurz genug fassen, um die Geschichte auf den vorgegebenen sechzig
Seiten unterzubringen. Nun schreibt sie halt ihre Geschichten so lang
oder so kurz wie sie möchte; aber immer mit Happy End, denn tragisch ist
das Leben selbst genug.
Im „reellen“ Leben ist sie beruflich in
allen möglichen Bereichen unterwegs, um ihrer Vorliebe für Abwechslung
gerecht zu werden. Die meisten Tätigkeiten sind aber durchaus kreativer
Natur.
Meine Meinung
 
Gleich als ich zu lesen anfing, war ich gefangen in der Geschichte. Ich liebe Bücher, die in der Ich- Erzählung geschrieben sind. Sie geben mir das Gefühl, als ob mir eine Freundin aus ihrem Leben erzählt.
Bei dieser Story war Melanie meine Freundin. Melanie ist vor ihrem gewalttätigen Freund nach New York geflüchtet. Sie lebt sich gut ein und ist zufrieden mit ihrem Job in der Redaktion Yellow Press. Wäre da nur nicht dieser Traum aus einer längst vergangenen Zeit. Ihr Traummann reitet darin der nächsten Schlacht entgegen und lässt sie alleine auf einer Burg zurück.
Als sie mit ihrer Arbeitskollegin Rachel Abends eine verrufene Bar besucht, steht der Mann ihrer Träume auf einmal vor ihr. Beide starren sich an. Melanie spürt, dass an diesem Mann etwas anders ist. Er strahlt Gefahr aus. Gleichzeitig fühlt sich Melanie magisch von ihm angezogen. Dann steht er eines Abends auf ihrer Terrasse….
Melanie ist nicht in der Lage die Polizei zu rufen. Nein; vielmehr wird sie Wachs unter Alexandres Händen…
Melanie wittert eine gute Story. Dazu muss sie in sogenannte Underground-Klubs. Sie hofft auf eine Einladung zur legendären Party des Marquis. Es soll ein Phantomschloss unter den Straßen von New York geben. Was spielt sich da ab? Was hat Alexandre damit zu tun?
Die Wege von Melanie und Alexandre kreuzen sich immer wieder. Melanie spürt, dass auch er für sie starke Gefühle hegt. Sie kann jedoch nicht verstehen, dass Alexandre bei ihr immer auf Abstand geht und wilde Partys mit bildhübschen Blondinen feiert. Sie erwischt ihn in einer eindeutigen Situation….
Melanie ist frustriert. Immer wieder gerät sie an die falschen Männer. Sie versucht den Mann ihrer Träume zu vergessen. Dann gerät Melanie in große Gefahr…
Melanie bekommt Hilfe von der Drachenfrau Amber, die ich sofort in´s Herz geschlossen habe. Auch die Drachenschwester Saphire erweist sich hilfreich. Ein Ausspruch von ihr hat mich zum Lachen gebracht.
Zitat von Saphire: >>Wir waren nicht wie menschliche Frauen. Die Männer waren oft ziemlich schnell verbraucht….<<
Fazit
 
Ela van de Maan hat einen flüssigen Schreibstil. Den Protagonisten hat sie Leben eingehaucht. Prickelnde Erotik und Spannung machen dieses Buch zu einem Lesegenuss. Obwohl man weiß, dass es keine Hexen, Vampire, Drachenmenschen und Wehrwölfe gibt, werden sie in dieser Geschichte real. Vampire sind mittlerweile in der Bücherlandschaft nicht mehr wegzudenken.
Wer die Biss Reihe mag und Lara Adrian liebt, wird Gefallen an Schwur der Vergangenheit finden.
Ich freue mich auf den zweiten Band und vergebe 5 gute Sterne.
Ein herzliches Danke an den Bookshouse Verlag!