Meine Rezension zu “Der Distelfink” von Donna Tartt

Kurzbeschreibung






Es passiert, als Theo Decker dreizehn Jahre alt ist. An dem Tag, an dem
er mit seiner Mutter ein New Yorker Museum besucht, verändert ein
schreckliches Unglück sein Leben für immer. Er verliert sie unter
tragischen Umständen und bleibt allein und auf sich gestellt zurück,
sein Vater hat ihn schon lange im Stich gelassen. Theo versinkt in
tiefer Trauer, die ihn lange nicht mehr loslässt. Auch das Gemälde, das
seit dem fatalen Ereignis verbotenerweise in seinem Besitz ist und ihn
an seine Mutter erinnert, kann ihm keinen Trost spenden. Ganz im
Gegenteil: Mit jedem Jahr, das vergeht, kommt er immer weiter von seinem
Weg ab und droht, in kriminelle Kreise abzurutschen. Und das Gemälde,
das ihn auf merkwürdige Weise fasziniert, scheint ihn geradezu in eine
Welt der Lügen und falschen Entscheidungen zu ziehen, in einen Sog, der
ihn unaufhaltsam mit sich reißt …

Über die Autorin






Donna Tartt wurde in Greenwood, Mississippi, geboren. Während ihres
Studiums am Bennington College begann sie mit der Arbeit an ihrem ersten
Roman »Die geheime Geschichte« und schrieb sich damit unter die
wichtigsten zeitgenössischen Autorinnen Amerikas.
Ihr neuer Roman
»Der Distelfink« belegte gleich Platz 1 der New York
Times-Bestsellerliste und begeistert Leser und Kritiker: »Umwerfend!
Ein grandioser Roman, der daran erinnert, wie schön es ist, sich voll
und ganz in ein Buch zu vertiefen und dafür nächtelang durchzulesen.«
New York Times. Heute lebt Donna Tartt abwechselnd in Charlottesville,
Virginia, und Manhattan.

Theo Decker ist 13 Jahre alt, als er bei einem schrecklichen Unglück in einem Museum, seine Mutter verliert.
Kurz vor dem Unglück hat er ein Mädchen in dem Museum gesehen. Das Mädchen war mit einem älteren Herrn dort.

Theo wacht nach dem Unglück zwischen Trümmern auf. Der ältere Herr liegt schwer verletzt in seiner Nähe.
Theo bekommt von ihm einen Ring und nennt ihm eine Adresse, wo er diesen hinbringen soll. Der sterbende alte Mann weist Theo auf ein kleines Gemälde hin. Theo gelingt es, bewaffnet mit Ring und Gemälde, den rettenden Weg nach draußen zu finden. Und so beginnt die rasante Geschichte um das Gemälde “DISTELFINK!”

                            Meine Meinung

1020 Seiten Lesestoff. Eine ganze Woche habe ich mit dem Distelfinken, Theo, Boris und vielen anderen Menschen verbracht. Als ich das Buch beendet habe war es für mich wie ein Abschied!

Die Autorin hat das Buch nicht geschrieben. Nein, sie hat mit Wörtern gespielt. Mal traurig, mal tiefsinnig, mal poetisch. Ihre Protagonisten sind genau beschrieben. Deren Handlungen sehr detailliert.

Theo konnte nicht ahnen wie der Distelfink sein Leben verändert. Er traut sich nicht das Bild zurückzugeben. Hat Angst als Dieb bestraft zu werden. Der Ring führt ihn zu Hobie. Hobie, ein älterer, eleganter Herr, restauriert antike Möbel. Er nimmt Theo wie einen eigenen Sohn auf. Bekocht ihn und bedrängt ihn nicht irgend etwas zu erzählen.Theo fühlt sich zwischen alten Möbeln und Nippes pudelwohl. Er trifft dort auch das Mädchen aus dem Museum an. Sie ist bettlägerig und fristet ihr Dasein in einem dunklen Zimmer. Er verliebt sich ihn sie. Aber sein Vormund hat andere Pläne mit ihm. Er soll wieder in einer Familie leben.

Theo verlässt Hobie ungern.Er wird vorübergehend von der Familie seines Schulfreundes Andy aufgenommen. Dort wird er gut versorgt. Jedoch hat er immer das Gefühl ein Fremdkörper zu sein.
Sein Vater, der seine Mutter verlassen hat, meldet sich. Er holt seinen Sohn nach Las Vegas. Auch bei seinem Vater und dessen Freundin findet er keine Geborgenheit.Wird von Beiden gar nicht wahrgenommen. Er lernt Boris kennen. Boris hat auch keine richtige Familie. Sein Vater säuft und schlägt ihn oft brutal zusammen.

Boris und Theo werden dicke Freunde. Beide konsumieren Drogen und Alkohol. Nachdem Theos Vater bei einem Autounfall stirbt, reist er auf eigene Faust zurück nach New York. Hobie setzt ihn als Teilhaber in seinem Geschäft ein. Theo verkauft, Hobie restauriert. Doch Theo baut Mist…..

Niemand weiß dass Theo immer noch das Bild hat. Da möchte sich auf einmal Jemand mit Theo treffen. Es geht um den “Distelfink”!


Die verschiedenen Stationen, die Theo in seinem Leben durchläuft, sind von Drogen, Alkohol und seinem traumatischen Erlebnis im Museum geprägt. Den Tod seiner Mutter hat er nie verwunden.
Boris und Theo treffen immer wieder aufeinander. Trotz Dreck am Stecken erweist sich Boris stets als guter Freund. Sieht in allen Menschen auch etwas Gutes. Hat Dinge erlebt die ihn um Jahre älter gemacht haben. Doch er verheimlicht etwas vor Theo………
Die Wege
führen Theo nach Amsterdam……..

Zitate aus dem Buch: “Die Mehrzahl der Menschen verbringt ihr Leben in stiller Verzweiflung.”
“Schönheit muss mit etwas Sinnvollem vermählt sein.”





                                                    Fazit



Ab der Katastrophe im Museum habe ich jedes Wort in diesem Buch genossen. Die hohe Seitenanzahl des Buches hat mich Anfangs gestört. Jedoch der Schreibstil, Handlung und Protagonisten haben mich nur so durch die Seiten fliegen lassen. Ja, und nun heißt es Abschied nehmen und eine Leseempfehlung an alle Bücherfreunde!

Ich vergebe 5 von 5 Sternen






Meine Rezension zu ” Acht Tage bis zur Ewigkeit” von Sabine Ludwigs

Kurzbeschreibung




Sie dachten, sie stünden am Beginn einer gemeinsamen Zukunft. Und ahnten nicht, dass es das Ende war.

Ihre Liebe ist unbeschwert, leidenschaftlich und tief. Sie wollen
miteinander alt werden. Doch da passiert das Unfassbare: Erik kommt beim
Bergsteigen ums Leben. Die Seilschaft, zu der auch Roselyne gehört,
muss seinen Leichnam in einer Gletscherspalte zurücklassen.

Gebrochen zieht sich Roselyne in das Strandhaus „Villa Himmelreich“
an der Schlei zurück. Bald nähert sich ihr der undurchsichtige Ruben –
der ihr eine absurde Erklärung für die unheimlichen Ereignisse bietet,
die sich plötzlich um Roselyne herum abspielen: Angeblich sind Ruben
acht Tage gegeben, um die skeptische Roselyne von etwas zu überzeugen,
das ihr Weltbild völlig auf den Kopf stellt. Acht Tage, um sie aus ihrer
Trauer zu einem Neubeginn zu führen.

               Über die Autorin


Sabine Ludwigs, gebürtige Dortmunderin, begann 2004 zu schreiben.
Zunächst widmete sie sich sehr erfolgreich dem Verfassen von
Kurzgeschichten, seit 2009 verfertigt sie auch Romane.

Ihre
Arbeiten sind vertont sowie als E-Book veröffentlicht, ein Teil ist
zudem Unterrichtsmaterial für das Fach Religion/Ethik an weiterführenden
Schulen.

Sie wurde u. a. mit dem Friedens-Literaturpreis des
Berliner Kulturrings und mit dem Literaturpreis Gedichte & Balladen
der Ideale Stiftung ausgezeichnet.

Neben der Schriftstellerei
war sie jahrelang für einen Verlag als Lektorin und zuletzt als
Pressesprecherin tätig. Heute ist sie noch immer als Lektorin aktiv.

 

Wieder einmal ist mir das Cover in´s Auge gestochen. Nachdem ich die Inhaltsangabe gelesen habe, war es sonnenklar für mich: DAS BUCH MUSS ICH LESEN!!!!!


Roselyne ist eine glückliche, junge Frau. Sie hat einen Job als Übersetzerin, tolle Freundinnen und ihren Freund Erik, den sie über alles liebt.
Erik und seine beiden Brüder sind leidenschaftliche Bergsteiger.  Roselyne kann ihn überreden sie auch mal mitzunehmen.
Roselyne, Nick, Malte und Erik besteigen den Monte Rosa. Am Gipfel angekommen kann  Roselyne die Begeisterung für das Bergsteigen verstehen. Dem Himmel so nah und die unendliche Weite lassen  Roselynes Herz höher schlagen.
Da macht Erik ihr einen Heiratsantrag. Am Gipfel eines Berges….soooo romantisch. Er zieht ein kleines Samtkästchen aus seiner Jackentasche. Darin ein Ring , mit einem Stein, der so blau ist wie seine Augen.
Roselyne kann ihr Glück nicht fassen. Überglücklich nimmt sie den Ring um ihn zu betrachten. Er fällt ihr runter. Erik geht ein Stück nach vorne um den Ring aufzuheben. Auf einmal hat er keinen Halt mehr und stürzt ab…..

Meine Meinung






Roselyne hat, im glücklichsten Moment ihres Lebens, ihre große Liebe verloren. Sie braucht unbedingt Tapetenwechsel und erwirbt die Villa Himmelreich. Kilometerweit weg, von ihrem früheren Zuhause,nahe am Meer, beginnt sie ein neues Leben. Ohne Erik. Erik hatte eine Leidenschaft. Er faltete gerne Origamis. Auf einmal liegt auf ihrem Bett ein neues Origami……..

Sie lernt das leben wieder lieben. Neue Freunde lassen nicht lange auf sich warten. Ihre alten Freunde halten weiterhin guten Kontakt zu ihr.

Langsam aber sicher könnte das Leben für  Roselyne wieder perfekt werden.Hätte sie Erik nicht ein Versprechen gegeben. Wenn er einmal nicht mehr lebt, wird  Roselyne nie wieder mit einem Mann zusammen sein. Da taucht der sonderbare Ruben in ihrem Leben auf…..

Diese Geschichte ist so wunderschön, dass ich sie an einem Nachmittag ausgelesen hab.
Es passieren viele unerklärliche Dinge.Ich musste unbedingt wissen wie es weitergeht. Die Autorin hat es verstanden Spannung in die Geschichte zu bringen.

Ich möchte jetzt nichts mehr erzählen. In dieses Buch sollte man einfach selber versinken.
Ein Zitat aus dem Buch verrate ich noch : “Wahre Liebe gleicht einem Ring, und ein Ring hat kein Ende.”


Fazit


Leider hat dieses Buch ein Ende. Ich wünsche mir ganz fest, das sich alles wirklich so zutragen könnte, wie in diesem Buch!

Ich vergebe 5 1/2
Sterne

 





Meine Rezension zu ” Ich und die Menschen” von Matt Haig

In einer regnerischen Freitagnacht wird Andrew Martin, Professor für
Mathematik in Cambridge, aufgegriffen, als er nackt eine Autobahn
entlangwandert. Professor Martin ist nicht mehr er selbst. Ein Wesen mit
überlegener Intelligenz und von einem weit entfernten Stern hat von ihm
Besitz ergriffen. Dieser neue Andrew ist nicht begeistert von seiner
neuen Existenz. Er hat eine denkbar negative Meinung von den Menschen.
Jeder weiß schließlich, dass sie zu Egoismus, übermäßigem Ehrgeiz und
Gewalttätigkeit neigen. Doch andererseits: Kann eine Lebensform, die
Dinge wie Weißwein und Erdnussbutter erfunden hat, wirklich
grundschlecht und böse sein? Und was sind das für seltsame Gefühle, die
ihn überkommen, wenn er Debussy hört oder Isobel, der Frau des
Professors, in die Augen blickt? Verlagsinfo: dtv

 

Hallo Mensch. Wie geht es dir? Du siehst gut aus. Trotz der Nase.
So beginnt diese Geschichte. Ich werde als “MENSCH” angesprochen. Das fand ich sehr schön. Ja, und das ich gut aussehe, trotz der Nase, war sehr beruhigend für mich. :-)))

Ein Vonnadorianer, Lebewesen von einem anderen Planeten, muss verhindern dass die Menschen durch mathematische Formeln einen großen Fortschritt machen.Menschen können doch damit nicht umgehen. Katastrophen sind vorprogrammiert.  Sie beseitigen den Mathematikprofessor Andrew Martin. Sein Körper wird von einem Vonnadorianer besetzt. Dieses intelligente Wesen weiß jedoch nichts von Kleidung. Findet es ganz normal im Adamsgewand durch die Gegend zu laufen. Als er die Universität in Cambridge erreicht wird er aufgegriffen, in die Irrenanstalt gesteckt. Die darf er aber bald schon wieder verlassen.
Daheim bei Frau und Kind merkt er bald dass die Ehe von Andrew und die Beziehung zu seinem Sohn, nicht zum Besten stehen.

 

Mit Mathematik habe ich eigentlich nichts am Hut. In dieser Geschichte hat sie mich aber nicht gestört.
Ich nenne jetzt das Wesen einfach mal Alien. Ist es ja auch für uns Menschen.
Alien ist schockiert von der Hässlichkeit der Menschen. Die Ausbuchtungen im Gesicht und in der Leibesmitte sind ihm ein Rätsel.
Mit was Mensch seine Zeit vergeudet kann er gar nicht fassen. Lesen zum Beispiel!!!
Erdenbewohner müssen sich tatsächlich hinsetzen und Wort für Wort lesen.Da sterben sie eh schon so schnell und dann vergeuden sie damit ihre Lebenszeit.
Moment mal…so schnell sterben wir auch wieder nicht! Ein paar Tausend Bücher schaffen wir! Außerdem mein lieber Alien, hättest nur vorher ein paar Bücher gelesen. Würdest dann nicht nackig in einem Bücherladen stehen und die Damenwelt zum Lachen bringen. Weißt schon, die Ausbuchtung in der Leibesmitte :-))) Aber ich seh schon, lieber Alien, aus dir wird nie ein Bücherjunkie! Oder doch?

Die wunderschönen Zitate und Sätze in diesem Buch sind Lesegenuss pur. Wie sich Alien langsam aber sicher an´s Mensch sein gewöhnt und seine kleine Familie lieben lernt, geht einem an´s Herz.
In dieser Geschichte bekommt Mensch einen Spiegel vorgehalten. Aus der Sicht einer höheren Intelligenz ist unser Tun und Handeln völlig absurd. Mit was wir uns das Leben schwer machen wird uns richtig vor Augen geführt. ( Lesen ausgenommen!!! Sag ich mal…..) Kriege kann sie nicht verstehen. Für Aliens sind wir kämpfende Idioten.
Jedoch schafft Mensch nicht nur die Natur zu ändern. Mit jedem Tag auf der Erde wird Alien mehr “MENSCH”! Er stell fest, Mensch sein hat auch Vorteile. Man fühlt! Lachen, weinen und die Liebe zu einem Hund! Auch Geschmack von Erdnussbutter und Wein machen das Erdendasein höchst erträglich. Ja, und die Menschen werden mit jedem Tag schöner. Und was sind denn das für Gefühle, die sich in der Leibesmitte bemerkbar machen? Nun, mein lieber Alien….du fängst an zu menscheln :-)Wenn da nur nicht seine Moderatoren wären die ihm Befehle erteilen……..

Diese Geschichte enthält sehr viele Weisheiten. Wort für Wort habe ich sie, trotz beschränkter Lebenszeit, genossen.
Zitat aus dem Buch: ” Das Glück existiert auf der anderen Seite des Leids.
Die 97 Ratschläge für einen Menschen haben es mir angetan. Hier zwei Kostproben davon:
” Es gibt nur ein Genre in der Literatur. Das Genre heißt* Buch*.”
” Ein Paradox: Die Dinge, die nicht lebenswichtig sind – Bücher. Kunst, Wein und so weiter -, sind die Dinge die im leben wichtig sind.”

Mit jedem Tag versteht Alien die Menschen besser. Wird er auf der Erde bleiben? Wird er die Anweisungen der Moderatoren befolgen?

Lasst es euch am besten selber von Alien erzählen. Ihm beim menschlicher werden zu begleiten dürfte für alle Bücherfreunde ein Genuss sein.
Ich habe gelesen, der Autor hatte Panikstörungen. Das menschliche Dasein fühlte sich damals für ihn fremd an. Dadurch entstand dieses Buch. Ich kann nur sagen, das ist der beste Beweis dass aus einer Krise Wunderbares entstehen kann.

Ein wunderschönes Buch und ein Liebesbrief an die Spezies Mensch!

Ich vergebe menschliche 5 von 5 Sternen nach Vonnadorien

 

 

Über den Autor

Matt Haig, geboren 1975 in Sheffield, hat bereits einige Romane
und Kinderbücher veröffentlicht, die mit verschiedenen literarischen
Preisen ausgezeichnet und in über zwanzig Sprachen übersetzt wurden. Er
lebt in York und London. Verlagsinfo: dtv